1881.
Freitag den 18. November
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Wolff'» telegr. Eorrespondeur - Bureau.
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Wien ^^onlörtn. Atlobrijing m *°f nbfltbolt Papier, tiser, t Klaschev x. Neuenweg 193.
Deutschland.
DarmSadt, 16. Novrmb». Se- KSnigl. Hohrit ber Großh-rzog nah- men beute mllitSnfdje Meldungen entgegen und empfingen den Omerallteutenant n°n der Armee Frhrn. von dem Bu,che. Haddenhausen, den ©eneia.major v Strantz Commnndeur der 13. Kavallerte-Br.gade, den Oberstlteu.enant b.- LrittMtz und Gaffron, den Commerzienrath Wolfsfthl; zum Vornc^ den SBn iflettalßiäiibenten Schletermacher unb den Geh. Cabmet-rath Dr- Becker.
AuS Scffeu-Darmstadt, 15. Novbr. Für Erbauung eines zweiten Gymnasial-Gftbäub es in Darmstadt hat bte Regierung 231,000 JC. von den Stinten Befördert. Dos Bedürsniß der Errichtung eines zweiten Gymnasiums ^ Darmstadt läßt sich nach den der Position beigegebenen Motiven nicht_6e. Breiten. Von gewisier Seite wird nun folgenbet Ausweg v°rge chlagen - DaS Polytechnikum wirb von Darmstadt nach Gießen verlegt unb mit bet dortigen
^rau bie bereits seststehenbe Vorlage betreffs bes Z°llanschluffes bei Ham. bürget Freihasengebietes, tesp. ber Bewilligung der butch Einziehung des bi».
bezüglich Deutschlands hat ja feine beut,cfce I f iineUen Fortgänge ber ersten legislativen Arbeiten abhängeu, ob
" Rude nacki Austen Hauptsache ist, | oder »g, *«5 H.rbstsesfion noch weitet. Vorlagen gemacht werden. Das Unsallverficherungs.Grfttz in feiner proj.ctitten neuen Form ttirb seben'avs erst ,m nächsten Jahre an ben Reichstag gelangen; denn zetzt wird das statistische Material, welches zur Ausarbeitung dieses Gesetzes ge- wünscht wurde und in so reichem Maße eingegangen ist, erst gefiLtet und zur gesetzgeberischen Verwendung vorbereitet.
Landes.UmversttLt vereinigt. Das dadurch in Darmstadt disponibel werdende Gebäude wird dem zweiten Gymnasium Überwiesen. Begründet wird »er
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Endlich ist das von Sambetta seit 3 Jahren mit so großem Ges^ck I ^"^^"dädurch, daß das Polytechnikum In Da-mstadt eine seht k°stipiel'ge «.spielte Schauspiel ber Bescheidenheit und Zurückhaltung, mit d r er sich von - --------— “““
öffentlichen Aemtern fern hielt, beendet, unb Premierminister ist et jetzt an die Spitze ber Leitung ber stau,»fischen Repnb! k getreten und damit b°»Zi , wonach et seit Jahren unverrückt strebte, eine unbedingte Herrschaft zu erla - gen, erreicht. Hebet ihm steht nur Grevyl Was ist er in Gauchettas Augen ? Rur ein alter Mann, den jur richtigen Zeit bet S'tte iu schieben dem allmächiige» Premierminister nicht schwer fallen wird. Elf Jahrebat alfo der ehemalige Diktator von Touri dazu gebraucht, um sich zum Herrn Frankreichs aufzuschwingen, und Frankreich hat in 'hu> einen Gebieter erhalte-, deffen Regiment wahrlich nicht zu leicht fern wird, ^"betta hat seine M - fefiraer febr aenau ftubirt, auf feine Kenntlich des französischen National' I »Ä.S k« “ Ä* >,<»>. ».ruf,. ..»Id«. m.4i. »“'Ä >ofen heul' sich für dies, morgen für jenes begeistern, so hat Sambetta auch verschiedene Stad en durchlaufen, bevor sein Emfluß so erstarkt war. wt t j tz . wa man in der Deputittenkammer von einet willenlosen, gefügigen P^tei, die aus seinen Namen schwört, sprechen kann. Als erbitterter Gegner des dritten Kaiser,eiches begann er seine Laufbahn, und als Diktator von Frankreich der den Krieg bis aufs Meffer gegen Deutschland predigte, erwarb er fid) einen populären Namen. Nach dem .Kriege unter dem Regime des ruhigen Thier« konnte der aufbrausende und heftige Mann sich nicht geUenb machen, leine Zeit kam erst wieder, als Mak Mahon den Ltaatsstreick b«™ PUte als „ p„ republikanischen Majorität in ber Kammer uiietlag unb (Biecg ben Präfidentenstuhl an seiner Stelle bestieg. Sambetta übernahm -'' Führung bet R'viiblikaner unb das Präsidium der Kammer, und in b.ser Eigenschaft Hal er\«, hauptsächlich durch sein energisches Auftreten den Mii istern ' R'8«' über, Beiständen, sich zum Herrn der Sttualioi. unb »um faktisch n Leitet d r ftan,»fischen Politik, dem nur der Name noch fehlte 1» machen. Ader in feinen politischen Ansichten ging doch eine Aenderunz vor. Anfangs glühenden ’abicaler Republikaner, wurde er nach unb nach gemäßigter, »efürmßrtete aber tfofcbem noch bie Heimberusung ber vtrbannten Cammunisten aus Neu Caledo nien. Dann trat aber auch der Umschwung ein. Seine früheren BunbeSge.
n n „kannten nur ni halb baß Sambetta nicht gleich unter Gleichen fein ni (eitlem außirotdentlich verlchärst hat, wat bte Folge. Zu ben Radikalen. BBm Schlage Clemenceau gesellten sich bald noch die Intransigenten unter
Ministenums^ dem er nicht nur ben Namm, (onbetu oud> ^ S-'ft verleiht.
। w, unb (Xnot in ba» neue Ministerium über, bie übrigen Minister, selbst yer p, I , _.11O fcHreffä fee» Äoflanftblufie» be» ßam*
hXn /» DDtaeioaen sich nicht ju Maschinen in der Hand Gambetta » herab- haben e» vo^"oqen, jw® «^ec al-Resiort bat sich (Sambetta baß Ministerium ces aucuui v--„ (T\».iti*T/inbÄ hnt ia seine brutsche
w nigstens nach wieset Leite bin, um Ruhe im Innern zu erzwingen, unb da- wenigsten» naa) t Daß er aber die Würbe, bie er erreicht
allen UmstLaben ftstzuhalten g.bentt, geht zur Genüge W hl7»°n ?araüs hervör, daß er erst so spät sich entschloß überhaupt em Ministerium zu bilden, obwohl er doch bereit« vor emigen Jahren volle Ge- leg nhe dazu hatte. Gambe.ta hat gewartet b.s er sich ber un -b.ngt,n
Majorität n ber Kammer versichert wußte, bte ihm gestattet, bie Macht, welche er erlangt hat, nach Kräften auszunutzen. Daran werb er es gewiß nich? sehlen laffen, unb bie Franzosen werden balb merken, baß Sambetta ni^t nur Ministerpräfibrnt. sonbein^Hrrr von Frankreich qeworben ijt--
kanzler^mKaL
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™4ntu 8ai®en n,^riufübren. T?e Enticheidung des Kaisers sei nach der Constituirmig des S‘^li.^uen"ai6n'3i0Dtm6el. Die Abgeordnetenkammer berieih heute hen Antrag Lutharbt auf Bestrafung des Soncubinats. Im EmverstLubniß mit de» Antragsteller würbe schließlich eine von M-rgu°rbsen beantragte mo l. Birte Tagesorbnung einstimmig angenommen, welche besagt, baß bie Kammer,
Anstalt |ei, bte aber noch unverhältnißmäßig höhere Summen -rf-rdere, wevu sie mit ben technischen Hochschulen in Karlsruhe, Stuttgart, Braunschweig, Hannover unb München concuniren solle. Sm Bebursniß für eine solche Anstalt sei für unser Lanb nicht vorhanden, da die erwähnten, renommirten In ftiture io leicht mit ber Bahn zu erreichen seien. Die LanbtS'Universttät Gießen habe durch bie Annexion von Kurhesien unb Nassau durch Preußen unb ben dadurch bedingten Aufschwung der Universität Marburg VW ge- litten unb es gelte, ihr beizuspringen, was burch die Veretniguiig des Poly technikum« mi? ihr'geschehen werbe. Darmstadt zähle 7»'eme hunber Stu. birenbe, jeder Sin,eine koste dem Staate mehrere Tausende^ Sine wesentUch höhere greqnen, stünde auch für die Zukunft- nicht in Aussicht, wenn nich lauter erste Selebritäten mit für bas Lanb unerfchwinglichen Geldopfern L,r.,f,n trüTben Die jetzigen Opfer virwenbe man zweckmäßiger, wenigstens m'Theil z ' SNftun von Stipinbien. Der setzige Zustanb fchäb.ge zum
B sten einer Stabt bas ganze Lanb. Ohne uns für pro ober contra aus- Suchen zu wollen, fo scheinen hoch tiefe Argumente von betten dem Verneh- men nach bie oberhessischen Lanbboien aus^ehen. ber Errnägunfl werth. (Fr. Z.)
m Darmstadt 10. November. IGebühren der KreiSärzie und KrelS- BiteTinärär xtt I Nach derMedicinaitoxe von 1865 haben d>e Kreisärzte für aUc auberbalb ihres Wobnortetz, aber innerhalb ihre» DienstbenrkeS vorzunehmenden Neisen ,°uL°s!Urn Zwecken Xa'ggeller (Diäten) in «nfpruch I«
linl^tunbcnUTunb mehrfl" ' H'erbei wird der mit dem Geschäfte nothwendig ver- , -Ltunden und' wehr ö Ti. 4? «nfcblaa aebracht, daß, wenn die Entfernung dundenc J-iwu wa w m ba WMn di-H,n. und Herreise
flud) veringer Nt als r eincn halben Tag (4 Stunden) erfordert, d'e ganzen
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nrrflüfet 1 Turck d^e neueste Bekanntmachung wird dieser Satz bei großen Hausthieren vergütet ^urw o ' erböbt- Bei auf den Menschen übertragenen Tbier- ?rUnnfhnfen Vrböbt fii diese Gebühr um 2 Die Gebühren für alle an einem Tage
I nn'iinvnen Obducttonen dürfen jedoch im Ganzen den Betrag von 12 nicht uber^ fiffien der polizeilich angeordneten Impfung bat der Kreitzvetermär-
arz» keine besondere Gebühr zu beanspruchen.
Berlin 15. November. Der Duvbesrath hielt heute Nachmittag um 2 Uhr eine Sitzung ab, in welcher, indem die Ausschüsse ih^Berichte erstattet, resp. ihre Anträge gestellt, die Vorlage de- ReichshauShaltS-EtatS pro 1882,83 definitiv festgestellt wurde. Der Etat schließt in Einnahme und Ausgabe m t
I 607 234 771 v4L ab, um 13 882,371 v4L mehr als im Vorjahre; die Matri» ^lar-^iträge find aus 115 712 740 um 12.038 371 mehr all im Vor.
I fahre anaes-tzl Im Gesetzentwürfe wird die Ermächtigung für den Reichskanzler nachgesucht, zur Verstärkung des ordentlichen Betriebs,ondS bis zu
I 70 Mill. JL Schatzanweisungen ausgeben zu können.
I _ Dem Reichstage wird, wie wir hören, sosort bei seinem Züsammen-
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AilMk- mb Amtsblatt fit ben Kreis Sicht».
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