Ausgabe 
1.1.1882 Erstes Blatt
 
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(2 ) Schwarzbrod I. Sorte 29

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bei Konrad Rinn HI. .

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Nur ächt, wenn jedes Packet diese Marke trägt.

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Dampfer, der Bergsturz zu Elm, durch Eisenbahnunfälle und endlich durch die grausige Katastrophe des Ringtheaters in Wien.

Wir begraben das alte Jahr mit mancherlei traurigen Ereignissen, aber auch mit mancherlei neuen Erfahrungen; wir begrüßen das neue Jahr mit neuen Sorgen, aber auch mit neuen Hoffnungen. Das Jahr selbst ist ja nur ein leerer, kalendarischer Begriff, eine menschliche Anordnung, die sich freilich an das göttliche Gesetz, an die Natur anlehnt, aber ein Jahr selbst kann nichts schaffen; was wir auch hoffen, was wir auch erringen, uns selbst ist Die Arbeit übertragen; bei Individuen wie bei Völkern ist jeder selbst seines eigenen Glückes Schmied. Und darum gehen wir im Vertrauen auf unser ehrliches Streben dies kann das deutsche Volk sagen auf seine unermüdliche Arbeit und Fortbildung mit der berechtigten Erwartung in's neue Jahr hinein, daß die Zeiten sich mehr und mehr bessern werden. Man erhalte uns den äußern, man schaffe uns den innern Frieden, dann werden die Glückwünsche für 1882 sich erfüllen. Prosit das neue Jahr!

Liebigs Backmehl

Liebigs Puddingpulver

DER LIEBIGS MANUFACTORV IM HANNOVER.

Kroneberg, Ehr. Faß, L- Keil 78

NB. Schwarzbrod II. Sorte wird von i F. Hennings u. A. Noll nicht verkauft.

Gießen, den 31. Dezember.

Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fr esenius.

Brodpreise

vom 1. bis 15. Januar 1882.

der Bäcker

1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .

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Jetzt sollen auch sogar die pensyloanifchen Petroleumlager ausgesogen sein. Man hat berechnet, daß wir in tausend Jahren ferne Steinkohlen mehr haben wero n, das Koblenmeer kann natürlich nicht unerschöpflich sein; und so werden wir,oder un­sere Enkel in versch edenen Graden zuletzt ohne Brennstoff sein- Um drese Gesayren abzuwenden, ist es Zeit, daß wir die ungebändigten Riesen der Naturk afte unter;ochen können; die Sonnenstrahlen auf Flaschen ziehen, um uns zu erwärmen; die Jctagara? fälle in Electricität zu verwandeln, um in unseren Nächten zu leuchten und andere dienstfertige Arbeiten zu verrichten; Ebbe und Flut w e ein Pferd in emer Tretmühle

d Das rothe Meer und seine Küsten gehören zu den heißesten Stellen der Erde. Das Wasser des Meeres hat im Winter 28 bis 29 Grad Eelsius, die Luft bi5 34 Grad. Die Temperatur eines 4 bis 5 Meter tiefen Brunnens in Massaua bestimmte Rohlfs zu 34 bis 35 Grad. Im Maschinenraum des Schiffes, in welchem er stch auf seiner letzten Reise nach Massaua begab, beobachtete er 54 Grad. Bier konnte nur mir Mühe auf 26 Grad abgekühlt werden. .

(Schlagfertig).Aus mein Wort können Sie bauen rote auf das Evange­lium", sagte ein armer Teufel als er einen reichen Bekannten um ein Darlehen an­sprach.In Geldsachen bin ich Semit", antwortete dieser.

Um Wasserflaschen schnell rein zu machen, gießt man Essig, worin Salz auf­gelöst ist, hinein, läßt die Flüssigkeit über Nacht darin stehen und Morgens ist die Flasche klar. Dann wird noch einige Mal Wasser hineingegossen und stark ausge­spült. Dieses Mittel ist besser als Chlorkalk.

Ein interessanter Versuch mit Leuchtfarbe wird eben auf der Lahnbahn in Frankfurt a. M gemacht. Es sind nämlich die Decken der Waggons mit Leuchtfarbe angestrichen worden. Die Leuchtfarbe nimmt während des Tages soviel Licht auf, daß sie während der Fahrt durch den Tunnel und, wie man glaubt, auch nach Eintritt der Dunkelheit den ganzen Abend ein violettes Licht ausftrahlt. Man hofft dadurch die Beleuchtung der Wagen durch Oellawpcn ersparen zu können. Ob dies allerdings für die Abendstunden möglich ist, wird dieser Versuch ergeben-

(The Furcht vor der Gefahr schafft Gefahr). Das haben neuerdings die Koburger erfahren. Es explodirte näml ch dasilbst letzter Tage während des Concerts der Stadt Capelle eine Petroleum-Lampe auf einem brennenden Kronleuchter und das brennende Oel spritzte in dem dicht gefüllten Locale weit umher. Zwar wurden die emporlodernden Flammen bald durch Aufschütten von Sand und Asche gelöscht, trotz­dem ließen sich die im Gedanken an die Wiener Katastrophe von allgemeinem Schreck ergriffenen Menschenrassen nicht mehr halten. Ein Glück war es, daß der Saal zu ebener Erde liegt und die Fenster desselben nicht allzuhoch von dieser sich befinden, sonst wäre großes Unglück entstanden. Die Massen drängten unter dem Rufe:Feuer! Feuer!" den Ausgängen zu, es gab eine Stauung, die allgemeinen Schrecken verbrei­tete! in Folge dessen stürmten die Menschen auf die Fenster zu, im nächsten Moment lagen diese in Trümmern und das Publikum sprang hindurch auf das Dach der an­grenzenden Kegelbahn.

(Fettflecken aus Papier zu entfernen). Die Flecken werden mittelst eines feinen Haarpinfels zuerst mit rectificirtem Terpentin-Spiritus und, wenn dieser trocken ist, mit ein wenig Weingeist befeuchtet, der Alles entfernt, was von dem Terpentin noch zurückgeblieben ist.

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Herrn WILHELM REIBER, Seltersweg, übergaben wir ein Lager in HasMster, Gaslampen, »»d Koch-Apparaten, sowie allen sonstigen Gegenständen zur Gasbeleuchtung aus den ersten Fabriken dieser Specialitäten und in den bewährtesten Constructionen.

(wiessener Gaswerk.

Der Zug des Todes 1881.

Des Todes rührendes Bild steht ntcht als Schrecken dem Weifen und nicht als Ende dem Frommen, tröstet zwar Altmeister Göthe, aber cs macht auf das Gnnülh einen tiefen Eindruck, wenn wir die ganz besonders zahlreiche Beute des Todes vom Jahre 1881 lesen, denn seit langer Zeit hat kein Jahr schlimmer unter den Trägern illustrer Namen gehaust.

Die beiden mächtigsten Staaten der Welt verloren ihre Oberhäupter durch volitischen Mord. Amerika den Präsidenten-Ehrenmann James A Garfield, den Gegner der Corruptton und der Aemter - Jägerei. Rußland den Kaiser Alexander H , einst als Czar Befreier, als Erlöser von der Letbeigenschast ge- vriesen zuletzt verhaßt durch sein absolutes Willkürregiment. Der abenteuerliche Könia^ohann von Abessinten war der dritte Regierende, den Fteund Hein abbertef Ferner starben die Kaiserin Che-A'n von China, die Kömgin-Wsttwe Karolina Augusta von Dänemark, die Prinzen: Peter von Oldenburg, der bekannte Friedensapostel, August von Coburg, österreich scher Generalmajor, Friedrich der Niederlande, der greiseOnkel desKönigs, und Herzog Alexander von Württemberg, russischer General.

Als der bedeutendste Staatsmann ist Disraeli, der englische Premier Earl os Beaconsfield zu nennen: ferner Freiherr von H ay merl e, der Minister des Auswärtigen in Wien, der bekannte Minister des Aeußern unter Napoleon III., Drounn de Lhuys, der französische Mintsterp'äsident Dufaure, der auch als Schriftsteller bekannte türkische Gesandte im Haag Murad Efsendi (Franz v Warner) In Deutschland thätig und beliebt waren ferner Baron von Nothomb, belaifcher Gesandter in Berlin, Baron Budberg, früher russischer Gesandter m Ber­lin Graf Friedrich Eulen bürg, preußischer Minister des Innern; endlich seien ermähnt Fürst Gbika, rumänischer Gesandter in Petersburg, die ehemaligen österr. Minister Dr. R. Br est el, Graf H. Maasfeld und der österreichische Botschafter Graf Langenau in Peteisburg Nach langen Leiden verschied der vielgeprüfte Gegner Bismarck's Graf Harry von Arnim.

Durch die Zeitgesch chte interessante Todte waren Prinz Peter Bonaparte, der bekannte Rambold schlimmster Art, und Sophie, Gräfin v. Hatzfeld, die ^reiinbin Lasialle's und Mutter des tüchtigen Diplomaten im Orient- Auch Fried­rich Hecker von den Amerikanern verehrt, und Arnold Rüge, dessenHöllische Jahrbücher" 1848 vorbereiteten, sind hier zu nennen; ebenso Blanqut, derVer­schwörer. mM^jschen Welt bieten sich unter den Verstorbenen des Jahres all- aemein bekannte Namen, so in Oesterreich Feldzeugmeister Benedek, der Pechvogel von 1866 und F<ldmarfchallicustvant v Uchatius, der Erfinder der Stahlbronce; ferner der beldenmüthige Eroberer von Orleans Freiherr von der Tann, der Führer bei dem Uebergang nach Alsen General Herwarth von Bittenfeld. Der deutsche Kaiser verlor seinen Flügeladjutanten Graf Friedrich von Arnim-

Eine lange Verlustliste nennt die geschiedenen Journalisten, Schriftsteller und Dichter von denen wir nur die bekanntesten Namen aufführen: Thomas Carlyle, dtr berühmte deutschfreundliche Geschichtsforscher, Cesare Cantn, der italienische Historiker der Romancier Graf To l st ei (St. Petersburg), Emile de Girard in, her herübmtefte Variier Journalist und Preß-Geschästsmann, Pietro Costa, italieni­scher Dramatiker, der durch das Jahr 1848 bekannte, in der Schweiz natmalstirte Vrof Temme einst preußischer Gerichtsdirector. Von Deutschen nennen wir: den Reiflichen Feuilletonisten Dr Max Schlesinger (London), Friedrich Oetker in Gaffel Dr Max Kurnick, Theaterschriftsteller, den Dichter Müller von der Werra Julius Knorr (Neueste Nachrichten) in München, Dr. Kayser (Leipziger Qeituna) die Dichter Otto Prechtler (Innsbruck), Friedrich Scheerenberg, der Sänger der Freiheitskriege, Wilhelmine Stein, Jugendschnfftellenn, Dr. Martin Schleich (München), der Musikkritiker und Componist Richard ^"b^Auch^Äe^Künstlerwelt verlor viele Größen; von Malern den berühmten Thier­maler Eugen Verbonkhoven (Brüssel), Felix Schiavoni (Venedig), Fr. Bofer (Düsseldorf), Treuenfels (Rom), L. Güterbock (Berlin), L. Rottmann (München) W. Reinhardt (München), K. Ziermann (Berlin), F Wagner (Auasbura) u. A- m.; die Bildhauer Raphael Monti (London), Prof- E- Mayer tRomf E Gatteaux (Paris), Pietro Guarnerio (Mailand) u. A-, die Architecten 9efuel Erbauer des Louvre in Paris, Pros- H Nicolai (Dresden) und Geh. Rath fsfhia' Vräfident der Academie in Berlin- Aus der Theater- und Concertwelt seren acnannt* ©otbern, der berühmteste englische Komiker, Theodor Reusche, Dr Hugo Müller, Tenorist Wachenhusen (San Remo), die Virtuosen Henri Vieurtemps und R- Epstein, die Hofsänger I. Krause (Berlin), C. Rüthling (München) Ferenczy (Weimar), die Componisten I- R. Lewy (Oberloßnitz), N Rubinstein (Moskau), I- Labitzky (Karlsbad), endlich die bekannten Drama­turgen Franz v. Dingelstedt (Wien) und Dr. I. Papst (Dresden).

6 Fon berühmten Medicinern seien erwähnt: Pros- Skoda (Wien), Pros. Lanae (Heidelberg). Pros- Waldenburg (Berlin), Prof. Spiegelberg (Breslau) und der als naturwissenschaftlicher Schriftsteller berühmte Prof. Dr. Hermann Klencke in Hannover.

Topfkuchen, Napfkuchen, Roddonkuchen Bisquit - Torte. Zu 1 Pf. Backmehl nehme man ca. 1/4 Liter kalte Milch, worin 1/5Pf. Zucker, 3 Eiweiss, die zerriebene Schaale von 1/4 Citrone, »/a Pf. zerlas­sene Butter, und eine Messerspitze voll Salz ein- genuirlt ist und arbeite dies gut durcheinander.

er Teig wird dann sofort in eine Form und in den Ofen gebracht und ca. eine Stunde gebacken. Mandeln und Rosinen sind nach Belieben zuzusetzen.

Sand - Torte. Ca. 1/5 Pf- geschmolzene Butter, 1/3Pf. Stärkepouder, i/4 Pf. Liebigs Backmehl, 2/5 Pf. Zuckerpulver, 4 Eier (das Weisse zu Schnee geschla­gen), 1/2 Stange Vanille, rühre gut durcheinander und nacke in einer mit Zwieback ausgestreuten Form eine Stunde.

Handel, Industrie, Technik verloren u. A Moet, den Che, des gr b n CH pagnerhauses inEpernay, Menier, denMillionär durch Choc^ade , K- $*atb den russisch - polnischen Baumwollkönig, den großaitigen Wohtthate F zzerltn, Reichenbach (Altenburg), denGoldschmied" Sy (Firma Sy u^Wagner) 'N Berun den Erfinder der Eisenbahnbremse Häberl'.n, den Ingenieur und L)christst Maria Weber, oer berühmte Sohn eines berühmteren Vaters, ferner hi Händler A- Bagel (Düsseldorf), Heinrichshofeu in Masd-burg^Ater von 100 Jahren, Ed. Frommann (Jena), Herm. Hartung (Leipzig), M- Du .w in Köln, J.A. Appleton (New^York) und die Kunsthändler Louis Leyra(BeU) und Weigel (Hosterwitz). In Augsburg starb der große Maschinen - Jndustri 6 °T^Von bekan°nter^ Persönlichkeiten nennen wir schließlich noch den Patrioten G ust av Schwetschke in Halle, den Freiwilligen von 1813 Th. v. H'ppel, emen Resten oes Verfassers des AufrufsAn mein Volk!", den Enkel AndreaS Hofers Dr.. Andreas Edler von Hofer (W'en), den Turnvater Dr. Ravenstein (Frankfurt a.^c^. sowie den Erbauer der Sömmeringbahn Ritter von Schönerer, Baron - von Rothschild (Paris), Gras Th. Auers berg, der einzige Sohn von Anastastus Grün. -

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Konrad Rinn III. . . . ". - 54 (6 Pfd.) Schwarzbrod II-Sorte

K. Wallenfels und K- Haas . 173

F. W- Hartmann.....[75

H. Kuhn........176

M. Lenz, E. Wallenfels, L-

Oer Bro ^Verkäufer

Kgr- (2 Pfd.) Weißbrod.....

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(2 ) Schwarzbrod I. Sorte

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bei M Seuling und Ph. Bob . .

Kgr. (5Pfd.) Schwarzbrod II. Sorte

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bei Emil Sauer .......

Kath. Baldauf, I. Thomas .

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