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^kr. 67. (Frfiee glatt. Sonntag den 20. Mtlrz 1881
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APkigk- ulid Ämtsdiüt! für iicn Kreis Gießen.
•’itrcanr Schnlstraße B. 1R. Erscheint täglich mit Äucnähme des Mont-gtz. Vrri* vierfeljährfich 2 Warf 20 Pf mit Bringer!^n.
Amtlicher HKeil. Bekanntmachung. Lir am II. l. WtS. anflrorbnrfe Sperre des Verkehr- für Fuhrwerke in der Bahnhofsftraße wird hiermit aufgehoben.
Vteßen, den 18. März 1881. Großherzogliche Polizeiverwaltung Alchen.
___________________________________Freseniu -.__
Gefundene Gegenstände:
1 Kinderjäckchen, 1 Peitsche, 1 Kamm, 1 Halstüchclchen mehrere Schlüssel. Ai eßen, den 19. März 1881. ErvßherzogllLe Polizeiverwaltung Gießen.
_________ ___________________ Fresenius.
Tas Großherzogliche Steuer-d'ommiffariat Gießen
an di- (Vrvfib-rzoglicd-n ^ctsft-rikbtsvorst-b-r d-S Bezirks.
Wir ersuchen Sie um Rücksendung der Bau* und Eullur'Veränderunas«Verzeichrnffe. ®teßen, dn, 1». Mir, i88 L Süsser»._____________________
Bekanntmachung.
^om 24* *^t8* an u ser «mtslokal in dem ehemaligen BezirksstrafgericdtSgebaude, Univerfitatsstraße Lit. 82.
Umzugshalber bleibt das Bureau am 23. d. Mts. geschlossen.
Gießen, den 19. März 1881. Großderzogliches Hauptsteueramt.
————_____- ___ E w fl t s ch. • - -
Deutschland.
I'artnfl«bt, 17. März. Der Landes - Pferderuchtverein wird, wie -an vernimmt, in diesem Jahre wieder für seine Mitglieder einen Ankauf von dnlbjäbrigen Etudensohlen tn Norddeutsch land, — für die Provinz Rheinhessen tel ger ügender Beides!,gung auch In Belgien, veranstalten. Tie Anmeldungen « hierzu werden entweder durch Vermittlung der landwiribschasMchen BezirkSver* ttr c oder direct bei dem Vorstand des Landes-Pserdezuchtveteins in Darmstadt itt machen sein. Da Orohberrogl'cheS Ministerium deS Innern und der Justiz noch einer den Lent ständen gegenüber abgegebenen Erklärung aus verfügbaren Mitteln zu gemeinnützigen Zwecken daS genannte Unterr.ehmen fördern will, io dürste diese Gelegenheit zum Bezug guten Zuchtmotertals den Herren Pserdezüchtern sehr zu ev psehlen sein, ir dem durch diese Beihülfe der Verein wieder in die Loge versetzt sein dürfte, bei der Versteigerung lediglich die An« kaufskosten der Thiere zu berechnen.
m. Darmstadt, IS. Wän. (Zweite Kammer der Stände. 72. Sitzung.) t)ec heutige Schlußsitzung der zweiten Kammer wird von dem Präsidcnten Kugler mit Ict Wiubniung eröffnet, daß er m einer gestern ftat (gehabten Audienz der Wit gl über des Bureaus von er. Königlichen Hoheit dem Großherzog Auftrag erhalten bade, der Kammer tm lebhaftes Bedauern darüber auszuiprechen, durch nöthig gewordene rafche Abreise den Schluß des Landtags nicht in eigener Perlon vornehmen zu können. — Die Kammer erledigt sodann nach kurzer Debatte die eine mit den Beschlüssen der ersten Kammer zu 1 km Gesetzentwurf, den Bau und die Unterbai hing der Kunststrahen betreffend, noch bc liebenbe Differenz zu Art 15 durch Beitritt zu dem gestern von d»m andern Hause gefaßten Beschluß. Ebenso wird dem von der ersten Kammer gefaßten weiteren Beschlüße zu dem Litrag der Abgg. Eilenderger und Äcnoffen, den i>ahrplan der ^berhessi'chen Bahnen ictreftenb, nach dem Antrag des Ausichuffes fast ohne Debatte beige treten. Bezüglich der Urigen Aevommunicationen der ersten Kammer wird der Erlaß theils gemeinichaetlicher, theils einseitiger Adreffcn verfügt.
Präsident Kugler erstattet hieraus Bericht über die !Hörigkeit der 2. Kammer deS Landtags. Es beschäftigten hiernach die Kammer 36 besetzentwürse und 33 sonstige Unnerungsvorlagen, welche sämmtUch bis auf einen das eroilbiener Sittoeninftitut be- lveffenden E»efetzentwurf erledigt sind, welch letzterer nut Zustimmung der Regierung vorerst beruhen blieb. Bon 57 Anträgen einzelner Abgeordneten sind 40 erledigt, von 9S Lor ftettungen und Gesuchen blieben je 5 von Gemeinden und Privaten unerledigt. Lon 4S JiterpeQatwnen blieb eine unerledigt. — Abg. Wad sack spricht als ältestes anwesendes Utttglieb der Kammer dem Präsidium den Dank derselben für die unparleiüche und gerechte Leitung der Verhandlungen des Landtags aus. Die Kammer erhebt sich zum Zeichen der Zrstirnmung von den Sitzen. — Präsident Kugler gedenkt dankend der ihm zu Theil wotbenen Unterstützung der Mitglieder des Bureaus und der Arbeiten der Ausi'chüffe. Damit ist die Sitzung geschloffen.
Beide Kammern der Stände versammelten sich um 12 Uhr im Sitzungssäle der •,ixüen Kammer, wo der feierliche Schluß des Landtags im Auftrage Sr. Königlichen '>oheit^des Großherzogs durch Se. Ercellenz den Herrn Staatsmminer Zreiherrn v zn Starck ftattianb. Von Seiten der Regierung wohmen dem Acte wezter an IXinifterial- Präsident Schleiermacher, Exc., die Geh. Staatsräthe Knorr, Finger und Meisenzahl, Geh.-Nath Hallwachs, die Minntenalräche Weber, Fink und Iaup, sowie L^gationsrath Rothe.
^taatsminiiier Freiherr von Starck, Erc., verlas folgende Thronrede:
seine Königliche Hoheit des Großherzog haben die Absicht gehabt, den XXIII. Landtag in AUerhöchster Person zu schließen. Durch ein erschütterndes Ereigniß an die Ca^e eines naben Verwandten gerufen, mußten Allerhöchstdie'elben mit lebhaftem Bedauern darauf verzichtni, zum Abschiede persönlich zu Ihnen zu reden. Ich bin daher beauftragt morden, am Schluffe der umsaffenden und michevollen Arbeiten dieses Landtags ^hnen die volle .inerfennung und den warmen Dank unseres ^andesherrn auszu'vrechen «r die ausdmiern e Umgebung, welche Sie diesen Aufgaben zugewendet und wodurch Sie dieselben mit her «egurung Jum beftiebigenbm Ziele geführt hLen.
sste haben M Äscher und doch gründlicher Weise den Staatshaushalt Ihrer Prüfung ble ^tel gewährt, um nickt nur den Forderungen des lüLufenden Dienstes gereckt zu werden, sondern auch mannigfachen sonstigen Sebürmnen
namentlich der Beschaffung von Neubauten für die Zwecke deS Unterricht- und der Rechts pflege Genüge zu leisten. Daß durch Ihre Beschlüsse die Mittel gewährt wort>en sind, um die Verbindung der Städte Mainz und Kastel und damit der links, und rechtskheinffchen 2andestheile, mittelst einer stehenden Brücke zur Ausführung zu bringen, Hal Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog zur besonderen Freude gereicht.
Durch Ihre Zustimmung zu den bezüglichen Vorschlägen in dem Hauptvoranschlag haben Sie es möglich gemacht, eine weitgehende Vereinfachung in der Organisation der obersten Etaatsbeborde einzufuhren, von der eine einheitlichere Behandlung und eine raschere Erledigung ber Geschäfte zu erwarten ist. 'Gleichzeitig sind die Rechte und Pflichten der Regierung in Bezug auf die Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben des Staats bestimmter umgränzt und ist durch die Ausdehnung der Befugniffe der Ober Rechnungs kammer die landständische Controle erleichtert worden.
Unter den Aufgaben dieses Landtages hat eine ausgedehnte und bedeutsame Stelle der größte Thetl berjenigen Gesetze eingenommen, welche dazu bestimmt sind, die Aeichs^ lusnzgesetze bei uns emzusuhren und die bestehende Gesetzgebung mit dem Sinn und Geist des Aeichsrechts in Einklang zu bangen. Sie haben sich dieser schwierigen Ausgabe mit Einsicht und angestrengter Sorgfalt unterzogen. Wir dürfen hoffen, daß die AechtSeinheit des gerichtlichen Verfahrens im Deutschen Aeiche je länger desto mehr als ein hohes nationales Gut anerkannt werden wird.
Insbesondere sind durch Ihre bereitwillige Mitwirkung die ^techtsverhältnifse der dichter auf Grund der reichsgesetzlichen Bestimmungen neu geordnet und die Schwierig, leiten des Uebcrgangs in die neue Organisation erleichtert worden. Im Anschluß daran ist es gelungen, auch für die Tisnplinarverhaltniffe der nicht richterlichen Staatsbeamten Grundsätze und Verfahrensformen neu festzustellen, welche der sonstigen Gesetzgebung entsprechen.
Die Erhöhung der Productionskrast des Bodens, welche den Gegenstand eifriger Fürsorge der Regierung bildet, hat in Folge Ihrer veschlüffe und Bewilligungen eine bedeutsame Förderung erfahren durch die Anstellung eines culturtechnischen Beamten und durch die Bildung einer LandeScultur Aentenkaffe. Wenn auf dem hierdurch betretenen Wege weiter vorgegangen wird, darf auf die wohllhätige Einwirkung dieser Maßregeln auf den Volkswohlstand gerechnet werden.
Die gleiche günstige Einwirkung auf den Wohlstand und das Wohlbrfind« oer Bevölkerung verspricht sich die Regierung von den noch nicht völlig zum Abschluß gelangten Gesetzentwürfen über die allgemeine Bauordnung, über den Bau und die Unterhaltung der Kunststraßrn und über die Ausübung und den Sckutz der Fischerei.
So dürfen Sie, wie wir es thun, mit Besnedigmig auf die Ergebnisse der ab- laufenden Landtagsperiode zurückblicken. Möge der redliche Wille, mit dem wir allseitig für das Beste unseres geliebten -eiwachlandes zu sorgen bemüht waren, nicht ohne gesegnete Frucht bleiben.*
Es folgte hieraus die Verlesung des Landtagsabfchreds durch fcerrn Legationsrath Aothe und Üebergabe betreiben an den Präsidenten der ersten Kammer, welcher chn sofort dem Präsidenten der zweiten Kammer ernhanoigte. Staatsminifter Freiherr von Starck, erc-, erklärte hierauf im Kamen er. Königlichen Hoheit des Großherzogs den 23. Landtag für geschloffen.
Hekerreich.
Pesth, 17. März. SuS BekeS'Gyala wird gemeldet, daß der Lörös nacL beiden Setten ausgetreten ist and die Stadt unter Waffer gesetzt hat. Die E-nwodner haben die Häuser, welche, meist aus Lehm gebaut, unrettbar verloren find, geräumt. Ittl-S'Tarcsa ist gänzlich überfluthet, der größte Theil der Häuser ist eiogchürtt und die Einwohner (gegen 4200) dem Elende preisgegeben.
Schweden.
Stockholm, 17. Märi. Nach dem über das Befinden des Königs heute VormUtag ausgegebenen Bulletin hatte die Lungenentzündung an Ausdehnung zugencmmen; die Nachtruhe war gut gewesen, jedoch nur in Folge angeuendeter Schlafmittel, der allgemeine Zustand relativ befriedigend. Heute Abend 6 Uhr war das Befinden des Lönigs im Wesentlichen unverändert. — Die Königin, welche fich in Bournemouth in England aufhielt, hat auf d?e


