Irische Schellfische
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J. A. Busch Söhne
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Dr. Naumann, Pfarrer.
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176 Ein noch neuer, prachtvoller regultrofen billig abzugeben
KaplanSgassc Nr. 6.
Puiiipenmacher Homel
'3d>tllcrfira^e bei Weißbinder Helmold.
Telegraphische Depeschen.
♦SolIF* telegr. Eorrespondenz-Burea«.
Karlsruhe, 7. Januar. Ein Erlaß des Ministeriums des Innern an die Bezirksämter ordnet die sofortige Feststellung der von Gemeinden und Einzelnen erlittenen Wasserschäden an. Die Feststellung soll sich auch daraus erstrecken, ob die Staatshülse unabweisbar sei oder nicht und in welcher Weise die geeignetste Unterstützung zu geschehen habe.
Alexandrien, 7. Januar. In dem am Freitag zwischen europäischen und albanesischen Polizeibeamten stattgehabten Streite wurden ein Albanese ge- tödtet und sechs schwer verwundet, von den Europäern zwei leicht verwundet. Die englischen Behörden erließen eine Warnung mit der Androhung, daß jede neue Unordnuug mit Gewalt unterdrückt werden würde.
Konstantinopel, 7. Januar. Nach einer Depesche aus Tripolis hat der dortige italienische Consul eine Schildwache mißhandelt und hat die Pforte deshalb bei dem hiesigen italienischen Botschafter, Grafen Corti, Vorstellungen erhoben und Genugthuung verlangt. Ueber den Hergang selbst wird Folgendes gemeldet: Der italienische Consul, der sich aus die Jagd begab, wollte ein FestungSthor passiven, bei welchem der Durchlaß nur gegen besondere Erlaubnißscheine gestattet ist, welche viele Personen, namentlich aber die Consilln besitzen. Der Consul hatte seinen Erlaubnißschein vergessen, bestand aber trotz- Lern daraus, das Thor zu passiren. Als die Schildwache dies in Gemäßheit ihrer Instructionen verweigerte, schlug der Consul auf die Wache mit der Reitpeitsche ein.
Amerika.
New-Uork, O.^Januar. Der Maire von New-Aork hat angeordnet, daß morgen, am Tage des Begräbniffes Gambetta's, die Fahnen auf allen öffenllichen Gebäuden halbmast gehißt werden.
Lokales.
. ** [SoncertDerein] DaS nächste Concert wird am 14. Januar stattfinden,
tyrl. Marianne Eisler aus Wt«n hat ihre Mitwirkung zugesagt und wird unter anderm ein Concert von Spohr vortrogen
_ auf Eis treffen heute ein.
Eingesandt.
Wie gefährlich es ist. in dcr NeujshrSnacht die Straßen zu passiren oder sich auch nur dem Fenster zu nähern, beweist folgender Fall: Außer mehreren Revolver? Schützen haben zwe, Jungen von 14 und 15 Jahren in verflossener Neujahrsnacht in den Straßen innerhalb der Stadt ca. 25 Stück scharfe Patronen aus einem Revolver verschossen und zwar therlweise, wie sic selber angegeben haben, in die Lust und gegen Mauern In den von Menschen dicht belebten Straßen, wobei, wie von Augenzeugen behauptet wird, d'e Kugelsplitter oder Steingebröckel zurückgeprallt seien. Eine richtige Ladung a posteriori wäre wohl das zweckmäßigste Mittel gegen solche Bubenstreiche einerlei ob es erwachsene oder nicht erwachsene Buben sind. '
W'e uns der Jnserotenthetl zeigt, veranstaltet die Capelle des 116. Infanterie- Regiments heute, Dienstag, in Wenzel's Saal abermals ein Concert für die lieber- schwemmten am Rhein rc. Angesicht- der großen'Roth und des Elends, welches über unsere bedaucrnSwerthen Landsleute durch daS verheerende Element hereingebrochen ist dieses Concert-Arrangement Seitens unserer braven Capelle dankend zu begrüßen' sind und ja die vortrefflichen Leistungen der Capelle von den so wohl gelungenen AbonnementS-Concertcn her genügend bekannt. _________________________
Vermischtes.
. Olfenb ach, 5. Januar. Von gestern Abend bis heute früh sti-g das Wasser deS Mains um etwa 40 Centimeter, ist aber seitdem wieder langsam gefallen und zwar von heute Vormittag 8 bis heute Mittag 2 Uhr von 5,38 auf 5 25 Mir Damit haben wir, allen Meldungen vom Obermain zufolge, die letzte Steigung hinter uns und dürfen nunmehr hoffen, daß bet anhaltend trockenem Wetter das Wasser beständig fällt. Welchen Schaden unseren vom Wasser betroffenen Mitbürgern erwachsen ist, wird sich erst spater feftstellen lasten können, jedenfalls aber haben die Geschäftsleute der inundtrten Straßen mit am meisten Verluste erlitten. ' inunoinen
r H^te Morgen stürzte in Bürgel neuerdings eines der nach der vorigen Hochfluth geräumten und von der in letzter Zett so viel genannten Firma Leukhart und Best erbauten Hauser gänzlich rusammen. Allem Anscheine nach wird von diesen circa 30 Bauien kein einziger erhalten, resp. bewohnbar hergestellt werden können, es scheint vielmehr, daß alle von jener Firma erbauten Häuser vom Fundament aus neu errichtet werden muss en.
OMtt.
Die geehrten Mitglieder der evangelischer» Gemeindevertretung lade ich hierdurch ergeben ft ein zu einer freien Versammlung, die am Mittwoch den 10. Januar d. I., Abend« 8 Uhr, im Cafe Ebel (Herr Balzer) statt finden soll.
Nach einer einleitenden Ansprache über „Neues Jahr neues Schaffen!" wird zur Besprechung vargeschlagen: Unsere Stellung zu dem Verein zur Förderung der Sonnlagüfeier
Gießen, den 6. Januar 1883.
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Für die Wasserbeschädtgten im Großherzogthum gingen weiter bei uns ein • Posamentier C Schulze (2. Gabe) 3 Chr. Bansa 10 X, Frl. Schlapp 5 X Theater-Vorstellung am 5. Januar «Hälfte deS Reinertrag«) 29,25 X, Sch 3 X, Lehrer Eifert 4 X, Geh. Baurath E'ckemeyer und Frl. Sarasin (2. Gabe) 20 X, "3of, Mann 5 Prof. Braune 10 X, von einem passiven Mitgliede des runden Tisch in Cafä Leib (2 Gabe) 3 X, Bernhard Kullmann (2. Gabe) 3 X, Gesellschaft Concordia" 40 X, Hangelstemer Höhenclub (2. Gabe) 17 x. Spielaeseüschaft in der Restauration zum Stern 5,50 X. Louise Fischer 2 X. E- B 3 X, Frau B 0,50 X Sonntags, runder-T.sch von 5—8 im Cafe Ebel 50 x. Ardeiter-Krankenverein bet' Wtrtb Spieß 3,30 x, Lina Möser 2 X, J?. Währurn 1,50 X L Süffert (2- Gabe) 10,.,L, Lisette iLcharmann 2 X, Spieladend in der Restauration Svieß 8 X. Bahnwärter Massing 2,50 X, Louis Fuhr (2 Gabe) 5 X, Solo v. d. Sologesellschaft im ^Kühlen Grund" nebst freiro. Beiträgen mit dem Motto: „Thue desgleichen" 11,30 x (Ertrag einer Versteigerung am runden Tisch im Cais Schwinn 11 X, W. Mösles (2 Gabe) 10 x, von den Gästen in der Rest, z Stern an einem vergnügten Abend 33,56 X runder Tisch im „Darmsl. Hautz" 6,65 X, L- M , Poch-und Scatspnl 12 Brauerei- besitzer Jtloftermann (2. Gabe) 10 X Frl. S- Krauskops 5 X I. u F. B- 10 x au« der Kasse deS Mandarinenkastens 15 X, Tb Baist (2. Gabe) 15 X, W- Ferber 10^ Rechtsanwalt Dornsciff 20 X, Poststempel Bremen 5 X. C Albach (2. Gabe) 4 x Oberfölster Neuenhagcn (2. Gabe) 10,*, H inr. Schmidt (2- Gabe) 10 X. E '4$. 5 X vr. mvü Schmidt (2. Gabe) 10 X. Frl E. Schmidt (2. Gabe) 10 X. Rentamtmann Lynker (2 Gabe) 20 X, F Bender (2 Gabe) 20 Prof. W lbrand (2. Gabe) 10 X Spielabend in Der Rest. Schwinn 2X4$, Runder Tisch 'n der Rest. Schnell' 7 v4L 10 $, Spielabend der .Gießener Rudergesellschaft- am 7. Januar 130 X 16 $, von 4 kleinen Ruderschwestern zuiamrnengespielt 59^, Med.-Rath Or. Kehrer (2- Gabe) 10 X L- Jost (2- Gabe) 2X, Direktor VigeliuS 10 X- — Jnsg sammt 679 X 95 k M't den n letzter Nummer quittirtcn Beträgen nunmehr 3607 X. 51 $.
Allen Gebern herzlichen Dank sagend, bittet um weitere Gaden
__Die Expedition deS „Gteßener Anzeiger*.
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Lebensbild „Son Stufe ju Stufe" ging am Sonntag mit gutem"Eesolg^in^Sttn7 allerdings mußten ans leicht erklSrlichen Gründen b,e lebenden silder, die einen Saüvt reiz für den Schaulustigen haben, forifallen. Der als Gast auftretende Lerr Lübr welcher den Tapeziergehstsen Ernst gab, bringt eine gute BÜHnen-Erfcheinung und^lne' Frisch» und war namentlich ?m zweiten
-- „Aus d-r Höh» der Situation" ooll Feuer und warmer Empfindung. 4enia« roat dies am Schlüsse der Fall, Die Rolle der Putzmacherin Marie kam durch Krl, ^lerMn^rrOn ^r»s^ch»r Darstellung, Frl Raab war löblich als Elise nur war die Declamotion an manchen Stellen nicht deutlich und prägnant genug Lnr Kubale iFellx Lerche) ließ wieder seiner Laune freiesten Laus, doch ,eri" t sich
6 ln ba8 ro°6ln bfr «Ute Geschmack nicht mehr folgen fann Köstliche Chargen waren „Hackbrett" und der „Bierkenner". Auch die übrigen Mitwirken den rundeten das Ensemble mit bestem Gelingen ab. 6 t
. — Auf unsere Anregung in der letzten Nummer d. Bl, hin haben einiae Mit- glieder der hiesigen Rudergesellschast gestern Sonntag Abend im Vereinslocal Lotel zum Einhorn" einen allgemeinen Spielabend mii Damen zum Besten der Üeben »un*e910*6 "'.knlcn feffcn °"°ngirt, welcher nicht allein sehr erfolgreich,
sondern auch recht gemuihlich und beiter oerlief; trotzdem durch die kurze stell für das Arrangement die Beiheiligung verböltnißwäßig eine geringe war (ca. 30 Personen) ist (Sebern* b'‘ f*°nC ®UmmC °°" 130'75 ^eut» überliefert worden! Dank den edlen
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Kreppel
täglich frisch bei 224
gr. H-Nninü», S-lierSwea 14. Ziehung 11-16. Januar 1883. (ÄerUombau-Lotterie. Loose k 3Vi A 10 Stück 32'/, je Hauptgewinn 75 000 JVIark baar ohne Abzug. Rur Originallose versendet dcr anßr stellte Haupt-Collecteur A. Eulenhrrf Elberfeld. Frco :Zuscndung Loose und Gewinnliste 20 $ beifügen. 30
Hochwasser.
Mainz, 7. Januar. Der Rhe«n in im Ganzen 70 Ctm. gefallen. Temperatur Z Grad unter Rull. Mit Ausnahme der Strecke nach Worms gehen morgen von hier sämmtliche Züge der Ludwigsbahn fahrplanmäßig.
Aus dem Rheingau, 6. Januar. DaS Wasser deS Rheins fällt seit gestern Abend anhaltend. Das Wetter ist äußerst kühl; voraussichtlich erhalten mir bald Schnee. Eine geringe Kälte kann nichts schaden, dagegen würde eine große Jtältc den überschwemmten Gebieten nicht von Vorthetl frin.
St. Goarshausen, 6. Januar. Seit gestern Abend 5 Uhr bis heute Nachmittag ist der Rhein 32 Ctm. gefallen. Bei der trockenen kalten Witterung ist ein ferneres rasches Fallen des Wassers zu erwarten.
Köln, 7. Januar. Der Rheinpegel zeigt hier gegenwärtig 8,24 Mtr. (gestern Abend 8,46 Mtr.', in Koblenz 7,35 Mir. (gestern Abend 7,63 Mtr.), in Bingerbrück 5,60 Mtr. (gestern Abend 7,79 Mtr.), in Mainz 5,40 Mir. (gestern Abend 5,58 Mtr ). Barometer steigend. Wttter hell, leichter Frost.
Ludwigshafen, 7. Januar. Der Rh in fällt langsam. Für hier ist vorerst keine weitere Gefahr vorhanden Häusereinstürze kommen in der Umgebung noch vor. Viele von außen unversehrte Häuser sind im Innern zusamrneng.stürzt. In Folge deS eingedrungenen Wassers werden wieder neuerdings Wohnungen geräumt- Heut: be- sinden sich hier viele Fremde. Der Rheindamm wurde auf Anordnung deS Königlichen Bezirksamts oberhalb der Bruchstelle abgesperrt. D«: eingelaufenen Gelder betragen jetzt über 70 000 X- Der Friedhof hier steht unter Wasser, die Leichen werden daher in Mundenheim beerdigt
Frankenthal, 6. Januar. Das Wasser fällt langsam, aber anhaltend. Die Gefahr ist dadurch geringer geworden. Häusercinstürze kommen nur noch vereinzelt vor. Verlust von Menschenleben ist nicht zu beklagen. Auch das Vieh ist sämmtllch gerettet. Ein Erlaß des Könlglichen Bezirksamtes dter verbietet das Beziehen der dem Hochwaffer ausgesetzt gewesenen Häuser und stellt nöthigenfallS Zwangsmittel in Aussicht. Liebesgaben und G-ldspenden laufen fortgesetzt ein. Die momentane Roth wird dadurch gestillt werden können. Einige Waggons mit Liebesgaben von Frankfurt wurden gestern durch Herrn Noll eingelicfrrt. In hiesiger Stadt wurden bei den Einwohnern über 10,000 X durch freiwillige Gaben zusammengebracht, obwohl die Stadt selbst gelitten und fast jede Familie Geflüchtete ausgenommen hat und unterhält. Heute fand hier eine große Versteigerung geretteten Viehs statt, da« von den Beschädigten nicht gehaltm werden kann.
— Wie uns von den Herren, welche die Ueberbringung der Liebesgaben nach den überschwemmten Gegenden besorgt haben, mitgetheilt wird, fehlt es in LudwigS- bafen und Frankenthal namentlich an Geld, warmen Kleidungsstücken und Schuhw rk; Lebensmittel sind dort ans den benachbarten Städten leicht zu beschaffen. In Groß- Gcrau werden dagegen für die überschwemmten R edorte hauptsächlich Brod, gebrannter Kaffee, sowie sonstige nothwend^ge L benSmittel, ferner Holz, Kohlen, Petroleum und Lichter, Sttümpfe, warme Unterkleider, Schuhwerk und vor Allem auch Viehfutter, namentlich Kleie, gebraucht.
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