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'U'u Nachlaß des verstorbenen Herrn Prof. O^Eerbeck gehörenden Gegenwände, bestehend in Möbel, als Sop h a s, ^.rsche, Stuhle, Kommoden Kleiderichränken, Spiegeln re., ferner Betten, Weißzeuq ferne Kleider aller ^t, Porzellan, Glas und Küchengeräthe versteigert werden.' AB. Sammtlrche Gegenstände find ,ehr gut erhalten.
Gießen, den 17. April 1883.
»u habe» war, zu itbem Preise zusammenraffte. Natürlich machen die Lieferer in aan» Europa die größten Anstrengungen, bringen aus dem letzten Wink-l Indiens und Europas Saat zu den überttiebenstcn Preisen, um Rüdöl zu erzeugen und es abm- liefern, sodaß die glücklichen Stockbesitzer folgendes riesige Quantum zusammendrinaen - ,n Parts etwa 500 000 Centner, in Berlin etwa 300000 Gentner, in Hambura etwa 20 000 Centner, in Köln etwa 10 000 Centner, in Amsterdam etwa 20 000 Centner" in London etwa 150000 Centner, zusammen eine Million Gentner! Das ffraebnifi'fft daß der wirkliche Bedarf dem Artikel entfremdet wurde, indem man sich an den Ner' brauch oerf»«ebener Surrogate gewöhnt. Die üblen Folgen bavon werden erst beutlicker erkennbar sein, wenn die Oel-Episode zu Ende fein wird. w
— Einen gar wundersamen Steckbrief erläßt die Herzoglich Meininaen'scke Amtsmrwaltschaft in Grafenthal. Wir finden den Steckbrief in der „Htldbu ghau en- schen Dorfzeitung" abgedruckt und zwar lautete derselbe wie folgt- '
Steckbrief.
Gegen den unten beschriebenen Mausefallenhändler Andreas N. N welcher üA verborgen hält, ist dre Untersuchungshaft wegen Unterschlagung laut Haftbestbl des Herzog!. Amtsgerichts, Abthetlung 1 hier, vom 7. d. M- verhängt 1 * 9 D 9 abjul ^rnroirb CTfu4t' benfdbcn au verhaften und in das Amtsgerichtsgefängniß hier Gräfenthal, den 9. April 1883.
Der Herzogliche Amtsanwalt.
Rommel.
Beschreibung: Derselbe war von mittlerer Größe (1,66 M ), hatte schwarze und chwarzen Vollbart von mittlerer Länge und frischer Gesichtsfarbe. Er war bekleidei mu medrtgem, schwarzen gewöhnlichen Ftlzhut, blauem Kittel und lief im August v. barfuß 1
.... ~ Von dem ungarischen Grafen Sandor weiß das „Kl. I." eine Anekdote zu in8»?« ■' $er. ihren Platz finden mag. Graf Sandor war bekanntlich allezeit
zu tollen Scherzen aufgelegt unb man hat von keiner einzigen Ausschreitung gehört die dem genialen Manne mißglückt wäre. Da fitzt er eines Tages in Buda/est tm Kreise ferner Freunde und zecht. Draußen auf der Straße wird eben ein Mensch om- * °hn° daß der Grund recht ersichtlich. „Wer weiß-, sagt einer von Sando 's Freunden, „was der ausgesr-ffen hat!- ,Ei", erwiderte der Graf, „der Mann da draußen kann unschuldig jein, wie ein neugeborenes Kind." „Oh!" ertönt es im Ghorus, „dann wird man nicht verhaftet!" „Das kommt darauf an", meint Gra^ Sandor, dem in diesem Augenblick ein närrischer Ginfan durch den Kopf schießt
« h"’ mor0en Nachmittag 4 Uhr verhaftet bin, ohne auch"nur das allerkleinste Unrecht begangen zu haben." „Warum nicht gar!" .Wir leben ia ? ? ehhnH?e™§Ot?entDltCn!" Ä08 '5 nicht möglich!" So und ähnl'ch machte sich oer lebhafte Widerspruch vernehmbar, dis endlich nach Rede und Gegenrede eine Meiie ju S °nde kommt, deren Einsatz - 20 Flaschen Sect - am nächst?» Abend gemein- fchaftlich getrunken werden sollte. Die Fortsetzung unserer Erzählung spielt in einem n e vornehmsten Easös in Wien. Alle Tische sind von einem distinguirten Publikum ht6!1 (knb-Kle 8efdWe0cItcn^eüner fliegen hierhin und dorthin- Da zwängt sich durch ^i^,??!^stbvffnete Thür eine Gestalt, die offenbar nicht hierher gehört- Ein Mensch in ">chl° '°richier" Haltung, bekleidet mit Lumpen, die Schuh? mit Bindfaden verschnürt um die Schulter einen durchlöcherten Slovakenmantel, so schiebt sich der zottige Bursche bis zu einem Tischchen im nächsten Winkel, blickt scheu und furchtsam um sich urb »“<2* und ohne aufzublicken, verlangt — nein, erbittet er einen
Äaffee. Wie wenn er seit vierzehn Tagen nichts Warmes genossen, stürzt er sich darüber der ißt mit gierigem Behagen wohl ein halbes Dutzend Brödchen dazu ohne daß er "Ur für e neu Augenblick sein unruhiges, wie verfolgtes Gebühren aufgegeben seiner Mahlzeit, flüsterte er mit zagendem Blick: „Zahlen'" Der Zählkellner, der den unsauberen und verdächtigen Gast ohnehm mcht einen Moment aus den Augen gelassen, eilt herbei. Nun dreht sichber«?ßabonb auf 2Banbal« unt^m THA1 ™ *m“nbem beobachtet werden und auch Keinem ins Gesicht blicken, 'zerrt unterm Tisch aus den zerfetzten enganliegenden „Buchsen" eine Banknote und knittert sie verstohlen-dern Oberkellner in die Hand- Dieser hat es so zu sagen am Gefühl" daß er eine Tausend-Guldennote zwischen den Fingern hält. Er bemelftert fein Gr' S"' J^VaS Lächeln auf und hüpft mit dem üblichen ', Mei» bme gleich, von dannen, schnnbar um die Note am Buffet wechseln zu lassen. Scke ndar wir; denn in Wirklichkeit schickte er einen seiner „Stifte" hinaus auf die belebte um einen Sicherheitswachmann herbeirufen zu lassen. Kaum eine Minut» vergeht, da steht der Mann des Gesetzes vor dem Zerlumpten: ein Blick auf das ^Ä^rzerrte Gericht des Menschen genügt bem Polizisten, um zu En bafc er
6 k ? * bEubm Diebe zu thun hat. Darin bestärkt ihn auch der aus tiefster B- ufl Seufzer, mit dem sich sein Opfer in die schleunigst vollzogene Arret^ung k ^a/^bkcommifsar geführt und um den Erwerb der namhaften Banknote befragt, gibt der Arreftat zitternd und stammelnd zu, daß - er das Geld^nicht verdient I
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