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Aegypten.

Alexandrien, 17. Juni. (Telegramm desReuter'schen Bureaus"). Das Gerücht, daß das englische Kanalgeschwader in Malta Truppen aufnehmen werde, ist unbegründet. Die englische Regierung wird einige weitere Trans­portdampfer hierher senden zur Aufnahme englischer und deutscher Flüchtlinge. Ein russisches Kriegsschiff ist in den Hafen eingelaufen.

Alexandrien, 14. Juni Es waltet nur wenig Zweifel darüber ob, wirb Reuter's Bureau von hier gemeldet, daß, obwohl die Ruhestörungen vom Sonntag in erster Reihe durch einen Streit zwischen einem Malteser und einem Araber verursacht worden, die (Smtuie eine vorher verabredete gewesen. Der Pöbel war durchweg mit schweren Stöcken bewaffnet und erschien in Stärke an vielen Punkten zu gleicher Zeit. Uebrigens wurde ein Fanatiker in eine grüne Robe gekleidet in einem Wagen herum­fahrend und den Pöbel anfeuernd gesehen- Die Soldaten und Polizeldiener waren fünf Stunden lang passive Zuschauer des Blutvergießens und Plünderungswerkes und erst als schließlich das Militär requirirt wurde, zerstreuten sich die Unheilstifter. Die Londoner Zeitungen fahren fort, Einzelheiten über die Metzeleien in Alexandrien am letzten Sonntag zu veröffentlichen. Die Zahl der ermordeten Europäer wird jetzt auf 115 veranschlagt. Eine Schätzung der getödteten Eingeborenen ist noch unmöglich. Ein Berichterstatter desDaily Telegraph" meldet: Ein Augenzeuge der Massacre erstattet einen fürchterlichen Bericht über die erlebten Scenen. Er sagt, daß die Köpfe der Europäer in vielen Fällen zu einem Brei zerschlagen wurden, während andere Opfer Ausschreitungen unterworfen wurden, gegen deren Beschreibung die Feder sich sträubt. Allenthalben wurden die Körper der Erschlagenen beraubt. Die Läden wurden ebenfalls geplündert. Ein anderer Zuschauer war Augenzeuge der Ermordung von drei Europäern auf dem Grand Place. Die Köpfe derselben wurden gegen die Pflastersteine geschlagen, bis der Tod eintrat, und dann wurden die Leichen ihrer Kleidungstücke beraubt. Dieser Zeuge behauptet, daß er Eingeborene in Amtsgewändern < grün) die Araber zu brutalen Thaten ermuntern sah. Die meisten Todes wunden scheinen durch Knüttel und Keulen zugefügt worden zu sein.

Türkei.

Konstantinopel, 17. Juni. (Telegramm desReuter'schen Bureaus"). Der Sultan hat gestern dem französischen Botschafter gegenüber seine Bedenken gegen die Conferenz von Neuem ausgesprochen. Der Botschafter wies darauf hin, daß alle Mächte darüber einig seien, daß auf der Conferenz nur die egyp- tische Frage behandelt werden fall. Der Sultan verharrte indeß dabei, daß die Conferenz Unzuträglichkeiten mit sich bringe.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Corresponderrr-Brrreair.

Kassel, 18. Juni. Se. Maj. der Kaiser traf heute Morgen 8 Uhr wohlbehalten hier ein. Nachdem auf dem Bahnhofe der Kaffee eingenommen worden war, begab sich Se. Majestät um 8/2 Uhr zum Besuche Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Karl nach dem Schlosse und setzte nach etwa dreiviertel­stündigem Verweilen die Reise nach Ems fort. Auf der Fahrt in die Stadt wurde Se. Majestät überall mit enthusiastischen Kundgebungen begrüßt.

Ems, 18. Juni. Se. Maj. der Kaiser ist kurz nach 2 Uhr mittelst Extrazuges hier eingetroffen. Zum Empfange am Bahnhose waren anwesend: Prinz Nicolaus von Nassau, Prinzessin Eugenie von Oldenburg, Oberpräsident v. Bardeleben, Regierungspräsident v. Wurmb, Landrath Ralshoven, Badecom- miffar v. Lepel, Amtmann Schlosser, Bürgermeister Spangenberg, die Generalität von Coblenz, die Geistlichkeit, mehrere Kriegervereine und eine große Anzahl distinguirter Badegäste. Der Kaiser, welcher sehr wohl aussah, begab sich als­bald , von den Badegästen und der zahlreichen Bevölkerung sehr lebhaft begrüßt,' in offenem Wagen über die mit Blumen und Fahnen festlich geschmückte Brücke nach dem Kurhaus. Auf dem Wege dahin bildeten die Schulen Spalier.

Petersburg, 18. Juni. Eine an Allerhöchster Stelle bestätigte Reso­lution der Synode untersagt den Nicht-Christen den öffentlichen Handel mit Hei­ligenbildern, Kreuzen und christlichem Kirchengeräth.

DasJournal de St. P6tersbourg" bezweifelt die Richtigkeit der von Pariser Zeitungen gebrachten Meldung, daß die Mächte der Pforte eine Frist von 48 Stunden zur Annahme der Conferenz gestellt hätten, und bemerkt bezüg­lich der Politik Gambetta's, daß Frankreich, wenn es diese Politik angenommen hätte, isolirt gewesen wäre. Aus Patriotismus müsse es vielmehr bei den gegen­wärtigen Schwierigkeiten das Cabinet Freycinet unterstützen.

Der Seehasen der Eisenbahn-Station Putilow und der Petersburger Seekanal sind nunmehr für Fahrzeuge mit einem Tiefgange bis 15 V3 Fuß dem Verkehr übergeben worden; mithin können Maaren nach und aus Petersburg ohne Umladung in Kronstadt verschifft werden. Die Eisenbahn-Station Putllow steht in directer Verbindung mit dem allgemeinen Eisenbahnnetze.

Berlin, 19. Juni. (Privatdepesche). Die deutsche Negierung nahm den Vorschlag der Westmächte aus Zusammentritt einer Conferenz am 22. Juni in Konstantinopel behufs Verhandlung über Egypten an. Nach eingegangenen Telegrammen ist die Annahme auch durch die Cabinete in Nom, Wien und Peters­burg sicher. Die Conferenz wird nach Maßgabe ihrer Resultate mit der Pforte in Verhandlung treten. In Egypten erklärten der Khedive, Derwisch und Arabi Pascha den europäischen Vertretern gegenüber, daß sie die Garantie für Erhal­tung der Ordnung übernähmen.

Die letzten Monopoldebatten im Reichstage.

^^'^berfülle von politischem Material, Thesen und Antithesen, Hoffnung:n und Befürchtungen liegt vor unseren Augen, wenn wir sichtend und prüfend die Ver­handlungen durchblättern, welche uns die viertägige Redeschlacht im Reickstaae lur ^weiten Berathung des Tabakmonopols geliefert hat. Achtzehn Redner hatten sich mm Wort gemeldet und die meisten sprachen auch wirklich, von allen oratorischen Le ftunaen hoben sich aber die zweistündigen Reden des Fürsten Bismarck und sein Redeturnier mit den Abgeordneten Richter und Bamberger ab. Man müßte ein kleines Buck schreiben, wenn man alles Wesentliche in diesen großen Debatten anführen und erläutern wollte, wir beschränken uns daher auf eine Wiedergabe des Grundrisses der großen Nedekämpfe. Im Vordergründe des Streites stand neben dem Tabakmonovol unsere gesammte Wirthschaftspolitik mit dem birecten und indirecten Steuersystem dem Freihandel un> Schutzzoll. Es zeigte sich im Lause der Debatten, daß in dieser Richtung die alten Gegensätze geb ieben sind und obwohl der Reichskanzler außerordent­lich bemüht war, das Drückende der birecten Steuern unb bie gerechtere Vertheiluna sowie bie größere Ergiebigkeit ber inbirecten Steuern nachzuweisen, so machte er bock wenig Eindruck auf feine Gegner; ähnlich erging es ihm auch bei feinen Argumenten für bas Tabakmonopol. Hierbei ging ber Kanzler, bie allgemeine Abneigung aeaen das Monopol würbigenb, sehr vorsichtig zu Werte, indem er nachbrücklich hervorhob daß er in dem Monopol an und für sich durchaus keine vortheilhaste und empfehlens- werthe Institution erblicke, wohl fei aber das Monopol als das kleinere von mehreren liebeln zu betrachten, das heißt als bie am wenigsten nachtheilige neue Besteuerung bie dazu cmgethan sei, die Steuerreform unb einige socialpolitische Reformen ;u voll- enben. 2(m Schlüsse seiner Rebe bemerkte auch Fürst Bismarck w-eberholt, baß bie

bc.-n c en Regierungen von dem einmal betretenen Wege ber Steuer- unb Wirth schastsresorm nicht abweichen unb nach Ablehnung ber Monopolvorlage jebenfalls in

die Lage kommen würben, ein anberes Mittel, wenn es auch ungeeigneter erscheinen müsse, zur Erreichung o-S vorgesteckten Zieles Vorschlägen zu müssen. Als außerorbent- lich charakteristisch für die große Unbeliebtheit des Tabakmonopols heben wir hervor, daß sich von allcn Rednern des Reichstags nur zwei, d'e Abgeordneten o. Treitschke und v. Minnigerode, fanden, welche im Sinne des Fürsten Bismarck dem Reichstage die Annahme des Monopols empfahlen, alle anberen Rebner waren aus vorwiegend wirthschaftlichen Gründen gegen das Monopol. Ganz besonders fiel darunter bie Rede des freiconservativen Abgeordneten Ackermann auf, ber sonst mit seiner Partei treu zur Wirthschaftspolitik bes Fürsten Bismarck hält, in bem Tabakmonopol aber entschieden ein verfehltes Project erblickt, welches eine blühende, bis in die weitesten Kreise greifende Privatindustrie vernichte und noch eine Menge Unzuträglichkeiten unb Nachtheile im Gefolge haben werde. Der Abg. Ackermann hob auch hervor, daß überall im deutschen Volke eine wirkliche Abneigung gegen das Taoakmonopol vorhanden wäre unb daß es wünsckenswerth sei, ber Monopoloorlage ein möglichst tiefes Grab zu graben. Daran hat es nun auch bet ber Abstimmung nicht gefehlt, benn mit 276 gegen 43 Stimmen würbe ber § 1 ber Tabakmonopoloorlage unb bamit bie ganze Vorlage in zweiter Lesung abgelehnt. ___________________________________________

Lokale-.

19' 3unL Se. Majestät Kaiser Wilhelm traf gestern Mittag 12 Uhr nebst großem Gefolge mittelst Extrazugs auf hiesiger Station ein, um nach Bad Ems weiter zu reifen. Auf dem Bahnhofe, woselbst bas Diner eingenommen würbe, waren die Herren Provinzial-Director Dr. Boekrnann, Oberst v. Western­hagen und Gendarmerie-Major Beck anwesend, welche Herren auch von Se. Majestät zur kaiserlichen Tafel befohlen wurden. Unter Hurrahrufen des zahlreich anwesenden Publikums fuhr ber kaiserliche Extrazug 12^2 Uhr nach Ems weiter.

Präcis 1 Uhr 2 Minuten traf sobann Se. Königl. Hoheit unser Groß­herzog nebst hoher Familie hier ein, um bem Gesangsfeste in hiesiger Stabtkircke anzuwohnen. Am Bahnhof wurde Se. Königl. Hoheit von den Herren Provinzial- Director Dr. Boekrnann, Oberst v. Westernhagen und Gendarmerie-Major Beck sowie einer außerordentlich zahlreichen Menschenmenge begrüßt. Die Eingänge zu den Fürstenzimmern waren prächtig in ben hessischen Farben unb mit Kränzen unb Guirlanden becorirt.

Die Fahrt in bie festlich geschmückte Stabt erfolgte mittelst zweier Hof-Equipagen. In ber ersteren saßen Seine Königliche Hoheit nebst Erbgroßherzog und die beiden Prinzessinnen. Im zweiten Wagen saß das Gefolge. Die Herrschaften fuhren mm Hotel Einhorn", von wo aus Se. König!. Hoheit den Weg nach der Kirche zu Fuß nahmen. Am Portale ber Kirche feierlich begrüßt, verweilten Se. Königl. Hoheit bis zum Schlüsse ber kirchlichen Feier unb fuhren sodann wieder nach bem Seltersthor unb von ba um bie Stabt herum, ben neuen Staatsgebäuden, Justizpalast unb neue Aula Höchstseine Aufmerksamkeit schenkenb. Um 5V2 Ubr reiste Se. König!. Hoheit in eigenem Salonwagen mittelst bes Personenzuges nach Darmstabt wleber zurück.

Gießen, 19. Juni. Das gestrige Krrchengesangfest verlief, von schönem Wetter besonbers begünstigt, in überaus glänzenber Weise. Wer betreiben angewohnt hat, wirb sich schwerlich bem Strom ber Begeisterung, bie auf allen Gesichtern leuchtete, haben entziehen können. Nicht wenig trug zu bem schönen Erfolge natürlich die Gegen­wart unseres allergnädigsten Lanbesberrn unb seiner Familie bei. Jnbem wir einen ausführlichen Bericht für morgen in Aussicht stellen, sprechen wir jetzt nur bie lieber; Zeugung unb Hoffnung aus, baß bas Fest das Verständniß unb ben Eifer für bie Sache des Kirchengesangs erheblich gefördert haben werbe.

B erwischte

Darmstabt. 16. Juni. Herr Hofgerichtsdirector i. P. Dr. Zimmermann feierte am 14. d. M. sein 50jähriges Doctorjubiläum.

Am Mittwoch verlor ein Dragoner von ber 2. Escabron 2. Drag.-Regts. Namens Ackermann auf traurige Weise sein Leben. Derselbe hatte einen Wagen zu leiten unb gingai ihm bie Pferbe durch, in Folge dessen ber Mann zu Boben fiel. Das schwere Fuhrwerk ging ihm über bie Brust unb war ber Unglückliche sofort tobt. Derselbe biente bereits im zweiten Jahre unb soll der einzige Sohn wohlhabender Eltern aus Klein-Bieberau sein.

Walldürn, 11. Juni. Ein sonderbarer Pilger, der aus Lohrbach fein soll, traf gestern hier ein. Derselbe trug eine Dornenkrone auf dem Kopf, war barfuß unb mit einem sehr großen schweren Kreuz beloben; er sprach nichts, sondern suchte sich durch Schreiben verständlich zu machen. Man hielt denselben für einen Geisteskranken ober Schminbler, nahm ihm Kreuz unb Krone ab unb schickte ihn in seine Heimath zurück. Damit war bei ihm auch bie Rolle eines Stummen ausgespielt unb zeigte es sich, baß ber Mann ein ganz gutes Mundstück besaß.

Berlin, 14. Juni. In berDeutschen Tabakzeitung" finben wir solgenbes Inserat:Zur grfl. Beachtung! Ein in sehr bebrängter Lage sich befinbenber In­haber einer Verk-Stelle von ber Kaiserl. Tab.-Manufoctur, ber burch den Betrieb eines solchen (Geschäftes sein ganzes Vermögen beinahe zugesetzt hat unb noch burch Vertrag unb (Kaution gebunben ist, bittet als Familienvater eble Tabakfabrikbesitzer um Auf­träge in Cigarren unb Tabak genannter Manufactur, ba er Gelb nöthig hat unb sich ihm zum Absatz ber Straßburger Tabakfabrikate keine Gelegenheit mehr bietet Preise unter Einkauf. Briefe unter Nr. 622 an bie Expebition dieser Zeitung."

Folgenbe hübsche Kinbergeschichte wirb berNieberschles. Ztg " erzählt: Ein Görlitzer Beamter besitzt einen jungen Knaben unb einen alten Hund, bie treue Spiel­genossen sinb. Der Hunb pflegt burch Bellen anzuzeigen, wenn Jemanb an ber Wohnung klingelt, was in ben entfernt liegenben Zimmern oft nickt gehört wirb. Der Knabe spielt nun eines Nachmittags im Corribor unb ber Hunb schläft. Es klingelt, aber Sultan hört es nicht. Da steht bas Kinb leise vom Spiele auf, steckt seinen Kopf in bie Stube unb machtWau, Wau!" Sultan erwacht bavon unb hebt ben Kopf, ber Knabe aber sagt:Schlaf nur weiter, Sultanchen, ich hab schon."

Nürnberg, 16. Juni. sBay rische Lanbes-Jnbustrie-Gewerbe- unb Kunst- Ausstellung in Nürnberg 1882.] Als ein großer Fortschritt gegenüber ben früheren Ausstellungen erscheint auf ber Bayrischen Lanbes - Ausstellung in Nürnberg bie Arrangirung einer Reihe von Collectiv-Ausstellungen, b. h. bie Zusammenorbnung ber Gegenstänbe mehrerer Aussteller eines unb beffeiben Gewerbes in einem gemeinschaft­lichen Tisch, Schrank ober Pavillon, so baß ber Besucher bie gleichartigen Erzeugnisse gleichsam mit einem Blicke zu überschauen vermag. Dies wirb namenttich von jenen Leuten als Wohtthat empfunden, welche die Ausstellung zu Zwecken des Studiums und der Belehrung besuchen. Man kann schon jetzt behaupten, daß dieser Gedanke zu ben wirksamsten gehört, welche bie gegenwärtige Ausstellung gezeitigt hat; er verbient baher bei künftigen Ausstellungen eine sorgsame Wetterbilbung Auch bie anbere Art von Collectiv-Äusstellungen, welche bie Münchener Ausstellung 1876 in's Leben rief, bie Zimmereinrichtungen nämlich, erfuhr auf der Nürnberger Ausstellung eine hervorragenbe Berücksichtigung, unb es ist erfreulich, zu sehen, baß gerabe biese verschiebenen Zimmer unb Stübchen die Besucher am meisten anziehen.

Der Ausstellungsplatz hat nun ein anderes Aussehen bekommen; die Blüthen der Kastanienbäume sind abgefallen und die ersten Blumen haben andern Platz gemacht. Gegenwärtig ziehen namentlich die herrlichen Bananen und Palmen, welche über den ganzen Platz hin zerstreut sind, die Besucher an. Das Laub der Bäume ist dichter unb dunkler geworben; aber leibet braucht jetzt Niemand ihren Schatten zu suchen, ba bie Witterung seit einigen Tagen unfreunblid) kalt ist. Trotzdem ist ber Besuch ber Aus­stellung sowohl von Seiten ber Stabtbevölkerung, wie ber Fremben, welche theilweise weise burch bie hier gastirenben Meininger angezogen werben, ein sehr zahlreicher. In ben letzten Tagen besuchte auch eine Reihe von Schulen unter Aussicht ber betreffenben Lehrer bie Ausstellung; ebenso fanben sich bereits bie Arbeiter von mehreren größeren Etablissements ein. Unter ben hervorragenben Persönlichkeiten, welche in ber letzten Woche ber Ausstellung einen Besuch abftattden, ist ber Regierungspräsibent von Nieder­bayern, Herr v. Lipowsky, bie Frau Fürstin von Hohenlahe-Schillingsfürst in Be­gleitung ber Prinzen Moritz unb Alexanber unb der Prinzessin Elisabeth, zwei Mit­glieder ber Züricher Ausstellungs-Commission, Herr Ebuarb Geyer und T. Harbmeyer- Jung u. s. w. zu erwähnen.

In ben nächsten Tagen erscheint ein großer kolorirter Plan bes ganzen Aus­stellungsplatzes, herauSgegeden vom Bayrischen Gewerbemuseum. Ebenso erscheint bem- nächst bie 2. Auflage bes Hauptkatalogs und gleichzeitig auch im Verlage von Rubolf Mosse bie 2. Auflage bes Officiellen Führers. Die 2. Auflage bes Kunstkatalogs ist bereits erschienen unb ftnbet, wie ber Katalog überhaupt, einen über alle Erwartung raschen Absatz.