»oei&c, weicht In ihrer unbe^rer zten Hivgobe an den geliebten Mann vom Wes.e brr Unschuld und verfällt dann cnbhd), nachdem sie noch daS Verbrechen deS K.vd.tzmordeL auf sich geladen, in Wahnsinn.
Eine hohe brotnat sche Handlung legte brr Altmeister Goethe in seinem unver, gletchlichen Werke nieder und die Charaktere der drei Haup'pcrsonen sind unenbltcb schwer zu treffen. Der AvfangS düäere, immer m>t widerstrebenden Gefühlen käripfenbe Faust, welcher endlich durch Meptzisto'S Höll sche Macht verjüngt, tn bin Taum l bis LedenS hinrivger ssen wird und nachdem er daS tugendsame kindliche Gretchen kennen gelernt, sich zu der höchsten Seligkeit der Liede ousschwingt, erfordert eine so fdne künstlerische AuSarbeituns. eiren so geistvoll durchg-arbetteten Charakter, doh ich schon manchen hervorragenden Darsteller trotz Fletß und Strebsamkttt nur eine unzureichende Skizze liefern geseden habe.
Daß nun Herr Halm dieser Riesenaufzabe nicht gewachs n mar, wird sich derselbe bet einiger Utberlegung selbst emgestehen müssen; wenn eS auch Anfangs schien, alS hätte er seinen Part richtig erfaßt, so fiel er doch immer mehr und mehr in einen ganz merkwürdigen und nichtssagenden Conversationston zurück und somit gänzlich ouS der Rolle, daß ich nicht umhin kann, seine Leistung elS eine total verfehlte zu bezeichnen- Anders war eS mit dem MephssiopheleS diS Herrn Hendrtch, w.lLer feine wohl noch bei Weitem schwierto.ere Partie mit Fleiß studirt hatte und du ck sein gewandtes, sicheres Spiel dem Publikum allgemeines Interesse abgewann. Die Scene mit dcm Schüler, sowie die mit der Marthe machten einen besonders günstigen Eindruck.
Fräulein Belgrad bewies als Gretchen, daß sie eine strebsame Schauspielerin ist, d«e für da« Fach der Tragödinnen ganz geeignet unb durch Innigkeit im Vortrog wahrhaft hinr'ß. Hätte sie als Gretchen eine weniger falonmäßige Haartracht gehabt, so würde man die Erscheinung alS eine in jeder Hinsicht entsprechende bzetchnen können; wir wollen eS der jungen Dame nicht Übel nehmen wenn sie sich frtsicm läßt, wie eS am kleidsamsten ist, aber bet einem Gretchen muß die Stirn frei sein. — Ihr Spiel war recht gut, die Scene vor der mater dolorosa ergreifend unb die Kerk^r- scene. einige Fehler abgerechnet, treffend gezeichnet. Ihr Organ klar.g tn der l tzteren biSwetlm -n gesund und ließ den Wahnsinn deßhalb mcht zur vollen Geltung kommen.
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Vnn den übrigen hielt sich Herr Schwarz al-Valent n ganz wacker, besonder« tn der Sterbescene. Di Martha der Frau Größer trof n'Lt immer daS Richtige. — Die Scene in Auerbachs K.Uer war nicht tm M ndesten nach unserem Geschmack, da die Uebertreibung hier selbst da« Possenhafte überschritt und Herr Voigt als Siebe! se'n Möglichstes dazu bdtrup.
Daß Orchester hielt sich recht wacker unb find sich mit ben veisänglichsien Stellen anerkcnrcnSwerth ob. D'.e Cbö^e klang:n oder durchaus nicht gut und wäre <S bi ff er gewesen, wenn man uns dieselben glscher.kt hätte. Die Dorstclluna douerte über 4 Stunden. —.
— DaS von Herrn P of Dr. Gustav Jäger in Stuttgart eingiführte Woll- Regime hat sich >n der kurzen Zeit feine« Bestehens einer solchen Verbreitung zu ctfreuen, so daß eS nicht ollem tn ganz Europa Eingang gefunden hat, sondern auch bei allen großen Ausstellungen mit bin höchsten Anerkinnurgin ausgezeichnet worden ist.
Im obgilaufenen Jahre 1884 waren die Fabrikate her Herren W lh. B nger Söhne: Norm l Himden, Jacken und Hosen, sowie Leibbinden, bei der hygienischen Welt-Ausstellung in London und bet der Industrie-Ausstellung m Bubaweitz auSqelegt und erhielten bet beiden Ausstellungen die go'dene Mcdatlle Genannte Fabrik steht unter der fyrctcCcn Lestung deS Herrn Prof. Dr Jäger und ist allein conceffiontrt und '_n den meisten Staaten Eu'opaS pitentirt. Verschiedene sächsische und rheinische Fabrikanten ahmen bie wollenen Unterkleider unter der Benennung .System Jäger- noch und ist daS echte Fabrikat durch die im Stempel angeführte Untirschrift deS Herrn Prof. Dr. Jäger erkenntlich.
Kirchliche An^ngkn der eoangcl. Gemeinde.
Donnerstag, 8. Januar, Abends 6 Uhr, in her Kirche. Missions- flunbc, die Mission in Indien, Missionar Thumm aus Frankfurt a. M.
Bekanntmachung.
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leibkasse angelegten Kapitalen am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:
Donnerstag den 8. Januar 1885,
Samstag „ Ist. „ „
Dienstag * 13. * „
Mittwoch „ 14. m h
Donnerstag * 15. „ w
Samstag w 17- „ «
Die Interessenten werden daher aufg-'- fordert. die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hiertu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu le- gitimiren.
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, am 27. November 1884.
Der Rechner der Spar- und Leihkasse. ______________Kehr.______________
Samstag den 10. d. Mts.,
Nachmittags 2 Uhr, in der Bramm'schen Hofraithc sNeustadt) dahier werden gegen Vaarzahlung versteigert :
1 Garnitur Polstermöbel, einige Kommoden, Spiegel, 1 Regulateur. sodann 4 Mille Eigarren, ein Kleiderschrank, 2 Küchenschränke, 1 Sopha rc.
Gießen, den 7. Januar 1885.
Engel, 202 Gr. Gerichtsvollzieher.
AeisgrSotencs.
205 Frische süße Butter, das Pfund 80 Pfennige-______________Neustadt 51.
Gießener Actienbier 23 H Frankfurter Bier 23 „ Krofdorfer Bier 12 „ § liefert bei Abnahme von 6 Flaschen frei in's Haus 133
Fhil. Bob,
Bahnhofstraße 11, Ecke der Kavlansgasse.
Vorstiglichts Cello Z U^erkaufen^Wo^foa^i^Er^d^Dsi
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HusleNicht
Mal^Ertract u. Enrameilen*) v. L. H. Pietsch L Co., Breslau.
Herren L H. Pietsch L Co. in Breslau bittet Unterzeichneter um weitere gefällige Sendung rc. gegen Posiuachuahme und bezeuge der Wahrheit gemäß, daß meine Frau, welche schon etliche Jahre an einem sehr starken reizbaren Husten gelitten bat. und alle seither angewandten Mittel keinen Erfolg gehabt baden, bei Gebrauch der mir unter dem 16. d. M- gesandten Flasche Ihres „Huste-Nicht" große Linderung gefunden hat-
Sentza, 31. Januar 1834.
195 Ohm, Bauaufseher.
*) Extract ä Flasche 1 Jf, 1,„ u. 2,50. Earamellcn k Beutel 30 u. 50 — Zu haben in Gießen bei
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203__6 Neustadt 0._____________________
EisenbahB-fiesellschafis-VereiiL
Samstag den 10. Januar 1885
I. Stiftungsfest mit Tanz - Unterhaltung im Saale des Hd tel Einhorn. Anfang 8 Uhr Abends.
Karten sind an der Kaffe und durch die Mitglieder zu haben. 190 Der Vor »land»
Generalversammlung des Mumlicn - Anlerstützungs - BunÖcs her Scfineiber (6. [). Jlr-18) Montag den 12. Januar er, Abends 8 XJhr, in der Restauration Bramm.
Tagesordnung: 1) Vorstandswahl, 2) Aufnahme neuer Mitglieder. 3) Verschiedenes.
Eintrittsberechtigt sind auch Kürschner, Kappenmacher, Posamentirer, Schirin- und Handschuhmacher.
NB. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. 19$ Der Vorstand.
Metallarbeiter-Kranken- und Sterbekassß(E.H.29j.
SamStag den 10. Januar,
Abends 8V2 Uhr,
Restauration Bramm, Neustadt:
Generalversammlung.
Tagesordnung: Vorstandswahl.
Das Stiftungsfest findet Sonntag den 18. Januar auf Lony's Bierkeller statt. 152__________Der Vorstand.
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