—
angenehmes Intermezzo bei Treibjagden, nach dem Frühstück rc. vielfach Gelegenheit zu Scherzen und zur Entscheidung von Streitfragen ft Der Leistungsfähigkeit der Gewehre und der Jäger selbst. In den Schtehclubs, welche sich diesem Sport speciell widmen und in denen entweder Casse geschossen oder kleine Wetten entart werden, ist man sehr bald zu der Ueberzeugung gelangt, daß cs entschieden reeller ist, nach Glaskugeln als nach der Taube aus d m Korb zu schießen, da bei ersteren die Schicklichkeit der Schützen allein den Ausschlag giebt, während beim Taubenschießen auch Glück und andere Zufälligkeiten den Erfolg entscheiden. Nicht unberücksichtigt darf dabei bleiben, daß sich gegen das Taubenschießcn seit einiger Zeit eine heftige Agitation von vielen Seiten geltend macht, welcher dock auch in etwas Rechnung getragen werden muß, da die Benutzung der Tauben, Schwalben und anderer Vögel zu Schießübungen wie auch zum Wettschießen den Thierschutzgesetzen gar auffallend widerspricht, gleich wie es einen unparteiischen Beobachter überraschen muß, wenn er ein Ausschußmitgl'ed des Thier- schutzvereins in dem Verzeichniß der Anhänger des Taubenschießens, wenn nicht sogar als Theilnehmer an einem solchen angeführt oder unterzeichnet findet- Für den einzelnen Schützen bietet der Glaskugelsport endlich eine ausgezeichnete Flintenprobe. Wer eine Zeitlang auf die Kugel gcschosien, weiß ganz genau, wo er mit seiner Flinte bleibt, wie die Ladung sein muß :c rc und spart dadurch ein mühsames und ost ärgerliches Einschießen auf der Jagd selbst.
Der Preis einer solchen Glaskugelwurfmaschine beträgt 25 X und können solche von der Firma Otto Oertel in Meidench am Rhein bezogen werden-
Kandel und öerftbr.
Gießen, den 10. März. Aus dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 1.20—1.25 Hühnereier per Stück 5—6 H, Käse per Stück 4—10 H, Kasematte 3 Erbsen per Liter 20 Linsen 26 H, Lauben per Paar JL 1.20—1.40, Hühner per Stück v4L 1.70—2.00, Hahnen per Stück Ji 1.70—2.00, Enten per Stück ■ //. 2—2.50, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 H, Rub- und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 54 bis 56 4, Schweinefleisch 62—64 H, Hammelfleisch 66—70 Kartoffeln per 100 Kilo 7.00—8.00, Zwiebeln per Malter «X 5—7.00, Milch per Liter 14—18 H.
ArarUf«rrt a. 2U., 10. März, Nachmittags 2 Uhr — Min. telegraphische. Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen. Ereditacticu 273Va, Staatsbahnactien 291, Galizier 2617/8 Lombarden 1233/*, Nord, weftbahnactien 1773 4, Darmstädter-Bankactien 1553/«, Oberschlesische E.-B.-Act. 247V», Cefterr. Silderrente 6613/1S, 4u/o Ungar. Goldrente 751,/16, 4% hsSOcr Russen 723A, 5% 1877t Ruffen 893/<, 2. Orient-Anlcibe 577«, Spanier 63, 5% RumänisNu Rente 9374. 4% Unific. Egypter 75l3/l6, Disconto Comm. 201, Gotthardbahnactien 112. Tendenz: fest.
Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen.
Aufgebote.
März. 5. Schlosser Franz Ludwig Volz von Gießen mit Katharine Eltsabethe Schneider, Tochter dcs verstorbenen Metzgermeistcrs Hermann Schneider von Frankenberg. 6. Taglöhner Johann Adam Burk von Königsberg mit Marie Staffel, Tochter des Taglöhners Chrisfan Staffel von Launsbach. 7. Gärtner Ernst Heinrich Ludwig Wellhausen von Dransfeld mit Marie Ottilie Köber, Tochter des Schuhmachermeisters Ernst Friedrich Köber von Gera 9 Der Sergeant im 2. Großb Hessischen Infanterie- Regiment Nr. 116 Konrad Seipel von Ermenrod mit Marie Koch, Tochter des Occonomen Philipp Koch von Wlestck.
Eheschließungen.
März. 7. Schreiner Johannes Arnold von Steinbach mit Luise Emilie Peters, Tochter des Steueraufsebers Anton Joseph Peters von Frankenau. 9. Oeconom Heinrich Einheuser von Alt-Buseck mit Gertraud Becker, Tochter dcs verstorbenen Oeconomen Johannes Becker III. von Wolfgruben.
Geborene.
Februar. 24. Eine Tochter von auswärts, Margareta24. Eine Tochter von auswärts, Margarethe. 25. Eine Tochter von auswärts, Anna. 26. Dem Kaufmann Karl Schulze eme Tochter. 28. Dem Premierlieutenant im 2. Großh. Hessischen Jn- fanterie-Regiment Nr. 116 Ludwig Rllsert ein Sobn, Ernst Ludwig Karl Paul Otto. Marz. 1. Dem Weißbinder Karl Schmall ein Sohn, Jta-l August Ludwig. 1. Dem Ausläufer Martin Wilhelm Klappert eine Tochter, Katharine Amalie. 2. Dem Schuh- machermeister Heinrich Schneidmüller e-n Sobn. 2. Dem Burcaugeb'lfen Kai l Hüttenberger eine Tochtek, Marie Margarethe Johanna. 3. Dem Fuhrmann Johannes Schüßlcr ein Sohn, Karl. 4. Dem Bahnarbelter Justus Walther eine Tochter, Karoline.
Brodprcisc
vom 11. bis 25. März 1883.
Gestorbene.
März. 3. Ein Sohn von auswärts, Rudolf, 5 Jahr alt. 3. Landwlrtb Ebrittian Zimmermann 60 Jahre all »an DraiSbach 5. Friseur Theodor Brummer, 65 Iah« alt. 5. Christine Katharine Horn, q-h. Steller. 86 Jahre alt, Wittwe des Schnöde« Johannes Horn von Ait-Buseck. 6. Anna, 1 Jahr alt TockU-r des A mbrI6mnnna He.nr.ch M°.st°r, 7 Mrr Karl Otto, 3 Jahre alt, Sohn d-« Dchr.fts7tzers Alb°rt fiet* IhJm,64rr^hr nl ba ' pcnf' L-Ndgertchts-Assessor, 76 Jahre alt. 7. Babette «yciiyciyciui, ^jugrt ul[.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
_ „ _ Getränte.
äq ?cnS1Ib' Schreiner zu Gießen und Luise Emilie Peter»,
Tochter des Steueraufsehers Josef Peters zu Gladenbach.
_ , (vyi„ _ Getaufte.
^D-n 4 Marz. D-m W-rksührer Joief Roth ein Sohn, Josef David, geboren Den .januar.
geborenen \T ^e^uar@*U^ma4Cr ^Uipp Älnfd Clne Tochter, Johanna Katharina,
Denselben. Dem Schlosser Karl Pfaff eine Tochter, Johanna Elise Luise geboten den 14. Januar. 1
1«,rl[,n^HteIb€nh D-m Lacklr-r Philipp Eis- eine Tochter, Margarethe Wilhelmine Bertha Luise, geboren den 22. Januar.
Den 8. März. Dem Lehrer Philipp Filz eine Tochter, Ottilie Mathilde Emilie, geboren den 24. Februar.
Denselben. Dem Kaufmann Ferdinand Drebes ein Sohn, Ferdinand Friedrich Martin August, geboren den 23. Januar. ° °
Beerdigte.
. .-.^Dcn 3. März. Johannes Dammshäutcr, Etsenbahnarbeiter, alt 47 Jahre, starb
den 23. Februar. M r
Denselben. Theodor Christian B-eber, Lackuer. alt 33 Jahre, starb d.n 1. März cy l ^selben Johonnette Becker geb. Schneider, Eh frau des Schmted^metsters Johannes Becker, alt 30 Jahre, starb den 2. März.
Den 6. März. Theodor Brummer, Fr.stur, alt 65 Jabre, starb den 5. Mär, _ c Den 7. Marz. Christine Kathar'ne Hoin, geb. Steller, W-ttwe des Schneiders Johannes Horn von Annerod, alt 86 Jahr,, starb den 5 März a t Den 9^März. Heinrich Karl G bha.dt, Länder kckstsasseffor i. P., alt 76 Jahre, starb den 7. Marz. '
I Kgr <> ~ H 1 „
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der Brodverkäufer
(2 Pfd.) Weißbrod . . . .
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(2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte bei Hch. Rain (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte bei Hch. Rain
(6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte
(2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte bei Hch. Rain
(1 K ) Schwarzbrod 2. Sorte bei Hch. Rain
(6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte
der Bäcker
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 bei M. Lenz 27
2 „ (4 „ ) Weißbrod .... 56 bei M- Lenz 4
1 >, (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei M. Lenz 24
2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 50
bei M. Lenz 48
1 .. (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 22
bei M. Lenz 21
2 „ (v „ Schivarzbrod 2. Sorte 41 bei M- Lenz 1.42
3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte !! bei L. Schneider, Hermann Vogt, Gg- Müller, Earl Wallenfels, L. Kroneberg, K. Haas, L. Keil . . 166 bei F. W. Hartmann.....Ii68
G i e ß e n, den 10. März 1888.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen Fresenius.
Allgemeiner Anzeiger.
Die Tapeteichandiung von
Heinrich Hochstätter
Zchlohgasse 19 GIESSEN SdjloßgalTc 19 bietet für die bevorstehende Saison die reichste Auswahl
Tapeten
für Salons, Wohn-, Schlaf- unb Speisezimmer.
Dekorative Zusammenstellungen der neuesten Stoff- und Stilmuster mit paffenden Friesen, Borden, Leisten und Lambris.
Decken- Decorationen in Stutk, Holz und Buntmalerei.
Holztapeten in jedem Genre, darunter Naturabzüge, welche sich für Sockel und Decken vorzüglich eignen.
Die Kollektion enthält nur die besten Fabrikate und durchaus stilvoll gehaltene O r i g i n a l m u st e r. 1685
Wir erlauben uns, verehrlicher Kundschaft und Publikum die ergebenste Mittheilung zu machen, daß mir unterm Heutigen bei der Firma Ph. Lrrack in Gießen, Bahnhofstr. 58, eine Niederlage unseres Geschäfts errichtet haben.
Wiesbaden, den 9. März 1883.
Hochachtungsvollst
Klett Zr Wagemann,
Dtinhandlnng
Bezugnehmend auf obige Annonce beehre ich mich, verehrliches Publikum zugleich auf mein
Cigarren- und Coiouialwaaren-Geschäfi aufmerksam zu machen und werde stets bestrebt sein, mir die Zufriedenheit meiner Kundschaft zu erwerben.
Gießen, den 9. März 1883. 1806
Hochachtend
Fh. Strack.
Kleinkinder Bewahranstalt.
Von nächster Woche an werden die Beiträge für unsere Anstalt pro 1. Vierteljahr d. I., mit denen natürlich auch der GesammtjahreSbeitrag ge- ^zahlt werden kann, erhoben werden. Indem wir dieses den Wohlthätern und Freunden der Anstalt mittheilen, erlauben wir uns um fortgehende wohlwollende Unterstützung unjeres Werkes besonders dringend zu bitten. Durch den Neubau haben wir eine beträchtliche Schuldenlast übernehmen müssen, unsere Jahresausgaben sind außerdem besonders durch höhere Steuern, Brandkassegelder, theuerere Heizung bedeutend gestiegen, und die Zahl der uns anvertrauten Kinder wächst beständig. Darum bitten wir die seitherigen Wohlthäter unserer Anstalt, auch für dieses Jahr ihre Beiträge bewilligen und wenn irgend thun- lich eine Erhöhung derselben beschließen zu wollen Diejenigen aber, um deren Beihilfe wir zum ersten Mal zu werben uns erlauben, bitten wir gleichfalls um gütige Unterstützung unseres Werkes.
Gießen, den 10. März 1883
Der Dorjiünd der Kieinkinder-Newahranflalt.
____Dr Naumann, Pfarrer.__
Kirchenrath Kngel's Stiftung.
Die Zinsen der Engel's Stiftung sollen am 24. d. Mts. an 10 arme und würdige Familien aus Gießen vertheilt werden. Die Familien, die sich um diese Stiftung bewerben zu dürfen glauben, wollen sich bis zum 17. d. Mts bei einem der evang. Geistlichen melden.
Gießen, den 10. März 1883.
Der evangelische Kirchenvorstand.
1732 Dr. Naumann, Pfarrer. I. Haustein,
1688
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