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Richtungen, theils um die Schoor nach dem Wallthor, theils in die Stadt in der -Richtung der Gail'schen Besitzung, theils um die Schoor in der Richtung der Homberger- schen Fabrik hin durch Aufziehen des betreffenden Schutzbreites dtrigirt werden kann.

Während nun in der Richtung der Gail'schen Besitzung und der Homberger'schen -Fabrik große Wassermassen heute den ganzen Tag über ein- resp. abgeführt wurden, war die Schleuße in der Richtung nach dem Wallthor hin durch das herabgelassene Schutzbrett vollständig verschlossen, so daß in dieser Richtung kein Wasser abflteßen konnte. Diesem Umstande ist es gerade zu verdanken, daß der in dem Schoorgraben zwischen Wallthor und Seltersthor befindliche Schlamm eintrocknet, verdunstet und die Umgebung verpestet. Ist es nun ein rechtlich unerklärliches Verfahren, das Wasser -nicht gleichmäßig zu verthetlen und einen Stadttbeil, oder wie es scheint, einzelne Bewohner vor den anderen zu begünstigen, so ist es geradezu unfaßlich, wie man große Wassermengen sogar ganz zwecklos an der Hombergerffchen Fabrik vorbei alsbald wieder in die Lahn laufen lassen kann, denn das dorthin dirtgirte Wasser läuft an der Hart- mann'schen Schanze durch die betreffende Schleuße sofort wieder aus dem Gebiet der Stadt hinaus, während auf der anderen Seite die größte Wassernoth herrscht, welcher burch einen kleinen Theil des hier vergeudeten Wassers abgeholfen werden könnte.

Im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege ist dermalen wegen des beregten Mißstandes bet der Behörde Beschwerde erhoben worden. Soviel dürfte aber heute -schon fest stehen, daß die Handhabung des Wasserzuflusses aus der Lahn eine nicht richtige ist.

Gießen, den 10. Juni 1883-

SanitätSweine.

Wie wir medictnischen und pharmaceutischen Zeitschriften entnehmen, wurde wiederholt bei der vorsichtigeren Wahl von Ungarweinen auf die Vorzüge hingewiesen, welche die zur Gesundheitspflege tmportirten echten und alten Weine aus der Medictni- -schenWeingroßhandlung von Julius Lubowsky u. Co-, Berlin, Markgrafen­flraße 32, dem Standpunkt der Wissenschaft entsprechend, darbieten. Als eine besonders hervorragende Specialität erwähnt Herr Professor Dr med. Fürbringer tn Jena, daß unter Anderem der Lubowsky'sche 1872er Tokayer Sanitätswein sich als vorzüglich wtrkungsretch in dessen Kinder-Klinik erweist, und macht deshalb seine Herren Kollegen darauf aufmerksam, wie diese Species ihrer qualitativen Zuverlässigkeit wegen vorzugsweise zu ordintren sich empfiehlt. Es ist demnach erfreulich, berichten zu können, daß auch die exakte chemische Untersuchung, welche die Kaiser!. König!, österr. chemisch-physiologische Versuchsstation, durch Herrn Professor Dr. L. Roeseler tn Wien, mit dem Lubowsky'schen Sanitätswein vorgenommen, Resultate geliefert hat, welche darthun, daß kaum ein anderes Kräftigungs- und Reizmittel diesem Lubowsky'schen Ungarwein zur Seite zu setzen ist welcher in drei Flaschengrößen zu Ortginalpreisen laut Ettquett mit Metallverschluß und Schutzmarke in Gießen aus der Hirsch-Apotheke von Herrn Apotheker M. Krause zu beziehen ist. 4055

Handel und Berkehr.

Gießen, den 12. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund A 0.901.05. Hühnereier per Stück 5 4/ Käse Stück 47 H, Käsematte 3 X Erbsen per Liter 26 H, Linsen 32 H, Tauben per Paar Ji 0.600.80, Hühner per Stück A 0.801.30, Hahnen per Stück <A 0.852.00, Enten per Stück A 1.502, Ochsenfleisch per Pfund 70 H, Kuh- und Rindfleisch 5660 Kalbfleisch 45 bis -05 4, Schweinefleisch 6064 Hammelfleisch 6070 H, Kartoffeln per 100 Kilo

A 7.007.60, Kirschen per Pfund 40 H, Milch per Liter 1318

Offene Stellen in Amerika und Gnaland

sür L-mdwirth- Arbeil-r, Gewerbtreibende und Techniker, vor Allem aber für weibliches ; Siubenmadchen Köch'nn-n. Wirthschaft-rinn-n, Lehrerinnen u. b w. enthalt jebe Nummer der Sonntag in Dresden illuftrtrt erscheinenden deutsch- amerikanischen WochenschriftDer Auswanderer." Das Abonnement auf denAus- ÜÄ3 1 Mark und nehmen sämmtliche Deutsche Poftanftalten Abonnements jederzeit entgegen; die bereits im Quartale erschienenen Nummern werden gratis und franco nachgeliefert. Die Tendenz desAuswanderer" ist einmal vor allen jenen Firmen und Agenturen zu warnen, welche unter falschen Vor- !.PJÄn?en Zur Auswanderung verleiten, - zweitens richtige Vorstellungen über Nord- und Südamerrkamsche Verhältnisse zu verbreiten. Abonnenten erhalten alle Auskunft über Amerika gratis und franco. ?Der Auswanderer" weist ferner zahlreiche billigere ^wie für besonders geeignete Personen unentgeltliche Uebersahrt bez. freie-Reffe ab Hamburg oder Havre. Die Bekanntmachung der New- Yorker Central-Poftbehorden, Veröffentlichung über angeblich Verschollene u. s. w.« He-rathsgesuche wohlhabender Amerikaner nach deutschen Frauen machen außerdem den Auswanderer zu einem lesenswertben Organe für die weitesten Kreise. Wer durch Posteinzablung von 3 Mark an die Expedition desAuswanderer" direct auf ein halbes °bonmrt. erhält eine Anzahl sauber ansgestatt-ter und

_Uuftrirter Werke Üoer Nord- und Südamerika, sowie ein Verzeichniß offener Stellen fra^° per Paquet ins Haus geliefert. Redaction und Expedition desAuswanderer"

Wafferwärrrre der Lahn.

Am 12. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + W/? R-, Luftwärme + lli/2o R.

L. Ehr. Rübsamcn.

- Ja. M., 12. Juni, Nachmittags 2 Uhr Min. (Telearavbischer Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten253V8, Staatsbahnactten 279, Galizier 258Vg, Lombarden 1283/°. Nord- westbahna^ien 170^ Gotthardbahnactien 120, Darmstädter-Bankactien 1513/ft ^/^i vv^Emandit 196, Oefterr. Silberrssnte 673/8, 4% Ungar. Goldrente 753/!' Snani^O^^uffen 72»/4, 5o/o 1877r Russen 9O/b, 2. Orient-Anleihe 56%, 4%

ftft. Mantsche Rente -, 4o/o Unific. Egypter 74%6, 5«/« Türkw

Witterungskunde.*)

FAurorgens dunstig, nachher bedeckt, stellenweise bis zu geringen ' tagsüber besser bis sommerlich schön, vielfach wolkenlos, namentlich nach Nordosten zu. Im Westen und Südwesten Europas dürfte frühmorgens Be­wölkung vorherrschen. An der Ostsee windig aus Ost. sruymorgens w

rsn.,. 2uni. Vorwiegend heiter und schön bei schwachen Winden, namentlich nach M G-wM-r^MitVünd^n fberWö.C" ®Ur°Pa frfi6mot0CnS clma8 6cbetft- N-'gung . k15'Jnt 3 Allgemeinen nach Osten zu noch heiter und sommerlich schön. 7amen«,ch auf Nordwestm^u ° spStadeudS wolkig und g-wstterhaft.

Aus Or. L. Ooerzter's Wetter-Prognose für den Monat ^luni S9 ber Lengf-ld'sch-n Buchhandlung in Köln,' Preis i Nachdruck verboten.

Aufforderung.

Die Kaufbriefe der Kaspar Wall­bott VII. Eheleute zu Garbenteich über die in dasiger Gemarkung ge­legenen Grundstücke Flur und Nummer Vl/210, VIII/598, X/889a und X/443 über erstes Item vom 16. Mai 1856, erworben von Georg Wallbo tt IV. Eheleuten, über die anderen vom 4. Juli 1857, erworben von Kaspar Sehrlos Ehefrau sind ungenügend quittirt. Wer an die Kaufschillinge noch Ansprüche hat, wolle dieselben so gewiß binnen 6 Wochen hier anmelden, als sonst die Zahlungen als geleistet angesehen und die zunr Löschen der beschränkten Einträge er­forderlichen Verfügungen erlaff en w erden sollen.

Gießen, den 8. Juni 1883. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. -4064 _ Langsdorfs.__

LubnnssioNauf Bauarbeiter».

Die nachstehenden, zum Rohbau eines ^chulhauses in Allend-o'rf a. d. Lahn erforderlichen Arbeiten follen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden:

Erd- und Maurerarbeiten <M. 3631.12, Steinhauerarbetten . . 1856.30,

Zimmerarbeiten . . . 1080.29,

Dachdeckerarbeiten . . 781.60,

Spenglerarbeiten . . . 406.80,

Weißbinderarbeiten . . 82.50,

Schreinerarbeiten . . 270.,

Schlosserarbeiten . . . 338.,

Eisenlieferung . . . 760.80.

Die Angebote sind bis längstens Mittwoch den 20. Juni ds. Js., Vormittags 10 Uhr, 'bei Großh. Bürgermeisterei Allen- d-ors a. d. Lahn einzureichen, woselbst crach die Pläne, Voranschlag und Be­dingungen zur Einsicht aufliegen.

Gießen, am 11. Juni 1883.

Der Kreisingenieur: 1-067 _________Gnauth.

3483 Eine fast noch neue Treppe zu v erkaufen. Ludlvigsplah 4.

Allgemeiner Anzeiger.

Königs-Meisftärke,

Feinste Weizenftarke,

Prima Kernseife, Kugelblau, Borax re. re empfiehlt 2135

_________ .2 _ Gg. Wilh. Weidig.

Frische Palmkuchen

mit Gehalt von 1518 % Protein und 910 % Fett.

Frische Äesimikuchen

mit garantirtem Gehalt von 50 % Protein und Fett.

Beides in bester Qualität empfiehlt billigst

3903^_____Carl Pelri^ norm. G. CH. Spruck.

Mchüsts-Lmpleyluiist

für fäicÄsen.) Wieseclt und Umgegend.

Einem verehrlichen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß neue Pflaster-Arbeiten, sowie Reparaturen pünktlich und billigst besorgt werden; für,gute Waare und saubere Arbeit wird garantirt. Ferner können Pflaster­steine in größeren und kleineren Quantitäten in 4 Sorten, sowie Chausfir- uno gute Mauersteine zu jeder Tageszeit aus dem neuen Steinbruch an der Licher Straße in der 9. Schneise, bei sehr guter Abfahrt abgefahren werden. , Hochachtungsvoll zeichnet

Wreseck, den 8. Juni 1883.

4014 J. Wickel.

Alle Sorten Oelfarben,

dick, sowie zum Anstrich fertig, schnell und hart trocknend.

FuÄboden-Anstrich, FußbodeM-Lack, Damar-Lock, Copal-Lack,

empstehlt in besten Qualitäten

Petersburger MöbeS-Lack, Kiseu-Lack,

Seccatif, Leiuölfirniß, 3535

die Material- und Jarbwaaren-Handlung

___von Gg. Wilh.. Weidig, Markt 21

Wirthflchafts-Gröffttung.

< r. f 5(uL?em idyllisch gelegenen, bei dem Gießener Publikum früher so

belrebtenPlätzchen 3941

Heuchelheimer Mühle 'M

wird die Wirthschaft am Freitag den 8. d. M. für die Wochentage meber eröffnet. Volkmann.

Eisenbahn -Dirrrtions -DeM Hannover.

Eisenbahn-Betriebsamt Kassel.

(Main-Weser-Bahn.)

Die Herstellung von Trockenmauer­werk im Einschnitte des Lindener Markwaldes soll im Wege öffentlicher Submission vergeben werden, wozu hiermtt Termin auf

Moulag den 18. Juni L Js., Vormittags 9 Uhr, auf dem Bureau der unterzeichneten Eisenbahn - Bau - Jnspection (Gallus­anlage 4) zu Frankfurt a. M. an- üeraumt wird, woselbst Zeichnungen und Bedingungen eingesehen werden können. 4056

Frankfurt a. M., 10. Juni 1883.

Kgl Eiseubahn-BaN'Jnspection.

Heu- Uild Grumlnetgras- Versteigerung.

Auf den Gräfl. Wiesen, Gemarkung Arnsburg, Colnhausen und Treis- Münzenberg, soll

Freitag den 13. ds. Mts.

von ca. 140 Morgen das Gras öffent­lich versteigert werden.

Die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr mit den Gottesackerwiesen; da­gegen kommen die Wiesen in der Gemarkung Treis-Münzenberg erst Nachmittags 5 Uhr zur Versteigerung.

Nähere Auskunft über die Wiesen ertheilt vor dem Termin auf Verlangen Feldschütz Thörner von hier.

Arnsburg, den 11. Juni 1883. 406 6 Henckel.

Frritag i>cn 22. Juni d. J Nachmittags 3 Uhr,

sollen auf hies.Ortsgericht die Immobilien des Ludwig Orth r

Flur U609, 38 ^-Mtr. Hofraithe auf dem Neuenweg, 1/611, 31 lll-Mtr. Hofraum, Mist­stätte daselbst, 1/629, 69 iH-Mtr. Hofraithe daselbst, 1/669, 12 Hl-Mtr. Hofraum, Mist­stätte daselbst

nochmals versteigert werden. Gießen, den 11. Juni 1883.

Großberzogliches Ortsgericht. 4060 Lüdekiug.