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der Brodverkäufer
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Gießen, den 15. December
1883.
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Schiffsnachrichten.
?5'AeiU12- ^kcember. (Per transatlantischen Telegraph^ Der Postdampfer DhIo,Capt G> Meyer, Dom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. NoDember von Bremen abgegangen war, ist heut- wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Großherzogliches Polizeiaint Gieße». Frese» ius.
Zz wirb $ * Aiil-gen | üjl dir Wahl! , iiMtamet
Wil inner! PdMmmei
Gießer
BroKprerse
vom 16. bis 30. December 1883.
! , Ä dein Ko. ^mögendes. Philipp F, EsiMa Pd Ließen ist ^liglich (wq, 2in au? Klttwoch, j Vorn ®or. bern Gr
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getränt-,
. ^en l2' December. Theodor Cellarms, Gastwirtb au Schotten --in srofih««. sää »6Tbove flän,6/ a
Getaufte.
g-boren^n^8^N°"bmb°r.^"" T-glohn-r Konrad Wagner -in-Tochter, Anna Gertrud, 6e6oren®bmd2b0nDC®ber®5ttn“ 6einti* 2BcU6aufcn efn S°h", Robert Max Richard, Wilhelm,"Leu ei” ®»»«> Karl Emil Georg
geborenen W."Ä®ust. WfHQn 9ielbet eiR Svhn, Theodor Karl Fran»,
0eborC®bml2b6n-@e®embC?aßl86ner Saum eine ^t£r- Anna Katharina, Georg S^geL LTkSLLL."^ ei" @65n' ®“tl 6WP,an Sr'°dr.ch Fr.edri^gL-^^beS^°^b^^ W*ri* *'f«' * «•»*
_ n Beerdigte.
^°vfS ?i2Lpcr- Schneidermeister, Mitglied des Kirche,-vor- standes, alt 68 Jahre, starb den 6. December.
Tochter des verstorbenen (gcfion^
'ürbers Jacob Frohnhäuser zu Laasphe, alt 62 Jahre, starb den 7. December.
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©{«gen, 14- Decemder. Ein Zusammenstoß zwischen einem Küterma uns Atm Schnellzug hat im Tunnel zwischen St. Goar und Oberw^l statt^nk-? Wagen wurden zertrümmert/ Niemand tobt. Die Passagiere sind sämmtttck un- gefährlichem^ ^ ^personal sind viele ^xwunbu^n Ä™ ^Ätne Ludwigen nlch X‘nIbea^Ulf)Xe8t-6aIttn der Hess,
mittler» TuL"^schÄßSk L und O^r-E?'aus'eL^ l^anrenm^'n"^ *? flleiften Theil elncä ju ®etB fahrenden Gülerzuges der Rheinischen Bahn aufaefabrm^ Dsl,Ums-ng und die Bedeutuna allenfallsiger Verletzungen oen Pess/gi-r-n ist °ua».'
nOm UI!p^anJ1/- Pastagtere sind dem Vernehmen nach überhaupt nicht^be- ®on r,^cttticn Zugpersonal dagepen sind der Zugführer^ und rwet NDABNrÄLL" ,*>IW|"*
ehrerbietigst. Der Krrnprinz begab sich noch zum Generalconsul Lindau, wo sich viele Deutsche emgefunden hatten.
— Der Kronprinz kürzte in Folge eines von Berlin eingegangenen Telegramms den hiesigen Aufenthalt ab und wird heute die Rückreise antreten. Das deutsche Geschwader macht sich segelfertig.
— Der Kronprinz hat sich nach herzlicher Verabschiedung von der bisherigen Begleitung und den hiesigen Behörden Abends 5‘A Uhr zur Rückreise eingeschifft Die Bevölkerung empfing den Kronprinzen bei seiner Ankunft und der Fahrt durch die Stadt ehrfurchtsvoll und begleitete denselben bis zum Einschiffungsplatz mit symvathischen Kundgebungen. Die meisten Häuser waren geschmückt. Huvderte von Deutschen brachten k.g?. f.L0?prin*en bei seiner Ankunft auf deni Bahnhof stürmische Hochrufe.
_ Gestorbene.
December. 7. Therese Frohnhäuser, 58 Jahre alt. 8 RrieberiP.*
MWÄ<a&Ä*”iÄ;S!
Auszug aus den Standcsamtsregisteru des Standesamts Gießen
Aufgebote. ü
Wllhttmtne Haibach, Tochter des veistorbenen Oeconomen Johann Philivv Ha.bach Zu Herborn. 14. Fuhrmann Johann Ludwig Decker mit Katharine iT@ie6cn?°^ter bC3 verfIorbcnen Schmiedemeifters Johann Heinrich Schlldwächter
r Eheschließungen.
December. 12. Gasiwirth Theodor Cellartus von Schotten mit Marie ^nßdnnrr ÄßnTg o5n jEn6i! 9' b£§ Derliorbcncn Bi-rdcauer-ibefltz-rs Johann^udwig
_ Geborene.
Pbili°K,n?«rüüSlb^m Magazinarbe-ter Christoph Hohn Zwillingssöhne, Heinrich ?r. rö." dldaar. 3. E-ne Tochter von auswärts, Elise. 7. Dem Obst- und ~ erc?ean ein Sohn. 8. Dem Flaschenbterhändler Alois Blum ein
Sohn, Robert Franz. 9. Ein Sohn von auswärts. Robert 10 Dem Kuns a^tn r Gustav Lehmann ttne Tochter, Hedwig Agnes. 10. 5)etn Sööraermetfi?A;r?.CV Ernst Euler eine Tochter. 11. Dem Locomotivführer bet der Main-WeserdRabn
Werner ein Sohn. 12. Eine Tochter von auswärts Katharine 13
Ktttbattn/ S>eii1xtCr' Dem Kellner Joseph Richard in Frankfurt a. M. eine Tochter Bia Rad. ® 6o6n DOn au§roSttä' ®etcr Heinrich. 13. Ein Sohn
Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod (4
Handel nnd Derkehr.
„ , Ließen, den 15. Decbr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund ^L l.lO-l.lo Hühnereier per Stck. 8, 2 St. 15^, Käse Stck-4-9 Käsematte 3 Ibsen per Liter 20 Linsen 32^ A, Tauben per Paar 65-80 Hühner per Stück 1 20, Hahnen per ^tück JA 0.70—1.40, Enten pr. St. JA 1.70—2.20,
p'^Itz^^O--72 ^, Kuh- und Rindfleisch 56-60 Kalbfleisch 50 bis Än@^roAeiST^ 62oT64.^' Hammelfleisch 60-70 Kartoffeln per 100 Kilo ^.OO 3-o0, Milch pr-Ltr. 13—18 Gänse pr. Pfd. 48—62. Zwiebeln per Ctr.
JA 7. Weißkraut per Hundett JA 4—7.
B V e a z « tz.
Gieße«. 15. Decbr. sSitzung der Stadtverordneten vom 13. Decembertt An- Bürgermeister Bramm, von Seiten der Stadtverordneten die Herren- B «ist, Gail, Grüneberg, Han st ein. Hoch, Hom berg er, Lüdektng, Ad. Noll, Betrt, Schopbach, Vogt, Wenzel und Wortmann. — Gemäß Abschlusses her Stadiverordneten-Versammlung vom 6. Septtmbcr d. I. sollte Kosten-Voranschlag üoer Herstellung einer Wetterführung des Jnghardsbrunnens nach dem Seltersthor zum Zwecke der Spefiung eines dort aufzustellenden Brunnens gefettigt worden. Die Kommission empfiehlt indeffen, den projectirten Brunnen aus der Quellwasserleituna zu speisen, welches Projekt sich leichter verwirklichen lasse, als das in gen. Sitzung behandelte. Ferner sollen die alten Brunnenstander am Teufelslustgäktchen und am Neuenweg entfernt und neue an deren Stelle gesetzt werden. — Das tn einem Schreiben <tnes Unternehmers in Basel bargekßte Anerbieten der Uebernahme des Betriebs der Wasserleitung für eigene Rechnung wird abgelrhnt. — Großh. Gymnasial-Direction Wurde s. Z. gestattet, durch Herstellung einer Ableitung aus ber ftädt.scken Quell- Wosserlettung die gen. Lehranstalt mit Trinkwasser zu versehen. Großh. Ministerium hat nun auf dteserhalb erstatteten Bericht die Ausfertigung eines Vertrags zwischen ?ter. Stadt und Großh. Gymnasial.-Dtrection eingefordert und soll durch schriftliches Uebere'nkommen festgeftellt werden, daß die Stadt das Recht behält, die Aolassuvg von Wasser lederzeit zu kündigen, namentl'ch ist dieselbe befugt, brt ausbrechendem Brande ??? entf^Cna$? ?öfömr?n0cl den Zufluß nach dem Hofe des Gymnasiums abzu- ftellen. Eine Abgabe (Wafferztns) soll nicht erhoben werden. — Dem Beschluß der vortgen Versammlung, den beim Wasserbau beschäftigten Vorarbeiter Herrn Rodewald
Monate zu engagiren, wird ergänzend hinzugefügt, daß demselben hierfür eine monatliche Vergütung von 120 unter näher festzusetzenden Bedingungen gewährt Werden soll. — In der Sitzung vom 15. November wurde der vereinigten Finanz-und Feuerloschdeputation die Ausarbeitung eines Statuts aufgegeben, in welchem die Bestimmungen über die Entschädigung bei Bränden und Hebungen verunglückter Feuer- wepmänner unb deren Hinterbliebenen ausgenommen werden sollen. Der Entwurf des Statuts ist n der Commission beralhen worden. Vorgesehen war in demselben a-JL ^^^EEgung e ner Unterstützung von jährlich 200 JA für die Hinterbliebenen Z bis zu dem Zeitpunkte, bis zu welchem deren jüngste
Kinder das 21. Lebensjahr erreicht haben. Von verschiedenen Seiten wurde dieser ?b"rag für zu niedrig ferachtet, während von anderer Seite geltend gemacht wurde ^^se Summe den Zinsen eines Kapitals von 4000 entspreche, die r B die Stadt Mainz m Falle eintretender Unglücksfälle tödtlichen Ausganges zahlt. Dem gegenüber stellt Herr Stadtverordneter Adolph Noll den Antrag, falls die Stadt rÄ «* heoHngenben betrog auf 300 JA zu erhöhen nicht gewillt ist, es bei dem Be- !W. der Commisilon vom 30. October bewenden zu lassen mit dem Hinzusügen, daß die Gewährung einer Unterstützung für verunglückte Feuerwehrleute und deren Hinterbliebene in jedem vorkommenden einzelnen Falle und unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände festgeftellt werden soll. — Der Vertrag m t der Direction des der städtischen Ar mcnpraxis wüd vorqttegt bntsprech-nd behandelt, riachvem namentlich in von Verbandmaterial für solche Krank?, die außerhalb des Hospitals (in ihren Wohnungen) behandelt werden, debattut worben. — Die Eingabe mehrerer Bewohner der Ostanlage re. wegen Straßenausbau daselbst wird unter
cjleic« für erledigt erklärt. - Dem Gesuch
u p p e l um Herstellung des Straßenterrains vor seinem Hause loll, soweit dies bis letzt möglich, entsprochen werben; desgl. soll in gen. Stadtthttl
Ä ^ttrne ausgestellt^ werben. - Zu dem Gesuche, bttr. den Ausbau der Wilhelmsstraße bis zur Lndwigsstraße beschließt bie Versammlung, vorerst mit den interessirten Grundbesitzern wegen Geländeerwerbs in Verhandlung zu treten. - Das
Herrn Architecten Huhn um Uebettassung städttschcn Geländes betreffend, rn ^Mundstücken am Stefanswege anzufragen, in-
3?icSfv auf Gelände daselbst reflecirren. — Zn dem Gesuch des R-ntners Herrn
Dr. Adolf Mettenheimer um Herstellung eines Abfuhrwcges beschließt die Ver- ^urmlung vorhertge Eiksichtnahme. - Das Gesuch des Herrn Holzhäadlers Sigis. ra^fC.tAGCrrn Aufbesserung des kleinen Schwsrzlachweges wird genehmigt und dem Gesuchfteller die Entnahme von Kies aus der Grube am Lutberberg gestattet. ^Gesuche der Herren Bäckermeister Heinrich Theiß und Commerzicnrath 7 o-Noll, ersteres um Ettaubniß zur Anlegung eines Backofens, letzteres um Er- saubniß zur Verbreiterung eines gepflasterten Ueberganges werden genehmigt. — Kgl. 3)irect{on ber Main-Weser-Bahn hat um Ausstellung eines Neoerses Über bie Gestattung cn r®*lu^un9 2-°? Dahngelände zur Aufstellung ber Lastwaage am Neu- Thor ersucht ; bem Ersuchen soll stattgegebm werben. — Das Gesuch des Herrn w ÜOrt ,^LaXen6corn um Ueberlassung des Effcs aus der außer Betrieb
Q™ SchiffenbergerWege, resp. Beschlußfassung über ein eingelegtes Mehrgebot wird der Baudeputation überwiesen. 00
L^?ber. Schwurgerichtsverhandlung am 14. December gegen Katharina Möller von Freiensteinau wegen Kindesmords.^
erkannten die Angeklagte für schuldig und wurde dieselbe »Äfhnen SÜX ÄUnb 6 untct «“f«*"«»« , . .^^en, 14. December. (Theater.) An derben und trocknen Späßen
6omöbiejjßei c^nfrefier" - der Titel hatte eben so gut anders lauten können fernen Mangel, und Moser, dem wir so manche heitere Stunde verdanken, hat uns auch diesmal weidlich belustigt. Bei dem „Wie" wollen wir uns indeß aufhalten; denn gewisse Scherze gleichen den Taschenspielettunststückchen, die «uf die Täuschung der Scene berechnet sind. Der „Veilchenfresser" selbst ist ein gut ans dem ^eben gegriffener Lustspieltypus, eine Gestalt, welche überall im Salonleben auftaucht wo eme vornehm schlechte Erziehung, die den Mann von Jugend auf zum Dienste der Galanterie abrichtet, nut leichtlebigem Temperamente zusammentrifft.
Die Handlung, die auf vier Acte nicht sowohl vcrtheilt, als ausgespannt ist, könnte «b-n so gut >m ersten oder meinem fünften ihren zufälligen Abschluß finden. Di-Hauptsache bilden me lustigen Bilder und episodischen Verwechselungen, die, zwischen dem ersten und vierten Akt etngeschoben, die dramatische Architektonik über den Haufen werfen, aber in der That Eine unwiderstehlich komische Wirkung bewähren und sich rasch genug abspielen, um nicht ^.^Eden. Zumal der dritte Auszug, der uns auf die Cidatelte versetzt, wo Victor die ^ra!e <Irl!r „ Herausforderung zum Zweikampf abbüßt, während der Reserendarius als „Freiwilliger einexercirt wird, bietet eine überraschende Fülle origineller Situationen. 1M.,r ^enn der unglückliche Liebhaber, der eben die Hebung im Laufschritte mitmachen Sr . und Glied ausbrechen will, um seiner Valesca nachzulaufen, oder wenn r 5 Unteroffizier „mehr Intelligenz in der Haltung" commandirt — so ist das ein glück- 1 i^er, überaus drastischer Versuch, den Humor der Münchener Bilderbogen auf die Bretter A^rpslanzen. Schwächer freilich ist der vierte Alt ausgefallen, der'die Lösung sammt- Ucher yonflicte zur Nachtzeit tn dem Schlafzimmer einer alteren Dame herbeiführt und mit seinem Negligä-Humor etwas anwidernd berührt.
StbönrnTf^'s1 illn^e" Husaren-Offizier mit großer Gewandtheit. Auch Herr Ir-ib- t^^ Äl^der schüchterne R-f-r-ndarms non F-ldt, bewegte sich mit der erwünschten tfreujeit. ^rl. Pogner I. gab bie geistreiche, tiefblickende Wittwe Sophie von Wilden- nin fetnsr tutrr<»ti **• xl . bcii Ä?ann uei birgt, den sie I
rneb , ri,h sCtt i Cen cn oetmag, mit gewohnter Supcrioritüt. Frau
r "Sr!m?)on ®emilt einfache Ratürlichleiü Sri. Kohrsen II traf den unb BiehL1''"”«1^t * !a®ett Schreiner war ein guter Oberst, schlicht .^Et-risch gestaltete Herr Brautlecht seinen Unteroffizier. Hetr
■Seite ar^ unv F-l. Hoffmann (Kammerjungfer) verdienen den vorigen an die Sfc All-s in Allem - es war ein gutes Ensemble, w es nicht
r-ster gedacht werden konnte, und das Publikum zeigte sich »cht anerkennend.
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der Bäcker
Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . . . . bei M. Lenz u. C. Steinberger „ (4 Psd.) Weißbrod . . . . bei M-Lenz u. C. Steinberger „ (2 Psd.) Schwarzbrod 1. Sorte bei M. Lenz u. C. Steinberger „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte bei M. Lenz u. E. Steinberger „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei M. Lenz u. E. Steinberger „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei M- Lenz u. E. Steinberger h (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei L. Keil, Georg Müller, K. Haas ..........


