Jürgensen, Namens Thomsen aus Flensburg, bestiegen zusammen ein Boot und fuhren auf den Mühlenteich hinaus. Bei einer unvorsichtigen Bewegung der Segelnden schlug das weder aus dem Kiel gebaute, noch mit Ballast versehene Boot um. Nur die beiden zuerst Genannten sind gerettet. Thomsen, der -ein vorzüglicher Schwimmer gewesen sein soll, hat wohl nur dadurch seinen Tod gesundem daß ihn einer der Untersinkenden umklammert hat- Gestern Abend wurde eines der Mädchen ans Land befördert, blieb aber trotz der Wiederbelebungsversuche dem Tode verfallen. Die Uebrigen konnten erst heute Früh ans Ufer gebracht werden.
— sLeichengift-l Es kommt leider nicht selten vor, daß Leute von giftigen Fliegen gestochen werden und gefährlich erkranken- Aber an solchen Unfällen sind- nicht die Fliegen schuld, sondern die Menfchen. Werden doch nur zu häufig kleinere tobte Thlere, wie Hunde und Katzen unverscharrt gelassen, in bie Garten und sogar auf die Sttaße geworfen. In diesen Kadavern bildet sich Leichengift, das von Fliegen, die sie der Nahrung wegen besucht haben, leicht auf Menschen übertragen wird. Man hat darum keinen Grund, sich zu wundern, wenn einmal durch eine solche Fttege Unglück angerichtet w.rd- Es liegt deshalb im öffentlichen Interesse, krepirte Thierc nicht auf den Kehrichthaufen, in einen Garten oder auf die Straße au werfen; es kann sich schon jeder die Mühe geben, sie ordentlich zu vergraben- Vielleicht wäre m dieser Beziehung auch Metzgern (betreffs der Abfälle), W'.ldprethandlern rc. einige Vorsicht anzuempfe hlen.
Eingesandt.
Gicsien, 1. August. Einem in der Stadt coursirenden Gerücht zu entgegnen, diene hiermit bie Notiz, daß nicht die Rübsamen'sche Badeanstalt zuerst vom Hochwasser mitgenommen, sondern in Folge des Abtreibens der Franz schen Bade- anstatt miigerissen wurde.
Schtsfsbericht. Mttgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W- Dietz Nachfolger Gießen. , . m ri. £
Bremen, 31 Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher
am 16. Juli von Bremen und am 18. Juli von Southampton abgegangen war, ist Sonnabend 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Handel und Berkehr.
Gießen, 1. August. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. JC. 1.10—1.15, Hühnereier 5—6 und 2 Stück 0 Enteneier per Stück 6—7 ,$, Käse per St. 5—8 H, Käsematte per Stück 3 ,$, Erbsen 1 Liter 24 -$, Linsen 1 Liter 34 ,$, Tauben das Paar 80—90 ,$, Hühner per Stück JL 0.90—1.20, Hahnen per Stück JL 0.65—1.20, Enten per Stück JL 1.80—2.50, Ochsenfleisch per Pfund 64—66^, Kuh- und Rindfleisch 54—60 ,$, Kalbfleisch 50 bis 54 ,$, Schweinefleisch 62—64 ,$, Hammelfleisch 64—66 H, Kartoffeln per 100 Kilo JC. 6.00—7.00, Zwiebeln per Centner JL 7—9, Milch per Liter 14—18/$, Kirschen per Pfund 00—4)0,$. Gänse J4 3—3.50.
Frankfurt, 31. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger undWetterauer JL 00—00, fremder JL 23—25Vz, Roggen eff. hies. JL 19, fremder JL 17—19, Gerste eff. hies. und Wetterauer JL 00—00, fremde JL 00—00, Hafer eff. hies. vH. 16—17, fremder JL 153 4—17. Rüböl eff. ohne Faß hiesiges in Parthien von 50 Ctr. JL 331/2- Branntwein eff. ohne Faß 43.
Frankfurt, 31. Juli. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Ange- trieben waren ca. 370 Ochsen u. Stiere, 250 Kühe u. Rinder, 200 Kälber u. 200 Hammel. Die Preise stellten sich per 100 Pfund Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. JL 70. 2. Qual. JL 63—65, Kühe 1. Qual. JL 58—60, 2. Qual. JL 45—50, Kälber je nach Qualität JL 40—60, Hämmel 1. Qual. 60—62, 2 Qual. JL 40—50.
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungon verursacht, wird man sieh niemals enttäuscht sehen, wenn mau ?on der Annoncen - Expedition von HAA.SB1VSTE1IV «fc VOGLER In Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
Die Erhebung der Iorst- und Geldstrafen der letztverfloffenen Periode geschieht an den gewöhnlichen Zahltagen bis 25. dieses Monats.
Großherzogliche Districts - Einnehmerei Gießen 1.
Walther.
Bekanntmachung
Bberhrsfische Eisenbahnen.
Mit dem 1. August d. I. treten dirccte Sätze des Spezialtarifs HI zwischen Büdingen bczw. Stockheim und Reichshofen i. Els. in Kraft.
Nähere Auskunft ertheilen die genannten Stationen.
Gießen, den 29. Juli 1882.
5075 Großh. Direktion.
Mittwoch den 2. Angriff,
Nachmittags 2 Uhr, werden in meinem Bureau
2 Stück Flanell öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert.
Gießen, den 1. August 1882.
Bühner,
5091 Gerichtsvollzieher zu Gießen.
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gjBIlB und durch Nachahmung der Packung, sowie durch theilweisen, sogar gänzlichen Abdruck der Gebrauchsanweisung meiner Amerikanischen Brillant- Glanz-Stürke das Publikum zu täuschen, weshalb ich mich veranlaßt sehe, die. geehrten Hausfrauen hiermit ganz besonders darauf aufmerksam zu machen, daß jedes Packet meines Fabrikats obige Schutzmarke auf der Vorderseite trägt, denn ich möchte nicht gern, daß der Ruf meines durchaus reellen, allgemein als vorzüglich anerkannten Fabrikats geschmälert wird. Von den Vorzügen, welche meine Glanz-Stärke anderen Fabrikaten gegenüber besitzt, wolle man sich gefälligst durch einen Versuch überzeugen- Das Packet kostet 20 Psg. und ist in fast allen Städten bei den meisten Droguen-, Seifen- und Colonialwaaren-Handlungen
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Von beute an wohne ich bei Herrn Küfer Louis Lony, £)tnter^ haus, Neustadt (Judengasse). Christian Engel, Ofenputzer.
5030 Den Rest meines meistens aus
neuesten uni) gangliarstm tUnnren bestehenden Lagers beabsichtige ich tUfctttlttlCtt zu verkaufen und bietet sich hierdurch dem Käufer Gelegenheit, sich hier eine sichere Existenz zu gründen. Einstweilen verkaufe auch im Einzelnen bedeutend billiger.
Eingang zu meinem Geschäft durch meinen Hausgang.
Moritz Heichelheim.
Norddeutscher Lloyd.
Billets
ier Verein. Staaten
PostästmiMijssMrt von BREMEN
Ö/ÄMERIKA.
Wegen Passage wende man sich an
Directe
BREMEN
nach
Bach dein Westen
die Direction des Nordd. Lloyd in Bremen oder
an deren General-Agenten
M. Abraham in Mainz 274
und dessen Agenten
C. W. Dietz Nachfolger in Giessen. Nie. Spiegelberger in Butzbach. J. Schulhof in Frie d b er g. Ph. Zimmer in Lieh. Hermann Vogt in Reichelsheim. L. M. Schloss in Alsfeld.
des
Gießener Schützen-Vereins.
Beehre mich hiermit, ein verehrliches Publikum zum Besuche meiner Restauration in der Festhalle mit dem Bemerken ergebenfi einzuladen, vaß ich durch Verabreichung mehrerer ferner B»er- sorten und reiner Weine, sowie eine reichhaltige Speise- karte Jedermann zufrieden zu stellen suchen werde. Zur Bequemlichkeit meiner werth-n Gäste werde ich tn der Festhalle eme Haupt- kaffe errichten, an welcher Biermarken per Stuck zu 20 Psg verkauft werden Da dieselben auch bet Wem und Speisen als Zahlung benutzt werden können, so bitte ich hiervon recht ausgiebigen Gebrauch machen ru wollen.
Hochachtungsvoll
Heinrich Schnell


