sagt: »Die Gewährung einer staatlichen Beihülfe kann erfolgen: a. durch die Erbauung und den Betrieb der Bahn auf Staatskosten; b. durch dte Uebnnahme de« Betriebe« der Bahn Seitens des Staates; o. durch dte Gewährung eines einmaligen Beitrage» aus Staatsmitteln zur Erbauung der Bahn und der ersten Ausrüstung derselben mit Betriebsmitteln; d. durch Bethetltgung am Aktienkapital, falls es sich um ein Aktten- Unternehmen handett. Durch Specialgesetz wird für jeden einzelnen Fall bestimmt, welche dieser Formen der staatlichen Beihülfen und in welchem Umfange dieselben etn- zutreten haben". Dem Ausschuß scheint eine Beschränkung des Rahmens, innerhalb dessen sich dte zu gewährende staatliche Hülfe zu bewegen hat, in der in dem Artikel bestimmten Weise nicht nothwendtg. Er erklärt, nicht einsehen zu können, warum dte Beihülfe unter Umständen nicht etwa auch durch Darlehen zu billigem Zinsfuß oder durch Zinsgarantie gewährt werden dürfe und beantragt deßhalb, im Eingang des Attikel« Einschaltung des Wortes „insbesondere" nach dem Worte „kann" und gegen Schluß des Artikels Einschaltung der Worte „oder welche andere Form" nach dem Worte „Formen". — Dte Art. 5 und 6 des Entwurfs werden zur Annahme empfohlen.
Wenn nach Art. 4, pos. c, die staatliche Bethülfe durch Gewährung eines einmaligen BetttagS aus Staatsmitteln geleistet wird, so soll nach Art 7 de« Entwurfs für Bahnstrecken mit eigenem Bahnkörper dieser Beitrag 20,000 A pro Kilometer für normalspurtge und 15,000 pro Kilometer für schmalspurige Localbahnen nicht übersteigen. Für solche Bahnstrecken, bet welchen vorhandene öffentliche Straßen und Wege für dte Bauanlage benutzt werden, soll der Staatsbeitrag höchstens 18,000 A pro Kilometer für normalspurtge und 13,000 A pro Kilometer für schmalspurige Bahnen betragen. Zu der Anlage von schmalspurigen Bahnen erscheint dem Ausschuß ein staatlicher Beitrag bis zu 15,000, resp. 13.000 A pro Kilometer verhältntßmäßig .zu hoch bemeffen und er beantragt eine Herabsetzung desselben auf 12,000, resp. 10,000 A. — Die Art. 8 und 9 werden mit unwesentlichen Modificationen zur Annahme empfohlen. — In Art. 10 Ist der näheren Bestimmung der Großh. Regierung das Erforderliche bezüglich des Baues und Betriebes einer Local- und Straßenbahn vorbehalten worden, so namentlich unter pos. 4 „der Erlaß besonderer Vorschriften für den Bau und Betrieb der Bahn, wozu auch Anordnungen wegen polizeil cher Beaufsichtigung der beim Bahnbau beschäftigten Arbeiter und wegen Fürsorge in Krankheits- und Unglücksfällen, welche bet denselben und deren Familien vorkommen, gehören." Der Ausschuß will in dem Vorbehalt dte Conttole und Aufsicht über Ausführung und Betrieb der Bahn besonders betont sehen und beantragt, obiger pos. 4 vorn zuzufügen: „Die Controle und Aufsicht über Ausführung und Betrieb der Bahn". — Art. 11 gibt die gesetzlichen Grundlagen zur Mitbenutzung öffentlicher Wege und Straßen für Localbahnen und wird wie die folgenden Artikel 12—19 vom Ausschuß zu unveränderter Annahme empfohlen.
Art. 20 empfiehlt jedem Unternehmer einer Local- oder Straßen-Eisenbahn, den Betrieb seiner Bahn einer anschließenden Bahn auf deren Verlangen zu überlassen, wenn die Großh. Regierung d'ese Betttebsüberlaffung im öffentlichen Interesse für erforderlich erachtet. Für den Fall, daß zwischen dem Eisenbahn-Unternehmer und der anschließenden Bahnoerwalter bezüglich der zu zahlenden jährlichen R nte eine andere und freiwillige Ueberetnkunft nicht erzielt wird, soll die an den Unternehmer zu zahlende Rente der im Durchschnitt der letzten fünf Jahre erzielten Reineinnahme gleickkommen, mindestens aber jährlich 4V2 °/o des Anlagekapitals der zu verpachtenden Bahn und auch dann betragen, wenn dte DurchschntttSrente der letzten fünf Jahre 4V30 0 nicht betragen hat. Der Ausschuß beantragt eine Abkürzung der Zeit, aus welcher die Reineinnahme für die zu zahlende Rente maßgebend sein soll, von fünf auf drei Jahre. — Der letzte Artikel 21 des Gesetzesentwurfs wird mit weniger wesentlichen Zusätzen zur Annahme empfohlen. 8
Berlin, 19. März. Karl Marx ist nicht in Argenteutl bei Parts, sondern in London, seinem regelmäßigen Aufenthaltsorte, gestorben. Der Jrrthum des Wolff'schen Telegrapheubureaus rührt wohl daher, daß der Tod zuerst durch oen Schw egersohn von Marx, den Redacteur der Pariser „Justtce", CH. Longu^, bekannt winde, der in Argenteutl wohnt und bet dem Marx im vorigen Sommer zwei Monate zugebracht 4 1?' Serr auch bereits Wittwer, da %r vier Monaten Marx Lieblings^
tochter chrn Mutter in's Grab nochgefolgt ist. Es heißt, der zweite Band von Mau^ „Eapttal sei ziemlich druckfertig und werd-, von Friedrich Engels durchgesehen, d-M Er k-handettr ber. Umlauf der Güter, wie der erste dte ErzeuK^ der Güter untersuch!.' Als dritten Band des „Capital" wollte Maix eine Geschichte der Rattonalökonomte schreiben; er ist nicht über dte allerersten Anfänge dazu hinaus- gekommen.
— Begreiflicherweise hat dte Ermordung des Geldbriesträg rs Kossäth auch an zuständiger Stelle die Erwägung neuerdings angeregt, ob sich eine Aenderung in der Art der Bestellung von Geldsendungen nicht empfehle. E'ner bei besten Vorschläge ist wohl der, daß bet sämmtlichen Postämtern ein Verzeichniß solcher Firmen, Comptoirs, Bankhäuser und Privaten u. s. w. angelegt werbe, die regelmäßig oder dock häufig Geldsendungen erhalten und Der Post bekannt sind. Diesen kann ohne Gefahr die (SMb sendung wie bisher zugestellt werden. Dagegen können der Post durchaus unb kannte Adressaten nicht beanspruchen, daß ihnen das Geld in die Wohnung gebracht w:rde. Diesen wäre einfach durch den gewöhnlichen Briefträger dte Postanweisung zuzustellcn und der Adressat hätte selbst nut den etwa erforderlichen Rachw-isen den Betrag am Postamt tn Empfang zu nehmen. Wer ein- oder zweimal im Jahre Geld von der Post zu empfangen hat und der Post im Uebrigen unbekannt ist, kann w iklich die Wohlthat, das Geld in die Wohnung gebracht zu erhalten, nicht beanspruchen.
England.
London, 18. März, lieber das Attentat gegen Lady Florence Dixie wird weiter gemeldet: Lady Dixie machte gestern Nachmittag, von einem großen Bernhardiner Hund begleitet, auf dem ihr gehörigen, in der Nähe von Windsor gelegenen Gute einen Spaziergang, als sie von zwei Personen angegriffen wurde. Dte eine derselben füllte ihr den Mund mit Erde, so daß sie ohnmächttg wurde, dte andere führte zwei Dolchstöße gegen sie, welche die Oberkletder durchbohrten, dann aber von den im Corsette befinbltchen Stahlbügeln aufgehalten wurden. Als dte ohnmächtig Gewordene welche der Hund geschützt zu haben scheint, zur Besinnung kam, waren dte Angreifer v.rschwunden; von denselben fehlt bis jetzt jede Spur. Die inneren Handflächen Lady D.xte's sind durch einige Schnitte verletzt. Lady Dix'e hat in den letzten Monaten wiederholt die Landliga in der Presse angegriffen.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Correfpondenz-Bureau.
Berlin, 19. März. Im Waffensaale des kaiserlichen Palats fand heute Mittag 12 Uhr die feierl'che Nagelung der dem Seebataillon verliehenen Fahne statt Seine Majestät der Kaiser schlug den ersten Nagel ein. Gegenwärtig waren die Kaiserin und die Großherzogin von Baden; außerdem der Kronprinz, sämmtliche Prinzen des Köntgs- haufis. der Großherzog und Der Erdgroßherzog von Baden, der Herzog von Connaught die Prinzen August von Württemberg unb Friedrich von Hohenzollern, Generalfett)- marschaU Graf Moltke, Chef der Admiralität von Stosch, dte commandirenden Generäle Graf Brandenburg und von Pape, der Gouverneur Berlins Generaltteutenant Freiherr von Wtlltsen, der Commandant Berlins, Generalmajor von Oppeln-Bromkowski der Commandeur des Seebataillons Kleckl unb alle Gencralabjutanten.
— Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung sagt, die deutsche Einfuhr in Spanten unterliege den höheren Sätzen des Generaltarifs, nachdem bis zum 15. März keine Verftändtgung über einen neuen Handelsvertrag erfolgt sei. Obschon die Vertrags- Verhandlungen nicht gescheitert, vielmehr ein positiver Abschluß nahe erscheine, so werde es Ausgabe der Regierung fern, Abwehrmtttel g gen eine differentiell ungünstige Behandlung der deutschen Einfuhr unv -rzüg! ch in Erwägung zu ziehen. Wenn ein baldiges Etnverständniß erfolge, werde die Nothwendigkeit von ZuschlagSMen auf spanische Maaren wieder Wegfällen.
Paris, 19. März. Deputtrtenkammer. Der Präsident Brisson theilte mit, daß - ®“DaTyÄUIib.3^armottan ihre Mandate niedergelegt haben. Baudi n
hrn**? cw1 P w es aus die Mißliche Lage der Arbetterbevölkerung von Paris hin, ^^"^"^ag auf Bewilligung von 2 Millionen zur Unterstützung der Arbeiter iI ra^Len bte6®rlnaltof U9 <^<lt Jür, blef,'n ynlr,,8- Der Cons-i,Präsident Fer.y u d nnrh nß r e ' Die Regierung werde ihre Pflicht nicht verabsäumen
Kr'sis I™ber'ImVubIhnc-b«1 fumtne™ eh,en Gesetzentwurf zur Beseitigung ' Der -Uceubles-Jndustrte vorlegen, sowie auch über d.e Frage der Arbetter-
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Vermischtes.
Marburg, 19. März. Als g-stern morgen in dem Schnellzug von Kassel der Schaffner auf hiesigem Bahnhose die Thüre eines Coupes öffnete, tn dem ein Ehepaar aus Hannover Platz genommen hatte, fand er dieselben in einem gänzlich bewußtlosen Zustande. Der herdeigerufene Arzt constattrte denselben als Folge etner Etnathmung non Kodlcnoxydgas. Erst Nachmittags konnte das Ehepaar seine Reise wieder fort* s'.tz"i. Das Kohlenoxydgas war sicher aus dem Heizapparat des Coupes in dasselbe eingedrungen. "
1185 • 1198
1200 . 1216 i 121? ! 1236 : 1'253 '1'257
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41 284
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49 175 157 161 293 105
17 325 306
90 85 303 224 300 214 269 298 275 174 131 336 190 38
153 169
78 266
59 61
92
199 183
88 112 328 243
86 233
72 84
17 97 109 152 214 d6 249 256 277 301 302 395 399 400 103 108 147 522
M 518 549 584 587 608 628 659 689 713 715 717 7Ä 723 738 744 750
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Wohnungen Beschluß faffen. Die Dringlichkeit für die Berathung des Antrags Baudiv I s wurde abgelehnt. Hierauf begründete Lefdore (radikal) feine Interpellation über dte Lage der Kohlengrubenarbeiter. v
London, 19. März. Die Polizetmannschaft von London wird um taufend Personen vermehrt werden, ebenso ist eine Vermehrung der Geheimpolizei in Aussicht genommen. Die Zahl der mit dem Wachtdienst während der Nacht betrauten Personen soll verdoppelt werden. '
New-York, 19. März. Der frühere Redacteur der „Freiheit", Most, hielt bet einem gestern stattgehabttn Feste anläßlich des Jahrestags der Pariser Commune eine Rede, in welcher er aussührte, die Commune zu Paris sei viel zu human ausgetreten und die Commune der Zukunft werde ohne Rücksicht auf humanitäre Erwägungen handeln. 0 0
Tübingen, 19. März. Der Professor der Chirurgie, Victor v. Bruns, ist heute gestorben.
London, 19. März. Gerüchtweise verlautet, es seien in der Nähe des Gasmessers der Vorstadt Kings-Croß zwei Fässer mit Pulver gefunden worden.
Dresden, 19. März. Das Eis der Elbe, welches bei Wannow, oberhalb Aussig, stehen geblieben war, ist gestem durchbrochen und die Schifffahrt wieder ausgenommen.
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Lokales.
Gießen, 20. März. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 22. März 1883, Nachmittags 4 Uhr.
1. Das 14 Mittel! hämische Turnfest.
2. Die Verwcithung der Walderzeugnisse.
3. Die Holzoerftekgeruvg vom 12. März d. I.
4. Die städtischen Baumpflanzungen.
5. Das Leichenhaus.
6. Gesuch des Commissionärs Johannes Blitz dahier nm Bauerlaubniß.
7. Gesuch des Dr. med. Felsing dahier um Erlaubniß zur Anlegung einer zweiten Einaangsihü,- nach b>-r Weibengasse.
8- Gesuch beS Maurermcisters Balthasar Strauch dahier umErlaubnißzur Aufführung etner Einfriedtgungsmauer.
9. AuSsüh'ung von städtischen Arbeiten im Taglohn.
10. Straßenbeleuchtung.
11. Die Blockstraße.
12. Gesuch wtg-n Octro rückvergütung von Graupen.
Handel und Veekebr.
, . den 20. März. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund
1 20—1.2a, Hühnereier per Stück 6—7 Käse per Stück 4—9 Kasematte 3
Erbsen per Liter 20 Linsen 25 Tauben per Paar JL 1.00—1.20, Hühner per Stuck X l.2')—1.50, Hahnen per Stück «X 1.30—1.70, Enten per Stück - ‘L 2—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Ruh- und Rindfleisch 56-60 Kalbfleisch 50 bis 56 62-64 Haminelfleisch 60-70 4, Kartoffeln per 100 Kilo
JL 7.75-9.00, Zwiebeln per Centner JL 5—7.00, Milch per Liter 14—18 H.
Frankfurt, 19. März. Der heutige Viehmarkt mar stark befahren. Angetrieben waren ea. 40" Ochsen, 28 Bullen, ca. 400 Kühe und Rinder, ca. 315 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen I. Qual. <./L 65, 2. Qual, 60—62, Kühe und Rinder 1 Qual. 60, 2. Qual. JL 5J, Kälber 1. Qual. JL 65-68, 2. Qual. «A 50—55 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
rnnlVur<?' (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer
1W“20/ fremder Jt 19‘/2—22"2, Roggen eff. hies. 14, fremder A 133A-15V2, Gerste effectw hies. u. Wetterauer./L 17—18, fremde A 18—19, Hafer eff. hiesiger 12V4—'/r, fremder JL 12—13. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. A 41. Branntwein eff. ohne Faß A 46.
Zur gefl. Beachtung
Schriftliche Anfragen wegen Auskunstsertheilung über Inserate re. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu Ieinerlei Auokunftsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten geaentheiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzuholen.
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DaS Hauptverdienst um bie Abendunterhaltung gebührt jedoch unstreittg Herrn Musiklch er Wölsert, der auf der V oline Leistungen eines hochbegabten Künstlers entwickelt- Es folattn Reden, Declawat onen, Musikstücke, anmuthige Schatten- bilde,, die Aufführung der „Afrikanerin" (m Seckbach!) rc. rc-
Wie übrigens bie gesammie Kunstgenossenschaft an diesem schönen Doppelseste Anteil genomm n, beweisen dte telegraphischen Festgrüße, die so zahlreich eingettoffen waren, daß sie n cht einmal namentlich alle bekannt gegeben werden konnten.
Dem erwähnten Festgedichte entnehmen wir schließlich noch die Mahnung an alle, die es angedt:
»Drum hoch sei uns die Kunst gehalten, Die, als ein Pfeiler der Kultur, Stch wüibtg anschlleßt an das Walten Der Geisteßkraf und der Natur! Sie möge sich uets mehr verbreiten Unb werben treuer Freunde viel', Sie — selber eine treue Freundin — Ei kennt darin ihr höchstes Z^el. Ein Jeder kann die Kunst verwerthen, Der höh'rer Bildung Neigung zollt.
Gemeingut soll sie Allen werden!
So hat der Meister es gewollt."
Barmen, 14. März. Der wegen Anfertigung von Postwerthzeichen in Untersuchung gezogene, im Elberfilder Arresthause u tergebrachte Friedrich Wilhelm Riecher« wurde vorgestern unter sicherer Bedeckuna m seine Wohnung geführt, wo er — geständig wie er ist — in Gegenwart eines von Berlin aus committirten sachkundigen Beamten in feiner Werkstätte darlegte, wie er bei der Herstellung der falschen Marken verfahren fet- Die Geschicklichkeit Rttcher's soll, laut der „E- Z ", den Berliner Herrn in bas größte Erstaunen gesetzt haben-
— Das bieier Tage in Frankfurt a. M- stattgehabte 25jähr. Jubelfest ber beiden bortigen stenographischen Körperschaften, üver dessen akadtmiichen Theil wir bereits berichteten, bot noch eine weihevolle, tn dem schönen ^etnaale der Log? „Kail" stattgehabte Abendunterhaltung, welche von über 300 Fest- genossen besucht war uiv bringen mir hierüber nach einem Bericht der Offenbacher Besucher in ber dortigen Morgenzeitung auszugsweise noch Folgendes.
Die Unterhaltung begann mit einer wundervoll vorgetragenen Ouvertüre zu 'yi „SDon 3uan" ba.auf folgte ein von Herrn Fritz Presse! verfaßtes und vorgetragenes i F'stpedicht „Die L)t enographie", das dem Dichter ein hochehrendesZeugniß gibt - Große Bewunderung und zugleich Heiterkeit erregte bie „Stenographik" Vortrag (mit an der Tafel tn farbiger Kreide bargestellten Jllustratwnrn) von Otto Bergen aus Gießen. Beispielsweise erwähnen wir, daß der Künstler-aus stenographischen Zeichen die merkwürbigsten F guren gestaltete; Blumen. Rosetten, der Weinranke entnommene st'Nographische Schrffib lder, Köpfe rc., sogar die Büste des Reichskanzlers, die aus dem Satze gebildet war; „O wie viel Petitionen an die Kammer der Ad- geordret n!" —


