Ausgabe 
5.8.1883 Erstes Blatt
 
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5320

S dngierkrans

Montag Abend: Philosophen wald

Wilh.. Kuhn.

5299 Schön möblirtes Zimmer zu Dir

7 M Mimst,

5319 eingetr. Genossenschaft

5295

5297

die Lehre

5232

wozu ergebenst einladet 5291

vermischte Anzeigen.

Das Verputzen und Anstreichen unseres Bankgebäudes soll aus teui Submissionsweg vergeben werden.

Der Kostenvoranschlag liegt unserem Bureau zur Einsicht woselbst auch Offerten bis zum Freitag den 10. August Nachmittags 6 Uhr, einzureichen sind.

Griverbebarrk ju ©if|

im Gesellschaftssaal.

Der Vorstand.

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ff'etdschtössehen.

Sonntag den 3. August

Coiacert und Tanzmusik

Todes-Anzeige

Gestern Abend 9Vr Uhr entschlief nach längerem Leiden unser geliebter Gatte, Vater und Schwiegervater

Schneidermeister

Christion Fischer

was hiermit statt jeder besonderen Anzeige tiefbetrübt mittheilen

Die trauernden Hinterbliebenen.

Gießen, den 4. August 1883.

Die Beerdigung sindet Sonntag den 5. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause (Erlengasse 11) aus statt. 5321

Danksagung. |

Allen denen, welche unfern innigstgeliebten Vater

19toses Stein,

zur letzten Ruhestätte geleiteten, sowie für die reichen Blumenspenden sagen unsern innigsten Dank. 5310$

Die tieftrauernden Kinder.

Gesellschaftsverein.

Mittwoch den 8. August, Abrndg 7Vr Uhr:

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Kriegerverem Gießen

Montag den 6. August: Versammlung.

5311 Tagesordnung: Sedanfeier.

Liederkranz.

. Die auf heute, Sonntag den 5. c., anberaumte Parthie an_ den LudwigSbrunnen findet vorerst nicht statt. 5285

Der Vorstand.

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miethen. , *?ww

A. Wilker, Ludwigsstr. 5, pari. An Stelle

5317 Ein Familienlogis, 4 Zimmc Langjährige ß nebst Zubehör, per 1. Oktober vermiE .

Briefträger Todt, Weserstraße 12.

5301 Ein Familienlogis zu vermieftm bei Philipp Friebel, Kornblumeng b-'

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Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brübl'schen Zweite 6^Bl"att°und eine Beilage

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Ein solides Kindermitdo c" *r bie

widmen wollen. s{

Offerten sub A B. 58 befördert Die pediHon ds. Bl.____

Tüchtiger Hausburzcltt gesucht. (S79) .HStcl Seni'-

Einen braven Jung«,, sÜM" II«A Fri«drich Welker, Neustadt I

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Aufruf!

Seit länger als einem Menschenalter ist die Aufmerksamkeit der Nation, ja der ganzen gebildeten Welt auf die Thätigkeit von Schulze-Delitzsch gerichtet gewesen. Wenige von denen, die gleich ihm so weit voranstanden im öffentlichen Leben, haben in so hohem Maße die allgemeine Anerkennung ge­funden. Nicht nur die Größe der Aufgaben, die er sich gestellt, nicht nur die unerwartete Fülle der Früchte, welche er geerntet hat, erregten die Bewunderung der Zeitgenossen. Noch viel mehr Freunde hat er gewonnen, und noch mehr dauernde Hochschätzung wird er finden wegen des sittlichen Ernstes, der vollen­deten Selbstlosigkeit, der Unermüdlichkeit seines, den Zielen edelster Humanität zugewendeten Strebens.

Ihm ist das unschätzbare und so seltene Glück zu Theil geworden, die Saat, welche er gesäet hatte, nicht nur aufgehen und reifen zu sehen, sondern auch das Fest der Ernte mit zu begehen. Er sah das Deutsche Reich neu erstehen, um dessen Wiedergewinnung er so mannhaft gekämpft hatte. Er sah die Genossenschaften in immer neuen Organisationen sich entfalten.

Der wirthschaftlichen, sittlichen, geistigen Hebung der mittleren und unteren, von leidenschaftlichen Jnteressenkämpfen schwer bedrohten, sich mühsam aufringenden Bevölkerungsklasien hat Schulze vierzig Jahre rastloser Arbeit zugewendet. Schöpfer und Führer, Ordner und unermüdlicher Berather der Deutschen Erwerbs- und Wirthschafts-Genoffenschasten, hat er eine nahezu einzigartige, begrenzte, aber klare Ziele mit klar erwogenen Mitteln, verfolgende, nachhaltige Thatkraft bewährt und weit über Deutschlands Grenzen hinaus zur erfolgreichen Nachblldung angeregt.

Mehr als 3000 deutsche Genossenschaften, deren Mitgliederzahl eine Million Theilnehmer übersteigt, zahllose weitere in Oesterreich-Ungarn, der Schweiz, Holland, Italien, in allen Ländern der Erde verehren in ihm ihren Vater. Das bestehende Genossenschaftsrecht zahlreicher Culturvölker ist in allem Wesentlichen seine Schöpfung.

Als ein weithin sichtbares Zeugniß des Dankes und der Bewunderung der Zeitgenossen, und als eine nachhaltige Drähnung an die nachkommenden Geschlechter, in Schulze's Geiste fortzuarbeiten, haben wir daher beschlossen, ihm in der Reichshauptstadt ein würdiges Denkmal zu errichten.

In diesem Sinne richten wir hierdurch den Aufruf an die Deutschen aller Stämme im In- und Auslande, namentlich an alle Freunde Schulze's, uns mit reichlichen Beiträgen zu unterstützen. Wir behalten uns vor, sobald die Größe der Sammlungen sich wird übersehen lassen, über die Besonderheiten der Ausführung eine weitere Bekanntmachung zu erlassen.

Jeder der Unterzeichneten wird bereit sein, Beiträge entgegenzunehmen. Geldsendungen bitten wir jedoch vorzugsweise an die Deutsche Genossenschafts­bank von Soergel, Parrisius & Co. in Berlin W., Charlottenstraße 35a, zu richten.

Berlin, den 15. Juni 1883.

Jas Comite jur Errichtung eines Denkmals für Schusie-Delchfch.

Dr. v. Forckenbeck, Oberbürgermeister, Mitglied des Reichtages und preuß. Herrenhauses, Berlin W., Voßstr. 15, Vorsitzender. Dr. Virchow, Geheimer Medizinalrath, Mitglied des Reichtages und preußischen Abgeordnetenhauses, Professor, Berlin W., Schellingstr. 10, zweiter Vorsitzender. Ludw Loewe, Mitglied des Reichstages und preußischen Abgeordnetenhauses, Berlin SW., Hollmannstr. 32, dritter Vorsitzender. L. Parisius, Mitglied des Reichstages und preußischen Abgeordnetenhauses, Berlin W., Großbeerenstr. 93, Schrift­führer. J. Lippert, Realschuldirector a. D., Generalsecretär für Verbreitung von Volksbildung, Berlin W., Derfflingerstr. 20a, zweiter Schriftführer.

(Außerdem trägt der Aufruf die Unterschriften von 250 Männern aus allen Theilen Deutschlands.)

Bezugnehmend auf obigen Aufruf, laden auch wir zu reger Betheiligung an dem geplanten Unternehmen ein. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß hierdurch Vielen willkommene Gelegenheit geboten .werde, ihre dankbare An­hänglichkeit an den verehrten Vater unserer wirthschaftlichen Genossenschaften zu bethätigen, der insbesondere auch unserer Gewerbebank bis in die letzten Tage seines mühseligen Lebens ein stets wohlwollender und trefflicher Freund und Berather war. Jeder der Unterzeichneten ist bereit, Beiträge entgegenzu­nehmen, die auch im kleinsten Betrage herzlich willkommen sind und worüber seinerzeit öffentlich quittirt werden wird.

Gießen, im Juli 1883.

Der Vorstand und Ausstchtsrath der Gewerbedank zu Gicßrn (nngetr. Gen):

Wilhelm Demuth. I>r. Gutfleisch. I. Haustein JuliuS Goch. Christian Leo. Adolf Noll. Äugust Noll. Anton Petri. Louis Petri II. Karl Schmitt. Christian Schop- bach. Em <l Steinberger. Karl Vogt II. Heinrich Wagner. Wilhelm Wallenfels. Philipp Walther. Karl Wenzel.

gesucht. . mr?

Näheres in der Exped^ds^Bl.^,, 5313 Ein Dienstmädchen, im W und Bügeln bewandert, autMort ge?

Hotel Lenz

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5283 Logis, gleich beziehbar. Frankfurter-Straße 75.

5316 Ein Familienlogis zu vermiethen. __Kaplansgass e_18._

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Graveur A. Kouradt, Neuemveg 40.

Der neu hergerichtete untere Stock des N e n z e l' scheu Hauses, auf Verlangen mit Stallung und Chaiseremise, auch großen Lagerräumlichkeiten, ist per 1. Octbr- l. I. zu vermiethen. Näheres bei Rechtsanwalt Lauer. ______________________5282

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5312 Ein Familienlogis per 1. Oktober zu vermiethen.__________Sellersweg 43.

5303 Zwei fein möblirte Zimmer zu vermiethen.___^Hcejtrajje_ll._

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5306 Ein Zimmer mit 2 Cabinetten, für eine einzelne Person vermiethet

Schlosser Noll, Neustädter-Thor-

5318 Der 3. Stock unseres Wohnhauses, bestehend aus 6 Zimmern, mit allem Zu­behör, ist per 1. November l- Js., event. auch früher, anderweit zu vermiethen.

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Ecke der Bismarck- und Ludwigsstraße.

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