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— Nach einem Erlasse des StaatssecretärS de« ReickS-Post-AmtS soll «S von setzt ab versuchsiveise gestattet fein, W-mrenproben in Rollrnform zur Beförderung mit der Br-efpost gegen Entrichtung br§ für Waarenproben-Sendungen festgefetzten ermäßigten Portos bei den Postanstalten unter folgenden Bedingungen einäultefern. Die Aufschrift der Sendungen muß deut! ch und leserlich hergestellt, ^londers muß der Bestimmungsort in hervorir-tender Sße-fe angegeben fein, Calls bt. 11^01111110 aus farbigem Papier besteht, muß die Aufschrlst auf einem, der ganzen Fläche nach aut- geklebien Stück weißen Papiers angebracht werden. Die Sendungen dürfen das Maß von 20 Ctm. in der Länge und von 7*/a Ctm- im Durchmesser nicht Überschreiten, auch müssen die Sendungen tm Uebrigen den für Waatenpcovei,«Sendungen geltenden Vor-» schritten entsprechen.
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Schiffsnachrichten.
Bremen, 19. November. fPm transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Elbe, Capt. W. Weuigerov, vom Norvdeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. November v»n Bremen und am 8. November von Southampton abgegansen war, ift gestern 8 Uhr Mirgevs wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 17. November. Mr transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hohenstaufen, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd M ^-memwelchetam 31. October von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten tn Laltmo.e angekommen. ■ -
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später nach Rußland zurückgrkchrt - daS Mädchen und der Unbekannte scheinen knapp an ver russischen Grenze in Bojan oder Sadagora zurückgeblieben zu> sein. Die vor zwölf Jahren du.chaeiührte Untersuchung schloß mit dem Endresultat: „Ein aus Rußland entführtes Mädchen wurde höchst wahrscheinlich aus Rache, wetl dasselbe zum christlichen Glauben übersetnt-m war, oder aus anderen Gründen von russischen unter- thanen ermorbet*. — Vor zwei Jahren gertethen ein gewisser Jtzig Danz Nger und Leiser Schneider in der Schenke des Elkmann Schreiber in Rohoma i» Streit und da soll Dar.ziuger dem SLnewer drohend zugerufen haben: „Du Dchojchet (Schachtet), Du bist Derjenige, welcher vor mehreren Jahren daS Mädchen aus Rußland hmge- fchlacht-t hat, wa te!" Schneider fiel dem DanzMger um den Hals und bat ihn, zu schweigen; es sand eine Aussöhnung statt und bis vor wemgen Tagen herrschte Ruhr in Rohozua. Heute steigt daS Schr.ckensgespenst jenes ermordeten Mädchens wieder aus dem Grabe und versitzt Rohozna und die Umgebung tn Unruhe und Aufregung» da der Gcnsdarmeiie-Wschlmeister aus Sadagora, Szmigelski, den obenerwähnten Leiser Schneider »o-gestern dem hiesigen Landesgerichte überlieferte mit der Anzeige, dieser sei dringend v-rdächsig, den Mord im Jahre 1871 vollbracht zu haben. Szm» gelrkt will nämlich seit der »on Danzlnger gethanen drohenden Aeußerung, <"so zwölf Jahre hinvurch, Nachforschungen in j-net R chtung gepflogen haben, und sei aufGrund zahlreicher Verdachtsmoment- zur Ueberzeugung geäugt, nur Schneider sei der Mörder. Die Anzeige Szmiaelski b sagt nämlich, daß im Herbste 1871 ein Mädchen in Begleitung dreier Männer, von denen sich zwei als ihre Brüder auSgaden, n-ch Rohozna gekommen. Der Dritte im Bunde war Leiser Schneider. Die drei Männer habe» mehrere Tuge hindurch sehr aeheimnttzpoll miteinander verkehrt und seien die ^üdev hierauf abgeretst, während Schneider das Mädchen zuerst In das Hauk des Sosse! Moies, auch Gabe genannt, von da zu S-ul Brodncr und 'ndlich in s'in Haus gebracht habe- das Mädchen sei hieraus verschwunden. Letser Schneider ist ein schlecht beleumundetes Individuum, jedoch ein wohlhabender Mann. Wie wir virnebmen will derselbe von dem ganzen Verbrechen nichts rollen. Mtt ber Untersuchung dieses sensationellen Strafsalles wurde Landgerichts-Adjunkt Grigorow-cz betraut.
London, 15. November. Die vor einigen Tage» telegraphisch verbreitet- Nachricht von der Entdeckung von Höllenmaschine,1, die aus Adelaide hier eingetroftere sein sollten, ernstes sich als grundlos Die betreffenden Jusirumente sind ntch L anderes als eine neue Art Allarmsiar.ale gegen Enbrecher, indem ein Zündhutcherr mittelst etner Feder sich entladet. Jedes Kästchen enthielt eine genaue Gebrauchsanweisung.
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,... vrfdben angebrachten kleinen Rundung die nächst- Abholungsstunde, w.rd « haS Thürcheu geschlossin, so ändert sich nichts. Stad mehrere Stunden (wie td6«8 ^fln-ttaa§) zu überspringen, so braucht der Bote nur so lang blind auszuichtteßen, P^i^betrefftnde Zeststunde tn der Rundung erscheint. Bei Oefinung des mehrfach
-uintsn TbücchenS wirb im Innern deS Kastens e>n Schlüssel sichtbar. Mit diesem eiaentlidie Briefkasten aufgeschlossen. Der Schlüssel ist nicht zu entfernen, »ir.b .V6t r.j; mit demselben nicht eher etwas beginnen, bis der Briefbeutel emgeschoden
ist Der M-chanismus ist nämlich so voiteefflich eingerichtet, daß eist bann, Srtefbeutel fest eingehängt ist, der Kasten aufgeschlossen werden kann, d. h. ^wird eigentlich nur ber Bnefbeutel ausgeschloss-n, durch dieses Auffchließen werben 'e ntichteisig j-ne Eifenlhelle zurückgeschoben, welche den Briefkastenboden halten ^»un kann man mst Hülfe b4 innirn Schlüssels den Boden des Kastens h-rvor- yn“ „ cym tdben Moment, wo man den Brieskastenboden herauszteht, wird auch der Ä-ibeut-l g'öffuet und die Br-efe fallen hinein. Der Boden ist so gearbeitet, daß alle M Ecke bohl liegen, wodurch di- Möglickk-it eines Zurückbleibens oder Verschiebens 5Ä das leichteste Kärtchen ober Brieschen vollständig ansg-schloss-n wird. Will „ Vostbote den Briefbeutel losmachen, so muß er nothgedrungen vorerst den Äftenboben wieder h neinschaben und adschließ.n. Damst ist aber auch der Bries- W sofort wieder verschlosst und nun erst ,st es dem Manne möglich, den Beutel Ser tu entfernen. Der Bote bekommt also nicht einmal einen Bries zu Gesicht und
L will er den Kasten oder Beutel nicht grwalifam öffnen - auch nicht dte °f e Möglichkeit vorhanden, ein Poststück zu bes-stigen; Alles unversehrt dem Äamten im Postgebäude, in dessen Besitz sich der Schlüssel zum Briefdeuiel befindet ^w'ieiert werben. Um das Publikum auch der Annehmlichkeit, dem Postboten aus SL jßene noch einen Brief geben zu können, mcht zu berauben, ist an einer Sette L3 flr'efbiUtelS ein E-nwurs angebracht, ber so vorzüglich beschaffen ist, baß die Briese ganz bequem bineingeworsen, aber keiner — beispielsweise einer, ber m.tten im «nwurf stecken bleibt - wieder h-rausgezogen werden kann Mit der größten Be- ^-mlichkest ist also hier die unbedingteste Sicherheit verbunben. Von welcher un- aebmenn Wichtigkeit diese Erfindung ist, wird Jeber, ber für imser heutiges großartiges fflfen Sinn und Verstaub bat, im Moment begreifen, und es unterliegt nach unserem Daiürholt-n n'cht bem leisrst-n Zwei el, baß in erster L nie unser Gen-ral- «nimeister Dr. St-phan, bet bekanntlich rote kaum ein Anderer nach Verbesferungen Dostverkehr strebt, bann aber auch alle ausländischen Pollbehörden von dieser Xutfamen ($■ finbung Gebrauch machen werden. Patent'rt ist diese.be schon; daS M ent dafür besitzen die Herren Fabr'kant Weber und Stadiveiordnetet Theodor May-z Wir können den Herren zu dieser Erfiadung aus vollster Ueberzeugung G ück aünfchen sie wird reiche Früchte tragen! Uch-r di- Vorzüglichkeit h-rrfchte bei allen amen welche heute Morgen den im Bureau der Handelskammer v-ranstalteien Proben beiwohnten, nur eine Stimme der Bewunderung. Hoffentlich damr es nich allzu- ?QLa, bis die Postbehörde in unserer Stadt den ersten von Herrn M-chan ker Teller angeftitigten Brteskasten anschlagen läßt. (Off. Z-g.)
Czernowitz, 10. November. Der „Deutschen Zeitung" ro'rd berichtek^ An einem Herbsttage drs Johres 1871 wurde in d.m nächst Sadagora gelegenen Dorschen M°rna ein g?auenhattes Verbrechen verübt, d,S noch^bis zum heut gen Tage m n vnhnr(f>brinali4e§ Dunkel g-hüllt ist. AuS einem Feldbrunnm, dem plötzlich em
vmetranier Fäuliiißgeruch entstieg, zoaen webtet e Bauern die Leiche e!n»S noch jangsn unbekannten Mädchens mit auf den Rücken gebundenen Händen und burchschmttenem Lalse. Behufs Agnoscirung würbe dieselbe mehrere Tage hindurch in Sadagora auS- arstellt und bann pbotographirt, was jedoch resaltatloS blieb. Eiugeleitete Unter- sucbmig blieb ebenfalls ohne den gewünschten Erfolg. .Di- Svur der Herkunft dieser
Mädchens wurde nach Rußland verfolgt und dort, tief in V^storab en, soll dies S
Mädchen ihrem Vater, einem Juden, entlaufen und zum katholischen Glauben übers
cetteten fein, da ber Bräutigam des Mädchens, ein reicher Sauernfobn, nur unter düset Bedingung das schöne Judenmädchen heirathen wolle. EmrS TagrS der nnaetraute Gatte war in Geschäften verreist — wurde J-tena Smwak, so ibr Nam-, entführt. An der Grenze will man drei Männer (Russen) in Gesellschaft eines OTabäbenS (Khben Haden, die nach Oesterreich fuhren. Zwei bieser Mannet sind m-hrere Tage
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