Zweites Blatt
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Sonntag den 20. Mrlrz
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(hidnii! mit Auvnahrne br Montags
Bureau: Schnlstraße B. 18.
Gießen, den 22. Fibruar 1881.
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Pret» viertrllL-rlich 2 Mare 20 Pf. mit vringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Göbelnrod, Grünberg, Hattenrod, Harbach, Kestelbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Reinhardsbain, Reiskirchen, Rüddingshauftn, Sachen mit Dollnbach, BeitSberg und Wirberg, Weitershain, Winnerod.
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i.üi 9l;a Uhr für sämmtliche Wehrleute oller Waffen.
Hierzu gchören die Orte:
AllertShausen, Beltershain, Geilshausen, Odenhausen mit Appenborn. Oneckborn, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain,
wer.ten in der Lage find. Die Hau-incustrie will der Kanzler weiter bestehen hficn. W r Rr.o begierig, wie man r- anfaagea wird, jedem L'garrenarbeiter und E garreichär.dler en e Rente auf ein Jahr oder eine LbfinbuugSsumme aui» zuzahlen! Da- wird ein theure- Monopol werden. Aber wa- den Eizarren- arbeuern da geboren wird, enthält wenig Tröstliches. Man denke sich euren Menschen, der nichts Andere- gelernt hat, als das Eizaneumachen und der nun vielleicht im Alter ron 30, 40, 50 oder noch mehr Jahren sich plötzlich „einem anderen Rährzweige" zuwevden soll! In allen Tagen ein ueue- Handwerk erlerr.en — da- wird der Kanzler doch Riern^ndem ernstlich zumu- tgen wollen. Und sollen die Leute sich auf den Kleinhandel werfen? Dann wird dieser ErwerdSzwerg eben noch mehr herume».kommen. Unter solchen Umständen kann man sich nicht wundern, wenn sich die Ligarrmarbrller zu Tausenden über den Oceaa davon wachen.
Aus des Kanzlers e'genem Munde ist es also bestätigt worden, mai man so oft befürchtet hat, daß dir Uebe sührung der Tabaksindustrie zum Monopol in einer Weise gepfl gt wird, welche zahlreiche Existenzen unmöglich wachen oder aus dem wirthschaftlichen Erwerbsleben verdrängen wird. Sin solcher plötzlicher Uebergang zum Monopol wird in unserem wirthschaftlichen L ben sehr empfindliche Eischüttelungen Hervorrufen.
Wiesbaden. Sin dufiger Baumeister befand sich vor einigen Tagen in einem Orte des RheingaueS zur Ivspicnimg der Ausführung einer vcu ihm übernommenen Arbeit. Da es ihm wünschrnßroerlh er chien daß der ccitigt Maurermeister Schlmk foforr nacb dorren käme telegrapbirte rr per Dalnlelegraph an innen mit ihm affocirten Bruder kurz Folgendes: „Schliok ichleumgst schicken" Der Herr Maurermeister aber blieb trcg der dringenden Depesche aus und der Herr Baumeister trat in großer Verlegenheit Doch ürerbrachte ihm der Brief bote noch am seidigen Tage die Auflösung des Rüth,eis. Sr erhielt nämlich einen Brief rme
Hierzu gehören die Orte:
VellerSheim, Bettenhausen, Hungen, "Inheiden, Langd, Langsdorf, Mufthenheim, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringel-Hausen, Rodheirn mit Hof Graß, Röthges, Lteinheim, TraiS-Horloff, Utphe, Billmgen.
2. Zu Hieb am 13. April 1881, Vormittags, am Bahnhöfe und zwar um 9 llhr für sämmtliche Reserv stea, sowie zur Disposition der Truppentyeile und der Ersatz - Behörden entlaßenen Mannschaften aller Waffen, um 10 Uhr für ä v tl che Wehrieute aller Waffen.
Hieizu gehören tie One:
Albach, Allendorf a. d. Lahn, Birklar, DorftGill, Eberstadl mit Arnsburg, Ettingshauseii, Garbenteich, Großen-Linden, Grüningen, Hausen, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich mit Albacher Hof, Kolnhansen und Mühlsachsen, Münster, Hof-Gill, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg.
Es haben aus den gena nten Orlen zur destimmren Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden Osficiere und Mannschaften deS Beurlaubten- Panoes aller Waffen o«s De tsch n Recks zu ersckcinen, welche zur Reserve und Landwehr gehören zur Disposition der Truppentheile beurlaubt oder zur Disposition der (Ersatz- Behörden entlassen sind.
Die Ellatz-Rejervisten haben nicht zu eijdjemc«.
Oiepensaiionen können nur in ganz dringenden Fallen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche spätesten- 8 Tage vor den betreffende« Eontrol-Bersammlungen auf dem Dienstwege «mgereicht werden.
Die odne En schuldigung sev.en^en Mannschaften haben sich der gesttzlichen Straft zu gewärtigen.
Es wirb noch bemtikt, dap die Leute mit dem Militär-Paß und Führungs-Attest versehen, in bürgerlicher Üleidung zu erscheinen haben und vor dem Beginn der Eontrol-Persammlung Schinne. Stöcke, Pfeifen :c. fortzulegen sind. K r a n ck,
Oberstlieutenant z. D. und Bezirk- - Eowrnandeur.
GarM.
er Vorstand
Der Reicbskanzler und das Tabaksmouopol.
Fürst BiSmarck hat neuerd.ngS gigenübir einem badischen Tabaksindu- 6 riefle« erklärt, daß er am Tabaks Monopol nach nie vor ftphalte und daß er hoffe, dasselbe noch e^ngefühn zu sehen. Dai Letzlere ist sehr wohl möglich, denn die so sehr geschwächte und in die Enge getriebene Tabaksinduftne kann sich nicht mehr halten; sie muß dem Monopol zufallen, trenn sich die Dinge cn der bisherigen Weise weller entwickeln. Dir leitende Staatsmann bat in der erwähnten Untenedung durchblicken lasten, wie er sich die Ueb.rsührung der Tabaksindustrie in das Monopol ungefähr rorsteflt. Er unterscheidet «ter Kategorien von Existenzen, mit denen sich der Siaat abiufinde.r hat: die Tabaktfabrikante.-, die Robtabakshäntler, die C garrenhändler iuw die Arbeiter. Die gabnfjntm will der Reichskanzler „unter allen Umständen in Iona.er Weise" abgesunden wissen. Das ist sehr schön, aber gerade deshalb begreifen wir nicht, warum gerade dte Rohtabakshändler so stiefmütterl ch behandelt «erden. Diese sollen absolut ke.nen Anspruch auf Entschädigung haben denn fiagt der Kanzler, sie könren ebel.sozut mit etwa- Anderem bandeln, wie mit Tabak. Der Reichskanzler entwickelt hier merkwürdig: Begriffe ron dem caeschäftlichen Leben. Wenn etne Firma 50, 30, 20, 10 oder auch nur 5 Jahre mit Tabak gehandelt hat und sie soll ihren Sundenkieis, ihr Absatz- gebiet, das sie mit viel Mühe und Arbeit erworben, plötzlich ausgeben und „mit etwas Anderem handeln" — ist das nicht etwa gleichbedemend mit dem Ötuin eines solchen Geschäfts £ Was haben die Robtabaksbändler denn verbrochen, daß ihnen so harte Tage bereitet werden sollen?
Die Cigarrenhandler und -Arbeiter will der Kanzler so abfinden, daß sie ütroa ein Jahr Ln^ Davon zu leben und sich benn, wenn sie nicht in ben Staatsfabliken beschäftigt werden können, „einem anderen Nähtzreige" zuzu-
II. Im Bezirke der II. Compagnie (Lich).
1. Zu Hungen am 12. April 1881, Nachmittags 12*/< Uhr, am Friedhosr,
sämmtliche Reservisten und Wehrleute, sowie zur Diöposit on der Truppenihitle unb der Ersatz Behörden enilaflenen Mannschaften aller Waffen.
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Me ävbl unb fatornnt . L. Call. tzulstraße 19. in finden dauernde puff rchlklsinaer. inbet billiger-^ lie. Wo? logt l«
Beka n n t nt a cb 11 n g.
Die diesjährigen Frühjahrs-^ontrol-Peisammlungen werden im Kreise Gießen, wie folgt, abgehalten werden:
I. Im Bezirke der I. Compagnie (Wießen).
1. Zu (Hießen am 2. April 1881, vormittags, im Osmald'ichrn (Sorten unb zwar um 7*/, Uhr für sämmtliche Reservisten der Infanterie, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlaßenen Mannschaften aller Waffen, um 8s/i Uhr für sämmtliche Wehrleuie der Infanterie, um 10 Uhr für sämmtliche Reservisten und Wehrleute der übrigen Waffen. Hierzu gehören die Orte:
Annerod, Burkbardsfelden, Gießen mit Schiffenberg, Heuchelheim, Klein-Linden, Oppenrod.
2. Zu Lollar am 4. April 1881, Nachmittags, neben dem neuen Bahnhossgebötlde und zww um 12’/| Uhr für sämmtliche Reservisten sowie zur Disposition dir Truppentheile und der Ersatz-Beböiden entlafjemn Mannschaften aller Waffen, um l*/a Uhr für samatliche Wehrleate aller Waffen.
Hierzu gehören die Orte:
Allendorf a. d. Lumda, Alten-Buseck, Bersrod, Bcuern, Elimbach, Daubringen mit Hof Heibertshausen, Großen - Buscck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedeihausen, Treis a. d. Lumda, Trohe, Wieseck.
3. Zu (Hrüttberg am 5. April 1881, Vormittags, am Bahnhosk
und zwar um 8t/z Uhr für sämmtliche Rrserviste:, sowie zur Disposition der Truppe! thiile unb ber Ersatz' Behöiden entlaßenen Mannschaften ufler Waffen,


