Rentners Carl Vogt dahier.
14) Desgleichen
des
15) Desgleichen des Möbelhändlers Wilhelm Reiber dahier.
16) Desgleichen des Metzgermeisters Heinrich Meister dahler.
. — • ■ l -x a/ . , . - ____2 OY OT~1 a v* tu ß X AntOV
17) Desgleichen
des
B. v. F.
Derwifchte^
— Programm gratis in Carl
Hotel, und dessen Filialen.
des des
rungen-
12) Desgleichen
13) Desgleichen
der besten Novitäten.
Lohnen wir sein Bestreben mit vollem Hause.
Karl Merkel dahler.
Maschinensabrikanten G e or g Renzel dahler-
Berlin, 6. Februar- Gestern Abend 51/* Uhr hat der Militärposten an der Jnvalidensäule'ausKnaben, die ihn geneckt hatten, geschossm. Trotzdem er nur einmal aefeuert hatte, wurde ein zwölfjähriger Knabe getödtet, einer schwer m die rüst verwundet und ein dritter Knabe leicht am Oberarm gestreift- Der Soldat, em FüsiUer Werner der 9- Compagnie des Garde-Füsilier-Regiments, wurde natürlich sofort tn Haft genommen.
Salmünster, 31. Januar. Bei einer im hiesigen kgl. Forstb'zirk heute abgehaltenen Jagd auf Hochwild hatte Herr Bürgermeister Berta von Soden das gewiß seltene Glück, drei Hirfche, Prachtexemplare, durch einen Schuß zu erlegen. Z.veien der Hirsche war die Kugel durch den Hals, dem dritten in die Brust gedrungen. Es klingt die Sache märchenhaft, dock kann die Wahrheit verbürgt werden.
Worms, 3. Februar. Das 2Vrjähftge Kind eines hiesigen Einwohners, welches gestern Mittag unglückl cher Weise an ein Fläschchen Vitriol, das ein dortiges Dienstmädchen zum Putzen von K^pfergesckirr gebrauchte, gerieth und von demselben getrunken, ist heute Nacht unter furchtbaren Qualen seinen Leiden erlegen.
— Die Einfuhr von Bausteinen aus Deutschland nach den Vereinigten Staaten ist das Allerneueste. Eine Firma in NewIovk hat nämlich 300 Tonnen der berühmten rothen Sandsteine aus den Steinbrüchen von Wetthh un am Main den Main herunter nach Rotterdam gebracht, wo sie gegen sehr billige Vergütung von den holländischen Dampfern als Ballast nach New-York gebracht werden.
— sMasseneinbruch auf dem Eise.) Am Mittwoch ereignete sich m Hannover auf dem Eise der Masch ein Unfall, welcher aufs Neue zu größter Vorsicht mahnt. Hinter Bella-Vista hatte sich eine große Zahl von Schlittschuhläufern auf einer Fläche, welche besonders gutes Eis bot, verein gt, als dieses plötzlich an einer Stelle nachgab. Zuerst brach ein Einzelner durch das E's, dieses verlor dadurch die Spannkraft, und im Ang nblick war eine Fläche, etwa von der Größe des Bahnhofsplatzes, vollständig zertrümmert. Einige hundert Personen versanken, und zweifellos wäre eine Katastrophe fürchterlichster Art erfolgt, wmn nicht zum Glück das Wasser an dieser Stelle so geringe Tiefe gehabt hätte, daß keine unmittelbare Gefahr vorhanden war. Trotzdem dürfte der Unfall nicht ohne mannigfache üble Folgen bleiben; denn auch die Erwachsenen, darunter viele Damen, mußten geraume Zeit in dem kalten Bade verweilen, bis sie sich durch die Eisschollen zum Lande durchgearbeitet hatten.
— sSchnellzugverkehr.) Aus Anlaß einer Reihe von Specialfällen ist jetzt, wie man uns mittheilt, für die preußischen Staats- und unter Staatsverwaltung stehenden Bahnen eine Bestimmung erlassen worden, welche das ausnahmsweise Anhalten von einzelnen Schnell- und Personenzügen auf solchen mittleren und kleineren Stationen regelt, welche fahrplanmäßig ohne Aufenthalt durchfahren werden. Es soll hiernach die Gestattung hiei zu, die rechtzeitige Anmeldung bei der competenten Behörde vorausgesetzt, nur dann erlheilt werden, wenn eine größere Anzahl von Personen mit dem betreffenden Zuge befördert werden will, wenn betriebstechnische Gründe nicht den Aufenthalt unthunlich erscheinen lassen und wenn durch die Maßnahme nicht eine Erschwerung des Expeditionsdienstes (Ausgabe von B'llets, Einschreibung von Gepäck rc. zu einer sonst hierfür nicht bestimmten Zeit) erforderlich wird. Im Uebrigen werden die Verwaltungen entsprechenden Anträgen mit thunlichster Coulanz Folge geben.'
Eingesandt.
Wie wir von befreundeter Seite erfahren haben, findet am Mittwoch den 8. Febr. die Benefizvorstellung für den Regisseur unseres Theaters, Herrn Schreyer, statt. Das fünfactige Lustspiel WeSpe" von R. Benedir wird an diesem Abend zur Aufführung gelangen und wenn wir unfern Blick auf den Erfolg dieser Novität richten, den es an allen größeren Bühnen erzielt hat, so dürfen ro;r bei der Leistung unseres hiesigen Theater-Emsembles einen unterhaltenden und genußreichen Abend erhoffen
Für die Gediegenheit von Roderich Benedix Lustspiel bürgt ferner der Umstand, daß es das einzige Stück des Autors ist, welches von den Franzosen übersetzt und in Paris mit enthusiastischem Erfolg m Scene gegangen ist.
W:r glauben Herrn Schreyer für manchen amüsanten Abend, den uns sein vortreffliches Spiel bereitet hat, n'cht besser danken zu können, als wenn wir ihn an seinem Ehrenabend mit recht zahlreichem Besuche erfreuen.
Er wird gewiß das seinige thun, um sich dem Publikum gegenüber wieder erkenntlich zu zeigen, denn seiner Regie verdanken wir die gute und exacte Aufführung
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7on der Annoncen - Expedition von II AAS ENSTE IRJ de VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
gasse.
- Ein heute Morgen Vr5 Uhr in einem Fabrik-Nebenbau der Alicenstraße ausgebrochenes Feuer, wurde nachdem ein Thetl des Dachstuhls abgebrannt war, ra(ch gelöscht ohne daß ein erheblicher Schaden entstanden wäre. Lobend zu erwähnen ist das rasche und zahlre'che Eintreffen der Heuchelheimer .Feuerwehr,. welche zwar nicht mehr zur Aktion kam, aber trotzdem das Bild einer trefflich geschulten Wehr bot. ————
Mainz, 2. Februar. Es ist bekannt, daß in dem trübseligen Weinjahre 1880 hiesige Spekulanten aus Italien Trauben kommen ließen, um aus diesen Beeren edlen Wem zu fabnziren. Schon damals machten sich viele Stimmen laut daß die Speku- kation eine verfehlte sein werde und daß aus den saueren Trauben Italiens, die halb reif hier ankamen, nie ein trinkbarer Wein werden könne. Diese letztere Annahme hat sich nun vollauf bestätigt Den ganzen Sommer über lagerten in der Güterhalle der hessischen Ludw gs-Effenbahn über 100 Stück diests zu Essig gewordenen Fabrikats, und erst kürzlich ist dasselbe nach allen Gegenden der Windrose (viel ging nach Bayern und nach den Niederlanden) zur Essigfabrtkation veräußert worden, so daß das ganze Lager minmeh^ " ebruar. Drambahn hat gestern um 1 Uhr Nachmittags den Betrieb plötzlich eingestellt, denselben indessen um 4 Uhr wieder ausgenommen. Differenzen mit dem Personal, welche inzwischen beigelegt wurden, bezeichnet man als Ursache der 24. Gesellschaftsreise nach ganz Italien und Steiften wird am
6 Avril unter persönlicher Leitung von Herrn Carl Riesel angetreten. — Der Himveg rotrb auf Wunsch über PartsLyon-Marseille und Genua genommen und über Rom und Neapel hinaus auch nach Sicilien, inch Besteigung des Aetna ausgedehnt- Der Rückweg erfolgt über Florenz-Venedig und Innsbruck. ~ ßnTt
Amsels Reisecomptolr, NW. Berlin, Central-Hotel, und desten Filialen.
Handel und Verkehr.
Gießen, 7. Febr Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pid X 1.00—1.08, Hühnereier 1 Stück 7-8 2 Stück 00—00 H, Enteneier per Stück
0 Gänseeier p. St 00—00 H, Käse per Stück 4—8 Käsematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 24 H, Linsen 1 Liter 30 Tauben das Paar 85-100 Hühner per Stück X 0.90-1.20, Hahnen per Stück X 130—200, Enten per Stück 2.00—250,
Gänse per Pfund 00—00 X Welsche per Stück X 0.00—0, Ochsenfleisch per Pfund 60- 62 X Kuh- und Rindfleisch 40—50 H, Kalbfleisch 40—44 Schweinefleisch 60 bis 64 Hammelfleisch 50—60 Kartoffeln 100 Kilo X 3 00—4.00, Zwiebeln per Centner X 6—8, Milch per Liter 16—18 H.
Fran kfurt, 6. Febr. (Fruchtpreise.» Weizen, effecttv hiesiger und Wetterauer X 25.60, fremder X 25.50—00. Roggen effektiv hiesiger X 20.50—21.00, fremder X 21.00-00. Gerste effektiv hiesige und Wetterauer X 20.50—21.00, fremde X 20 bis 21. Hafer effektiv hiesiger und Wetterauer X 15.75—17.25, fremder X 16—17 per 100 Kilo.
Frankfurt a. M 6- Februar. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren circa 336 Ochsen, 317 Kühe, 298 Kälber und 175 Hämmel. Die Preise für 100 Pfund Fleischgewicht stellten sich: Ochsen 1. Qualität X 70-00 2. Qualität 60—64, Kühe 1. Qualität X 56—00, 2. Qualität X 50—00, Kälber 1* Qualität X 54—60, 2. Qualität X 40—50, Hämmel 1. Qualität X 60—66, 2. Qualität X 40 -50, Schweine wurden vorige Woche ca. 334 Stück verkauft und mit 64 $ das Pfund bezahlt.
Antiquars A. K- Worms dahier.
18) Desgleichen des Condttors Robert Sattler dahier.
19) Gesuch des Graveurs Julius Bach dahier um Erlaubniß zur Anbringung eines Fensters in seinem Nebengebäude in der Blockstraße.
20) Gesuch des Material- und Farbwaarenhändlers Fritz Stimm dahier um Erlaubniß zur Erbauung eines Lagerschuppens. ..
21) Gesuch des Weißbindermeisters Wilhelm Seipp dahier um Erlaubniß zur Ueberbrückung eines städtischen Grabens.
22) Desgleichen des Maurermeisters B altbas er S trauch dahier
23) Die Herstellung einer Einfriedigung an dem städtischen Hause m der Weiden-
Berlin. 6. Februar. Der Kaiser eröffnete Nachmittags IV4 Uhr mit der Kaiserin, den kronprinzlichen Herrschaften, den Prinzen Wilhelm, Carl, Friedrich Carl, dem Prinzen und der Prinzessin Christian von Schleswig Holstern und Äderen Persönlichkeiten die Stadtbahn durch eine Rundfahrt mittelst Extrazuges. Der Arbetts- minifter Maybach überreichte dem Kaiser eine Festschrift und nahm an der Fahrt im Salon^^r^Kaiser besuchte gestern Nachmittag die Botschafter Rußlands, Englands und Oesterreichs und conferirte später mit dem Grafen Hatzfeld.
— Ueber die Stellung der Fractionen zur kirchenpolitischen Vorlage verlautet, vaß die Nat'onalliberalen, die Fortschrittspartei und die liberale Vereinigung btefelbe ablehnen Das Centrum beabsichtigt, Amendements emzunehmen. Die Fcei-Con- fervativen nehmen die gleiche Stellung wie zum Juligesetz em. , . . .
— Der Abg Richter (Hagen) brachte den Antrag em das Abgeordnetenhaus wolle beschließen, die Erwartung auszusprechen, daß die Eisenbahnbehorden bet Zu- non Inseraten für Leitungen und bei Beilegung von Fahcplanen nur die Zweckmäßigkeit und Verbreitung und Nicht die politische Parteirichtung in Betracht ziehen und^den Bahnhofsrestaurateuren nicht das Auflegen bestimmter Zestungen untersagen daß ferner die Eisenbahr.behörden ihren Beamten nicht das verfassungsmaß'g allen Preußen gewährleistete Petitionsrecht verkümmern, insbesondere nicht die Beamten wegen Ausübung des Petitionsrechts bei Vertheilung der Weihnachts-Gratisicationen ben acht heil'gen. Deputirtenkammer. Granet brachte seine bereits ange-
künd'gte Interpellation^über dw Vertagung der Revision der Verfassung ein und forderte dte Regierung auf, den von der Kammer votirten Revlsionsentwurf dem Senate vor, ruleaen Der Ministerpräsident Freycinet erwiederte, da der Entwurf ein Werk der Kammer sei, sei es nicht die Ausgabe des Cabinets, ihn im Senate vorzulegen. Die republikanische Majorität sei außerdem noch nicht vollkommen emlg m Bezug auf die Revision und die Regierung habe die Unterstützung 9esammten Majorität nothig. Die Revision stoße gegenwärtig noch auf unüberwindliche Hindernisse; die Regierung werde sich zur geeigneten Zeit wieder mit der Rev.sionsfrage beschäftigen und hoffe ™nem di?sbtzügkich-n Entwurf zum Erfolge zu v-rh-lf-w Die D-put,rt-nk°mm-r nahm schließlich mit 287 gegen 66 Stimmen eine von Gatineau eingebrachte und vom Min'sterium acceptirte Tagesordnung an, besagend: Die Kammer geht im Vertrauen auf die Erklärung der Regierung und deren festen Willen, die^ geforderten Reformen auszuführen, zur Tagesordnung über. — Der französisch-spanische Handelsvertrag ist heute unterzeichnet worden. ——————
Lokale-.
Gießen, 7. Februar. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 9. Februar 1882, Nachmittags 4 Ubr.
1) Voranschlag der evangelischen Kirche für das Jahr 1882/3.
2) Voranschlag für die Bedürfnisse der höheren Mädchenschule für 1882/3.
3) Desgleichen der städtischen Schulen.
4» Die Errichtung einer Lehrerstelle an der Stadtknabenschule.
5) Das Tonnensystem betr.
6) Der Fluthgraben'm Bürgerhospital. . r
7) Ueberfahrt über die Scboor an der Bierbrauern Poschel.
8) Den Straßenzustand vor dem Neustädter Thor betr.
9) Die Unterhaltung der Ortstafeln. . , .
10) Gesuch des Johannes Weber dahier um Bauerlaubnitz.
11) Gesuch des Kaufmanns Baruch Katzen st ein und des Metzgermeisters Eduard Plank dahier um Erlaubniß zur Vornahme von Bauverande
780 Weiße Stickereien und Kinder- Handschuhe werden billig abgegeben.
„Zum billigen Laden^
(Neuenweg B. 127).
Mebrere (Satten tu guter Lage find zu verkaufen durch 742 I. Blitz.
Zur Ball-Saison
empfiehic in großer Auswahl Blumen, Krausen, Spitzen, das Neueste in Spitzen- und AtlaSkragen, ^kichus, Borstecker, Handschuhe u. s. ro.
Robert HeMt«,
Srltersweg C. 59.
NB. Die noch vorrätigen Wolltücher, weiß und farbig, werden zu herabgesetzten Preisen verkauft 428
Landmrthsch. Iocalverein Gießen.
Sitzung am Mittwoch den 8. Februar 1882, Nachmittags 5 Uhr, 874 im Cafe Schnell.
preußische National-versicheruiM- Zesellschost in Stettin.
Versicherung gegen Feue r sch öden.
Vertreter für Gießen und Umgegend:
866 Heinrich Wallach, Marktplatz B. 34.


