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feine persönliche Ergebenheit gegenüber Frankreich und erklärte, er werde nach seinen besten Kräften dazu beitragen, daß die Einigkeit zwischen beiden Län­dern sich immer inniger gestalte. Präsident Grevy erwiderte, daß es ihn freue, versichern zu können, daß die jüngsten Ereignisie sich unter dem Gebote einer offenbaren Nothwendigkeit und ohne jeden Gedanken an Eroberung voü- zogen hätten. Der Vertrag, welcher gegenwärtig beide Länder verbinde, werde Tunis in allen Beziehungen zum Vortheil gereichen. Grevy bat sodann Mustapha Pascha, dem Bey den Ausdruck seiner persönlichen Zuneigung zu überbringen, beglückwünschte sich, Mustapha zum Vermittler zu haben und fügte hinzu, daß Tunis, so lange eS den Vertrag respectire und er hoffe, daß dies immer der Fall sein werde auf die wärmsten Sympathien und den wirksamen Schutz Frankreichs rechnen könne. Mustapha überreichte dem Prä­sidenten der Republik ein Schreiben des Bey und den Ahtd-Orden. Er Wirb der Feier des Nationalsestes am 14. Juli in Paris beiwohnen.

Marseille, 21. Juni. DaS Correctionsgertcht hat heure drei bei den letzten Unruhen verhaftete Personen wegen Mißhandlung von Italienern zu 2 bis 4 Monaten Gesängniß vcrurtheilt.

«elegraphische Depeschen.

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Ems, 22. Juni. Zum Besuche Sr. Majestät des Kaisers trafen gestern Mittag der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Prinzessin Victoria von Baden nebst Gefolge hier ein und wurden vom Kaiser und dem Könige von Schweden am Bahnhofe empfangen. Die badischen Herrschaften statteten alsbald dem Könige von Schweden imHotel zu den 4 Thürm.n" einen Besuch ab, nahmen dann mit dem Könige von Schweden beim Kaiser das Mittagsmahl ein und traten um 4% Uhr die Rückreise an. Nach dem Diner erschien der Wirkt. Geh. Legationsrath v. Bülow bei dem Kaiser zum Vortrag. Heute Vormittag empsing Se. Majestät nach der Brunnenkur den Hosmarschall Grafen Perponcher und den Ches des Civtlcabinets v. Wilmowski.

Berlin, 22. Juni. In einem Artikel:Die wirkliche Sorge für das Wohl der Arbeiter" sagt dieProv.-Corresp.", der Reichstag habe der Unfall- Versicherungs-Vorlage eine Gestalt gegeben, welche die Verwirklichung der ursprünglichen Absichten in Frage stelle.Wenn der Reichstag auf social- politischem Gebiete etwa- geleistet, so tst es die Thatsache, daß er durch die Verhandlungen Allen zum Bewußtsein gebracht hat, daß für die Zukunft in erster Linie als hervorragendste Aufgabe bestehen bleibt, die positiv heilende Wirksamkeit, um die Lage der Arbeiter in wirksamer Weise zu verbeffern und so auch das Wohl des Staats in der nachdrücklichsten Weise zu fördern. An einer anderen Stelle bemerkt dieProv.-Corresp." bezüglich der dritten Lesung der Unfallvorlage: Das UnfallverstcherungSzesetz tst somit in einer Weise umgestaltet, welche den ursprünglichen Absichten und auch den in dritter Lesung geäußerten Wünschen der Reichsregterung nicht entspricht. Der Bun­desrath wird demnächst darüber in Berathung treten, ob daffelbe in der Hoff­nung auf eine spätere Ergänzung annehmbar, oder ob dem zukünftigen Reichs­tage die Aufgabe bleiben soll, den ganzen Gegenstand von Grund aus zu prüfen und von Neuem zu berathen.

Rom, 22. Juni. Nach den hier eingetroffenen Depeschen fanden gef^ern Abend zu Neapel, Turin. Genua Demonstrationen statt, um gegen die Vorfälle von Marseille zu protesttren. Die Truppen schritten ein, um weitere Ruhe­störungen zu verhüten.

Marseille, 22. Jnnt. Die Zustände in der Stadt waren bis Mitter- nacht im Ganzen befriedigend. Truppen hielten besetzt und überwachten noch die Hauptpunkte der Stadt. In der gestern Abend stattgehabten Versammlung der Syndtkatskammern waren 64 Delegirten anwesend. Dieselben verfaßten eine Proklamation, in welcher Drohungen und Gewaltthätigkeiten gemißbilligt werden und erklärt wird, daß die Urheber der Unruhen keiner Corporation angehörten. Es wird ferner eine Untersuchung verlangt und werden die Arbeiter aufgefordert, ruhig zu bleiben.

Petersburg, 22. Juni. DerRegierungsbote" bringt einen aller­höchsten Ukas, der die Auflösung des Anfangs März 1861 in Sachen deS Königreichs Polen gegründeten Comit^s anordnet. Er bestehlt, die Acten des Comttös dem Minister-Comitä zu übergeben und die Beamten des ausgehobenen Comit^s zur Canzlei des Minister,Comit6s zu zählen. Osficiell wurde durch eine Vergleichung der am 18. Juni im Katharinen-Canal aufgefundenen Dynamit-Ladungen mit den am 17. Juni aufgefundenen constatirt, sowie durch die Aussagen eines verhafteten Mitschuldigen, der an den Vorbereitungen zum Sprengen der steinernen Brücke betheiltgt war, dargethan, daß die zuletzt aufgefundenen Ladungen nur einen Theil der früher angelegten bildeten.

Kiew, 22. Juni. Bei einer Untersuchung gegen Personen, welche mit falschen Päffen betroffen und alsdann verhaftet worden waren, hat sich ergeben, daß die unter denselben befindliche Tochter eines Priesters, Namens Anna Jakimowa, welche an dem Attentar zu Alexandrowsk im Jahre 1879 betheiltgt war, auck an der Catastrophe vom 13. März d. I. mitschuldig sei, indem sie unter dem Namen der Bauersfrau Kobozew in der Käsebude in der kleinen Gartenllraße wohnte, von welcher aus ein Minengang geführt war.

Odessa, 22. Juni. Der Botschafter Nowtkoff ist auS Konstantinopel hier eingetroffen und reiste nach Ntkolajeff weiter.

Lokales.

Gießen, 23. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 22. Juni l. I.: gegen Schuhmacher Johannes Weihrich von Ulfa, wegen Meineids.

Am 3. März l. I. wurde durch den Rechtsanwalt Dr. Schwarz zu Gießen als Ver­treter des Heinrich Heinzenberger von Ulfa, bei Großh. Amtsgericht Schotten die An­zeige gegen den Schuhmacher Johannes Weihrick in Ulfa erhoben, daß derselbe in einem bet dem genannten Amtsgerichte anhängig gewesenen Rechtsstreite den ihm von diesem Gericht am 22. Februar l. I. abgenommenen Eid wisientlich falsch abgeleistet habe

Auf diese am 14. März 1. I an die Staatsanwaltschaft abgegebene Anzeige hin wurde auf deren Antrag unterm 15. jenes Monats die Voruntersuchung gegen Weihrich wegen Mein­eids eröffnet und vteser im Laufe derselben unterm 9. April l. Js. verhaftet. Das Ergebniß der Voruntersuchung ist daß Folgende

Johannes Weihrick ist Schuhmacher in Ulfa, 63 Jahre alt, verheirathet, evangelisch vermögend, seither gut beleumundet.

Am 17. Februar 1880 erhob Schuhmacher Johs. Weihrich von Ulfa gegen den Heinrich Heinzenberger von da bei Großh. Amtsgericht Schotten Klage auf Zahlung von 16 JL nebst 5% Verzugszinsen seit Ostermeffe 1877 für von Letzterem bestellten Sckuhmacherarbeiten aus dm Jahren 1876 und 1877. In dem Verhandlungstermine vom 2. März machte Beklagter die Einrede der Verjährung geltend und wurde, da Seitens des Klägers eine Unterbrechung der Verjährung nicht genügend begründet werden konnte, die Klage abgewiesen. Am 10. März suchte Kläger um Restitution gegen das erlaffene Urtheil unter näherer Angabe der Restttutions-

gründe und Bereiterklärung zur Tragung der entstehenden Kosten nach und beantragte zugleich Aufhebung des Urtheils und Anberaumung weiteren Verhandlungstermins unter Wteberholung der früheren Klag-bttte. Nachdem beiderseits am 6. April l. I. verhandelt war, wurde durch Urtheil vom 11/13. April 1880 dem Kläger die erbetene Restitution ertheilt und unter Bei- seitesetzung des Urtheils vom 2. März 1880 Beklagter schuldig erkannt, sich spectell auf die Klage zu erklären. Dementsprechend erkannte dieser unterm 5. Oktober 1880 die Forderung des Klägers als richtig an, machte jedoch für geleistete Arbeiten den Betrag von 20 39 $

compensando geltend. Als Beweismittel für seine Forderung, deren Existenz Kläger bestritt, benannte der Beklagte mehrere Zeugen, welche auch über die zum Beweise verstellte Behauptung, daß Beklagter die in der von ihm übergebenen Rechnung verzeichneten Arbeiten verrichtet und daß die beigefügten Löhne üblich uno entsprechend seien, vernommen wurden. Durch bedingtes Endurtheil vom 14. Dccember 1880 wurde entschieden, daß Beklagter mit seinen erhobenen Gegenansprüchen abgewiesen und zur Zahlung der Klagforderung verurtheilt werden würbe, wenn Kläger den Eid ableiste:

daß die Thatsache nicht wahr sei, daß der Beklagte die in der von ihm übergebenen Rechnung verzeichneten Arbeiten für ihn, verrichtet habe.

Nach Rechtskraft des Urtheils leistete unterm 22. Februar l. Js. Kläger vor Großh. Amtsgericht Schotten den vorerwähnten Eid vorschriftsmäßig ab und erging demzufolge ein den Beklagten verurtheilendes Erkenntniß.

Bei seiner verantwortlichen Vernehmung am 23. März l. Js. gab Johannes Weihrich zuerst an, er habe den Eid mit bestem Gewiffen ableisten können, weil er nack seiner Meinung nur die Thatsache zu beschwören gehabt habe, daß Heinzenberger die in der Rechnung verzeich­neten Arbeiten nicht in den beigesetzen Zeiten und Jabrrn 1876 und 1877 geleistet habe, baß er aber nicht wiffe unb sich nicht darauf erinnern könne, daß diese Arbeiten, wenn überbaupt geleistet, in den erwähnten Zeiten geleistet worden seien, daß ihm auch von dem Großh. Amts rtchter Raab, welcher den Eid abgenommen, vor deffen Ableistung gesagt worben sei, er habe zu beschwören, daß er zu den in der Rechnung angegebenen Zeiten die in solcher verzeichneten Arbeiten von Heinzenberger nicht geleistet erhalten habe. Später, am 9. April l. I. gestand Weihrich auf Vorhalt zu, daß Heinzenberger die in seiner Rechnung angegebenen Arbeiten ihm geleistet habe, er bestritt jedoch, daß dies in den Jahren 1876 und 1877 geschehen sei und behauptet wiederholt, daß er nur beschworen habe, daß Heinrich Heinzenberger die fraglichen Arbeiten nicht in jenen Jahren geleistet habe.

Nach dem Geständniß des Beschuldigten steht schon außer Zweifel, daß derselbe objectiv falsch geschworen hat, da er eidlich erhärtete, daß die Thatsache nickt wahr sei, daß Heinzen­berger für ihn die in der Recknung verzeichneten Arbeiten verrichtet habe. Das Geständniß des Beschuldigten wird aber nicht nur durch die Aussagen des Heinrich Heinzenberger, sondern auch durch weitere Zeugenaussagen wesentlich unterstützt. Insbesondere erscheint hiernach dar­gethan , daß in der That die fraglichen Arbeiten während der Jahre 1876 und 1877 dem Beschuldigten geleistet wurden.

Die Geschworenen hielten sich jedoch von der Schuld deS Angeschuldigten nicht für überzeugt und sprechen dasNichtschuldig" auS, worauf derselbe von der Anklage deS wlffent- lich falsch geleisteten Lids wie der deS fahrlässig falsch abgeleistetcn EidS fretgesprochen wurde.

Gieß'«, 23. Juni. Die Herbstmanöorr der Groß'). Hess. (25.) Division finden in diesem Jahre in Ob er Hess en statt. Nach den bis jetzt getroffenen vorläufigen Dispositionen rückt das Großh. Leibgarde - Regiment am 22 August von Darmstadt ab und trifft am 24. August in Gießen ein, in deffen Umgebung vom 27. bis incl. 31 August die Brigade- Uebungen der 49. Brigade stattfinden. Dom 2. bis 6. September sind Feld- und Vorposten dtenst-Uebungen in gemischten Detachements mit 3maligem Btvak, woran sich vom 8.10. incl Feldmanöver der Division in 2 Abteilungen mit 2 BivakS der Vorposten auf dem Terrain zwischen Friedberg, Hungen und Butzbach anschließen. Am 11. September ist Ruhetag, worauf am 12., 13. und 14. September auf einem noch näher zu bestimmenden Terrain (zwischen Friedberg, Frankfurt und Hanau) die Manövers der gejammten Großh. Division gegen dir 22. Division, resp. gegen einen markirten Feind stattfinden Am 14. September kehren die Jnfanterteregimenter per Bahn in ihre Garnisonen zurück. S. K. H. der Großherzog wird dem Vernehmen nach den Divisionsmanövern beiwohnen und während derselben im Großh. Schlöffe zu Friedberg Wohnung nehmen.

Vermischte-.

Lick, 22. Juni. Heute Morgen wurde Philipp Dörmer von hier in der zu seiner Hofraithe gehörenden Scheuer erhängt aufgefunden. Ein Grund zu dem anzunehmenden Selbstmorde leider bereits des dritten in der Familie ist nicht bekannt

Frankfurt. Der erste Hauptgewinn für die Lotterie der Patent- und Mustcr- schutz-Ausstellung, nämlich eine Brillant-Parure im Wer he von 30,000 jl, ist bei der renommirten Firma E. Schürmann & Co. in Frankfurt a. M. angekauft worden. Die Lotterie-Commifsion, welcher zu diesem Zweck drei Schmuckstücke Vorlagen, batte zwei unserer competentesten Kenner mit der Prüfung derselben betraut unn auf Grund des Ausspruches dieser Jury ihre Auswahl getroffen. Der Schürmann'sche Brillant-Schmuck besteht aus einer Rwivre nd einem großen Miltelanhänger mit 4 Solitairen, einem Bracelet mit 1, einer Broche mr 2, einem Paar Ohrringen mit 2 und einem R'ng mit 1 Solitair, zusammen mit 10 prachtvollen Solitairen, welche im Marquisen-Ge- schmack mit großen Brillanten umgeben und durch weitere Ornamente zu einem sehr schönen Ensemble ergänzt sind. Dieses Prachtstück der Juwelen-Jndustrie ist im Schürmann'schen Juwelen-Schrank gleich hinter dem Springbrunnen des großen Vffti- büles zur Schau gestellt und liefert einen erfreulichen Beweis, wie sehr sich der kunst­gewerbliche Geschmack in Deutschland gehoben hat. Gleichzeitig wird der Ankauf dieses herrlichen Schmuckes, dessen Besitz schon oft von schönen Lippen gewünscht wurde, den günstigsten Einfluß auf den Verkauf her Ausstellungs-Loose haben Denn dem Ver­nehmen nach dürfte die erste Serie der Loose sich rasch ausverkaufen, da die meisten Besucher der Ausstellung sich jetzt beeilen, bei den günstigen Chancen der Ausstellungs- Lotterie noch ein Mark-Loos zu erhalten.

Offenbach, 20. Juni. In einer Mühle bei Unterschweinheim in der Nähe von Aschaffenburg hat am Samstag Nachmittag der jugendliche Leichtsinn wieder einmal ein Menschen­leben gekostet. Im Hof der Mühle waren 8 1" Kinder versammelt, die sich mit Spielen die Zett zu vertreiben suchten, als ein junger 1819jähriger, ins HauS gehöriger Bursche mit einem Gewehr, das er in demselben von der Wand genommen, um mit den Kindern einen Spaß zu machen, das Gewehr auf sie anlegend die Aeußerung that:toll ich Euch todt schießen?" Um seiner Ankündigung mehr Nachdruck zu geben setzte er em Zündhündchen auf, zog den Hahn ab, das Zündhütchen knackte, gleichzeitig entlud sich aber auch das mit Schrot geladen gewesene Gewehr, ein 9 Jahre altes Kind fiel sofort tobt zusammen und ein anderes mußte, schwer verwundet, seinen Eltern gebracht werden. Der Thäter, der wohl kaum Ahnung davon hatte, daß das Gewehr geladen sei, erschrack so über seinen Streich, daß er Reißaus nahm und sich in einem Bach zu ersäufen suchte, da aber das Wasser nicht tief genug war, ergriff er die Flucht und ist bis jetzt über seinen Verbleib nichts verlautet. Obgleich schon so viel Unglücke durch Scherze mit Gewehren entstanden sind und in den Zeitungen davor gewarnt wird, immer wiederholen sich die unüberlegten Erreiche!

Am Samstag vergiftete sich in der Rohrstraße ein noch sehr junger Mann von hier, er zählte erst 19 Jahre und war Gürtler; derselbe soll in Folge Armuth zu dem verweifelten Schritt sich entschloffm haben.

Frankfurt, 22. Juni. Herr Mayer, Director der ^Deutschen Handelsgesellschaft^ wurde heute in der bekannten Anklage wegen Verschleierung der Geschäftsbillanz unter Aus­schluß mildernder Umstän de zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt batte die Zulaffung mildernder Umstände und auf Grund derselben eine Geldstrafe von 1800 Mark beantragt.

Infolge Verfügung der Generaldirection der Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen werden zur hiesigen Ausstellung von folgenden Stationen vom 20. Juni ab Retourbillete mit adjts tägiger Giltigkeit zu ermäßigtem Fahrpreise ausgefertigt und zwar von Ars a. d. M, Basel, Benfeld. Bollweiler, Diedenbofen, Forbach, Hagenau, Lauterburg, Lützelhausen, Luxemburg, Markirch, Metz Mühlhausm, Rappoltsweiler, Saarburg, Schleitstadt, Selz, Straßburg, Venden- heim und Weißenburg. Diese Billete mit ermäßigtem Fahrpreis müssen bei dem Besuche der Ausstellung an der Controlle der Ausstellung abgestempelt werden und berechtigen dann zur Rückfahrt. Der Vorstand hat beschloffen, daß künftighin an Mittwochen der Eintrittspreis 1 JC und für die auf den Eisenbahnen von auswärts Kommenden 50 H betragen soll. Diese Bestimmung ist um so gerechtfertigter, weil fick bei den früheren Ermäßigungen eine Reihe von Unzu^räglichkeiten geltend machten, und die Ausstellung nunmehr in allen Theilen fertig erscheint. Der clectriscke Auszug ist gestern zum erstenmale am Außsichtsthurm in die Höhe gegangen. Im Fürstenpavillon haben die Herren Jaguet Sohn heute die prachtvolle Zimmereinricktung vollendet und das große Riesen Fernrohr wird beim Herannahen der Kometen vorzügliche Dienste thun. An der natürlichen Eisbahn wird mit aller Macht gearbeitet.

[DerWunderrabi" von Sadagora.) Die Dummheit stirbt nie aus, sobald für die Verbreitung derselben solckeAutoritäten" und cinstußreiche Persönlichkeiten sorgen werden, wie es der sogenannte Wunderrabbi von Sadagora ist. Dieser Gottesmann behauptet nämlich,