Schoorgrab-n gerathcn ist. Der Verunglückte ist schon seit Monaten leidend gewesen und hat offenbar ein Herzschlag seinem Leben em Ende gemacht.
Gießen, 6. November. O-ffentliche Sitzungen des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen finden statt und kommt zur Verhandlung:
Montag den 12. l. Mts., beginnend Vormittags 10 Uhr:
1. Klage des Vogelsberger Bergwerksveretns gegen Heinrich Kornmann von Lumda betr. Expropriation.
2. Klag- des Ortsarmenverbandes Frankfurt a. M. gegen den Ortsarmenverband Vilbel wegen Unterstützung des Jacob Schäfer aus Kappel.
3. Klage des Ortsarmenverbandes Saasen gegen den Ortsarmenverband Frischborn wegen Unterstützung des Johannes Mangel.
Dienstag den 13. l. Mts., beginnend Bormittags 9 Uhr:
4. Remis des Kaufmanns Fritz Flimm in Gießen gegen einen Polizeibefehl betr. Bauerlaubniß.
5. Klage der Gemeinde Lumda gegen den Vogelsberger Bergwerksverein betr. Unterhaltung des Lumwegs.
6. R-clamation gegen die Gemeinderathswahl zu Rodheim bei Vilbel.
7. Wildschaden zu Deckenbach.
8. Beschwerde der Gemeindehebamme Selzer in Angenrod wegen Nichtauszahlung ihrer Besoldung.
Gieße«, 6. November. [Sweater.] Kanonenfutter. Originallustspiel von Jul. Rosen. Der bei den Haaren herbeigezogene Titel „Kanonenfutter" deckt den Inhalt nicht, er könnte ebenso gut anders heißen; aber das Stück selbst ist höchst amüsant. Die Handlung ist geschickt geschürzt, wenn auch der von der Bühne entferntestsitzende Galleriebesucher es mit Händen greifen kann, daß sich der Journalist Körner und die Nichte Eonstanze „kriegen" werden und der Plan der Frau Geheimräthin somit scheitern werde.
Der Dialog ist leicht und fließend; einzelne Figuren zeigen einen Schimmer von Originalität und über dem Ganzen waltet ein Geist fröhlicher Laune, von dem sich der Zuschauer behaglich anwehen läßt.
Das Lustspiel hatte einen unbestrittenen Erfolg.
In erster Linie lag dieser in den Händen der Frau Brede und er lag sicher. Sie war als „Geheimrathin" ganz an ihrem Platze und bewegte sich mit großer Gewandtheit. Ihr secundirte aufs Beste Herr Voigt als Journalist Körner.
Die komische Operette „Flotte Bursche" läßt, was Sujet und Musik an- belangt, den angenehmsten Eindruck zurück. Von den Darstellern bot Fräulein Hoffmann als Student Brand die höchstwerthige Leistung. Ihr zunächst verdient Herr Schreiner für die Darstellung des Wucherers Geier die größte Anerkennung. Die kleine Rolle des Stiefelputzers stattete Herr Peters mit der nöthigenKomik aus. Auch die übrigen Mitwirkendrn waren ausreichend.
Das Orchester löste unter der Leitung des Herrn Searle seine Aufgabe mit rühmenswerthem Erfolge. Die Direction hatte wieder für eine geschmackvolle Ausstattung Sorge getragen, ebenso war die Jnscenirung eine sorgfältige.
Allendorf a. d. Lumda. Nachdem gegen die am 18. August stattgehabte Gemeinderathsersatzwahl Recurs erhoben und dieselbe vom Kreisausschuß als ungiltig erkannt worden war, wurde am 1. b. M. die Wiederwahl vorgenommen. Es wurden gewählt die Herren Apotheker R. Weicker mit 106, die Landwirthe Ludwig Rein II. mit 104 und Balthasar Wagner V. mit 103 Stimmen! Bei der vorigen Wahl fand sich in der Wahlurne ein Stimmzettel mehr vor, als Wähler abgestimmt hatten. Auch diesmal wurde der Versuch gemacht, zwei ineinandergefaltete Stimmzetkel abzugeben, jedoch mußte der Biedermann, dem der schon vorausgesehene Ausfall der Wahl wohl nicht paßte, seinen zweiten Stimmzettel wieder in das Wämmschen stecken. Nur gut, daß es der Aufmerksamkeit des Beisitzers nicht entgangen ist und diesmal nicht wieder ein Unschuldiger dieser That geziehen werden kann.
Bad Nauheim. Unsere Stadt hat in den letzten Tagen einen gelinden Schreck gehabt. Der Friedrich - Wilhelms - Sprudel war nämlich zum Zwecke einer chemischen Untersuchung gedämpft, resp. abgestellt worden. Als man ihn wieder loslassen, wollte, blieb er aus. Man kann sich die Bestürzung unserer Nauheimer denken. Durch Dumpen und andere geeignete Mittel wurde der Sprudel jedoch wieder gehoben und springt zur Freude Aller wieder wie zuvor.
Mainz, 3. November. (Vorn B'ückenbau.j Das Gerüst zur Anbringung der eisernen Bogen zwischen dem dritten und vierten Wasserpfetler wurde gestern vollständig aufgeschlagen, so daß hiermit die Verbindung zwischen dem links- und rechtsrheinischen Itter hergestellt wurde und von Montag ab die Brücke zwischen hier und Kastel obne besondere Gefahr begangen werden kann. Die Maurerarbeiten an der Brücke sind vollständig eingestellt und werden dieselben erst im nächsten Jahre wieder aufgenommen, so daß an der Brücke gegenwärtig nur noch Metallarbeiter, Zimmerleute und die nöthigen Hilfsarbeiter beschäftigt sind. Das letzte Eisen zu dem vierten Bogen wird Anfangs December hier ankommen, so daß dieses Jahr noch sämmtliches Gerüst aus dem Rhein entfernt werden kann.
Offenbach, 2. November. sStadtverordneten-Versammlung.s Aus der letzten S tzung dürfte folgendes Interessante zu entnehmen sein. Es war angeregt worden, das Schulgeld für Kinder, welche von auswärts die Schule in Offenbach besuchen, zu erhöhen, doch haben die Schulvorstände ihr Gutachten dahin abgegeben, dies aus dem Grunde zu unterlassen, weil die Zahl dieser Kinder nur 31 beträgt und durch deren Besuch den Bürgerschulen höhere Kosten nicht erwachsen, wie auch durch eine Erhöhung d s Beitrags kein großer Vortheil erzielt würde. — Unter Anderem wurde nach langen Debatten beschlossen, dem Antrag einer Anzahl Geschäftstreibcnder, welche m<t Gasmotoren arbeiten, dahin stattzugeben, daß für die Folge anstatt der üblichen 18 4 nur noch 16 H in Berechnung kommen. Man ging dabei im Allgemeinen von der Anficht aus, daß dadurch nicht nur der Gasconsum an sich gesteigert würde, sondern daß Geschäfte, welche nach keinen Motor besitzen ober nur einen Theil an einem solchen batten, sich zur Anschaffung eines Gasmotors veranlaßt sehen und dadurch eine Steigerung" des Consums herbeiführen, so daß der durch die Herabsetzung von 2 $ entstehende Nachrhetl sich wieder ausgleiche und außerdem eine Förderung des Kleingewerbes erzielt werde.
Frankfurt. Von dem hiesigen Opernhause wurde dieser Tage eine vierfache Telepbon-Drahtleitung nach dem Oberpostamtsgebäude gelegt, um von da nach dem Schlosse des Landgrafen von Hessen zu Philipvsruhe weitergeführt zu werden. Auf der Rampe des Bübnenprosceniums dahier sind zwei Ader'sche Mck'ovbone aufgestellt, welche, mit den erwähnten Drahtleitunaen verbunden, Ton und Wort der Solosänger und der Chöre, sowie der Klänge des Orchesters in die in einem der Directionszimmer des Postgebäudes befindlichen Siemens'schen Telephone übertragen, mittelst deren die Oper bis in die feinste Nuancirung der Compositionen gehört werden kann. Ein Vrobeversuch, welchem der Landgraf und Familie daselbst beiwobnt-, ist sehr günstig ausgefallen, in Folge dessen die erwähnte Leitung im Laufe der nächsten Tage bis nach Philippsruhe fortgeführt werden wird, um die hiesigen Opernaufführungen allabendlich dahin zu übertragen.
Straßburg, 2- November. D>e Staatsanwaltschaft hat gegen Johann Philipp gebürtig aus Bulach bei Karlsruhe, und Johann Stürzen, gebürtig aus Ottersbach' oder Ottersheim bei Landau, beide zuletzt in Hönheim als Z'egler beschäftigt, wegen dringenden Verdachts, in der Nacht vom 22. auf den 23. October den Musketier Adels ermordet zu haben, richterlichen Haftbefchl erlassen.
— Gaslettungsröhren aus Papier werden nach „Ack. Jll. W. G.-Ztg." jetzt in Amerika auf folgende Weise hergestellt. Ein endloser Streifen Hanfpapier, dessen Breite der Länge eines Gasrohrs entspricht, wird durch einen mit geschmolzenem Asphalt gefüllten Behälter geführt und dann über einen runden Eisenkern fest und glatt auf: gewickelt, wodurch der gewünschte Durchmesser des Rohrs erzielt wird. Wenn die auf diese Art aufgerollten Papierlogen die nöthtge Dicke erreicht haben, wird die Röhre einem starken Drucke unterworfen, die Außenseite mit feinem Sand bestreut und das Ganze im Wasser gekühlt. Im kalten Zustande wird sodann der Eisenkern heraus- gmommen und die Innenseite des Rohrs mst einer wasserdicht machenden Compositton versehen. Die aus diese Weise erzeugten Röhren find nicht nur vollständig dicht und bedeutend billiger als Eisen, sondern besitzen auch eine große Widerstandskraft gegen heftige Stöße und Erschütterungen. Trotzdem die Wände des Rohrs kaum s/z englische Zoll dick sind, können sie doch einen Druck von mehr als 15 Atmosphären aushalten. Sie lassen sich ebenfalls in die Erde versenken und können, !da das Material ein schlechter Wärmeleiter ist, nicht so leicht einfrieren wie eiserne Leitungsröhren.
— Der „Rh. Cur." berichtet über das erste deutsche Kriegerfest in Sban^„. „So sind unsere Kriegerfeste denn schon bis in das Reich der Mitte vorgedrun??1 Gewiß ein Ereigntß, dem unsere frohe Theilnahme nicht fehlen soll und das wM " eignet ist, dem deutschen Namen und den Interessen des Deutschen Reichs h.j Bewohnern des himmlischen Reichs weiteres Ansehen zu verleihen. Gefeiert m, > dieses Kriegerfest am 1. September 1883 im deutschen Club „Concordia" in SbanaU i bei Gelegenheit der Ablösung der Reservemannschaften auf den vier im Haien „ Shanghai liegenden deutschen Kriegsschiffen unter reichlicher Betheiligung der dortig" Deutschen und mit der unserer Nation bei solchen Gelegenheiten eigenen Begeisterun Das Fest war glänzend in Sc ne gesetzt. Ein auf schönem röthlichem, chinesttokn Papier treffl-ch gedrucktes Programm in Form eines zwölf Seiten starken Heftes mn, jedem Theilnehmer eingehändigt und eins derselben liegt uns in Folge gütiger sendung vor. Wir theilen daraus Folgendes mit: 1) Osficielle Begrüßung. 21 fs«* auf Se. Majestät Wilhelm I, Kaiser von Deutschland. Lied: Heil Dir im Sieae- kranz. 3) Hoch auf Deutschland. Lied: Deutschland, Deutschland über alles. 4; auf die Reserve, Landwehr und Landsturm. Lied: Reservelied. 5) Hoch auf die brutto™ Frauen. Lied: Deutsches Weib, du wundergleiches. Lied: Wacht am Rhein. Salamander auf das Gedeihen des Shanghaier Kriegervereins. Zapfenstreich.
— Das Geldzählen ist unter Umständen keine so angenehme Beschäftigung wi, viele Leute es sich manchmal vorstellen. In dem Bureau zur Einlösung der Natiönal- banknoten in Washington sind etwa 120 Frauenzimmer angestellt. Sie haben mäbtenii her Geschäftsstunden von Morgens 9 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr nichts zu tijun, Qj§ Noten zu zählen und erwerben darin eine Gewandtheit, der es selbst der flmkeste Bank- cassirer nicht gleich thun kann. Aber obwohl die meisten Angestellten jung sind, (eben sie meist blaß und abgespannt aus; viele haben wunde Hände und bet manchen'zei^n sich offene Wunden im Gesicht und kranke Augen. Das kommt von dem Arsenik in der grünen Farbe der Noten. Trotz der größten Vorsicht. die Alle anwenden, kommt das Uebel früher ober später zum Aasbruch. Eine kleine Hautabschürfung an der Hand genügt, um eine Entzündung zu veranlassen und durch die Hände wirb das Gift ins Gesicht und zu den Augen geführt. Jeden Morgen erhält jede Zählerin ein neues Schwämmchen zum Anfcuchten der Finger; aber vor Abend ist es schwarz von dem Arsenik. Manche werden durch das Gift so angegr.ff en, daß sie ihre Stellen aufgeben müssen. Die Besoldung ist 75 Dollar den Monat.
— fBilltge Großmuth.f Ein bereits seit zehn Jahren in einem Engros-Geschöft thötiger Commis hat immer noch seinen Anfangsgehalt von 300 Thalern. Da er außer diesem schlechten Gehalt noch eine ziemlich grobe und rücksichtslose Behandlung zu erdulden hat, so beschließt er, seinem Chef Vorstellungen zu machen und verlangt erstens entsprechende Erhöhung seines Gehaltes, zweitens eine angemessene, anständige Behandlung. „Ja", sagte sein Ches, „lieber Herr Müller, das muß ich doch erst mit meinem Associ4 besprechen." Einige Tage später wird der Commis Müller in das Privat-Cowptoir gerufen und hier empfängt ihn der Chef mit den Worten: „Siebet Herr Müller, ich habe Ihre Angelegenheit mit meinem AssociS besprochen. Zulage können wir Ihnen leider nicht geben, da die Zeiten zu schlecht find, dagegen wollen wir, um Ihre Tüchtigkeit und Ihre Anhänglichkeit an unser Haus anzuerkennen, Sie vom 1. Januar ab anständiger behandeln."
Eingesandt.
Mit Staunen sahen die Bewohner des Kreuzplatzes das heute dort ausgestellte Brunnenmonument, welches bestimmt ist, als Zierde des Platzes zu dienen, doch mußten sie bemerken, daß viele Passanten mit Kopsschütteln stehen blieben und bewunderten, daß ein derart ges Monument als Zierde eines freien Platzes (wenn bas Kreuz überhaupt als solcher bezeichnet werden kann) in Gießen betrachtet wird.
Die Einsender und mit ihnen der größte Theil des Publikums sind sich darin einig, daß man bei Ausstellung der Brunnen keinen ungünstigeren Platz wählen konnte, als die Mitte des Kreuzplatzes, denn abgesehen von jedem Schönheitssinn, ist derselbe dem ohnehin beengten Verkehr so hinderlich als nur irgend möglich.
Die Bewohner des Kreuzplatzes.
Witterungskunde.*)
7. November. Mittwoch. Kalt, Nachts Frost, stellenweise noch Schneefall bei nordwestlichen bis nordöstlichen Winden. Morgens nebelig trüb, mit Neigung zur Aufbesserung besonders Nachmittags.
8. November. Donnerstag. Kalt, trüb, örtlich aufheiternd mit vielleicht geringen Niederschlägen, stellenweise noch schwacher Schneefall. Frühmorgens Neigung zur Aufheiterung, auf Mittag zu trüb bis wolkig, Nachmittags aufgeheitertt Nachts noch Frost. In Nordeuropa Neigung zu Aufklärung und Zunahme der Wärme in Folge der Besonnung.
*) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose tVerlag der M.Lengfeld'- feßen Buchbandluna in Köln, Preis 1 X) — Nachdruck verboten. ____
Schiffsnachrichten.
Bremen, 3. November. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Nürnberg, Capt. A. Jäger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. October von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Bremen, 3. November. fPer transatlantischen Telegraph) Der Postdampfer Main, Capt. O. Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. October von Bremen und am 23. Ociober von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
handel und Berkebr. .
Gießen, den 6. Noobr. Aus dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 1.05—1.08. Hühnereier per Stück 7 Käse Stück 4—8 Käsematte 3 H, Erbsen per Liter 20 X Linsen 24 H, Tauben per Paar 50—65 H, Hühner per Stück X 0.85—1.00, Hahnen per Stück X 0.50—0.75, Enten pr- St. X 1.40—1.W, Ochsenfleisch per Pfund 70-72 H, Kuh- und Rindfleisch 56-60 H, Kalbfleisch 50 bis 54 -3), Schweinefleisch 62—64 H, Hammelfleisch 60—70 Kartoffeln per 100 Kuo X 3.00—3.50, Milch pr.Ltr. 13—18 Gänse pr. Pfd.H 40-54. Zwiebeln per Ctr. X 7.00. Weißkraut per Stück 3-6 t m „
Frankfurt, 5. Nov. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetteraue X 20—V«, frember X IÖVj—201/«, Roggen eff. hies. X I6V2, fremder 16« 1» Gerste eff. hies. u. Wetterauer X 17—18, fremde X 18—20, Hafer eff. Mftgcr X. 14V2, frember X W/j—14%. — Rüböl eff. ohne Faß hies.- in Parthren von 50 Ctr. X 39. Branntwein eff. ohne Faß X 46. „
Frankfurt, 5.Nov. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. •Äng- trieben waren ca. 300 Ochsen, 16 Bullen, ea. 450 Kühe und Rinder, ca. 400 Äaiv • Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 70-72, 2. Qual. X 65-67, W Rinder 1. Qual. X 62, 2. Qual. X- 50, Kälber 1. Qual. X 68, 2. Qmu. X 58 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
— Die auf dem Wege über Suez eingehenden Briefsendungen aus Ostindien, China, Australien u. s. w., sowie die Briefe u s. w. aus Aegyyten bei der Anrnm- in italienischen Hasenorten nach den in Italien zum Schutze gegen die Etnichwpp 8 der Cholera aus Aegyvten b-stehenden Quarantäneoorschrfften werden .o®"' Durchiäucherung mit einem scharfen Instrument durchstoßen. Es laßt sich hlerbe n w. vermeiden, daß etwa in die Sendungen eingelegte werthvolle Gegenstände, rote 459 - graphien, Bücher, wissenschaftliche Zeitschriften u. s. w. mit durchschnitten, vezw. v- schädigt werden- Den Absendern ober Beziehern solcher Gegenstände, welche -
schädigungen an letzteren vermieden zu sehen wünschen, kann nur angeratyenw -
die Versendung mit der Briespost aus den bezeichneten Ländern dis zur Hebung der Quarantänemaßregel anszusetzen ober einen andern Weg der Ber; n zu wählen.
S«a«kf«rt a. M., 6. Novbr., Nachmittags 2 Uhr - Mm. Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann iv «w Creditaciien 233'/«, Staatsbahnactien 265*/«, Galizier 239 Lombarden 119V«, westbahnactien 1573/9, Gotthardbahnactien 931/«, Darmstadter - ^ankaetien " Disconto Commandit 1807/6, Oesterr. Silber reute 663/«, 4°/o llngar. Goldrent 40/0 1880er Russen -, 5°/° 1877r Russen -, 2. Orient-Anle he 55‘/8, « «
Spanier 57’/16, 5°/» Rumänische Rente -, 4% Unistc. Egypter 68-/«, 5% TUrie 10, Marienburger -, Hess. Ludroigsbahnact. 106V«. Tendenz: schwach.
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Die herzlich ei 400. Geb Wr 1.
2.
3.
4.
v 3U Ängehöri zur Thei Behörde! Kirchenvr geladen, den 10.,


