gogischer wie in didactischer Beziehung die geeigneten Maßregeln zu ergreifen.
b. An die Staatsregierung das Ersuchen zu richten, die Frage prüfen lassen zu wollen, ob es sich nicht empfehle, eine Organisation dahin zu treffen, daß jeder größeren Lehranstalt oder je einer bestimmten Gruppe von höheren Lehranstalten ein besonderer ärztlicher Beamter — Schularzt — beigegeben werde.
c. Der Großh. Regierung zu empfehlen, daß dringlichst darauf hingewirkt werde, daß übervölkerte höhere Lehranstalten durch Theilung bezw. Trennung entlastet werden.
d. Die Großh. Regierung zu ersuchen, die Frage prüfen zu laffen, ob es sich nicht empfehle, einen gegen den Gebrauch der Schiefertafel und für Einführung von Papiertaseln gerichteten Erlaß auszugeben.
Da Niemand mehr sich zum Wort meldete und sämnitliche zur Berathung stehenden Fragen erörtert waren, schloß der Vorsitzende die Conferenz, indem er den Teilnehmern für die aufopfernde Hingebung, mit welcher sie sich der Aufgabe unterzogen hatten, den Dank der Regierung aussprach.
m Darmstadt, 6. December. Der zweiten Kammer der Stände ging gestern von Seiten der Großh. Regierung ein Gesetzesentwurf in Betreff der „Eisenbahnen von localem Interesse und der Straßenbahnen" zur verfassungsmäßigen Berathung und Beschlußfassung zu. Außer einer großen Spectalkarte des Großherzog- lhums, in welcher die projectirten Bahnlinien eingezeichnet sind, liegen dem Gesetzesentwurfe zur Vertheilung an die Abgeordneten zwei Broschüren bei, deren erste den Titel führt: „Secundärbahn-Projecte im Großherzogthum Hessen. Aktenmäßige Darstellung der an die Großh. Regierung und an die Stände gerichteten Gesuche wegen Erbauung von Secundärdahnen im Großherzogthum Hessen, sowie Vorprüfung der von einigen Eisenbahncomite's vorgelegten generellen Secundärbahn-Projecte." Die zweite Broschüre enthält Gesetz und Verordnnngen, betr. den Bau und den Betrieb von Secundärbahnen, Localbahnen und Straßenbahnen in Ländern außerhalb Deutschlands und in deutschen Bundesstaaten. Diese Materialien sind, wie die Großherzogl. Regierung dazu bemerkt, theils officiellen Veröffentlichungen der betreffenden Regierungen, theils Vorlagen an Volksvertretungen, theils der Fachliteratur entnommen und dürften, wenn sie auch keine erschöpfende Darstellung des Secundärbahnwesens in den Nachbarstaaten geben, doch zur vergleichenden Beurthetlung des von der Großherzogl. Negierung den Ständen vorgelegten Gesetzesentwurfes dienen können.
Telegraphische Depesche«.
Wolff'S telegr. Eorrefpondenz-Birreair.
Berlin, 6. December. Das Abgeordnetenhaus erledigte das Extraordinarium des Etats des Ministeriums des Innern und lehnte die Positionen für die Gefängniß- bauten in Kempten, Saarburg und Grevenbroich ab. Beim Bergetat erklärte der Minister Maybach, für die durch das Hochwasser Beschädigten werde die Bergwerksverwaltung Kohlen und Coaks unentgeltlich hergeben und die Beförderungskosten für Brennmaterial ganz fortfallen lassen. Von der Veräußerung unrentabler Bergwerke sei aus Rücksicht aus die tnteressirte Bevölkerung immer wieder Abstand genommen worden. Der Bergetat wird darauf unverändert genehmigt. Minister Maybach verliest schließlich eine eben eingegangene Depesche des Oberpräsidenten aus Coblenz, wonach der Rhein seit gestern um 44 Zentimeter gestiegen sei, auch der Neckar und die Mosel seien im Steigen begriffen.
Fortsetzung Dienstag.
— Die „Prov.-Eorr," sagt in einem Artikel über die bisherigen Verhandlungen des Abgeordnetenhauses, daß die bisher geübte Art und Weise, die Geschäfte zu erledigen, den Interessen des Landes durchaus entsprechen. Die Hoffnung, daß unter solchen Umständen eine Verständigung der Parteien unter einander und mtt der Regierung zumal bei Prüfung der Reformvorschläge bezüglich der organischen Gesetzgebung erleichtert werde, sei eine wohlberechtigte.
Berlin, 6 December. Der Kaiser ist heute Abend IO1/» Uhr wohlbehalten aus Göhrde zurückgekehrt. .
Koblenz, 6. December. Ihre Majestät die Kaiserin verläßt morgen Vormittag 9V2 Uhr mit ihrem Gefolge Koblenz und reift über Gießen, Guntershausen, Börsum, wo der Thee eingenommen werden soll, und Magdeburg nach Berlin, woselbst die Ankunft 10 Ubr 20 Min. erfolgen dürfte.
— Der Main und die Mosel steigen wieder, der Rhein ist in Folge dessen seit gestern um 30 Ctrn. gewachsen. Eine abermalige Ueberschwemmung steht indeß vorläufig noch nicht zu befürchten.
Trier, 6. December. Das Wasser der Mosel steht hier ft'll, dagegen ist dasselbe bei Metz in raschem Steigen. Die Saar ist in vergangener Nacht um einen Fuß gefallen.
Köln, 6. December. Der Rhein ist seit heute früh um 31 Ctrn. gewachsen. Nach eingegangenen Nachrichten wächst die Mosel sehr stark, auch der Neckar und der Main nehmen langsam wieder zu. Das Wetter ist bei sehr tiefem Barometerstand sehr hell. Der Noihftand der von der Ueberschwemmung heimgesuchten Bevölkerung ist namentlich in Worringen sehr groß
Köln, 6. December, 7 Uhr 30 Min. Abends. Pegelstand 6-62 Mtr.
Frankfurt a. M., 6. November. Heute fand die erste Versammlung zur Gründung eines deutschen Colonialvereins statt. Nach eingehender Debatte, an welcher sich auch Rohlfs, Meyer (Bremen), Dr. Fabri (Barmen) und Oberbürgermeister Miquel beteiligten, wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, den Verein in's Leben zu rufen. Zweck desselben ist, die Colonialbestrebungen des deutschen Volkes zu unterstützen und zunächst den bestehenden überseeischen deutschen Handelsfaktoreien, welchen der Schutz einer c'vilisirten Macht fehlt, nationalen Schutz zu erwirken, ferner geeignete Plätze zur Errichtung von Handelsfaktoreien zu ermitteln und endlich überseeische deutsche Niederlassungen zu begünstigen ober an deren Begründung theilzunehmen. Zum Präsidenten wurde Fürst zu Hohenlohe-Langenburg gewählt.
Dresden, 6. December. Bei Beobachtung des Venusdurchganges ging die erste äußere Berührung wegen starker Wolkenbildung verloren. Dann hellte der Himmel sich wenige Minuten auf, so daß die Beobachtung des inneren Contaktes vollständig gelang. Um 3 Uhr 16 Min. 2 Sek. schwebte die Venus frei in der hellleuchtenden Sonnenscheibe.
Lokales.
Gießen, 7. December. Wie man uns mittbeilt, sind heute die Barmherzi gen Schwestern hier eingetroffen und haben im Weißbäcker'schen Hinterhause auf dem Seltersweg Wohnung genommen.
Gießen, 7. Decbr. (Thiecschutz-Verein.^ In der Sitzung am 4. d. Mts. wurde mitgetheilt, daß die „Spar- und Leihkasse" mit betauter dankenswerter Freigebigkeit dem Verein 50 «X zu Thierschutz-Zwecken bewilligt hat. Mitglieder zählt der in feiner jetzigen Gestalt noch junge Verein nunmehr 682. Beschlossen wurde: An 7 Dienstboten zu Gießen, welche längere Jahre bet ein unb derselben Herrschaft dienen und sich in der Pflege und Behandlung der ihnen anoertrauten Thiere als zuverlässig erwiesen haben, Prämien von 10 und 5 «X auszuzahlen. Sodann sollen jetzt Futterplätze für Vögel eingerichtet werden und zwar zunächst an 4 Enden der Stadt in geschlossenen Gärten- Herr Fabrikant F. Koch wird beauftragt, das geeignete Futter anjuftaffen. Es wird die Hoffnung ausgesprochen, daß die Vereinsmitglieder noch weitere Futterplätze in ihren Gärten und an sonst geeigneten Stellen errichten und wird empfohlen, wenn möglich gedeckte Plätze, rote überdachte Gartenhütten rc, hierzu zu wählen, vor Allem aber darauf Bedacht zu nehmen, daß die leider hier so zahlreichen Katzen die vom Frost oft ermatteten Vögel nicht wegfangen. Um diese schöne und nutzbringende Thätigkeit zu fördern, wird beschlossen, Futter an Vereinsmitglieder unentgeltlich abzugeben und funn solches bei Herrn F. Koch in Empfang genommen werden.
— Heute Morgen wurde ein Oeconom, welcher durch feinen Knecht verfälschte Müch zum Verkauf in hiesige Stadt einbringen ließ, von Großh- Schöffengericht dahier zu 40 JL Geldstrafe verurtheilt-
Vermischtes.
Lollar, 6. December. Kommenden Sonntag wird auch in Lollar der dortige Männergesangverein ein Concert zu Gunsten der Wasserbeschädigten im Großherzogthum veranstalten. Möge das Ergebniß ein erfreuliches zu nennen sein.
Bürgel a. M, 3. December. Heute Nachmittag fand von allen Seiten nach unserem Orte eine wahre Völkerwanderung statt, um die Unglücksstätte in Augenschein zu nehmen. Das Hauptconttngent stellten die Stadt Frankfurt und Offenbach. Die Zahl der Besucher dürfte sich auf 20,000 bis 25,000 belaufen. Der Zudrang war so außerordentlich stark, daß m den Straßen kaum durchzukommen war. An den Sammelstellen für die Bedrängten ging eine annehmbare Summe ein. Der angerichtete Schaden dürfte sich, ganz gering gerechnet, auf über 200,000 Mark belaufen.
— Die Ueberschwemmung in Bürgel hat übrigens nicht blos gräßliche Noth verursacht, sondern auch — rote ein Zomfponbent der „Fr. Zty " sich burch Augenschein überzeugt — geradezu em Verbrechen enthüllt. Denn nur ein Verbrechen kann der Leichtsinn ober bie Habsucht genannt werden, mit der die neuen Häuser, die jetzt ein werthloser Schutthaufen sind ober unbewohnt unb dem Einsturz drohend dastehen, gebaut worden sind. Diese Häuser, etwa sechzig an der Zahl, entstanden in den Jahren 1867 unb 1868, sind also 14 bis 15 Jahre alt geworden. Kaum stieg das Wasser und füllte die Keller, so gaben die Grundmauern nach und die Gebäude stürzten zusammen. Der genannte Correspondent hat ein Haus gesehen, wo das Wasser nur bis zur halben Staffelhöhe vordrang, als schon das Innere des Hauses. Wände, Thüren und Böden, zusammenbrach und in den Keller stürzte; Mauern und Dach biteben stehen und die Einwohner konnten sich nur durch einen Sprung durch das Fenster retten. Wie der Einsturz geschehen konnte, das sieht man an einem anderen Hause, das nur halb zusammenstürzte; auf der dünnen Backstemwand sitzen die Durchzugsbalken kaum Zoll breit auf, so daß, wenn die Mauer nur ein bischen wich, das ganze Innere zusammenbrechen mußte. Und welches elende Material! Am elendesten war das Mauerwerk selbst. Kein Backstein blieb auf dem andern; sie hatten in sechszehn Jahren noch nicht so viel Fühlung gewonnen, daß sie in der Noth zusammenhielten. Befühlte man den verbindenden Stoff, so war es der reine sandige Staub oder trockener Lehm. Da war es kein Wunder, daß die Häuser nicht aushalten konnten, viel eher noch ein Wunder, daß sie so lange aushielten. Und doch drang die Hauptströmung des Mains nicht hier (an der östlichen Seite) ein, sondern ging nordwestlich vorüber. Und von den alten Häusern Bürgels ging nicht ein einziges zu Grunde. Der Einsturz des ersten Hauses, das die bret Kinder und das Dienstmädchen unter seinen Trümmern begrub, war den übrigen Bewohnern ein rettendes Warnungszeichen; sie ließen Alles im Stich und flohen mit dem nackten Leden- So hat der Einsturz der übrigen Häuser wenigstens keine Menschenleben mehr gekostet-
— Welche Teufel in Menschengestalt müssen es sein, die Angesichts des furchtbaren Elends, das ihre Mitmenschen betroffen, noch auf Raub ausziehen, um das Wenige, was Manchem noch geblieben, zu st hlen! In Bodenheim wurde dieses schändliche Handwerk von einer Anzahl Burschen in frechster Weise betrieben Mik einem Nachen ausgerüstet, fuhren die Kerle an die unter Wasser gesetzten Häuser unb plünberten nach Herzenslust; bie gestohlenen Sachen wurden alsdann in ein Versteck gebracht. Den Bemühungen bet Sicherheitsorgane ist es bereits gelungen, zwei dieser Kerle zu verhaften unb bleibt uns nur der Wunsch, daß das Gericht die ganze Strenge des Gesetzes hier walten lassen möge. (Schade, daß bei diesen Hallunken bie Prügelstrafe nicht in Anwendung kommen darf!) Auf Anordnung der Lokalpolizeibebörden dürfen fortan bet eintretender Dunkelheit keine Nachen mehr nach den unter Wasser gesetzten Straßen fahren; auch dürfen nur solche Personen sich an dem Rettungswerke betheiligen, die mit einem Erlaubnißschein der betreffenden Bürgermeistereien versehen sind.
Mainz, 5. December. Heute Vormittag fiel der Rhein ziemlich rasch, doch heute Mittag machte sich schon das gestern hierher gemeldete Anwachsen des Rheines bemerkbar und das Wasser fiel nur noch langsam zurück- Heute Mittag 4 Uhr zeigte der Brückenpegel Mtr. 3 95. — Gestern, tm Laufe des Tages, fand eine Untersuchung der städtischen und privaten Pumpbrunnen statt und wurde habet conftatirt, daß ein großer Theil der Brunnen mit Nheinwasser versetzt war, so daß sich das Polizeiamt veranlaßt sah, durch Plakate vor dem Genuß solchen Wassers zu warnen.
Z aftel, 5. December. Die seither sistirt gewesenen Brückenbauarbeiten am Strompfeiler sind feit heute wieder ausgenommen worden.
Mainz. 6. December. Kaum ist der Rhein in fein Bett zurückgetreten und schon laufen Nachrichten hier ein, die zu den ernstesten Befürchtungen einer nochmaligen Ueberschwemmung Veranlassung geben- Während hier der Rhein in verflossener Nacht verhältmßmäßig nur wenig — 7 Zentimeter — gestiegen, wird von Maxau und Mannheim sehr rasches Steigen gemeldet. In Mannheim ist der Rhein m verflossener Nacht 35 Zentimeter und der Neckar 45 Zentimeter gestiegen- Von der Mosel wird gemeldet, daß dieselbe von gestern auf heute 76 Zentimeter gewachsen ist. Auch der Main ist wieder im Steigen- Das Gartenfeld befindet sich noch immer in einer sehr trostlosen Lage. Zwar sucht man mit Pumpen an verschiedenen Stellen einzugreifen, doch ist die Wirkung nur eine sehr geringe und es wird noch sehr lange dauern, bis das Gartenfeld ganz wasserfrei ist, denn die niedergelegensten Theile, so z B. die Pechfabrik von N'llrus Sohn, haben heute noch das Wasser nahezu 1 Meter hoch in den Stuben.
Köln, 4. December. Das Königliche Polizeipräsidium und das Oberbürgermeisteramt veröffentlichen heute die sanitären Maßregeln, welche zur Verhütung der Nachtheile, die für die Gesundheit der Bewohner in den vom Hochwasser betroffenen Stadttheilen entstehen können, dienen. Zu diesen Maßregeln gchören Reinigen, Lüften unb Heizen der überschwemmt gewesenen Wohnungen, Aufnahme des Bodenbelags, thunlrche Erneuerung der Dielen und Ersetzung der Unterlage durch trockenen Sgnd, Asche oder Coaks, Auspumpen der Keller. Latrinen und Senkgruben, Desinfection der Wohnräume, sowie der vorgenannten Räume durch Carbolsäure, ebenso derjenigen Gegenstände, welche von der Ueberschwemmung betroffen worden sind; Untersuchung sämmtlicher öffentlicher unb Prwatbrunnen unb Ersatz ungenießbar gewordenen Brunnenwassers durch Wasser aus der städtischen Wasserleitung. Besondere Localcommlssionen werden sich mit der Untersuchung der einzelnen vom Hochwasser heimgesuchten Häuser befassen. Die Stadtverordneten Guilleaume, Emil v. Rath, Werres. Loosen, Liebmann, Albert Bachem haben bei der städtischen Verwaltung nachstehenden Antrag eingebcacht: „Die Stadtverordneten-Versammlung wolle beschließen, eine Commission zu ernennen, bie unter Zuziehung bes Hafencommissars. bes Directors der Gas- und Wasserwerke sowie des Stadtdaumeifters mit der baldigen Aufstellung eines Planes der bet eintretender Wassersnoth zu ergreifenden Maßregeln betraut wird." Gründe. „Die Antragsteller können sich nicht bei dem in den letzten Tagen so oft citirten Ausspruche Freiligraths: „daß der, der vorn Rhein lebe, sich auch gefallen lassen müsse, daß er ihm zuweilen durchs Fenster komme", beruhigen, sondern sie sind der Ansicht, daß es, die Unterstützung der Bedürftigen der geordneten Armenpflege unb ber Privatwohl- thätigkeit überlassenb, wenigstens Pflicht der Gemeinde ist, wenn eine solche Zalamttät droht, durch rechtzeitige Warnung und Benachrichtigung, und wenn sie eintritt, durch Organisirung der Zommunifationen, der sanitären Maßregeln unb des Nachrichtendienstes der Wiederkehr von Zuständen, wie wir sie eben erlebt haben, zu begegnen. In einem solchen Augenblick scheint es uns am wenigsten am Orte zu sein, Jnstanzm- gänge unb Competenzen ber einzelnen Organe, wie Stadt- und Polizeiverwaltung, deren Maßregeln als sachliche Polizeikosten ja doch pon der Stadt bezahlt werden müssen, zum Austrag zu bringen und ebenso wenig Untersuchungen über die moralischen Verpflichtungen der Hauseigenthümer und Vermiether eintreten zu lassen, sondern in einem solchen Falle heißt es: Hülfe bringen unb zwar augenblickliche Hülfe; unsere Wasser- roebr muß in berfelben Weise organifirt fein rote unsere sich so trefflich bewährte Feuerwehr. Die abgegebene Erklärung des Hafencommissars, daß nach dem plötzlichen Eintritt solcher Ereignisse sich keine besseren Maßregeln treffen ließen als geschehen, veranlaßt die Unterzeichneten zu ihrem Anträge und bezwecken sie dadurch die Ausführung der als geeignet zu erachtenden Maßregeln, je nach den eintretenden und zu erwartenden Pegelständen nach geordnetem „Mobilmachungsplan" unter Verantwortlichkeit ber bamit betrauten Personen zu sichern. Der stets zu erwartende Wiedereintritt ber Wassersnoth, namentlich für den laufenden Winter, läßt eine schleunige Erledigung wünschen."
Darmstadt, 6. December. Heute Morgen ließ sich unweit ber Bessunger Haltestelle ein Soldat von der reitenden Batterie, wie wir hören, der Sohn eines rhemhessischen Bürgermeisters, von dem ent en nach Heidelberg gehenden Güterzuge überfahren und wurde dem Selbstmörder sofort der Kopf vom Rumpfe getrennt. Der Mann stand bereits im zweiten Dienstjahre.


