Stellung den verwundeten Soldaten auf dem Schlachtfelde widmete, erhielt sie nach beendetem Kriege die schriftliche Zusicherung, daß bei ihrem einstigen Leichenbegängnisse Mtlitärmusik ausrückcn solle. Da aber Budweis keine Musikkapelle besitzt, so hat der dortige Veteranenverein die Musik geliefert und die irdischen Reste der würdigen „Soldatenmutter" m feierlicher Weise zur letzten Ruhestätte begleitet.
— [@in Franzose über Deutschlands Wie wir dem „Gaulois" entnehmen, ist der bekannte Dominikanerpater Didon soeben nach einem mehrmonatlichen Aufenthalt in Deutschland, wohin er sich nach seinem Exil auf der Insel Corsika begab, nach Paris zurückgekehrt- Er gedenkt hier einige Wochen zu verweilen und nachdem er den Advent gepredigt, eine Reise nach Palästina anzutreten, lieber seinen Aufenthalt in Leipzig und Berlin, woselbst er sich mit Eifer dem Studium deS „Deutschen und Deutschlands" widmete, äußerte sich der beliebte Prediger sehr befriedigt. Er hat viele Erfahrungen gesammelt und beabsichtigt, ein Werk herauszugeben, dem seine täglichen Aufzeichnungen in den deutschen Universitätsstädten zu Grunde liegen sollen. Im März d. I. schrieb Pater Didon aus Leipz'g an einen Freund: „Ich stecke im Deutschen bis über die Ohren, ich übersetze drauf los und buchstabire wie ein kleiner Junge die rauhen Silben dieser Sprache, deren ich mächtig sein will, ehe ich nach Parts zurückkehre." Und etwas später ließ er sich aus Berlin vernehmen: „Ich bin ein einfacher Berliner Student. Mit meinen vierzig Jahren und der Mappe unter dem Arm gehe ich unter Studirenden einher, sitze in ihrer Mitte zu den Füßen der Katheder ihrer Lehrer. Ich finde sie ernst und schlicht; sie lauschen aufmerksam, machen sich Aufzeichnungen, arbeiten fleißig. Die Renommisten und Händelsucher unter ihnen bilden eine geringe Minderheit. Auch die Lehrer überraschten mich durch ihr bescheidenes Auftreten. Alles geht ohne Gepränge vor sich, ohne das obligate Zuckerwasser, ohne Pedelle und silberne Kette um den Hals. Der Professor hat auch keine besondere Thür, er kommt wie die Zöglinge, hängt Ueberzieher und Hut an den nämlichen Pflock, wie die Hörer, setzt sich auf einen gewöhnlichen Strohsessel und lehrt nicht Worte, sondern Dinge." Im Hinblick auf den Culturkampf und seine Nachahmer in Frankreich äußerte der Pater, man müsse aus Deutschland kommen, um recht zu erkennen, welchen Irrweg die französische Regierung mit der Verfolgung der Kirche eingeschlagen hat.
— [@in Sonderlings Das „Deutsche Mont.-Bl." schreibt: „Vor einigen Monaten durchlief eine Notiz die Presse, welche meldete, daß die verwtttwete Herzogin von Galltera dem heiligen Vater die Nutznießung zweier großer italienischer Herrschaften zugewiesen habe. Die Geschichte des ungeheuren Reichthums der Herzogin von Galltera dürfte vielleicht nicht allgemein bekannt sein. Der verstorbene Herzog besaß ein Vermögen von 300,000,000 Francs und einen einzigen Sohn, der, schon als Jüngling allen sogenannten noblen Passionen abhold, die größe Nichtachtung des Geldes an den Tag legte. Kaum 20 Jahre alt, zog sich der junge Herzog in das Gebiet Nizzas zurück. Er bewarb sich um die Schulmetsterstelle und erhielt sie. Sein Vater sandte ihm alljährlich 3—400,000 Frcs., der junge Herzog sandte das Geld nach Paris, wo cs als anonyme Spende unter die Armen vertheilt wurde. Der hochadelige Schullehrer lebte schlecht und recht von seinem kleinen Gehalte in emsiger Erfüllung seiner Pflichten. Nach drei Jahren seiner Thät-gkeit sandte ihm das französische Unterrichtsministerium die Ernennung zum „Officker de l'Academie". Der junge Herzog lehnte dieselbe in einem artigen Briese ab. Er schrieb, der Fall, daß ein Schullehrer nach dreijähriger Thätigkeit im Amte eine so hohe Auszeichnung erfahren, sei noch nicht vorgekommen, er müsse also in derselben eine Rücksicht auf seinen Namen erblicken und könne, entschlossen, sich selbst Alles zu verdanken, diese nicht annehmen. Vor wenigen Jahren starb der Vater des Sonderlings und das riesige Vermögen fiel dem Sohne zu. Dieser ging sofort nach Paris, setzte ein Testament auf, in welchem er seine Mutter zur Universalerbin ernannte, und einen zweiten Akt, in dem er feiner Mutter bei Lebzeiten die freie Verwaltung und ungehinderte Verfügung über das Vermögen der Galliers übertrug. Nachdem er diese Formalität erfüllt batte, zog er sich wieder in sein Dörfchen zurück und bereicherte nun nach wie vor die Köpfe der Jugend mit dem A-B-C. Die alte Herzogin, wohl die reichste Frau der Erde, wird von den Jesuiten und anderen geistlichen Congrrgationen auf den Händen getragen. Sie hat unlängst ein großes Hospital gegründet, in welchem die Krankenpflege einem religiösen Orden zugewiesen ist.
Landwirthschaftliches.
lieber Erkranken der Schafe nach Luzinenfütteruna lieaen
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Körne?ers?a? Agrikulturchem." wurde empfohlen, sowohl Heu als
ganze Heerden damtt füttert Wirkung zu prüfen und bevor man
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