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Samstag den 24. November
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Telegraphische Depeschen.
Wolff-S tklegr. Gorrespsrrdmr-Brteea«.
Berlin 22 November. Die Verlängerung des Kleinen Belagerungszustandes für Berlin ist bis zum 30. Oetober 1884 heute vom Bundesrath be- schlosse^,vordem wit zahlreichem Gefolge Abends
politische «eberskcht.
Gießen, 23. November.
Die friedliche Zuversicht der preuß. Thronrede trifft mit den^vonTag zu Tag günstigeren Nachrichten von Außen her zusammen. Die r^nzoie werden sich wohl endlich überzeugen, daß, wenn ste Frieden halten, N^maiid sie beunruhigt, daß aber die unverständigen Zornausbrüche über chrefeibstver- ickiildete Vereinzelung diese selbst nur verstärken können. Auch die letzten S±„tat!Äa»W<n »«ta mchr, md m-h- b-Wm-ng . D- Äuistand in Serbien scheint uiedcrgcworfcn zu sein und der Ausgleich m Busi aarien vollzieht sich vorerst wenigstens zu allseitiger Befriediguna, von den auch bart aefchlaqenen Panjlavisten natürlich abgesehen. Von Wien aus wird ossicws s n öasich bezeichnet, daß Herr v. Giers auf seiner Rückreise diesmal Wien nickt berühren werde. Man bringt das indeffen, falls es sich bestätigt, nur mit äußerlichen Reifebestimmungen in Verbindung. Schwerlich wurde^dre ^rmnermig VN die bekannte Rede des Nliuiflers Kalnoki) darauf einwirken, die ja Nachtrag llck von bm selbst aufgeklärt wurde und die offenbar nur an die Adreffe der Slavenv artet gerichtet war. Man hort in dieser Hinsicht noch die sehr intereffante Vermuthung äußern, jene Rede, soweit sie sich auf den russischLN Anarisf bezog fei durch den Anschluß Italiens an das deutsch - österreichische Bündniß veranlaßt worden. Früher war bekanntlich verbreitet, die gegenseitige Aerlbeidiaung der deutschen Mächte setze einen Doppelangriff voraus also bei S-A«n ruK-U-lkmlch-n. Seit dem Anlchluj Italien, blteb vej^r. reich nur einer Gefahr von russischer Seite ausgesetzt, wenn nämlich dort em mal Vanflavisten die Oberhand gewinnen sollten, und die Voraussetzung der ein^LppelangrilfS^damit die deutsche W emtrtte^ch dwff lehtere seltsam genug für Oesterreich gänzlich ausscheiden. ^.cse ^aMchung wollte Graf Kalnoky der bezeichneten unruhigen Partei gegenüber wahrscheinlich zerstören, und cS ist ihm das auch ohne Zweifel gelungen.
Gui Verein zur Verbreitung conseroativer Zeitschriften in Berlin dessen Vorstands-Vorsitzender der Graf Behr-Band-Un ist , zu Hessen Vorstand auch derbekannte Agrarier v. Mirbach gehört, hat m diesen Tagen an die evangelischen Gutsbesitzer ein Rundschreiben
aciaat iff Um den socialistischeu und den ihnen nahestehenden fortschrittlichen §Lg!n und ZeMristen,' welche alltäglich in HunderttauM^ von plaren das Gift des Umsturzes und der Auflehnung '" ^ ^ü det^ Es Volkes träufeln, erfolgreich entgegenzuwirken, sei dieserVerem W ist derselbe Verein welcher sich kürzlich ebenso an die gejammte evang.uicye Geistlichkeit Deutschlands wandte, aus deren Mitte aber alsbald entschiedenen Widerspntch erfahren hat. Von den Geistlichen begehrte der Verein emen Bei- tta von j? 3 2 !en Gutsbesitzern gegenüber stellt er ihn aus 5 md agt in dem Rundschreiben, ihrer 10,000 müßten mindestens zusammenbrtngen, dann sei es möglich, den Widersachern 1 .83
Montag d-n 10. tad« l. E Rachmitta" MGA Sffm«" «E'i» > 18
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m..L iL anerkennen, daß die Deutschen hier willkommen sind, ja, daß man eine Art von Begeisterung für sie empfindet und daß dieses Gefühl, wenn auch nicht bei allen Genuesern, so doch bei einem großen eheste der Bevo.keiung start vbr ftt ist " Sicherlich ist dieses Telegramm dazu angethan, die Freude des
7ntran iqeant" etwas zu stören, und auch anders Blätter werden glauben, das; der ,Figaro" mit Veröffentlichung dieser Depesche unpatriotisch" gehande t habe. Man ist aber in letzter Zeit sehr vorsichtig geworden und wird deshalb diese
sberrv das Reffort der auswärtigen Angelegenheiten endglltig übernommen Nachdem er dasselbe wiederholt, auch in der letzten Zeit, interimistisch geleitet hat könnte man seinen definitiven Ueberttftt zu demselben insofern nur alo Personen- keinen Principien-Wechsel, betrachten, als er auch früher schon einen bestimmenden Einfluß in den Fragen der auswärtigen Politik geüot hat und es sich am Ende ja auch von selbst versteht, daß rn einem normalen Ministerium dieselben Grundsätze für die Allgemeinheit, wie jur die Besonderheit der Regle- r inasaeickäste uiaßaebend sind. Gleichwohl wird man annehmen dürfen, daß der unleugbar vorhanden gewesene große Unterschied in den Charakteren Challemel- ^acour's und Fules Ferry's sich auch in der Geschastsfuhrung nicht verleugnen wird d h daß letzteker mehr das suaviter in modo an Stelle des von ersterem bevorzugten fortiter in re walten lassen dürfte. Ob dem wirklich so ist, muß an dem Beispiel der momentan für Frankreich brennendsten ^agesjrage, dem Verhölkniß der Republik zu China, alsbald bemerkbar werden. ES scheint sasi, als mach man hüben und drüben Miere zum Emlen en Wenn sich die Hongkonger Meldung des „New-York Herald" von der erfolgten Naummig Sontays und Bacninhs durch die Chinesen bestätigt, so wäre damit der Situation m Tonqking trotz der Wiederaufnahme der militärischen Bewegungen des französischen Occupations-CorpS, der akute Charakter benommen und Zeit für neue Verhandlungen gewonnen, die recht wohl zur Verständigung fuhren konnten. Ein friedlicher Ausgang der ostasiatischen Wirren siegt bekanntlich vor Allem den Engländern am Herzen, die nun aus dem Rücktritte des ihnen.äußerst abhold gesinnten Challemel-Laeo ur neue Hostnungen schöpfen. Vielleicht, daß jetzt, wo auch Waddington, der französische Botschafter m ^°"don, sieiere Band erhält eine englische Vermittlung zwischen den Cabineten von Pans und Peking mehr Aussicht auf Annahme hat, als während der Amtszeit Challeinel-Lacour..
:bige Arbeit« ten bei ifteiberg 5. näbchen aut tarktplah 2._ r bürgerlich!» önnen, sowie )tn stets gute
Darmstadt, 11.___
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l . December orstraße 3b, beiter sucht , Rittergasse, tilge kann i»; ire treten btt incrmeister.^ i Gießen nach e Matrose»'
mg bei , Wetzlar., i für Monat?- lüdanlage 5.
Z)eutfchlavd.
Darmstadt, 22. November. Se. Könkgl. Hoheit der Großherzog begeben Sich auf Einladung Sr. Maj. des Kaisers zu den am Freitag und Samstag in Letzlingen stattfindenden Hosjagdeu. _
Darmstadt, 21. November. Se. Kaiser!. Hoheit der Großfürst Sergius ist heute Morgen nach Stuttgart abgereist zum Besuche ^hrer Maj. bei Königin von Württemberg.
^SbreTneuen EtLge,?tzentwürf? schlüssig machen, °-°be' namentl ch dks Ei. kommensteuergeslh bttiSchtlich- «sj^^mer mrLutete-,
ziehung der J nunmchr die Mög-
etn Stein des Anstoßes für bie elfte S. merOlr *, und das Gewerbesteuergtsetz,
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Sünfti0em ^olg Yassiren. G-neraloers-mmlung des Benins ber (nationalen)
I'Nks Rückganges, als welche er »«’«»»» ber Reichsregiernng bei ber Frage der und ausreichender Organ.iat.su, die .y i «.. . yct Diskussion über ben Steuerreform “,,b J«bot6monopol§ b^n U* ganbegD6r?animIun6 der Partei Vortrag trat hauptsächlich der Wm.sch a“f~a|^tWäge Jur B.sserung der Situation ?„*ÄW,‘ «6,ÄfÄ»S. sm U.b.l0™ ->-,bm «WtM. erledigt. ________________ ■
Friedrich Wilhelm von Hohenzollern braucht ben jungen Alfons um Bourbon nicht meh? zu beneiden. Wie dieser kennt «OW nehme Gefühl, welches das Pfeifen hervorzubnngeii pflegM von Spanien hat es in Pans erfahren, der Sohn Komg WillM s hat sich dieser Prüfung soeben in Genua unterziehen müssen - und wenn wir gewissen Telegrammen glauben wollen, so wird sich ^i^^^Psch - wiederholen" Also schreibt in Paris der „Jmransigeant auf Grund einer Lavas"-Depesche in welcher zu lesen stand, daß bei der Fahrt unseres Kron- Lu du^La vereLlte Pfiffe gehört, sogleich aber durch ugn Willkomnirufe der Menge unterdrückt worden warern Dieses „Ausvf ls mackt nun einem aroßen Theile der französischen Presse eme nicht geringe Dxxude die allerdings nicht offen ausgesprochen, sondern mehr zwischen den Zähnen kundaeaeben?°ird Nur ein Blatt, das einzige, das einen eigenen Be- SattÄ Genua geschickt Hal, bringt ein
doch in ganz anderem Lichte darstellt uud^als fra'^sisch QrnRhier angesuhU sein möge. In diesem Telegramm deS „^garo heißt u uaml ch. ch den lebhaftesten Beifallsrufen haben scharfe Ohren den Ruf . „Es sile ^rank reich es lebe Italien, es lebe Oberdank!" zu vernehmeir geglaubt. Zch glauve daß diese Ruse sehr vereinzelt gewesen sein müssen, und ich für meine Person h nichts als eine wirkliche, unbestreitbare, fast enthusiastische Evasion.
von der die Straßen überfüllenden Menge dem Sohn Kaiser Wilh lms arge bracht wurde Um mein Urtheil über den Empfang des Kronprinzen zu sammenzusassen' muß ich sagen, daß ich die Mvölkerung Genuas Deni Mand viel freiribMier aesinnt aesundeu habe, als ich vorher glauote. ^enn sich a cy die Regierungen durch noch so viel diplomatische 2lkte verbünden m^en, o ver mögen sie doch den Gefühlen des Volkes keme Gewalt anzuthun. Und doch
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