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Deutscher Deichstag.

Sitzung am 28. November.

dert, und zwar um 7 pCt. der gesammten Wahlberechtigten, d. h. sie ist von 63 auf 56 pCt- zurückgegangen.

Berlin, 26. Novbr. In dem Befinden des Kaisers ist seit Freitag eine erfreuliche Besserung eingetreten, welche zu der Hoffnung berechtigt, daß Se. Majestät in wenigen Tagen daS Zimmer wird verlassen können. Die Kaiserin trifft im Laufe der kommenden Woche hier ein.

Gegenwärtig wird in Rußland ein Aufruf der polnischen Socialisten eifrig verbreitet, dessen Zweck es ist, die Begründung einer gemeinsamen socta- listischen Partei anzubahnen, in deren Verband die in Rußland lebenden Socia- ltsten der verschiedensten Nationalitäten ausgenommen werden sollen. Gleich« zeitig soll ein gemeinsames Programm für alle in Rußland lebenden Socta« listen ausgearbeitet werden.

Berlin, 27. Novbr. DieNat.-Ztg." thetlt mit, daß die Nachricht, der Papst habe der preußischen Regierung den Wunsch zu erkennen gegeben, seinen Sitz nach Fulda zu verlegen, in einer Weise bestätigt wird, daß an deren Authenticität nicht mehr zu zweifeln sei. Seitens der Führer des Een« trums wird diese Nachricht aus's Bestimmteste für unwahr erklärt, während von diesen zugestanden wird, daß Verhandlungen zwischen der Kurte und der deutschen Regierung wegen Wiederherstellung der weltlichen Macht deS Papstes gepflogen werden.

Nach einer Zusammenstellung sind in Folge deS sog. kleinen Belage­rungszustandes auS Berlin 155, auS Hamburg, Altona und Umgegend 195, auS Leipzig und Umgegend 70 Mitglieder der socialdemokratischen Partei aus- gewiesen worden. Von diesen haben nachträglich die Erlaubntß zur Rückkehr erhalten nach Berlin 6, nach Hamburg 7, nach Leipzig 4. Im Jahre 1882 wird, wie im Jahre 1874, die Venus vor der Sonnenscheibe vorübergehen, später aber nicht, weder in diesem Jahrhundert, noch in dem nächstfolgenden. Die gebildeten Nationen bereiten daher astronomische Beobachtungen vor. Auch das deutsche Reich wird nicht ganz zurückbleiben, doch sind im Reichshaushalts- Etat nur 195,000;^. dafür auSgeworsen statt 610,000 JL tm Jahre 1874; denn eS werden diesmal nur zwei Expeditionen ausgesandt, die eine an die Mündung des La Plata und die andere nach der Magellanstraße oder den Falklands-Inseln.

Berlin, 28. November. Reichstagswahl im 3. Wahlkreis: Wahlbe« berechtigte 26,886, abgesttmmt 19,398, Munckel (Fortschr.) 11,798, Wagner (cons.) 4196, Auer (Soc.) 3687; also ist Rechtsanwalt Munckel gewählt.

ReichStagswahl im 5. Wahlkreis: 15,032 Stimmen abgegeben, davon Günther (Fortschr.) 9341, Cremer (cons.) 3932, Bebel (Soc.) 1709; also ist Günther gewählt.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau.

Berlin, 28. Novbr. Der Kaiser hat heute die erste Ausfahrt nach seiner Krankheit gemacht und die üblichen Vorträge entgegengenommen.

Der Kronprinz hatte Mittags von 1 bis 2 Uhr eine Unterredung mit dem Reichskanzler, welcher sich gleich darauf in den Reichstag begab.

Baden-Baden, 28. Novbr. Der Großherzog hat am Sonnabend zum ersten Male das Bett verlassen und sich tm Rollstuhle nach dem Garten- Salon begeben, wo ihn seine Tochter, die Kronprinzessin von Schweden, zum ersten Male begrüßte.

Breslau, 28. November. Der Kanonikus Dr. Künzer ist heute Nacht 12 Uhr gestorben.

London, 28. November. Gestern wüthete in ganz England ein hef­tiger Sturm, der in den Küstenstädten großen Schaden angertchtet und zahl­reiche Schiffbrüche verursacht hat. DieTimes" bespricht die zwischen der Türkei und Rußland in Konstantinopel geführten Verhandlungen und äußert sich dahin, daß die russischen Vorschläge, welche mit der vertragsmäßigen Vrr- Pflichtung Rußlands, für die Kriegsentschädigung weder eine GebietSannexwn, noch auch eine Priorität vor den bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten der Pforte in Anspruch zu nehmen, im Widerspruch stäiden, Gegenstände seien, welche eine Einmischung Europas erheischten und nicht durch private Unter­handlungen in Konstantinopel erledigt werden könnten. Der am 8. v. M. wegen des Gold'schen Eisenbahnmordes zum Tode verurtheilte Lefroy hat nun- mehr eingestanden, daß er nicht allein Gold, sondern auch tm Februar d. Js. den Gentelieutenant Roper in Chakham, letzteren angeblich aus Racke wegen Schmähung einer ihm befreundeten Dchauspieterin, ermordet hat.

Italien.

Rom. Am 8. December werden zu einer Heiligsprechung mehrere Hun- dert Bischöfe in Rom eintreffen. Man vermuthet, daß dieses kleine Conctl sich für Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstthums aussprechen wird. Selbst die Ultramontanen sehen aber ein, daß eine Wiedererrichtung unmöglich sein wird. Ihre Wünsche beschränken sich neuerdings auf das Pro« gramm, das ehemals Lagueronntere im Auftrage Napoleon III. aufstellte: Rom und «in Garten." Auf Deutschland können sie sich zur Ausführung dieses Planes keine Hoffnung machen. Es wird nicht bezweifelt, daß Verhand­lungen mit dem Vattcan im Zuge sind, nur hat der in Berlin befindliche Car­dinal Fürst Hohenlohe nichts damit zu schaffen, obgleich er vom kaiserlichen Hofe ausgezeichnet wird und der Sotröe des Kronprinzen sogar tu seiner Amtstracht beiwohnte.

Vermischtes.

Darmstadt, 26. November. Dir Vollstreckung der Todesstrafe an Heinrich Mett­mann von Groß Rohrheim fand, wie demselben zuvor eröffnet worden, heute Vormittag Punkt 71/4 Uhr in Gegenwart von zwei Mitgliedern Großh. Landgerichts der Provinz Starken- ; bürg, der Beamten der Staatsanwaltschaft, etneß Gertchtsschreibers, eines Gefängmßbramten zwölf von dem Gcmeindevorstand bkzetchncten und etwa 30 weiter zugelaffenen Pmonen, tm östlichen Hofe des Provinzialarresthauses statt. Nachdem der Verurtheilte, von dem Geistlichen 1 geleitet, an das Schaffst verbracht worden, verrichtete der Geistliche ein Gebet, und hrerauf übergab der Großh. Staatsanwalt den Verurteilten dem Scharfrichter mit dem Befehl, ihn dem Urthetl gemäß zu richten vom Leben zum Tove. Nach einer halben Minut.- war die Hinrichtung vollzogen Der ganze Act, während dessen di- Armsünderglocke läutete, vom Herausbringcn des Verurtherltrn bis zu erfolgtem Vollzug dauerte sechs Minuten Heinrich Weltmann hatte, seit ihm die Stunde der Hinrichtung bekannt gegeben worden, wettere Angaben gemacht, die zu näheren Ermittlungen geführt halten und insofern von Interesse waren, als er den Raubmord an sich zugestand und das früher von ihm behauptete Verhaltniß mit der Ermordeten für eine Unwahrheit erklärte. Zufolge seiner nachträglichen Angaben über den angeblichen Versteck dcS Geldes wurden alsbald Nachforschungen angcordnet, die indessen kein Ergebntß geliefert haben. Seine letzten Worte in der Zelle warenDein Wille geschehe." Von da an bis zum Tode war er ganz in sich zusammengesunken und anscheinend thetln huloS.

Dresden. Der ncubegründete Verein der brutschen Nähmaschinen Industriellen Concordia- hat eine Statistik der Branche aufgestellt, nach welcher in Deutschland 62 Näh- maschtnenfabriken existiren, in welchen ein Kapital von etwa 25 Millionen angelegt ist. Diese 62 Firmen erzeugten im Jahre 1880 416,417 Maschinen, meist Stngrrsystem, und beschäftigten 6565 Arbeiter mit einem Durchschnittsverdirnst von 886 X per Jahr. Exportirt würben davon 251,070 Maschinen. Als Exporlg,biete dienen namentlich Rußland, Oesterreich, Jtallen England, Spanien, Frankreich, Südamerika, Afrika und Australien, und neuerdings auch, trotz der 45 Prozent Sperrzoll, Nordamerika. AlS em höchst wichtiger Factor bet dem Vertrieb auf dem Weltmarkt hat sich die gefällige und elegante Ausstattung, sowie ein gewissenhaftes Justtren und Einnähen erwiesen und genießt das deutsche Fabrikat selbst im feindlichen Frank reich) ein solches Vertrauen, daß es im Durchschnitt bessere Preise erzielt, wie das ältere amerikan.sche. Ganz bedeutend haben sich auch die Hilfsindustrien entwickelt. Der Bezug von fertigen und halbfertigen Theilen fluctuirt zwar außerordentlich, da viele Etablissements eigene Apparatefabriken, Tischlereien und Gießereien u. i. w. besitzen, doch ergab das Mittel an bezogenen Theilen, Lacktrarbriten, Holzarbeiten, Schiffchen, Apparaten, Nadeln, Oelgefäßen u. s. w. einen Betrag von 1 12 JL auf jede Maschine, so daß die Hilfsindustrien mit einem Erzeugungswertb von 4,372,37b JL an der Nähmaichlnenindustrie betdeiligt sind und wahr­scheinlich minvestens 3/6 so viele Arbeiter beschäftigen, wie die Nähmaschinenfabriken selbst. Der Gesammtwerth der in Deutschland 1*80 erzeugten Maschinen dürfte 26 Millionen Mark übersteigen. Jedenfalls sind die Resultate dieser Statistik sehr erfreuliche; weder das Publikum noch die Branche selbst hatte bisher eine richtige Vorstellung von der großen Bedeutung der deutschen Nähmaschinemndustrie.

Ein Wahlcuriosurn, welches erst jetzt in Folge eines Gesuches bei der k. Regierung zu Potsdam zur Sprache gekommen ist, das aber für den Betreffenden kostspielige Nachwehen im Gefolge haben kann, hat sich nach derD. Z." in Brandenburg n. H. zugetragen. Ein dortiger Geschäftsmann hatte, bevor er sich tn das Wahllokal begab, eine größere Summe Geldes an einen Geschäftsfreund nach Hannover bei der Post eingezahlt. Im Wahllokal holle er die zujammengekniffte Postquittung hervor, übergab dieselbe dem Wahlvorstande, und so wanderte dieselbe in die Wahlurne. Mehrere Tage darauf kam der Briefträg-r, zählte daS eing-zahlte Geld, welches dem Adressaten nicht auSgehändigt werden konnte, auf den Tisch und verlangte die Postquittung. Da ihm diese nicht gegeben werden konnte, steckte er das Geld wieder ein und entfernte sich. Nun versuchte der b-dauernswerthe Wähler alles Mögliche, um seinen werthvollen Wahlzetrel zurückzuerhalten, aber vergebens. Jetzt hat er sich an die Regierung zu PotSdam gewendet und gebetkn, ihm auS den Belegen Der Wahlacten feine ab­gegebene Postquittung zurückzugeben, hat aber bis jetzt noch keinen Bescheid und wird sich wohl schließlich an den Reichstag wenden müssen, wo die Wahlakten sich jetzt befinden.

sWahl-Anekdote.j Ein Gastwirth fragte seinen HaaSknecht, ob er einen Wahlzettel habe. Als dieser es bejahte, ließ der Wirth sich den Zettel zeigen und sagte dann zu dem HauSknccht:Das ist nicht der rechte, bier hast Du einen andern." Bald darauf fragte der Wirth wieder:Nun, hast Du gewählt?" worauf der Letztere wieder mitJa- antwortete. Als nun aber der Wirth abermals fragte:Was hast Du denn mit dem andern Zettel ge­macht?" da erwiderte der Gefragte, sich vergnügt die Hände reibend:Ich habe den HauS- knecht vom.....Hofe damit angeschmiert."

In der Schweiz hatte man gefürchtet, das Erdbeben am 18. ds werde den Rifi« köpf über G^n vollends zum Sturz gebracht haben. DaS ist aber nicht geschehen. Jetzt will man die gelockerten Felsmassen, die immer noch drohend über dem Dorfe hangen, vom Düni- berg aus mit einem 8-Cm.-Feldgeschütz auf 1000 Meter beschießen. Die Gemeinde hat sich damit einverstanden erklärt. Nach 100 Schüssen würde es sich zeigen, ob der erwartete Erfolg .....VHIUMI * «*U| laiicriauiung zu erreichen sei.

: Ginbeit und Wr nfcÄTi 22-J»obembet. Vor dem hiesigen Schwurgerichte hat sich heute ein ebenso

trauriges als aufregendes Familtendrama abgespielt, das von der tiefen sittlichen Verwilderung, Die unter einem Theile deS hiesigen Bauernstandes herrscht, einen betrübenden Beweis lieferte. Auf der Anklagebank befand sich der Bauer Szczepan Newiadorni aus einem nahen russisch- polnischen Dorfe. Derselbe, kaum 30 Jahre alt, ist seit 5 Jahren verheirathet und Vater eines Kinves im zartesten Alter. Newiadorni ward jedoch, wabrscheinlich in Folge eines Ver­hältnisses mit einer andern Dorfschönen, seines Weibes und Kindes überdrüssig und suchte sich ihrer auf jede mögliche Weise zu entledigen. EineS Tages sagte er zu seiner Frau, daß er in einem Walde bei Eharzanow ein Stück Leinwand liegen habe, daS er über die Grenze nach Rusfisch-Polen schmuggeln wolle. Er forderte sein Weib auf, ihn in den Wald zu be­gleiten und zwar mit dem Kinde, damit dieses in die gedachte Leinwand gewickelt werde und letztere also dem Grenzbeamten nicht auffalle. DaS arme Weib nahm den Säugling auf die arme und folgte tn finsterer Nacht ihrem Manne. In dem gedachten Walde befinden sich mehrere, außer Gebrauch gesetzte Kohlenschachte. Ms Newiadomi mit Weib und Kind bei einem 14 Meter tiefen, zur Hälfte mit Wasser gefüllten Schachte anlangte, stürzte er beide in diesen Abgrund. Das Wasser hob die ihr Kind umklammernde Mutter auf die Oberfläche; in diesem Augenblick faßte sie mit der einen Hand einen aus der Holzwand hervorragenden Vor­sprung, hielt das Kind in die Höhe und schrie um Hülfe. Der grausame Gatte aber beugte fid) über den Schacht und suchte sein mit dem Tode ringendes Weib und ben Säugling durch

Erste Lesung der Vorlage über den Zollanschluß von Hamburg. Hänel be- dauert, daß nur die Frage des Reichszuschusses zu den Kosten des Anschlusses an den Reichstag gelange und weist auf die staatsrechtliche und constitutionelle Seite der Frage hin. Es handle sich außer um die 40 Millionen Reichszuschuß um etwa das Doppelte, was Hamburg selbst zu leisten habe. Es frage sich, ob dieser Belastung des Nationalvermögens entsprechende Vortheile gegenüberständen. Hänel beantragt schließlich Commissionsberathung, o Minnigerode bekämpft die Ausführungen Hänel's Die Annahme der Vorlage werde der bisherigen mehr internationalen Politik Ham­burgs eine mehr nationale Richtung geben, die Bedenken Hänel's würden durch die Mit- theilungen der Regierung in der Commission zerstreut werden. Rach dem Abg Barth welcher die unzulängliche Begründung der Vorlage bemängelt, motivirt Minister Bitter den Standpunkt der Regierung und bemerkt, es handle sich nicht um eine Neuschaffung ( sondern nur um eine Verschiebung des Freihafengebietes, der Bundesrath habe darum >

Erlegung eines Gesetzes nicht für erforderlich erachtet. Mit Bremen fänden , ebenfalls Verhandlungen statt, die Complicirtheit der Materie habe es verhindert die- 1 ^?*n aletchzeitig mit den Hamburger Verhandlungen zu führen und es sei zu hoffen daß dieselben letzt rasch vorwärts gingen Von Pression könne keine Rede fein' es ^"blc slch um Maßregeln, denen Senat und Bürgerschaft von Hamburg zugestimmt tritt cn ) Windthorst fordert auf, die Parteipolitik bei Seite mW Ä.USb 3U p^fen, die Unzulänglichkeit der Motive mache eine com- mmarische Berathung notwendig. Fürst Bismarck erklärt, das ganze Reich sei in | bezüglich des gesammten Handelsgebietes betheiligt. Es handle sich !

^nhprn111?1 Durchführung verfassungsmäßiger Bestimmungen, woran er j »«b«, auch wenn ihm Opposition entgegentrete. So lange ?"de er den Ausbau des Reiches mit allen berechtigten Mitteln ansireben. Die Gefahr einer europäischen Verwickelung sei für den Augenblick j beseitigt, nach allen Setten seien freundschaftliche Beziehungen geknüpft, er könne daher ' den inneren Fragen sein Augenmerk nicht verschließen. Vor eine solche Frage sehe er sich hier gestellt und er erachte die Stellung der Regierung zur Festigung der Ver- * fasung für eine stärkere Bürgschaft als das Parlament. Es ft au.5e, daß wir noch so wett zurück seien m den Bestrebungen für die Reichseinheit, wie sei es möglich, daß alle partikularistischen Fractwnen nach den Wahlen wachsen konnten? Auf Anerkennung habe er nie gerechnet, dem Kaiser und dem Heere gebühre der Dank für Deutschlands E'nheit, er habe nur die Einheit und Größe des Vattrlandes ?or Augen geha^t ünd ' wer ihm nachsage, er erwarte Dank, der beurteile ihn falsch. Meier (Bremens erklärt sich aus nationalen Gründen für die Vorlage. Lasker bemerkt Bismarck s^ mtt Eern und Ehren überhäuft die Dankbarkeit für seine auswärtige Polink dauere fort, in der inneren Polittk aber könne er nur von einer großen liberalen Vartei Stärkung erhalten. Fürst Bismarck erwidert, er verlange von Niemand daß er ihm em Opfer an Ueberzeugung bringe. Sie verlangen aber von mir, daß ich Ihnen meine Ueberzeugung opfere. Mich haben hier alle Fractionen in den verschiedenen Phasen meiner Bestrebungen für die deutsche Einheit bekämpft, ich kenne indeß kein persönliches Element in diesem Kampfe. Zur Sache bedauere er den Vorwurf einer auf Hamburg ausgeübten Pression. Das Reich habe keine Verantwortlichkeit für die Unvollkommenheit seiner Verfassung übernehmen können, wie sie der bisheriae äuftanh Hamburgs involvirte. Ich habe nur meine Pflicht als Reichskanzler gethan und werde sie ferner thun Ich habe nicht dte Einigkeit der Fractionen gestört/ich habe nu- die

die mich angegriffen haben. Wenn Sie alle meine Pläne und Meliorationen mcht wollen, so verwerfen Sie dieselben, nur die Verantwortung dafür, daß dieselben ?M^Staude kommen, will und kann ich nicht übernehmen. Der Reichstag verwies schließlich dte Vorlage an eine Commission. <