mo die Schuld auf di-Juden fall-, welch- anläßlich der durch Ein ftinb christlicher Eltern dem Kampfe -in- mctte« ÄSuna aeaeben hätten. Wenn anderswo Ausschr-ttuna-n verhindert worden ^ so tt^die/gerade den energischen Maßnahmen der Central- und Loeald-h°rd-n Mit der gleichen Energie werde auch künftig verfahrenwerden. Der Minister weist odann auf die Gesährlichkeit solch unbegründeter Gerüchte hm, durch . her iroffcbcn der christlichen und der israelstislben Bevölkerung besied-nd- Anta- oon^mu? gesteuert werde, während die Presse doch im Interesse der Beruhigung und Pnsöhnung wirksam fein sollte.
Lokale-
Gießen, 1. Mai- Gestern Abend passirte Se. Majestät der Kaiser mit kurzem Aufenthalte die hiesige Station.
Gicsicn, 1. Mai. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am /b und'Sohn dahier um Bauerlaubniß.
2. Ueberflutbungen des Neustädter Fildes durch die Lahn.
3. Den Realschulbrunnen betr.
4. Die Ptehmärkte betr.
5. Die Grablegung der Wieseck betr.
6. Die Anschaffung eines neuen Gießfasses.
7. Die Holzrechnung für das Jahr 1881.
8. Die Holzversteigerung vom 24. April d. I.
- Am verflossenen Samstag Abend 8ft- Uhr gerieth durch Unvorsichtigkeit eines 'Dienstmädchens beim Gebrauch der Lampe während des Fensterschließens in einem Hause der Neuen-Bäuen der Fenstervorhang in Brand. Das Feuer wurde wohl frühzeitig entdeckt, zerstörte jedoch mehrere Vorhänge und beschädigte diverse Model, Spiegel mnd ein Fenster.
— Auf dem Schlabach'schen Brandplatz- ist eine F-uerw-hraxt gesunden iword-n. Dieselbe kann auf der Polizeiwache abgeholt werden.
— Von heute an während der Sommermonate werden wir täglich die Wärmegrade der Lahn zur K-nntniß unserer Leser bringen, hoffend, damit manchem deiselben »'nen Dienst zu erweisen.
Vermischte-.
Darmstadt, 29. April. Gestern fand die landespolizeiliche Abnahme der Odenwaldbahnstrecke Hetzbach-Eberbach, aus welcher der bedeutende Krähbirgtunnel liegt, statt. Die Eröffnung der ganzen Linie Hanau-Eberbach wird am 1. Mai erfolgen.
— Edmund von Hagen vollendete im Januar 1882 die Partitur einer Oper: „Oihänna". Der Text ist von Osear Schlemm. Die Partitur des Vorspieles ist bereits im August 1881 zu Hannover bei Arnold Simon erschienen.
Handel und Verkehr.
Grünberg, 29. April. (Frnchtpreise vom 29. April.) Weizen X 25.06 Korn X 18.92, Gerste X 16.64, Hafer X 16.64, Erbsen X 21.64, Lein X 00.00 Samen X 26.00, Kartoffeln X 2.90, Wicken X 00.00.
Frankfurt, 29. April. Auf dem heutigen Markte kostete der Gentner Heu je nach Qualität X 3.00—4.50, Stroh X 3.00—0 00, Eier das Hundert 4.60—5.60 Ochsenfleisch das Psund 65-70 H, Kuh- und Rindfleisch 45-55 H, Kalbfleisch 40 bis 60^, Hammelfleisch 40—65 -4, Schweinefleisch 75—80 H, 1 Hahn X 160—2.20 1 Huhn X 2.00—2.50, 1 Taube 45—50 H, 1 Poularde X 2.50—3.00, 1 Gaus X 6 bis X 9, Welsche X 8—12, 1 Ente X 3, Butter 1. Qualität X 120—0.00, 2. Qualität X 1.10—0 00, Handkäs 45—50 H das Pfund, Kartoffeln das Malter X 4.50—7.00, Kopfsalat 10—00 H, gelbe Ruben das Gebund 7—12, Romainsalat 80—00 ^i, Rettig das Stück 6—8 Sellerie der Kops 12—20 Blumenkohl 30 bis 60 H Wirsing 10—15 Weißkraut 15—20 das Stück, Roth kraut 20—35 H, Kohlkraut 00 H, Kohlrabi 0—0 Endivien 20— 00 Spargel 40—60 das Pfund, -zwiebel 10—12 X der Gentner.
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAASEUJSTEllti * VOLLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Wafferwärme der Lahn.
Am 1. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 9° R., Lustwärme + 83/4° R L. Chr. Rübsamen.
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Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
Die stets zunehmende Zahl der hiesigen Steuerpflichtigen veranlaßt uns, die seitherige Steuererhebung wie folgt abzuändern:
Vom 1 bis 20. incl., Bor- und Nachmittags: Lokalerhebung für Sieben, vom 21. bis 25 incl.: Auswärtige Erhebungen.
Zahltage außer dieser Zeit: Dienstag, Donnerstag und Samstag, Anter Berücksichtignng der nach den Steuerzetteln von der Erhebung ausgeschlossenen Tage: 26. und 27., resp. 12., 13. und 14.
Gelegentlich der Steuererhebung im Mai sind die Gewerbspatente für 1882/83 einzulösen, ä 40 per Stück.
Gießen, den 19. April 1882.
Großh. Distrikts-Einnehmerei I.
Walther.
Aufgebot.
Martin Bender I. von Dorf- Gill hat in seinem am 3. September 1867 errichteten Testament die Nach- konnnen der Geschwister seines Vaters, Johannes Bender von Dorf-Gill, und seiner Mutter, Anna Margaretha, geb. Dippel, zu Erben eingesetzt und dabei bestimmt, daß dieselben nach Stämmen ohne Unterschied der Nähe des Grades erben sollen.
Die Geschwister des Vaters sind gewesen:
1) Marie Bender, Ehefrau des Heinrich Grieb von Dors-Gill,
2) Friedrich Bender zu Bellersheim, 3) Elisabeth Bender, verehelicht an einen gewissen Koch in Muschen- heim,
4) Margarethe Bender, verehelichte Gorr zu Dorf-Gill,
Die Geschwister der Mutter waren: 1) Martin Dchpel zu Dors-Gill, 2) Marie Dippel, Ehefrau des Heinrich Geißler daselbst,
3) Johannette Dippel, Ehefrau des Christian Leidig zu Grüningen.
Die Namen und Aufenthaltsorte verschiedener zur Erbschaft gerufener Personen sind unbekannt. Auf Antrag des Großh. Bürgermeisters Martin Knopper von Dorf-Gill, als Vertreter der dort wohnhaften Erben, werden alle Diejenigen, welche aus dem genannten Testament Erbrechte herleiten zu können glauben, hiermit ausgefordert, diese Ansprüche im Termin
Dienstag den 20. Juni ds. Js., Nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als sonst sie von der Erbschaft ausgeschlossen werden würden.
Lich, den 25. April 1882.
Großh. Amtsgericht Lich. Langermann.
3163__Will.
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Näheres bei der Exped. ds. Bl.
Jagdverpachtung.
Donnerstag den 4. Mai l. I.,
Nachmittags 2 Uhr,!
soll die Waldjagd der Gemeinde Leihgestern aus dem Rathhaus daselbst einer nochmaligen Verpachtung ausgesetzt werden.
Lechgestern, den 27. Aprll 1882.
Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.
3074 ' Heß.__
Dienstag den 2. Mai d. Js.,
Nachmittags 2 Uhr,
wird in der Flett'schen Hosraithe dahier 1 Nähmaschine für Schneider öffentlich meistbietend versteigert.
Gießen, den 1. Mai 1882.
Bauer,
3177 Großh. Gerichtsvollzieher.
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Lauterbach, den 28. Aprll 1882.
Fretherrlich Riedeselische Renteiverwaltung.
Weil.
3159 Werner.
Ausverkauf.
3172 ' Wegen bevorstehender Geschästsänderung roiff ich mein vollständig assortirtes Lager möglichst rasch räumen und verkaufe deßhalb sämmtliche Artikel, als: Leinen, Chiffon, Pique, weiße und bunte Vorhang- stoffe, Handtuchdrell, Tischtücher, Taschentücher, Einsätze, fertige Herren- und Damen Wäsche rc. zu bedeutend ermäßigten Preisen.
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