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Gewerbliche und technische Notizen.
- Kinen bewährten Anstrich für nässende Mauern erhält man nach dem „Pract. Masch. Coirstr.", wenn man für 200 Q-Fuß anzustreichende Oberfläche 50 Md- Pech, 30 Pfd. .Harz, 6 Pfd. engl. Roth und 12 Pfd- Ziegelmehl in einem Kessel kocht, tüchtig umrührt und die Masse in kochendem Zustande sorgfältig mit einem Pinsel auf die Mauer streicht, fo daß de Auftrag ein durchaus gleichmäßiger, ca. 1 Millimeter stark ist. Von der Mauer ist vorher aller Putz abzuschlagen und sämmtliche Fugen sind mit gewöhnlichem Mörtel zuzustreichen. „
— sKttt für Eisen und (Stein.] Nach mehrjähriger Erfahrung des Werkführers Pollack in Boutz'n (Oberlauf. Gewerbebl.) erhält man für Eifen- und Steinverbindungen
besuche, nennen sie mir Mutter Schulzen. Uebr'gens habe ick jute Maare, von Bedrug is aar keene Rede bei mir." Präsident: „Aber Sie sind doch des Betruges angeklagt und zwar im wiederholten Rückfalle." Angeklagtei „Ick wer' Ihnen det mal erklären. Ä stehe also det Abens an irjend eene Ecke - et war mir einigermaßen neblig, denn £ hatte 'nen iuten Fretnd jetroffen — UN weene so vor mir hin, weil ick noch gar Ät verkooft und zu Hause 'nen kranken Mann hatte. Uff eenrnal fragt mir eene Dame, warum ick weene. un ick wer ihr mein Le'd ooch vortragen. I, sagte die Dame, kommen Se gelegentlich man in meine Wohnung tn die Perlebergerstraße, Mutterken, ick koofe Ihnen en Pfund Butter, en Schock Eier un och wat Ines ab. Jut, sagte ck, Madamken. ick were kommen - meine Maare 's Mt, verlassen Sie sich uf mir. Andern Dags also hin nach de Perlebergerstraße. In de Wohnung frage ick nach de Madame, un als mir en Herr sagt, se wäre nich da, erzählte ick ihm, det se mir her- bestellt hat. Er nennt mir ooch Mutter Schulzen, nimmt mir 6 Liter Jries ab un h’ nrat mir die mit 3 Mark- Det is Allens, meine Maare is jut, bedrogen habe ick nie nich" Die Beweisaufnahme ergibt jedoch, daß Mutier Martin die 6 Liter ordinären Kriesmebls unter Vorspiegelung falscher Thatsachen und zu einem viel zu hohen Preise kn den Mann gebracht ha? Sie wird deshalb wegen Betruges im wiederholten Rückfalle m 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, obwohl sie bis zum letzten Augenblick betheuert, daß ihre Maare sehr jut und von Bedrug kene Rede" gewesen^
einen sehr haltbaren Kitt durch eine Vermischung von Glycerin mit Bleiglätte, welche zu einem Brei vermengt, rasch zu verbrauchen ist, da die Masse schnell erhärtet. Dieselbe eignet sich sehr gut zum Dichten von Eisen auf Eifen, zum Verkitten von Eifen in Stein, für welchen letzteren Zweck sie allen anderen bisher gebräuchlichen Mitteln vorzuziehen sein soll. Der Kitt ist um so haltbarer, je mehr Wasser die Bleiglätte aufsaugt, bei mehr trockener Glätte bindet er nicht so gut; zu seiner Bereitung darf nur ganz reine Glätte verwendet werden.
— (Glasschalen zu vergolden.] Glasschalen lassen sich am leichtesten und dauerhaftesten folgendermaßen vergolden: Man bestreicht die Stelle mittelst eines Haarpinsels dünn mit einer Wasserglaslösung von 33pCt.; daraus legt man vorsichtig echtes Blattgold und drückt es mit einem trockenen Pinsel oder Watte gleichmäßig an- Nun erwärmt man die Schale allmälig bis zu 30° R- und glättet den vergoldeten Rand mit einem Knochen ober bergt Das überstehende Gold radirt man nun fort und läßt es in erhöhter Temperatur völlig austrvcknen. Zu beachten ist, daß man das überstehende Gold fortrabtren mutz, bevor bte Wasserglaslösung völlig trocken ist, weil es sich sonst schwer fortbringen läßt und die Vergoldung ungleich ausfällt. (Wasserglas- Untergrund für das Aufträgen von Bronze hat bekanntlich R. Böttger schon vor circa 10 Jahren angegeben )
731) üeber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungon verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAANEÄ'STElIV de VOG1LEH in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft ein fordert, die auch hinsichte der für den feweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grand reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt
Wafferwärme der Lahn.
Am 26. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4-16° R-, Luftwärme + 15 R-
L. Cjh r. Rübs am en.
Ladung.
Nachstehend bezeichnete Personen:
1) Geometer Heinrich Fatum auH Lindenstruth, Kreis Gießen, zuletzt daselbst, geb. am 24. Juli 1847,
2) Schuhmacher Philipp Melchior Zimmer aus Geilshausen, Kreis Gießen, zuletzt daselbst, geb. am 30. Mai 1853,
3) Knecht Johann Ludwig Dickel aus Ober-Ohmen, Kreis Alsfeld, zuletzt daselbst, geb. am 29. Januar 1851,
jetzt sämmtlich unbekannten Aufenthaltsorts, werden beschuldigt:
als beurlaubte Reservisten bezw. Wehrleute der Landwehr ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein , — Übertretung gegen § 360,3 St. G. B.
Dieselben werden aus
Mittwoch den 4. Oktober 1882,
Vormittags 8 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht zu Gründergzur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach § 472 St. P. O. von dem Großh. Bezirks- Commanoo Gießen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden.
Alsfeld, den 24. Juli 1882.
Der Großh. Amtsanwalt. 4972 Sandmann.
Oeffenttiche Zustellung.
Der Darlehnskaffen-Verein (eingetragene Genossenschaft) zu Dorlar, vertreten durch Rechts-Anwalt Dürr in Wetzlar, klagt gegen die Eheleute Andreas Döring und Margarethe, geb. Bender von Gleiberg, jetzt ohne bekannten Aufenthalt, wegen rückstän- btger Zinsen des Darlehns - Capitals von 1700 JL laut gerichtlicher Schuld- UAd Pfandverschreibung vom 9. November 1880 für die Zeit vom 15. Mai 1880 bis dahin 1881'mit dem Anträge auf kostenfällige Verurtheilung der verklagten Eheleute zur Zahlung von 93 Jl. 50 H an Kläger, unter solidarischer Haftbarkeit, und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Wetzlar auf
den 31. Oktober 1882,
Vormittags 9 Uhr. '
Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Wetzlar, den 15. Juli 1882.
Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
I. V.:
4-971 Münch.
Zum Emmachen empfiehlt guten, haltbaren Weinessig, Zucker und seine Gewürze 4881 Karl HolTmaun.
Allgemeiner Anzeiger.
Donnerstag den 3. August und die folgenden Tage,
Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, wird im Saal des Gasthauses „Zum Einhorn" dahier das zur Stückrath'jchen Concursmasse gehörige M.öbeUaget\ bestehend in
Buffets, Glasschränken, Herren- und Damenschreibtischen, Spiegeln, Tischen, und Polstermöbeln aller Art, Schlafzimmereinrichtungen, Salonmöbel, lakirten Möbel, Nippsachen, Goldleisten, Gallerieen, Vorhängen und sonstigen Möbelstücken, sowie einem feuerfesten Kaffenschrank
öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.
Die zu versteigernden Gegenstände können Mittwoch den 2. August von Nachmittags 2 Uhr an, angesehen werden.
Gießen, den 26. Juli 1882.
50t. Pilger, Concursverwalter. 4974
coööQöäöäöööSööäöööööääööäö^roGGöoääD § Kaffee zu Engros-Preisen aus Hamburg 8 ö - Zoll und Porto frei, gegen Nachnahme — Q
8 in Säckchen von 9l/2 Pfd. netto. H
Feinschmeckender Rio........per 9'/z Pfd- 8,50, k
D höchst Campinas Santos u- afr. Perl-Mocca „ „ „ 9,00, M
O hochfeinen gelben Java.......„ „ „ 10,35—64 u. 11,75, O
Q hochfeinen großbohn. Blau-Ceylon . . . „ „ „ 11,88, ü
ssZ ff. Perl-Ceylon..........„ „ „ 11,40, Q
Q feinsten Tafel-Reis ..... „ „ „ 2,80, O
q feinste Bourbon-Vanille, ff. Cacao in Blechdosen, Chocolade , O
n und alle Sorten feiner und feinste Thees von Jt* 2,00 per Pfd- bis «X 10—15. Q
q Müldner v. Mulnlieim de Co. Q
q NB. Für reelle und wohlschmeckende Maare wird garantirt- 4885 Q ogoGOoaoaoooooDOooaaaQoaooaootx3ooQcx3oa
Gebrannten Kaffee
in reinen feinschmeckenven Sorten von X 1.20, 1.40, 1.50, 1.60
und 1.80 per Pfund, stets frifd) gebrannt, empfehlen
66_________________Ph. Nau & Comp.
Specialität in Herren Wäsche als: Hemden, Kragen, Manschetten, Patent ° Chemisetten, Taschentücher, Hemde-Einsätzen.
Gleichzeitig empfehle Glace- und Sommer-Handschuhe, Hosenträger, alle Neuheiten in Shlipsen, Sonnen- und Regenschirmen in reicher Auswahl zu billigen Preisen. 3^20
H- Bübaamen.
Alle Sorten Mineralwasser
in stets frischer Füllung empfiehlt
3900 Qg. Wilh. Weidig.
Alle Sorten
aus das Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, rasch und WlMtUrlf CH h^t ttocknend, sowie alle zum Anstrerchen erforderlichen
Lacke, Firnisse, Pinsel etc.
empfiehlt 3445
Fr. Seibel, Mäusburg.
CorsettcH
in allen möglichen Fa«ons und Weiten empfiehlt zu biHigen Preisen
2800 Robert Haas.
Neues Geünkorn empfiehlt
4918 Karl Hoffmann.
4924 Ein großer, runder, polirter Tisch, sehr solid gearbeitet und zum Aufklappen eingerichtet, für ein prößeres Lokal paffend, ist zu verkaufen.
Näheres bei der Exped. ds. Bl-
empfiehlt 4809
Das noch vorräthige Lager in
Strohhüte»
für Damen, Herren und Knaben verkaufe ganz bedeutend unter Preis.
4818 A- Fangmann.
Krofdorser Bier per Schoppen 8 ,
Tertor EXportbrer II,
Neuen-Bäuen.
Bekanntmachung.
Samstag den 29. Juli er.,
Vormittags 10 Uhr, findet die Verdingung der in der Zeughauskaserne erforderlichen Schreinerund Glaserarbeiten, veranschlagt zu 2300 «A;. in dem Bureau der Garnisonverwaltung in öffentlicher Submission statt, wozu qualificirte Unternehmer mit dem Bemerken eingeladen werden, daß Kostenanschlag und Bedingungen in dem bezeichneten Bureau zur Einsichtnahme ausgüegt sind. 4865
Gießen, den 21. Juli 1882.
Grohh. Garnisonverwaltung.
Mobilien-Verfleigerung.
Donnerstag den 27. Juli l. I.,
Nachnnttags 2 Uhr, werden im Hause des Herrn Gg. Lüde- king, Teufelslustgättchen C- 167, wegzugshalber Möbel, als:
Kommode, Sopha, Tische, Stühle, Kleiderschränke, Bettstellen, 1 Kinderwagen, Küchenschrank mit Glasaufsatz, Küchengeräthe, Bütten, Einmachfässer, sowie eine Parthie Küferwerkzeug gegen Baarzahlung versteigert.
Gießen, den 23. Juli 1882.
Hoffmann, 4897 Ortsgerichtsmanm
AeitzeSotES.
Feinster Dursch-Feberthrav, Fast geruch- und geschmacklos, in Flaschen k 60 Jfc 1 und 1.70. 4546
Derselbe eisenhaltig 1 pr. Fl.
6. F. Semmler.
Gute Kartoffeln 1
verkauft Emil^Möhl Wwe.
4983 Junge ital. Hühner und ein Ijähr. Hahn zu verkaufen.
____Koch, Nahrungsberg^
4804 W.'gen vorgerückter Saison verkaufe sämmtliche Baunawollwaaren, als Unterjacken, Hosen, Strümps-, Socken, Röcke rc. zu bedeutend herabgesetzten P> eisen.
J. Kaan jr.
am Kreu; Soimenschirme und Eu-tout-cas
für Damen und Herren empfiehlt in großer Auswahl zu billigen Preisen 4819 A. Fangmann.
Bettfedern und Bannen bester Qualität empfiehlt zu billigen Preisen Herm. Äug. Müller, Leinen-, Wäsche- u. Bettwaaren-Geschäft, Schul str aß e. 4688


