grüßte den König ehrfurchtsvoll und bezeigte ihren Dank für die königl. Theil- nahme. Auf dem Stadtplatz empfing der König den Bischof von Ischia, welcher ein Schreiben des Erzbischofs von Neapel überreichte und sprach dem Bischof für die von demselben bewiesene Mildthätigkeit feine Anerkennung aus. Wegen der in Folge der Hitze eingetreteneu raschen Verwesung dec Leichname ist die Lust verpestet.
— Heute Mittag halb 1 Uhr wurde eine neue Erderschütterung mit unterirdischem Getöse wahrgenommen.
Neapel, 1. August. Der Minister Mancint besuchte während seiner Anwesenheit das PeUegrtnthospital, wohin zahlreiche Verwundete von Casamicciola gebracht worden sind, und sprach dem gesummten Personale des Hospitals, insbesondere den barmherzigen Schwestern, für ihre den Verwundeten geleisteten aufopfernden Dienste seine Anerkennung aus. Auch in der Spitalkirche sind Verwundete untergebracht Mehrere Mitglieder der Gesellschaft des rothen Kreuzes, darunter die Damen Ravaschiest uno Meuricoffre, haben sich mit Binden, Charpte und Medicameuten nach Casamicciola begeben, um dort eine Ambulanz einzurichten. Die Soldaten auf Ischia setzen ihre Arbeiten unausgesetzt in angestrengtester Weise fort, unter denselben sind mehrfach Fälle von Sonnenstich oorgekommen. Seit zwei Tagen werden ein Lieutenant, ein Sergeant nnd zehn Mann vom 11. Artillerieregiment vermißt, man besorgt, daß dieselben irgendwo verschüttet seien.
Die Katastrophe auf Zschia.
AuS Rom werden der „P. C" über das fürchterliche Elementar-Ereigniß nachstehende Details unter'm 30. Juli gemeldet:
Die Insel wurde durch drei Erdstöße erschüttert, deren erster von furchtbarer Gewalt war. Unmittelbar nach den Erschütterungen, die von unterirdischem Gelöse begleitet waren, erhoben sich ungeheure Staubwolken, die Alles in Flnsterniß hüllten. Ein jäher Schreck betäubte alle Leute. Als die unverletzt Gebliebenen endlich zur Besinnung kamen, zündeten sie, um Hülfe Herbetzurufen, Holzspähne an und eilten dann gegen das Meer, wo sie die Fahrzeuge im Sturme nahmen. Die Schilderungen, welche die Ueberlebenden von dem Ereignisse geben, erinnern an die Zerstörung Pornpeji's Der Anblick, den Casamicciola bietet, ist ein entsetzlicher. Kein Haus blieb von der Katastrophe verschont. Die Straßen, in welken Hunderte von Tobten und Verwundeten liegen, gleichen einem Schlachtfelde. Viele der Ueberlebenden irren, durch die grauenhaften Ereignisse in Wahnsinn versetzt, zwischen den Ruinen umher. Man hort noch immer das Aechzen und Wimmern einzelner Verwundeter, die unter dem Schutte begraben liegen. Als man zur Hülfeleistung herbeteilte, boten dte Ueberlebenden, dte vom Schrecken bletch, am ganzen Leibe zitterten, von Blut und Koth bedeckt waren, einen entsetzlichen Anblick. Zahlreiche Familien sind vollständig vernichtet. Unter den Opfern befinden sich viele Personen aus den höheren Gesellschaftskl eisen Roms und Neapels. Die Deutschen sind alle gerettet und such Oesterreicher sollen sich unter den Verwundeten keine befinden. Sowohl von Rom wie von Neapel sind Gente-Truppen nach der Unglücksftätte abgegangen. In Jschta verlangt man namentlich nach Arbeitern, um dte Beerdigung der zahlreichen Leichen, welche eine Gefahr für dte öffentliche Gesundheit bedeuten, zu bewerkstelligen. Dte Behörden, das Militär und dte Bevölkerung entwickeln bet dem Hülfswerke eine bewundernSwerthe Thätigkett. Wie verlaute:, wurden schon an den der Katastrophe vorangegangenen Tagen mehrere von unterirdischem Geräusche begleitete Erdstöße verspürt und aus den Brunnen schwand das Wasser. Trotz dieser erfahrungsmäßig fast als sicher anzusehenden Vorzeichen eines bevorstehenden Erdbebens unterließen die Bewohner von Casamicciola aus Furcht, Die Flucht aller Badegäste und Vergnügungsretsenden herbetzuführen, Vorkehrungen zu treffen. Ganz Italien steht unter dem erschütternden Eindrücke des fürchterlichen Ereignisses: allenthalben im Lande werden Subscrtptionen für dte Ueberlebenden auf Jschta eröffnet.
Von einem Mitarbeiter geht der „Franks.Ztg." über die wahrscheinlichen Ursachen der Katastrophe folgende Mitteilung zu:
Alle bis jetzt eingelaufenen Depeschen beziehen sich nur auf Casamicciola und Lacco Ameno, keine meldet, daß der Rest der Insel gelitten habe, und Nisida, Pro- ctda, sowie das gegenüberliegende Festland scheinen von dem Stoße überhaupt nichts empfunden zu haben. Dieselben Erscheinungen wurden auch 1881 beobachtet, nilr daß damals selbst Lacco Ameno erst in zweiter Linie berührt wurde, auf dem Festlandc wurde nur ein ganz schwacher Stoß in Vacoli verspürt, dagegen em ziemlich hist'ger auf der entfernteren Insel Verbotene, einer der Ponzainseln. Ganz ähnliche lokal,sirte Erdbeben haben sich in diesem Jahrhundert schon öfter in Casamicciola ereignet, so am 2. Februar 1828, am 7. Juni 1852 und am 15. August 1867, von allen diesen wurde nur das letztgenannte in nennenswerther Weise auf dem Festlande verspürt und immer bildete der beliebte Badeort das Centrum der Erschütterung.
Diese geringe Ausbreitung selbst bei der höchsten Intensität laßt keinen Zweifel, daß es sich bei den Erschütterungen von Casamicciola nicht um eins der gewöhnlichen Erdbeben handelt, welche man in neuerer Zeit als vulkanische unterscheidet, sondern daß dte Ursachen in der Insel selbst und in einer verhältntßmäßig geringen Tiefe gcsuchi werden müssen. Freilich ist die ganze Insel vulkanischer Natur; der Epomeo hat 1301 seinen letzten Ausbruch gehabt und ganz abgesehen vom Vesuv liegen in geringer Entfernung die immer arbeitenden Solfatara von Puzzuoli, der erst im 16. Jahrhundert entstandene Monte Nuovo, die unzähligen erloschenen Krater der phlegräischen Felder vulkanischen Ponza-Inseln. Aber nirgends hat sich eine Spur erhöhter vulkanischer Thätigkeit erkennen lassen und es handelt sich hier zweifellos um ein sogenanntes Einsturz-Erdboden, entstanden durch den Einsturz eines gewaltigen Hohl- raums oder einer unterwaschenen Felsensch'chi in relativ geringer Tiefe unmittelbar ^asamlcciola. Ob und inwieweit bei der Bildung solcher Hohlräume dte Ausbrüche des Epomeo mitgewirkt, läßt sich nur vermuthen; die eigentlich wirkende Ursache find offenbar die heißen Quellen, denen Casamicciola seinen Ruf als Badmrt verdankt. ES sind ungefähr zwanzig, welche am Fuß des Vulkans hervorbrechen, sämmtlich sehr
Best andtheilen. Die Quelle von Santa Restitutta allein enthält in 100 Kubikzoll Wasser 27,7 Gramm fester Bestandthetle, Kochsalz und besonders kohlensauren Kalk; nehmen wir nur eme Wassermenge von 100 Kubikmeter pro Stunde so ergibt das im Jahr über 3300 Gentner fester Bestandtheile, welche dem Boden entzogen werden. Da nun diese Quellen noch obendrein wohl sämmtlich aus einer und derselben Schicht kommen, muß diese nach und nach so ausgelaugt werden, daß sie den Druck der überlagernden Massen nicht mehr aushalten kann und plötzlich zusammenbricht. Daß man auf der Oberfläche von Ischia bis jetzt keinerlei Spuren von Senkungen, Spaltungen und dergleichen beobachtet hat, ist kein Beweis gegen die Annahme einer Senkung im Innern; die Tuff- und Mergelablagerungen aus jüngerer Zeit, welche am Epomeo bis zu 1400 Fuß emporreichen, können recht gut ihren Zusammenhang behalten, während unter ihnen die älteren Schichten zusammenbrechen
Wie tief unter Casamicciola der Herd der Erschütterung liegen mag, läßt sich picht genau bestimmen, jedenfalls ist die Tiefe aber unbedeutend und wie A. v Lasaulx (im Humboldt 1882 Nr. 1) annimmt, roobl nur nach Hunderten von Metern zu rechnen. Bei dem Erdbeben von 1881 maß die elliptische L'Nie, mit welcher man das Haupi- erschütterungsgebiet umgrenzen konnte, nur 1875 Meter in der Länge und 550 in der Breite. Einen Anhaltspunkt gibt der Umstand, daß die Nachbarinsel Procida so gut wie unberührt blieb. Hätte der Erschütterungsherd tiefer als der Meeresboden zwischen beiden Inseln gelegen, so hatte sich die Erschütterung unbedingt auch auf Procida fort; Pflanzen müssen; es ist also kaum zweifelhaft, daß der Einsturz an einem höher gelegenen Punkt? erfolgte; die Erschütterungswellen gelangten sorn-t in das Meer- maffer und wurden dadurch soweit abgeschwächt, daß sie gar nicht mehr empfunden
Eine abweichende Ansicht Über die Entstehung des Erdbebens hat der berühmte ^^loge Gerhard vom Rath in den Sitzungsberichten der naturhistorischen Gesellschaft tur Rheinland und Westpfalen ausgesprochen. Auch er sucht die Ursache nicht in der vulkanischen Thätiqkeit, wohl aber in einer Dampfexplosion, ähnlich den bei Dampf- r^steln vorkommenden. Von den heißen Quellen Ischias haben einige b's 97° C. Temperatur: Wasser von ähnlicher Hitz? brechen auch im Meere ans,. das an einem PEe in der Nähe der Quellen von Castiglione 75« C- zeigt. Es müssen also in flertnfler Xiefe erhitzte Wassermassen vorhanden sein, welche vielleicht 120° und mehr eine <« einer Höhlung durch oder gelangt es auf irgend
e% furcIne. mit geringerem Druck, so tritt natürlich momentan micciola^hervor nif en* fan? Un® ctn' m-r$e wohl eine Katastrophe wie die von Casa-
onuiui, unimuHdiu vch uqjtrcn aiunocn angeyorcno, m -ürmL
211Ö nun der Musiker, 'm Begriff nach Hause zu gehen, feinen Kasten aus- k-w c wollte, war dieser verschwunden. Vorgestern erhielt nun der Bestohlene ans • '
lesigen Hotel die Mitthciluna , daß für ibn ein Koffer nnnnnm nnnefomm . M., Nr.
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nehmen wollte, war dieser verschwunden. —
einem Jjlefigen Hotel die Mitthcilung, daß für ihn ein Koffer anonym angefomm fei. Als er denselben öffnete, sand er seinen Kasten mit den Instrumenten doch, allerdings erbrochen. Die Diebe hatten sich aber eitel getäuscht, sie vermuihetmbn dcr Aehnlichkeit des Instrumentenbehälters mit einem Geldkasten wahrscheinlich darin und sandten denselben, da sich solches nicht vorfand, dem Eigenthümi, dessen Namen im Kasten stand, auf oben angegeben.m Wege galanter Weise frflnto zurück (T- u. 21.)
Marburg, 27. Juli. Aus verschiedenen Gegenden mehren sich die Nachricht Uber das Vorkommen falschen G ldes, so sind neuerlich Zweimarkstücke beschlagnatmi wo>den, welche den in Bayern geprägten Stücken nachgemacht und vorzüglich gepiiji 11110, nur die Weichheit des Metalles läßt die Unechthell erkennen. Vorsicht Et daher nothig.
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_ ?r?n/Lurt M., 28 Juli. Bei der letzten Vorstellung der Walküre im i Qpernhause schien sich e;n Fremder in einer Loge ersten Ranges recht sehr zu lang; weilen. Plötzlich fiel ihm etwas Gutes ein: er holte aus seiner Rocktasche ein Päckchen hervor, wickelte das Pap'er ab und — zum Vorschein kam eine duftige Knoblovchs- wurst. Auch einen Weck förderte er zu Tage und nun begann er mit füistlichem Behagrn zu essen. Allgemeines Entsetzen bemächtigte sich der neben ihm Sitzenden, einigt junge Herren machten den Fremden auf das unsch ckliche seines Benehm« ns aufmerk am. Denselben erwiderte er aber: Ich habe mein Geld bezahlt für meinen Platz unb kann auf demselben machen was ich will. Man machte ihm begreiflich, daß das, was« thue, nirgends anständig sei, schon bei Damen wegen, worauf er knurrend den W seines Imbisses cinsteckte.
Kassel, 30. Juli. Vor ca. 8 Tagen besuchte ein Mustker Abends ein hieW Bierlokal und stellte seinen Jnstrumentenkafteu, in welchem sich vier Klarinetten irn i W^th von 300 Mark befanden, auf einen Tisch. Zu gleicher Zeit befanden sich unter anderen Gästen auch zwei Fremde, anscheinend den besseren Ständen angehörend, Im Lokal. ?r,s **••** K — ‘nr*-r2e— •— jrr '•
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31. Jult. llPostpersonalnachrichten-j 1. Angestellt ist der Post- praktikant Dietz m Worms als Postsecretair.
2. Freiwillig ausgeschieden ist der Postverwalter Breidenbach in Groß-Ziumurn. trft ?. Gestorben sind der Postsecretair Delp in Worms, der Ober-Telegraphin- ssststent Engel in Mainz und der Ober-Telegraphenassistent a. D. (Springer in Worms.
..„ ^?"kfurt, 30. Juli. Bei der am 11. und 12. August an der Gerbermühli stattfindenden Regatta der Frankfurter Rudergesellschaft „Gtrmania" werden folaenbt Vereme concurnren: Bremer Ruderverem. Club Nautique von Gent, Kölner Club Coblenzer Ruderg^sellschaft, Erster W-ener Ruderclub „Lia", Frankfu>trr Ruderg sellsW „Germania", Frankfurter Rudergesellfchast „Sachsenhausen", Hanauer Rudergesellschnst, Heidelberger Ruderclub, Mannheimer Ruderclub, Mannheimer Ruderverein „Amicnia' Oberraver Rudergesellschast, Offenbacher Rudergesellschaft „Undine", Offenbacher Ruber! verein, Wetzlarer Ruderclub.
Colmar, 28. Juli. Gärtner wurde wegen Betrugs gegenüber den M'liär pflichtigen zu 6 Jahren Gefängmß oerurtheilt. Die Bestechung der Militärärzte mii'k als nicht erw'.eskn angenommen.
— Eine komische Geschichte wird aus Oldenburg mitgetheilt: „Bei enir kürzlichen Feldd enstübung der dortigen Dragoner schickte ein Rittmeister einen Soldtt» intern feindliches Dorf mit der Weisung, er solle einmal sehen, ob er in jenem Litt „Feuer bekäme." Der biedere Vaterlandsoertheidiger kam mit einem reichlichen 9oi; rath von Schwefelhölzern zurück, die er sich bei den Bauern gesammelt hatte. Di „Feinde" hatten aber nicht auf ihn gefeuert."
Nierstein a. Rh., 26. Juli. Hier tobte heute Mittag ein entsetzliches Der Blitz fuhr i:i den Schornstein eines Hauses, nahm seinen Weg durch den Haus.«! in den Hof und traf eine Frau, welche in Begleitung eines Hundes in das Haus xt treten wollte. Frau und Hund wurden von dem Strahl getroffen unb blieben aus»« Stelle tobt.
Groß-Ger au. 27. Juli. Einen unfreiwilligen, recht broll gen R-tt hatte jü.A ein Hanbelsmann burchzumachen. * Derselbe versuchte nämlich die Kuh eines hiesig Geschäftsmannes ohne dessen Wissen und Willen zu verkauf.n. Zu diesem^ Za»' wurde das Thier vom Sohne des Handelsmannes, indem es noch mit vollsiänvr^ Geschirr belastet und am Wagen eingespannt wurde, den anwesenden Kauflustigen" Hofraum zur Besichtigung vorgeführt. Kaum hatte sich dasselbe die umstehenden schaftsfreunde angeschaut, als es scheute unb plötzlich seinem vermeintlichen Stalle, diesem nebenanftebenben Werkstätte, unter Zurücklassung seines Führers unb im gehöriger Belohnung mit einigen Fußtritten zuflüchtete. Bei dieser Flucht nahmst! Kuh einen ihrer Kaufliebhaber aufs Horn, um ihn dem in der Werkstätte thatt«* ll Personal zur Schau zu bringen Dieses war selbstredend durch den Anblick des kütt<t i Reiters sehr überrascht. Am Ziel seiner Reise blieb nun das Th-er, nachdem es : schiedenes bemolirt hatte, stehen, so daß der nur noch wie ein leichter Schimmer dj - sehenbe Reiter von seinem unberufenen Träger, ohne Unfall genommen zu haben, be'^ > werben konnte. (Kreisbl
Frankfurt, 28. Juli. fPolizeigerichtssitzung.^ Ein humorvoller Vagabl^ gestaltete bie Sitzung zu einer höchst heiteren. Herein trat nach bem NamenSaul^ 1 ein verwitterter unb zerlumpter Patron. Schönen gut- n Morgen, meine Herrn, beftcni der Angeklagte, der her Obdachlosigkeit und Arbeitsscheu beschuldigt war, bin Sohn vom alte Wolff un hab schun efter deß Vergnige gehabt. Waß hawr Se hetnt wider an mer auszusetze? Vors.: Erst nennen Sie einmal Ihren Vornamen m Ihr Alter. Angekl.: Ich hääs schun längere Zeit Jacob, wie alt ich obber bin, rc ich Ihne nett sage. Vors.: Warum nicht? Angekl: Ro weil ichs nett wääs. »Oj’r : Srnb Sie über 18 Jahre? Angekl.: Deß will ich meine. Vors.: Sie sind der * bachlosigkeit unb Arbeitsscheu angeklagt. Angekl.: Deß stell ich in Abreb. Wenn!« kää Obbach gehatt hab, da hab ich uff der Constawler Wach gesotze unb beß woar ® wider äns. Vors.: Das ist ganz logisch. Angekl.: Nett woarl Waß dieArweitSlL^ betrifft, so beweist Ihne hier der Bettel, baß ich am 15. Juni ämol hab arweite wo. - Vors.: Warum thaten Sie's nicht? Angekl-: Weil mei zukinftiger Master Arweitsscheu eingesteckt worbe is! Vors.: Wer war benn biefer famose Men Angekl-: Lese Se nor bie Unnerschrift, Herr Assessor! Vors.: Da steht Jacob Ar- Das finb Sie am Ende selbst. Angekl.: Ei freilich, wer werd mich dann sum Arweit numrne, Herr Amtsrichter! Vors.: Ihre Vertheidtgung besteht also nur faulen Ausreden. Angekl.: Wenn mer schu so viel mal eingesteckt worve is, o v ärn zuletzt die Gründ aus, Herr Amtsgerichtsrath! Vors.: Die Begriffe der
Abi li^ssHrii Mm auf Vahl leim in den Mittags 111 Wch-Bau-? ßiz, woselbst imgenausliec ktirndung von feen.
Riburg, den Uzliche Eisenb V__
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JjÜ in Hosici «SMstMn 1 Sopha, Portablen ö Hm, den 30.
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Lokales.
I Gießen, 1- August.' Die Oberhessische Gesellschaft für ' und i>et f tun bei) leit h.ute Vormittags m der Aula der Umonfität uLr Bethelligung der Verelnsmitglieder und elngtlabener Gäste einen Fest actus »ur «ÄI ihres bOjährigen B-tteh-ns ad. Der D.rertor des GeseUschai., HerrWLudwü etoffmfe benfMen mit eintßen B-grügungswoet-n unb nahm dann die GlückwL^I ber in erheblicher Zahl erichtenenen R-präsentanten auswärtiger Vereine entaeaesi 2 ^^nD.puttrt- aus Frankfurt a. M. (Senckenberg.sche nmurfo schenbe Ges unb Aerztlicher Verein), aus Tübingen, Offenbach unb Wi sbaden erschienen V der hiesige Verein für Localgeschichte anschloß. Außerdem waren fchnstlich'e G ü? wünsche, oft begleitet von Geschenken, eingegangen aus Berlin, Bonn, Breslau Km ganau, Wiesbaden, Dresden Halle, Leipzig. Bremen, Braunschweig, Bamberg, Ettar n Nürnberg, Würzburg, Stuttgart, Karlsruhe, Göttingen, Emden, Wien, H? ma2. in Siebenbürgen Graz Bern, Cherbourg, Brüssel, Haarlem, Batavia. Upsala, Do 2 : Petersburg, Moskau, Boston rc. ' ^rvA,
, Der Verein darf auf diese Zeichen freundlicher Theilnahme, die ihm von alM,I strebenden Vereinen aus Europa, selbst aus Amerika und Asien bargebraebt rourben I hoher Befrredigung blicken. - Herr Professor Or. Pflug sprach in längerer amiebenS I über die schädlichen Wirkungen, die der Genuß gewisser animalischer NahrunaS I mittel, wie Fleisch, Fische, Eier und Milch, auf den menschlichen Organismus bXi 1 AakUn\i""ra ^le.U H^rr Professor vr. Buchner eine interessante Umfltt
und Ere^niffe^ ^s Vererns seit 1833, seine Bestrebungen, hervorragende MitglÄ ! m “ Hbute Morgen wurden in einem Hause der Wolüngasse ein Paar ntu Pantoffeln gestohlen Der Dieb wurde n der Person eines fichiendtn Stromers der Schramm'schen Herberge ermittelt. Die Pantoffeln fanden sich noch in feinem Besitze. Wir theilen diesen Fall lediglich zur Warnung für mitleidige Seelen mit


