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,jtre Garnisonen zurückkehren mußten. Auf der Höh? östl ch von Bergen erwartete IrSute do;’ 9 Uhr an den Kaiser, welcher um 3/410 Uhr zu Wagen von Vilbel aus «i dttm Manöverterratn eintraf und sofort zu Pferde st-,eg. Schon vor ihm waren J tntilPn der fremden Fürsten angelatigt und so begab sich die ganze glänzende Reiter- Lflr n^ich nach dem Abhange, der die Aussicht über das Thal bet Wachenbuchen rftatlat und verfolgten von dort aus inmitten der stark verschanzten Stellung des ßiilfo-rpd den Gang des Gefechts, wahrend ein Tbeil, der König von (Spanien und lHtnz von Wales, zu dem heranrückenden Ostkorps hinüberritten und dessen fooHlonen tn näheren Augenschein nahmen.
In weit größerer Anzahl als an allen vorhergegangemn Tagen war hcute das kubblum erschienen, zumeist Frankfurter, welche sich die günstige Gelegenheit nicht ent- «tm lassen wollten an dem letzten Manöver, das so in nächster Nahe der Stadt ab- Mi-n wurde, the'lzunehmen. W'e saft bei allen Manövern war dieser Tag bei Mijem der lebhafteste und anregendste von allen. Noch einmal nehmen hier die von Un v»-rhergeh'nden Sttapatzen ermüdeten Soldaten alle ihre Kräfte zusammen, da sie »die frohe Aussicht haben, bald wieder in ihren ruhigen Quartieren von den An- innainngen des Manövers sich erholen zu können; die l tzten Patron.n, mit denen (0It vorher doch immer noch ein bischen schonend umging, werden verknallt, kurz, es hridid Leben und Bewegung auf der ganzen Linie. Heute war der erbitterte Geschütz- Lpf der die ganze erste Hälfte des Manövers aussüllte, von imposanter Wirkung, tim war der Mbl. der am Morgen das ganze Terrain verhüllte, mit der steigenden connt' nur zum Theil in die Höbe gegangen, so daß auch der Pulverdampf ziemlich fift ltt«en blieb und oft saft jede Aussicht auf die manoorirenben Truppen verhinderte. gX bann der auf der Höhe w chende Wind die weißen Rauchwolken einmal etwas GeiEdertrieb, war der Anblick fre'l'ch um so schöner.
Wie die Parade glanzend verlaufen, so konstatirten auch die Feldmanooer, daß Mer sowohl wie Soldaten alle auf ihrem Platze waren. Mögen h'er und da auch L[p.e Unwahrscheinlichkeiten vorgekommen sein, es ist dies eben n cht zu vermeiden, fir06en Ganzen zeigten sich die Truppen so vollkommen ausgeb'ldet, daß sie es cohl mit jedem Feinde ausnehmen können. Selbst die fremdherrlichen Officiere er- hntir das im vollsten Umfange an, indem einer derselben, und zwar ein sihr her- mropienber, die charakteristische Aeußerung that, als einmal ein kleiner Mißgriff in kr M-ung vorkam: „Diese Preußen sind doch wahrhaft g verfluchte Kerle, hier, ’to fit uns eingeladen haben, machen sie wohl einmal einen Fehler, aber im Felde sind jt ganz anders * (8- 3-)
K o k a l e H
Gießen, 27. September. Gestern Nachmittag 6 Uhr ist unser Regiment wieder m die Garn son eingerückt. Dem Vernehmen nach wurden neben anderen Ausz-ich- tungeii welche wir nod) nicht bestimmt mittheilen können, Herr Hauptmann Winter mNajor und Herr Premierlieutenanl Ronneberg zum Hauptmann befördert.
- Drr hiesige Turnverein wird bet der Einweihung des Niederwald- -tnkmrals durch eine Deputation von 6 Mitgliedern vertreten fein. — Am Wett- -turne, n kommenden Sonntag zu Rüdesh^in^betheiligen^ich^2^^itglieder^^^^^
Be« es i f dM e 6*
Langsdorf, 26. September. Bei der heutigen Bürgermeifterwahl wurde der icherige Bürgermeister Io Hs. Köhler IV. einstimmig wiedergewählt. Der Inflanb, daß er sämmtliche abgegebenen Stimmen (169) erhielt, ohne daß die sonst •älidxm Agitationen und Kneipereien vorausgingen, ist für den Gewählten wie für die Wm gleich ehrenvoll. Im Orte selbst herrschte die größte Ruhe, so daß ein Orts- itöbtrr, der sonst die Wahlkämpfe mit angesehen hat, es für unmöglich gehalten haben irche, daß heute hier Bürgermeisterwahl stattfand.
Mainz, 26. September. Bei der Festfahrt zur Einweihung des Nat'.onal- ünkmols am 28. September werden sich im Ganzen 30 Schiffe betheiligen und zwar ^oalenbampfer, 17 Personendampfer und 10 Schleppdampfer. Zu Thal von Mainz ! toben nachstehende Schiffe in folgender Reihenordnung nach Rüdeshetm abgehen: 'Dampfer: „Wilhelm, Kaiser und König" und „Humboldt", beides Schiffe des • Personendampfer: „Bismarck", „Moltke", „E. M. Arndt" (in Biebrich sich Eichend), „Kriemhilde" (von Worms kommend). Schleppdampfer: „Rhenus V.", .»Mh.ias Stinnes II.", ,,H. A Disch V.", „Taunus", „Friedrich der Große", „Tauerei W, „Franz Hamel II", „Joh. Fader III ", „Elsaß" und „Rhenus IV." Personen- vHfboote: „Ludwigsdahn III.", „Ludwigsbahn I" (in Eltville sich anschließend), ^abt Ludwigshafen" (von Ludwigshafen kommend), „Ludwig IV.". „Lessing", „Wilhelm, lünz von Nassau" (tn Eltville sich anschließend), „Cornelius" und „Schwanheim" 0(!?n Frankfurt kommend) Zu Berg von Köln und Coblenz kommend, werden nach-
ftehende Schiffe sich an der Feftfahrt betheiligen: Personendampfer „Siegfried", Per- fonenfalonbampfer „Mosel", Personendampfboote „Kaiser Wilhelm", „Kaiserin Augusta", „Kronprinz Friedrich Wilhelm" und „Prinz Friedrich Carl".
Darmstadt, 25. September. Der Vorstand des electrotechnischen Instituts an der hiesigen technischen Hochschule Professor Dr. Kittler, welcher gegenwärtig im Auftrag der Großherzoglichen Regierung die internationale electrische Ausstellung in Wien besucht und sich an den wissenschaftlichen Arbeiten der dort bestehenden Commission betheiligt, ist nnnmrhr zum Vicepräsidenten der wissenschaftlichen Central-Commission, sowie zum Präsidenten der Abtheilung für Dynamomaschinen, Lampen und Kraftübertragung ernannt worden.
— Eine Patent-Anmeldung mit einstweiligem Patentschutz ist ergangen von Bergrath Tecklenburg in Darmstadt für einen Apparat zum Tiefbohren mit Wasserspülung.
Frankfurt a. M, 25. September. In einem hiesigen ersten Hotel trafen dieser Tage zwei Engländer ein, welche aus Abneigung gegen die Eisenbahn nur im Wagen reisen. Sie mietheten sich hier einen Wagen sammt Kutscher, der sie nach Passau bringen soll. — Ein junger Mann, der in seinem Herzen Neigung zu einem schönen Mädchen verspürte, nahm die G<l genheit wahr, der Angebeteten vor der elterlichen Wohnung ein Blumensträußchen zu verehren, das dieselbe auch dankbar annahm, nicht so aber der unbemerkt hmzugekommene Vater, der den ihm mißliebigen jungen Mann zornig packte und dermaßen die Stiege hinunterwarf, daß er den rechten Arm brach. Das hatte der gestrenge Vater natürlich nicht gewollt- Er ließ den jungen Mann in die Wohnung hinausschaffen und durch einen Arzt verbinden. Als der Gyps- verband fertig war, waren auch der junge Mann und das Mädchen Braut und Bräutigam.
Cassel, 22. September. Ein zehnjähriges Mädchen, das von seiner Stiefmutter, der Frau des Kutschers Mühlhausen, einen Tadel erhalten hatte, hat)sich deshalb in der Fulda ertränkt-
— Die „K. Z." schreibt: Man erzählt sich, daß in Mönchelhos ein Wegewärter um 1000 das Muty mgsrecht auf dort zu Tage liegende Halden erworben hat. Nach Untersuchung der Hörder Hütte, welcher die zu Mönchhos vorhandenen Mineralien zugesandt worden waren, sind diese Erze stark manganhaltig. Hiernach sind dem berechtigten Erwerber Lieferu..gen übertragen worben, die er nach Essen und Hörde in einer bedeutenden Anzahl von Waggons ausführte. Wie weiter verlautet, soll derselbe fein Muthungsrecht um den Betrag von 600,000 JL an eine Actiengesell- schäft verwerthet haben.
Witterungskunde.*)
28. September. Frestag. Die Morgentemperatur liegt ziemlich tief, habet ist cs frühmorgens nebelig bis dunstig bedeckt, Vormittags kurze Z"tt aufgebessert mit Sonnenblicken, Mittags wieder mehr zusammengezogen, Nachmittags entschieden herbstlich schön bis zum Abend; in M ttcleuropa vielfach wolkenlos.
29. September. Samstag. Frühmorgens nebelig bis dunstig, mit steigender Sonne etwas aufgeheitert, dann wi-der mehr schleierig bis wolkig, tm Süden zu leichten Schauern geneigt, Nachmittags noch aufgebessert bis zuletzt herbstlich gut. Nachts N-ederschläge; die Winde sind zeitweise aufgefrischt, an den Küsten lebhaft, stellenweise Morgens Reff. Ob Nordlicht?
*) Aus Dr. L- Overzier's Wetter-Prognose für den Monat September, abgeschlossen am 15. August (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung *.n Köln, Preis 1 JLY — Nachdruck verboten.
Handel uttb-Verkehr.
Frankfurt, 26. (September. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu «X 2.80-3.30, Stroh 2.70—3.10, Eier das Hundert 5 50—6.50, Stück 6 Butter 1. Qualität <A 0.95, 2. Qualität X 0.90, Kartoffeln per Centner X 2.00—2.50,
Limburg, 26. September. Rother Weizen <X 1800, neuer «M. 00—00.00, weißer Weizen «X 17.90, Korn <X 13.30. Gerste <X 10.00, neue -X. 00, Hafer «X 7.00, neuer X 0.00, Erbsen X —, Kartoffeln X —•_____
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige In eine o-ler mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von MAA9E?VSTE1RJ <Ä? VOGI^EB iß Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Pmmtorifd)c Dorlabunn.
H<* Vormundschaftsbehörde des nn- i^miilandesabwesenden Caspar Wafer, Atzeir der Liegenschaft „Lehmatt" in Oh-flen (Nidwalden, Schweiz) beschloß ' M. August 1883, Sohn P e t e r W a s e r i iisermächtigt, einen gesetzlichen Anschlag 1 lac bemannten Liegenschaft seines Vaters । tiiijutt iten und dieselbe al« Eigenthum zu 1 Meri-en. 6400
kaf har Wafer wird demnach , auf: Md-crt, allfällige Einsprachen, die er (M den Güteranschlag 311 erheben gedenkt, Üüjiem nächsten zwei llllonaten beim ßanb: ffismonin und Regierungsrath in Staus rtuingen, ansonst letztere Behörde in Äche weitere Beschlüsse fassen wird.
6t au §, den 17. September 1883.
Jim Auftrag des Regierungsrathes: Die Standeskanzlei:
Robert Wagner, Landschreiber.
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ZMeckerarbeit, „ „ 25.00
Zchloosserarbeit. „ „ 167.90
MWitsteinlieferung, „ „ 42.00
Aeimfuhrlohn, „ „ 128.80
LHMirarbeit, „ „ 106.30
UDererarbeit, „ „ 1717.46
Gmßen, den 27. September 1883.
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