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Eine Kosakensrau ging, da ein kranker

Literarisches.

Der Pilzsammler oder Anleitung zur Kenntniß der wichtigsten Pilze Deutschlands und der angrenzenden Länder. Mit ^5 nach der Natur gem^ten Ptlz- -rten 2um Gebrauche für Jedermann bearbeitet von Gotthold H abn Gera 1883. Kg ber K->nttz'sch-n Buchhandlung (SR. Klnd-rm°nn> Bereits im Vorjahre erschau ein Pilzwerk obengenannten Verfassers, welches er im Verein mit O. Müller in dem- Ieiben Verlage herausgegeben und das den Titel trug: Abbildung und Abschreibung der am häufigsten vorkommenden Pilze Deutschlands nebst Angabe ihrer Schädlichkeit und ihres Nutzens; das neue uns vorliegende Werk soll nun namentlich Anfängern das Studium in der Pilzkunde erleichtern und für jeden Pilzsammler ein brauchbarer und zuverlässiger Führer sein. Es ist daher hier nur auf die augenfälligsten und tröfteren Pilze, welche ohne Gebrauch eines Mikroskoves zu bestimmen, Rücksicht ge­nommen worden. Besondere Sorgfalt, wie wir hier gern bezeugen, ist den zahlreichen Abbildungen der verschiedenen Pilze zugewendet worden; dieselben find nur mit ganz wenigen Ausnahmen sehr naturgetreu dargestellt und wie man sofort bemerkt, von beschickter Hand nach natürlichen Pilzexemplaren dargestellt worden. Von! den meisten Gattungen ist mindestens ein Repräsentant im Bilde vorhanden so daß der Anfänger von den Arten, welche ohne bildliche Darstellung geblieben sich leicht eine Vorstellung machen kann. Hinsichtlich der systematischen Anordnung >st der Verfasser in der Haupt­lache dem Systeme von Fries gefolgt. Das Ganze eröffnetder allgemeine Theil und finden wir folgende Kapitel: Die Pilze tm allgemeinen, Schädlichkeit und Nutzen her Pilze, über Erkrankungen nach dem Genuß von Pilzen, über die Prüfung der Pilze behufs Erkennung ihrer Schädlichkeit und Unschädlichkeit, über das Sammeln, Zubereiten und Aufbewahren der Pilze, systematische Uebersicht. Der specielle< Theil enthalt die Beschreibung der häufigsten und größeren Pilze aus der Klasse der Basi- dwmyceten und Ascomyceten und zwar sind von ersteren angefüh t die Arten von 6 Familien der Hymenomyceten und von 3 der Gasteromyceten, während w>r von den

i , jn ,tner Destillation mit Kümmel füllen lasse und diese Flasche ebenfalls in anb?ef^ stecke Da nun in jede Flasche gerade nur für fünf Pfennig Kümmel hmem- £ 'iebc§mal das falsche Geldstück, das er bei sich führe, auf den Tisch. Äftrebenb "elfen dies die Verkäufer zurück, und m't der Motivtrung, daß er fein ^-ster bet sich führe und den Schnaps nicht bezahlen könne, reiche er dann stets ®e\n/%Iafcbe zurück, damit die Betreffenden den Kümmel wieder ausgießen, bie eim Fmuye 3 Wunsch von den Verkäufern erfüllt, wobei diese nicht merken, Patron die mit Wasser gefüllte Flasche überreicht und sich nachher an !?m grätts erworbenen Kümmel gütlich thut. Da behaupte man «°^^gebe^nichts N^es Gliche Derwechfelung von Medikamenten kam, nach demK B.^,

nA in einer Kosaken-Staniza am Don vor. Eine Kosakensrau ging da ein kranker Hn tbnm ©laOe trotz gller Heilmittel und Segenssprüche der Pnesterssrau nicht mnrd zum Vieharzt Dieser verlangt einen Rubel, f'S reibt ein Recept und hifiebll rafb<i eine M-d'cin danach machen zu lassen. Unterdessen fallt der Frau ein, « Docktur" auch ihren Sohn Wanja zu zeigen, der, wie das Qechslein im Stalle, munter ift. @ieb einen halben Rubel, sagt der Arzt; sanft tbate tchs nicht ab"r da ich schon einmal auf dem Hof bin, gehts in einem hm. Die Frau Tierarzt schreibt Und der Apotheker fertigt beide Medikamente an. Da die E ted-ch im "-len nie stark gewesen war, ihr Wanja- diese Kunst aber Überbaup nickt erlernt hatte, so kam eine kleine Verwechselung nor: der Knabe bekam die s^das Oechslein bestimmte Arznei und umgekehrt. Am anderen Morgen war der Knabe gesund und erholte stch bald wieder vollständig; das Oechslein aber war an Bem 5C^,r^5n4t>OTfenOaufeb°mg8anbe.] Ein Gutsbesitzer führte einen ihn besuchenden rlnb auf,einem Landgute herum, welches Jenererhetrathet" Hatto unb verfehlte d-hst n'chk seine Besitzungen und Anlagen, auf die er sich viel einbtlbele, nach Gebühr d rausmftreichen. Gegen Abend röthete sich der Himmel. -Was mag die Rohe m bedeuten haben?» fragte der Freund. -Je nun" antwortete der Wirth,das wird ber Wieberschein von meinen Erdbeerplantagen sein!

Ascomyceten zwei Familien der Discomyceten und ebenso von den Pyienomyceten voiffnden. Die einzelnen Beschreibungen sind kurz und bündig, dabei aber klar und sind Immer die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale recht gut hervorgehoben worden- Wir können dieses Werk, dessen eine Hälfte der Text, besten andere die vortrefflichen Abbildungen füllen, zum Ankäufe nur empfehlen und finden den Preis von 4 Mark bet der eleganten Ausstattung desselben verhältnihmüßig sehr billig.

Wafferwiirme der Lahn.

Am 22 August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 16« R-, Luftwärme + 207z" R.

L. Ehr. Rübs amen.

Witterungskunde.*)

23 August. Donnerstag. Frühmorgens dunstig bis bedeckt, dann aufgeheitert bis schön, M'ttags Schleier oder Ballen- Auf den Abend zu gewttterhaft- Im Allge­meinen aufgeheitert bis schon und wärmer.

24 August. Freitag Frühmorgens trüb bis bedeckt, namentlich in den west­lichen Küstengegenden, mit steigender Sonne jedoch allgemein aufgeheitert, warmer, strichweise gewitteihaft unb besonbers Nachmittags schön-

*) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat August, abgeschlossen am 20. Juli lVerlag ber M. Lengfelb'schen Buchhandlung tn Köln, Preis 1 JL.)- Nachdruck verboten. ,

Handel und Verkehr.

Eine Bewegung, die für die weitesten Kreise von Belang ist, ist jetzt ein- gelettet worben unb betrifft die Neuregelung des Druckschriftenportos im Reichspoft- gebiete. Für Drucksachen unter Band werben, wenn sie nicht über 50 g wiegen, 3 Pfg. erhoben, während über 50 g die Taxe gleich auf 10 Pfg. steigt. Diese Steigerung kann vom Publikum offen v rmieben werden, wenn die Sendung in zwei Hälften von je 50 g zerlegt wird, woraus bann nur 6 Pfg. zu zahlen sind. Somit kann man für 9 Pfg. einzelne Gegenstände im Gewichte von 150 g versenden, während man, wenn die Sendung zufammenbleidt, einen höheren Satz zu zahlen hat. Deshalb wird ein solcher tn Höhe von 5 Pfg- angestrebt.

Heber die Nachsendung von Telegrammen sind Bestimmungen vorhanden, deren Hinweis im allgemeinen Interesse sein dürfte. Jeder Absender kann nämlich durch den Vermerknachsenden" (oder f. b. faire euivre) seinen Willen kundgeben, daß ihm das Telegramm nach b/m näher zu bezeichnenden Bestimmungsorte weiter telegraphirt werbe. Ebenso steht Jedem bas Recht zu, nach gehörigem Ausweise den schriftlichen Antrag zu machen, baß ihm ein ankommendes Telegramm nach einem be­stimmten Orte nachtelegraphirt werbe. Die Nachtelegraphirung gilt jeboch nur in unb für Europa, währenb sie Innerhalb Deutschlands auch ohne besonderes Verlangen unb bann erfolgt, wenn de- neue Aufenthaltsort bes Empfängers unzweifelhaft bekannt und an dem Bestimmungsort eine Reichstelegraphenanstalt ist. Sinb mehrere Be­stimmungsorte auf ber Adresse angegeben, so erfolgt bie Nachsenbung nach jedem ein­zelnen tn der angegebenen Reihenfolge, bis der Empfänger in Besitz des Telegramms gelangt ist, wofür er natürlich die Gebühren zu tragen hat. Ist die Nachsendung nicht in einer längeren Reihenfolge der Bestimmungsorte beantragt, so erfolgt dieselbe nur einmal von dem ersten Bestimmungsorte nach dem zunächst angegebenen, wo das Tele­gramm aufbewahrt bleibt.

a. M., 22. August, Nachmittags 2 Uhr Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Grebitactten 2503/4, Staatsbahnactien 2717s, Galizier 2537z, Lombarden 1307z, Nord- weftbahnactien 1713/4, Gotthardbahuactien 1117s, Darmstädter - Bankactieu 1563/4, Disconto Commandit 19674, Defterr. Silberrente 67716, 4«/0 Ungar. Goldrente 75%, 4«/o 1880er Russen 72«//* 5»/0 1877t Russen 927s, 2 Orient-Anleihe M4 4°/« Spanier 5813/ie, 5«/0 Rumänische Rente, 4«/0 Unific. Egypter 7113/16, 5«/0 Türken 1078, Marienburger 1043/4, Hess. Ludwigsbahnact.. Tendenz: matt.

Bekanntmachung.

Die Lieferung von 6 Rmtr. Buchen- Scheitholz bester Qualität und 100 Ctr. Eteinkohlen für das hiesige Hastlokal loll an den Wenigstnehmenden vergeben werden.

Schriftliche Offerten sind, mit ent- Iprechender Aufschrift versehen, bis zum 30. August l. Js. bei unterzeichneter dchörde einzureichen.

Lich, den 13. August 1883.

Die Gerichtsschreiberei Großherzoglichen Amtsgerichts Lich.

I. B. d. G.

5187 Bauer.

Grummetgras- Bersteigerung bei brr Stadl Gießen

Montag den 27. und Dienstag den 28. August, jedesmal von Vormittags 0 Uhr an, soll das Grummetgras von ^en städtischen Wiesen versteigert werden, und zwar:

Montag den 27. August von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenweger-Thor, am Fürstenbrunnen, rm Wiefeckthal und im Heegstrauch.

Dienstag den 28. August von den Ochsenwiefen, von den Wiesen im vorderen und Hinteren Stolzen- morgen und am Alientisch.

Die Zusammenkunft ist Montag den £v August am Neustädter-Thor und Enstag den 28. August an den Ochsenwiefen.

Gießen, den 18. August 1883. Kann Bürgermeisterei Gießen. ,00 A. Bramm.

Haus mit schönem Sahen, ®tobt ist M ver-

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Allgemeiner Anzeiger.

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