nom 12. Mai 1624. 'Erst in einem Diplome, das Kaiser Ferdinand am 24. November 1634 einem „Daniel Landshutter, von Alters Rittcreyssen genannt" verlieh, wird am Schlüsse nach der Formel über die Adelsverleihung der Geadelte „von Landshutter" genannt. Daraus ergießt sich, daß das Wörtchen „von" als Adelsprädikat nicht älter als dritthalb Jahrhunderte ist. Aelter als das „von" ist allerdings das lateinische „de“.
— sEpidemischcs.s Ein Schulinspeetor kommt im Winter während der Schulzeit in ein Dorf und trifft eine große Anzahl der schulpflichtigen Jugend, welche sich auf dem Eise des Dorfteiches belustigt. „Warum. seid Ihr denn nicht in der Schule, Kinder?" fragt der würdige Herr. Wie aus einem Munde schallt ihm die Antwort entgegen: „Mer dürfen nich, mer fja’n die Masern."
— (Schadenersatz für eine verlorene Braut.) Die amerikanischen Gesetze enthalten strenge Verordnungen bezüglich des Ehegelöbnisses, und der Treulose, der es wagt, dieselben zu mißachten, verfällt empfindlicher strafe. Anderer Auffassung scheinen aber die Gerichte über den Werth des Versprechens einer Dame zu sein. Vor einigen Tagen verklagte nämlich ein stämmiger Farmer im Alter von 35 Jahren seine Braut wegen Nichterfüllung des gegebenen Eheversprechens. Die Geschworenen erkannten das Mädchen für schuldig, berechneten aber den Schaden, welchen der Bräutigam durch den Verlust seiner Braut erlitt, auf einen Farthing (‘ 4 Penny).
Literarisches.
„Die Kapitalanlage in Werlhpapieren von A. Schmid, zweite bedeutend erweiterte und vermehrte Auflage." Diese von d-n hervorragendsten Fach- und Börsenblättern, deren günstige Uttheile uns vorliegen, eindringlich empfohlene Schrift enthält in seinen 120 Setten so Diel Belehrungen, practische Winke und Raihschläge über die Kap tals- verwaltung und den Börsenverkehr, Anleitung zur Buchführung und Zinstabellen re., daß wir die Anschaffung derselben j-bem Kapitalisten umsomehr empfehlen itönnen, als der Preis ein sehr billiger ist und die Schrift als Nachschlagebuch dauernden Werth hat. Gebunden zu besiehrn zum Preise von X 1,40 durch alle Buchhandlungen ober vom Verfasser Alois Schmid zu Landsberg am Lech gegen Voreinsendung von M. 1,20 in Briefmarken ober Postanweisung.
Dchtffsberichl. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeulschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachsolger Gießen.
Bremen, 27. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Elbe, Capt- W Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 15. März von Bremen und am 16. März von Soulhamp-on abgegangen war, ist Sonnabend den 25. März, 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen
Bremen, 27. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Poildampfer Baltimore, Capt. H. Hellmers, vom Noiddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. März von Bremen abgegangen war, ist am 25. Mälz Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Bremen, 28. Marz. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Habsburg, Capt. F Himbeck, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12 März von Bremen und am 15. März von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Handel und Verkehr.
Frankfurt a. M., 27. März. Der heutige Frühjahrspferbemarkt wurde unter den günstigsten Verhältnissen eröffnet. Die Zufuhr ist eine sehr beträchtliche, namentlich an schweren und mittleren Arbeitspferden. Das Geschäft in dieser Branche ist ein höchst zufriedenstellendes. Welcher Qualität die Pferde sind, zeigen die Peise. Zwei schön- Belgier wurden zu 3800 M. nach Mainz und vier ebensolche zu 8000 M. an einen hiesigen Großbrauer verkauft. Im Durchschnitt wurden heute für ein schweres Arbeitspferd 1000 .x, für ein leichtes 800 M. angelegt Nach Paris wurden schöne Reitpferde verkauft. 2500 JL für ein feines Reitpferd war heute der höchste Preis, der gezahlt wurde. In Wagenpferden begann das Geschäft sich erst heute Mittag zu beleben und sehen die Händler vergnügten Blickes den Musterungen zu. In den Stallungen des Vereins standen bei der Markteröffnung 566, in der Halle 100 Pferde. Unter freiem Himmel waren gegen ein Standgeld von je 50 H per Tag 498 leichte und mittlere Arbeitspferde aufgestellt. Etwa 2400 Personen haben heute den Markt besucht.
— Nach den im Reichspostamt gemachten Wahrnehmungen kommen, laut einer vom 13. d. batirten Verfügung bes letzteren im Postversendungsverkehr immer noch vielfach Briefumschläge vor, welche auf der Außenseite mit unzulässigen gedruckten Angaben ober Abbildungen versehen sind. Beispielsweise sinb Briefumschläge unbean- ftanbet gelassen worden, die auf der Rückseite derart mit Abbildungen von Werkzeugen bedeckt waren, daß der deutliche Abdruck bes Ankunstsstempels verhindert wurde. Hieraus hat das Reichspostamt Veranlassung genommen, den Postanstalten die Beachtung der über den Gegenstand gegebenen Vorschriften in Erinnerung zu bringen. Danach darf auf der Außenseite einer Postsendung außer den auf die Beförderung bezüglichen Angaben nur der Name ober die Firma des Absenders enthalten sein, außerdem auf b<r Siegelfeite der Briefumschläge und zwar auf der Verschlußklappe solche Art von Zeichen und Abbildungen angebracht werden, welche letztere im Allgemeinen als Ersatz für einen Siegel- ober Stempelabdruck anzusehen ist. „Dienen bagegen die Anmerkungen beziehentlich Abbilbungen zu Zwecken der Annonce ober Reclame, so können derartige Briefumschläge zu Postsendungen nicht benutzt werden".
Frankfurt a. M., 29. März, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Grebitactien 280, Staatsbahnactien 264, Galizier 257>/e, Oesterr. Silberrente 645A, 4“/o Ungar. Goldrente 74’/«, 4% 1880er Russen 69V,«, 2. Orient-Anleihe 569/is, 5% Rumänische Rente 88*/«, Lombarden 117. Tendenz fest.
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
Des Kaufmanns Bär non Leihgestern Kinder und Erben haben das Grundstück dasiger Gemarkung Flur V Nr. 277 veräußert, können aber zu dem für diese Parzelle am 29. Juni 1853 gerichtlich bestätigten Kaufbrief der Wilhelm Dudenhöfers Eheleute von dort, für welche an Heinrich Gros zu Lang-Göns der Kaufschilling vvn 53 Gulden zu zahlen war, keine genügende Quittung beibringen. Wer an diesen Kauffchilling noch etwas zu fordern hat, wolle seinen Anspruch binnen 6 Wochen hier geltend machen, sonst wird derselbe unberücksichtigt bleiben und die neue Veräußerungsurkunde bestätigt, auch die zum Eintrag ins Mutationsverzeichniß erforderliche Verfügung ertheilt werden.
Gießen, den 21. März 1882.
Großh. Amtsgericht Gießen. 2298 Langsdorfs,________
Montag den 3. April, Nachmittags 1 Uhr, lasse ich in meinet Wohnung, Neuenweg Nr. 194, wohmmgsveränderungshalber folgende Gegenstände, als: Sommoben, Bettladen mit Bettzeug, Schränke, Stühle, 1 Tisch, 1 Nacht- und 1 Waschtisch, Spiegel und sonstigen Hausrath, gegen baute Zahlung versteigern.
2286___________PH. Löber Witiwe.
Versteigerung.
Dienstag den 11. n. Mts., Vormittags 11 Uhr,
sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Friedrich Müller II.: 1/918, 206 Mtt. Hofraithe in bet Wall- thorstraße,
1/919' ,0, 635 Mtr Hofraithe baselbst, i/919s/io, 2089 Mir. Grabgarten daselbst, 1/951'/,0, 335 Mtr. Grabgarten baselbst, 1/9163/,0 94 Mir. Hofraum mit Scheuer daselbst
meistbietend versteigert werden.
Gießen den 28. Mär, 1882.
Großh. Ortsgericht.
2310__________ Lüdeking_______
Donnerstag den 30. Mär?,
Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofraithe dahier 1 Pferd, 1 Nähmaschine, verschiedene Bilder und Möbel
öffentlich meistbietend versteigert.
Gießen, den 28. März 1882.
Bauer, 2305 Gerichtsvollzieher.
2296 Wegzugshalber sind Gartenstraße 1655 verschiedene Möbel, darunter 1 Sopha rc., zu verkaufen.
Bekanntmachung.
Herr Oekonom Georg Konrad Simon ist als Mitglied des Wiesenvorstandes verpflichtet worden.
Gießen, den 28. März 1882.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
_______________________A. Bram m._____________________2285
Die Ausführung der Bauarbeiten nebst Materiallieferung für Herstellung eines Fußgänger-Tunnels auf Bahnhof Lollar, veranschlagt zu Jt. 9300, soll in öffentlicher Submission vergeben werdem,.
Offerten sind mit entsprechender Aüsfchrift, verschloßen und franko auf dem Bureau der Königlichen Eisenbahn-Bau-Jnspection zu Marburg, Bahnhofstraße 913, bis zum 25. April 1882, Vormittags 10 Uhr, niederzulegen. Später eingehende Offerten haben auf Berücksichtigung keinen Anspruch und bleibt die Wahl unter den drei Mindestfordernden vorbehalten.
Die Zeichnungen, Bedingungen und der Kostenanschlag liegen auf dem vorgenannten Bureau zur Einsicht auf und werden daselbst auch Formulare zu den Offerten abgegeben.
Marburg, den 24. März 1882.
2282_________________________Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection.
Zum Belegen von Läden, Hausfluren, Küchen rc. empfehlen unser großes Lager in
Cementplatten, schwarz und weiß, Trottoirplatten und Mosaikplatteu
zu den billigsten Preisen. 2284
Mettenheimer & Schultheis.
Qnyrtnrtfrtf • Häcksel- (Grünsuttcr-) Tchncidmaschincn, Schrot- OUrLUHlltll . Mühlen, Fegmühlen, Jauchepumpen, sowie alle übrigen landwirlhschasilichen Maschinen und Geräihc bewährtester Constructivn, vorzüglicher Leistung, größter Dauerhaftigkeit liefern stets prompt und zu billigsten Preisen 2290
Weinheim i. B. M. Platz Söhne. *«**SS*‘» Maschmemabrck, Eisen- Probe,eit — Garantie. Taunusstraße Nr. 8. gießerei u. Kesselschmiede. Zahlungs-Erleichterung. Permanente Ausstellung. Frühjahr- und SomincrftülTc, passende Besätze,
1805_____________F. Holberg, Kirchenplah.
Anfertigung
von
Damen und Kinder-Confeetion
innerhalb drei Tagen jedes beliebige Fapons, empfiehlt
1806 __________F. Holberg, Kirchenplah.
Unentbehrlich für Blumenfreunde.
geruchloser Blumenbünger aus b. chemischen Fabrik v. Ruv. Schleicher, Mü^wm Anerkannt bestes Mittel zur Beförderung eines üppigen Wachsthums “* *’*’, Pflanzen, Blumenbeete und Rasen. Die >/--Liter-Dose M I — 3U baden bei 541 Emil Fistor.
Holzbcrsteigenmg.
In den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. Lda. werden versteigert :
Dienstag den 4. April 1882 in den Districten Neuewald, Aspen- strauch, Hainwald und Hainstrauch.
17 Eichen - Stämme von 17 bis 54 Ctm. Durchm., 2—9 Mr. Länge und 3,75 Fstm. Inhalt, 152,4 Rmtr. Buchen-, 7 Rmtr. Eichen- und 2 Rmtr. Aspen-Scheit,
89 Rmtr. Buchen-, 46 Rmtr. Eichen- und 3 Rmtr. Aspen-Knüppel, 390 Rmtr. Buchen-Stammreisig, 439 „ Bstchen- und 65 Rmtr.
Eichen-Zopfreisig,
Mittwoch den 3. April in den Districten Holzgeschirr, Hainbuch und Zipfenwald:
8 Eichen-Stämme von 20—42 Ctm. Durchm., 2—9 Mr. Länge und 2,79 Fstm. Inhalt,
10 Nadel-Stämme von 21—41 Ctm. Durchm., 5—9 Mr. Länge und 5,10 Fstm. Inhalt,
2 Rmtr. Buchen-, 30 Rmtr. Eichen- und 1 Rmtr. Radel-Scheit,
3 Rmtr. Buchen-, 15 Rmtr. Eichen-, 23 Rmtr. Nadel- und 1 Rmtr. Aspen-Knüppel,
20 Rmtr. Nadel-Stamm- u. 185 Rm. Nadel-Zopfreisig,
80 Rmtr. Eichen-Zopfreisig.
Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal präcis 9 Uhr Vormittags, am ersten Tag im District Neuewald bei Nr. 14, am zweiten Tag im District Zipfenwald bei Nr. 277.
Treis a. Lda., den 28. März 1882. Großh. Bürgermeisterei Treis.
2287 Benner.
Aeitgeöotenes.
Zu verkaufen:
Die landwirlhschaftl.Zeitschriftsür das Grotzherzoglhum Hessen von 1831 an (51 Sänbe),
Das Gewerbeblati für Hessen von 1838 an bis jetzt, nebst den Verhandlungen des Gewerbcvereins von 1837 bis 1848.
Näheres in der Expeb. bs. Bl. 2262
1911 Vorzügliche
Mj- und Essig-Gurken empfiehlt billigst S. Elsoffer.


