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13.5.1883 Drittes Blatt
 
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Msntags.

Bureaul Schulstraße 7.

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'(Wendete Achtungen, ualität bei iisen.

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nnroollt, mnmllf u billigsten Preisen

Was nun die Ausstellung selbst betrifft, so wird sie ein umfangreiches, in dieser Größe und Vollständigkeit noch nie dagewesenes Bild der Gesundheitspflege, des Nett- ungswesens und der Gesundheilstechnik der beiden verbrüderten Reiche, Deutschland und Oesterreich, geben. Ihr Einfluß und ihre Einwirkung werden unendlich segensreich und wohlthättg sein, denn das Interesse für die Hygtetne ist ja in den weitesten Kreisen ein reges und wachsendes, daS Verständniß dabei aber ein merkwürdig geringes. Hierin

PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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ni^t erschöpft. eorBcnQnntCn G-g-nständ-n und Sachen wollen wir uns dem- s ÄSaäÄ»* S SlÄ geben. Auf baldiges Wiedersehen daher. ___

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und neu polirt. che Bedienung M

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nützlich was ihm chädlich st, und bei den zahllosen, d-n^-rscht°d°nst-n Klasten und Ständen a n a e hör en den Besuchern, welche die Ausstellungsräume durchwandern werden, wird da manch' wohlthätiges Kömlein haften bleiben, wird manche Anregung befolgt, manch' Beispiel nachgeahmt werden. Aber nicht nur praktisch, sondern auch tpeorettf Strtbte IäZtoii tiefstem Einfluß sein; eine Anzahl ärztlicher und anderer wissenschaftlicher Versammlungen ist bereitsangemeldet und in ausführlichen Vortragen sollen die einzelnen Dhetle der Ausstellung behandelt werden. , _

reichhaltig umfassend und abwechselnd die letztere sein wird, ersehen wir .0 re*f wenn wir e°nen Blick auf die 6 Abtheilungen, die wieder in 31 Gruppen zerfallen, j S in Abtheilung I.: Unterricht und Forschung in der

G° u7dh-iMehr-uub G-suädh-llstechn,k Unt-rsuchungeni unb'

h«»r <Ä?sundbeit und des Rettunaswesens, Ernährung und Diätetik, ^evensmmer uno Kost Nll"a- d-r Mutl-r und des Neugeborenen, Sorg- in der Familie für bas körper- Kon, -pflege oer ^cuncr v Abtbeiluna IL: Hautpflege und Bekleidung,

Küld"bewahr'-,^Kranken-^Pflege-, sowfe Bffftrungs-.unb Sttafanstalten, Einrichtungen In ouTbem* ^bietTber Hygiene-rste Hülfe bei

lrtinn

7»mto\^un0Ube0; ». und Gaslicht Lei ung Lüftung Gründ und Boden. In Abtheilung V.: Gewerbe und ^ndustr.e Land änd Forstwirthschasten, Verkehr zu Lande und zur See, Gesundheits- nfkoe ber arbeitenden Nassen und Verbesserung ihres Looses, Bergwesen, Rettung von Sch?ffl)rüchiaen Abtheilung VI.: Entdeckung, Meldung und Abwehr von Feuers- SwMbrüchigen, ^Zn g | . Gefahren und Verhütungen der Explosionen,

Abwehr des Blitzes, Versicherungswesen. Hiermit 'st die Reichhaltigkeit jedoch noch

(Nachdruck verboten.)

mühftttgen Stunden, wie viele Wünsche und Aussichten hatten die verkohlten Balken ^d ll)ie^allaemeine Muthlosigkcit war nur eine vorübergehende, eine kurze.

ÄSTTVS!ä"»

hi/aariK beutfÄ freudig diesen Entschluß, reichlich flössen bie

Lben von^ allen Setten wurde dem Unternehmen die regste unb wär^e Ee'entgegen^ebracht und bald zeigte es sich, daß sich die neue Ausstellung we großartiger und umfangreicher wie ihre in Flammen aufgegangene Vorgängerin g - stalten wür^^^^ hatte jedoch auch sein Gutes gehabt; statt des hölzernen Ausstellungs- arbäudes. bet welchem der kleinste Funken unsägliches Unheil und Verderben anrichten f rn klonte man einen nur aus Eisen und Glas konftruirten Bau. E»ne beschi avkte §oncurrenz hierfür wurde ausgeschrieben und sodann das Project der Ingenieure, ^rfmrrmäfn unb Vröü in Dresden erwählt, an dessen Aussühmng alsbald unter Assistenz der Bauräthe Kyllmann und Heyden geschritten würbe. Unermüdlich arbeitete das Comite weiter sür bie tnürbrge Wieberh-rstelluug ber Ausstellung, Mi erfiützt von den Ausstellern Privaten, Regierungen, Gemelndeveltretungen u. s. w. Daß auch das ^nier-ffe an bir Ausstellung in ollen Kreisen ber Bevölkerung Deutschlands und Oesterreich-Ungarns ein immer eifrigeres und wachsendes wurde, bewiesen am besten die mehr und mehr zahlreich einlaufenden Anmeldungen. Heber 1800 Hummern von ca 1400 Ausstellern weist der diesmalige Catalog auf, eine bedeutend größere Ziffer als wie vor einem Jahre, und selbst das Ausland steuerte dazu bei, denn Frankreich, Rußland Italien, Schweden, Norwegen und Amerika werden gleichfalls vertreten sein.

Viele hundert fleißige Hände setzten sich nun alsbald von Neuem in Bewegung, rastlos wurde geschafft und gewirkt; dort erhob sich allmalig in gewaltigen stonen der massive Hauptpalast, hier wurden zierliche Kwske und schmucke Separat­bauten vollendet, da bie Stellen für im Freien zu posttrende neue Ersin dun gen her- gerichtet - dann gab es Gartenanlagen vorzubereiten, Springbrunnen und Wasserbecken anzulegen, das Panorama etnzurtchten, kurz, keine Minute durfte versäumt werden, wenn der festgesetzte Termin ber Eröffnung, der 10. Mm, innegehalten werden sollte, und staunend, überrascht sahen die Passagiere der Stadlbahnzüge, wie das vielumfassende Riesenwerk fast zusehends von Tag zu Tag wuchs.

Wenn man je das Wort des Dichters, daß neues Leben aus den Ruinen blüht, anwenden darf, so kann man es hier thun- Mit Stolz und Bewunderung f^uen wir, wenn wir uns dem auf dem alten Terrain am Lehrter Bahnhof gelegenen, dreißig Morgen umfassenden Ausstellungsplatze nähern, das an, was hier binnen ^hressitst geleistet würbe. Jmpontrend erhebt sich im Vordergrund der umfangreiche Palast, welcher eine Fläche von 11,500 Quadratmetern bedeckt; sein Unterbau besteht aus rothen, durch Gurte gegliederten Backsteinen, auf denen dann die nur aus ©los und Eisen zusammengesetzten Wände hoch emporstreben. Der nach Süden gehende Haupt- etngang, den links und rechts je zwei Portale flankiren, wird von einem kühnen Kuppel­bau gekrönt, ber stolz auf die zwanzig kleineren Kuppeln herabsieht; über dem Eingang thront, in broncirtem Gyps ausgeführt, Bildhauer Brütt's Hygieia, die Göttin der Gesundheit, welcher ja die ganze Ausstellung gewidmet ist. Der große Kuppelsaal selbst, in den man zunächst eintritt, hat noch einen besonderen künstlerischen Schmuck durch eine Büste der Kaiserin, welche dem Unternehmen ja von Anfang an so liebe­volle und hingebende Theilnahme schenkte, und durch Professor Preller's Velarien, die der idealen Auffassung der Gesundheitspflege gewidmet sind, erhalten. Eine Haup^ anziehungskraft wird einer der letzten Pavillons im Park ausführen, befindet sich doch daselbst das von der Meisterhand Hertel's genial gemalte Panorama Gasteins, welches an Stelle des verbrannten Wilberg'schen GemäldesDie Thermen von Caracalla" ge­treten ist. Die Ansicht des heilspendenden Bades mit seiner wunderbar schönen Um­gebung macht einen herrlichen Eindruck, und schwer hält es, sich von diesem, wie wir sagen möchten, zur Natur gewordenen Kunstbtlde zu trennen.

Es ist heute nicht unsere Aufgabe, die außerhalb des Hauptpalastes befindlichen Gebäude, die zusammen mit den Restaurationshallen an 9000 Quadratmeter etnnehmen, zu schildern; in den nächsten Berichten werden wir dies eingehend thun, erwähnen wollen wir hier nut, daß die ganze Anlage ungemein freundlich und gefällig wirkt und tm Scheine der belebenden und wärmenden Frühlingssonne einen prächtigen Anblick gewährt. Sie ist ganz dazu angethan, im Sommer Tausenden und Abertausenden nach mühevollem Tagewerk Erquickung und Erholung zu bieten, umsomehr, wenn dann von den Pavillons herab Musikcorps ihre lustigen Weisen erschallen lassen. Abends sollen die Anlagen verschiedenartig beleuchtet werden, und zwar ber Platz vor dem Palast mit electrtschem Bogenlicht, der Garten aber mittelst Gaslicht, d. h. mit Siemens'schen Regenerativ - Brennern; einzelne Gebäude werden jedoch auch elektrisches Glühlicht

il.

ilome, tarne und daiilen.

Vermischtes.

WMMMMMUZZ5 begang b $ ^a|e Die gemeldete Erkrankung einer Anzahl -^lsaren in der bW Än'^r^fnUten

Konusse ber Bohnen bie Krankheitserscheinungen zur Folge hatte. Es ist dies eine neue Warnung vor dem Gebrauche kupferner Geschirre zum

von bet ersten Compagnie bes Feuetwehrb-pots in ber Kreib st ß , anstrengenden !m Dienste unserer Feuerwehr steht, kam am 18. Marz n°^°^be eine Weinflasche Dienste mübe unb erschöpft nach Hause. Er -rdliät auf b aßetn entölte,

unb in ber Annahme, baß d'-s°lb- ben sür sein t^rtc^i%^^meri=n§fc6r=t fe6te nimmt -r zur Stärkung einen Schluck daraus. Aber m t einem »uröcfgdaf)enc er bi- Flasche wieber ab, der Ungl^lich- hatte b M" b^,aangen im Mund- Flasche mit Laugenessenz ergriffen unb sich bi- schrecklichsten Vsttirenn cUt bte

unb in bet Spris-töhr- jugejogen- Ntend» sich vor Schm Ärantc nacg dem geängstigte Frau nach einem Arzte. Au bessen Anoron 8,.^ 58ranbrounbcn tn kurzer städtischen Krankenhaus im Frtebrichshain üb»kührt, wo b^ üon bort entlassen Seit zur Heilung gebracht werben. Nach dreizehn -tagen ( t but4 b(e

mit ber Mahnung, sich täglich di- Speiseröhre sondiren^u ta^ $atlcnt

sich zusammenziehenden Wunbnarben ber Schwn b,e Polpklinik bes Professors befolgt ben Rath , confultirt »erfe fol*e ®efcf?i<flt«fett im Sond «n, Joseph M-per unb erlangt schließlich selbst «ne kann. Dabei versieht ber

baß er diese Manipulation nun auch selbst an stch «»su, $|cn|t bei der Feuer- pflichtgetreue Beamte trotz seines S^chwachl n sutla^^ bet'rout unb erhält täglich zwei wehr weiter, wird allerdings nur mit leichten . bbem stellt sich im Sommer vorigen Stunden Urlaub zur Consultation der Ae z S Cnbaufe§ vorhergesagte Zustand ein: Jahres der von den A-rzten des städtischen Krönt b|c Speiseröhre wird so eng die Narben im Schlunde contrahiren st» "al^g öiagEn gelangen. Saafe lebt

daß nur noch ganz dünnflüssige Nahrung m'tt * unb auch dies kann er nur

nur noch von Milch, Wein, ®D0hu" n. ®ur(6 das fortgesetzte Sondir-n und unter qualvollen Umstanden ju fi* in bEr Höh- des Schlüsselbeins allmalig Bongiren ist bte Verengerung bes Schlunde m eine zweite Verengung dicht

erweitert worben, doch da stellt -s sch ) Speiseröhre nahezu vollständig verschließt über dem Mageneingang besteht, welche di SP^^I bes Kranken wird 'M Lause

und allen Erweiterilngsversuchen widersteht S 2lufnQ6mc im Universttäts-

bes Winters so unerträglich und b-broyu«, ym den Armen von dem

klinikum noihwendig wird, die am l^Janua Rath v. Bergmanm die nicht

: drohenden ©ungettobe J u bewahren ent^u ctne künstliche Mag-nststel

. nngesährliche Operation der Magenostnung^^ burd) ble geschaffene Oeffnung l anzul-g-n und bie Ernährung Operation, eröffnete bie Bauch-

! I söhf"nL^egenb^erMa^engr°üb^ nähmen ^agen vorn in bie Haut der Bauch.

j Drittes Blatt. Sonntag den 13. Mai 1SS8P

ießmer Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

Berlin, 9. Mai. Die zuständigen Behörden erlaffen gegenwärtig m den verfLiedenen Provinzen erneut die amtlichen Bekanntmachungen, wonach unter Hinweis auf das Reichsmilitärgefetz vom 2. Mai ^875 darauf au,merk­sam aemacht wird, daß militärpflichtige Personen durch Verhetrachung keinen Anspruch auf Zurücksetzung, bezw. Befreiung von der Militärpflicht begründen können Gleichzeitig sind die Standesbeamten veranlaßt worden, die betr. Militärpflichtigen bei Nachsnchung des Aufgebots zur Verheirathung auf diese gesetzlichen Bestimmungen hinzuweisen.

Eine Wanderung durch die Hygieine - Ausstellung.

Von Paul Linb-nb-rg.

Hoffmann.

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ngmann., unb -Wütej

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