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Rußland.

Petersburg, 2. Mat. Der Berichterstatter desGolos" meldet aus Elijabeihgrao, daß ote Juden den ersten Anlaß zum Ausbruch von Thätlich- ketten gegeben hätten. Es sind etwa 100 Häuser zerstört, darunter dte Syna­goge; die Anzahl der verletzten und mißhandelten Personen beläuft sich auf 200.

Petersburg, 2. Mai. Es geht gegenwärtig in allen Schichten der Bevölkerung ein Gerücht herum, nach welchem die Nihilisten sich persönlich an den Kaiser gewandt haben sollen, um ihre Forderungen durchzusetzen. Der Sachverhalt soll folgender sein: Eines Tages meldete sich beim Sradthaupt- mann Baranow ein junger Mann und thetlte ihm mit, daß er den Kaiser um eine Audienz ersuche, um wichtige Mittheilungen zu machen. Aus alle weiteren Fragen blieb der junge Mensch dabei, daß er nur dem Kaiser persönlich die Mtttheilungen machen könne. Nach langem Ueberlegen wurde beschloflen, dem Kaiser die Sache zu unterbreiten, da angenomm-n wurde, der Mensch werde wichtige Enthüllungen machen, um sich Straflosigkeit zu sichern. Der Kaiser erklärte seine Geneigtheit, ihn zu sehen, und er wurde unter allen Vorsichts­maßregeln Alexander III. vorgeführt. Aufgefordert zu reden, sagte er, er sei Agent des Executtv'Comitös und im Auftrage desielben geschickt, dem Czaren mündlich die Vorschläge seiner Partei für die Wiederherstellung der Ruhe darzulegen, da der Kaiser jedenfalls von der letzten großen Proklamation, welche die Forderungen enthielt, keine Kenntniß bekommen. Nun wiederholte der nihilistische Abgesandte nochmals das, was bereits in der großen Procla- matton gestanden. Man brachte ihn alsbald nach der Peter-Paulssestung, es gelang indessen bis jetzt noch nicht, seine Persönlichkeit festzustellen. Diese be­kannte Proclamatton wird gegenwärtig in ungeheurer Menge von den Nthi- listen nachgedruckt und allenthalben unter daS Volk verbreitet. Der im Hospital verstorbene Kaisermörder Grinewetzki ist ein Priestersohn aus Luga.

Petersburg, 3. Mai. Nach einer Meldung desGoloS" ans Kiew von gestern sind auf Anordnung des Generalgouverneurs Drenteln am 1. d. M. mittelst ExtrazugS 2 Bataillone Infanterie nach Smela und Korsun abgegan- gen, um die dort durch Excesse gegen die jüdische Bevölkerung hervorgerufenen Ruhestörungen zu unterdrücken. Auch in Urnan, Schpola und Lityn, wo die Juden mit Gewaltthätigketten bedroht worden waren, wurden energische Maß­regeln zum Schutze derselben angeordnet.

Setegraphtschr Depesche».

Wolff'- telegr. C»rrefpo»»euj-B»reau

Wiesbaden, 4. Mai. Se. Majestät der Kaiser unternahm gestern mit der Frau Großherzogin von Baden eine Spazierfahrt und besuchte Abends die Vorstellung im Theater. Zur kaiserlichen Tafel hatten die Generale v. Bentheim, v. Treskow, v. Röder, v. Schwarz, Oberst v. Thompson, Dom- probst Hölzer u. A. Einladungen erhalten. ' Die Familie des Landgrafen von Hessen wird beute hier zum Besuch erwartet.

4 Mai. In der am 3. d. M. abgehaltenen Sitzung des Bundcsraths theilte der Vorsitzende, Staatsminister v. Bötticher, zunächst mit, daß die bisherigen Großh. badischen Bevollmächtigten, Ministerial-Präsidenten Stößer und Dr. Grimm aus der Versammlung ausgeschieden seien und daß dagegen von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog von Baden der Präsident des Großherzoglichen Ministeriums der Justiz, des Cultus und Unterrichts, Rokk, zum Beoollmächtigten zum Bundesrathe ernannt worden sei. Seitens des Präsidenten des Reichstages waren Mittheilungen ein- geaangen.' a) von der unveränderten Annahme des Entwurfs eines Gesetzes über die Küstenfrachtfahrt, b) von dem Beschlüsse des Reichstags zu dem Anträge des Abge­ordneten Dr. Virchow und Genossen wegen der Bethe.ligung Deutschlands an der Erforschung der Polaraegenden. Das Gesetz zu a) soll zur Allerhöchsten Vollziehung vorgelegt werden; bie Resolution zu b) wurde dem Herrn Reichskanzler überwiesen. - ©in Antrag Hamburgs, betreffend die Zulassung eines Steuermannes zur Schiffer- prüfung, wurde dem zweiten und vierten Ausschuß, und ferner die bereits dem dritten und vierten Ausschuß vorliegende Eingabe des Voistandes d.'s Vereins der deutschen Tabaksabrlkanten und -Händler, betreffend die Concurrenz der Tabaksmanufactur in Straßburg, nachträglich auch dem Ausschüsse für Elsaß Lothringen überwiesen Der vom Präsidium vorgelegte Entwurf einer Verordnung, wegen Errichtung eines deutschen Volkswtrthschaftsraths, über welchen der Ausschuß für Handel und Verkehr berichtete gelangte mit einrnen vom Ausschüsse empfohlenen Abänderungen zur Annahme Die Zahl der Mitglieder des VolkswirthschaftSraths wurde auf 125 festgesetzt. Der Gesetz- ?"^r/^?»^".^"knahme einer Anleihe von 12,485.664 .//. für die Reichs Eisenbahnen in Elsaß-Lothnngen erhielt nach dem Anträge des fünften und siebenten Ausschusses die Genehmiguna; ebenso auf den Vortrag des ersten und fünften Ausschusses der Ent- wurf von Abänderungen und Ergänzungen des § 4 Absatz 3, und des § 5 Absatz 7 beS Bahnpolizei-Reglements für bie Eisenbahnen Deutschlanbs, sowie ber Bestimmungen Uber bie Befähigung von Bahnpolizeibeamten und Locomotivführern vom 12. Juni 1878 Eine Eingabe betreffend bie Verzollung von Waterklosetbecken, hatte, wie von bem bend)tenben Ausschüsse festgestellt war, durch inzwischen ergangene Verfügung der be- theiligten Landesregieruna ihre Erledigung gefunden. Den Schluß bildete die Wahl von Eommifsarien zur Vertretung von Vorlagen im Reichstage, Mittbcilungen über eingegangene au Grund früherer Beschlüsse den beteiligten Ausschüssen überwiesene Mgaben und die Vorlegung der neuerdings eingelaufenen Petitionen, über deren ge­schäftliche Behandlung Bestimmung getroffen wurde. B

*Prov.-Corresp." schreibt in einem eine Fälschung der Geschichte be- ttteiten uirttfel gegenüber bem Leitait kel in der Morgennummer der Nationalreituna ^^n9, -kr* : Versuch, die Rationalliberalen zum Aufgeben ihrer selbst und

zur allmählichen Rückkehr zur Fortschrittspartei zu überreden, verdiene insofern ernste Beachtung, als hier zum ersten Male versucht werde, diese Rückkehr als eine natur- gemahe und nothwendige Entwicklung darzusiellen und für deren Verwirklichung den liberalen Wählern Geschmack beijubringen, was bisher nur seitens der Fortschritts- parte, geschehen sei. Es widerspreche den geschichtlichen Thatsachen wenn man behaupte, ^^sb^ationalliberalen einen Ausgleich der verschiedenen Gruppen des Liberalismus ein schließlich der Foitschrntspartei vertreten, die bedeutendsten Abstimmungen zeigten J?1* kie m^oualliberalen stets mit ber Regierung nicht aber mit ber Fort: fd)ritt§partci den Ausgleich gesucht und gefunden. Der Schluß des Artikels lautet: denn wir werben bie Fortschrittspartei in allen Erscheinungsorten mit all ihren n. ?fffCn un3 mlt- a.ntl? Graften bekämpfen, bie Sezession rechnen wir schon jetzt

u cfoIöe; blc au richtigen verständiger. Rationalliberalen hoffen wir aber trotz hflriAm?^nu£°Jn ^d£^Lrf^ntcn Fortschrittsblattes und trotz seiner Fälschung der parlamentarischen Geschichte nicht tn unserer Schußlinie zu finden.

.. 4* ^au DasAmtsblatt" veröffentlicht das Programm

für die Krönungsfeier. Dieselbe beginnt am 22. Mai und dauert drei Tage. Dle Behörden, sowie die Truppen und alle Corpoiaiionen nehmen an der Seiet Theil. Sämmtliche Districte des Landes werden durch zahlreiche Dele­gationen vertreten fein. Die Mitgleder des diplomatischen Corps haben Em- ladungen erhalten. Die Krone wird von den Präsidenten der bnden Kammern nachdem sie von beiden Metropoliten geweiht ist, dem Könige übergeben. Die Krönungsakte wird von beiden. Metropoliten, den Piäsidenten der beiden Kam- mein, den Ministern, den Präsidenten des CassatiouShofeS und >uletzi von dem Könige und der Königin unterzeichnet. Nach der Unierzetchnung der Krönungsacte begiebt sich der Krönungszug von der Metropole noch dem königlichen Polais, woselbst die Huldigung stattfindet. Am Abend wird die Stadt festlich illumi-

nirt sein. Am 23. Mai findet dir feier!.che Aufzug von Corporationen, Be­wohnern der Dobrudscha, Studenten, Mitgliedern der fremden Colonien stall. Am 24. Mai wird der König die Parade über die Armee abhalten.

London, 4. Mai. Die Jury für Anklage-Erhebung beim hiesigen Criminalgerichk hat heute beschlossen, die criminalgerichtltche Untersuchung gegen den Redacteur des JournalsFreiheit", Most, wegen Aufreizung zum Morbe etnzuleiten. Die Jury sprach gleichzeitig den Grundsatz aus, daß eine in Eng- lar.b erfolgte Pub^ication, welche den Zweck habe, zum Morde von Souverä­nen auswärtiger Staaten oder anderer Personen aufzureizen, ein Verbrechen sei, welche speciell gegen die englischen Sitten gerichtet erscheine uno von den Behörden stets auf daS Strengste bestraft werden müsse.

Riga, 4. Mat. Das erste Schiff in diesem Jahre der englische DampferDalton", von Swtnemünde kommend ist hier etngetroffen. Der Capitän berichtet, er habe anderthalb deutsche Meilen westwärts von Domesnees noch Eis angetroffen, das sich bis DomeSnees eistreckl habe; das EiS sei j'doch nicht sehr stark und könne durch kräftige Dampfer forcirt werden. Der Rigaer Meerbusen ist eisfrei.

Vermischtes.

Mainz, 28. Äpril. Ein junger Mann von hier, der sich in einem hiesigen Droguen- geschaft befand, kam vorgestern Abend nach Hause und klagte über heftige Schmerzen im Unter- leib. Als seine Mutter den Arzt holen lasten wollte, verbat er sich dieS mit der Bemerkung daß cs bester werden würde Hierauf legte sich der junge Mann zu Bette, dock als eine halbe Stunde später die Mutter nach ihrem Sohne sehen wollte, war dieser bereits eine Leiche; der herbetgerufene Arzt constatirte eine Vergiftung. Sofort wurde der Staatsanwaltschofi von dem Vorfall Mttthetlung gemacht und durch die Untersuchung constatirr, daß sich der junge Mann mittelst Arsenik selbst das Leben genommen hatte Als Ursache wird em Liebesverhalt- niß bezeichnet. Dieser Selbstmord hätte beinahe noch einen anderen Menschen das Leben gekostet. Als nämlich der junge Mann in dem Geschäfte das Gift genommen und das Glas, welches die Mischung enthielt, bei Sette gestellt hatte, glaubte der vorwitzige Hausknecht, es sei ein Brausepulver tn dem Glase gewesen und trank den Rest aus. Das Gift übte bald seine Wirkung und unter schrecklichen Schmerzen wurde der Hausbursche in das Hospiial ge­bracht, wo er zwar noch krank darniederliegt, doch als gerettet zu betrachten ist.

Hanau, 2. Mai. Auf der Bebraer Bahn fiel gestern Abend ein Bremser von einem im Gange .befinbl-chen Zuge so unglücklich herab, daß ihm beide Beine überfahren wurden Wie wir hören, ist der Verunglückte kurz darauf den schweren Verletzungen erlegen.

PariS, 1. Mai In Nörac wurde gestern wieder ein Briefträger umgebrocht, der einen Sack Briefe mit Geldsendungen im Betrage von 10,000 Frs. auf den Bahnhof trug. Morgens fand man ihn von dreizehn Dolchstichen durchbohrt. Der Mörder ist nicht bekannt, doch sind einige der gestohlenen Briefe auf dem Dache einer Herberge gefunden worden.

Frankfurt, 2. Mai. Derflostene Woche verstarb im hiesigen Hospital ein 76jäbrige Maurergeselle Franz Zimmermann aus Seligenstadt, der In seinem ganzen Leben, von dem Tage an, wo er ausgelernt, nur einen einzigen Meister hatte und 52 Jahre bei demselben ununter brochcn arbeitete. Sämmtliche Heizungen der hiesigen Kirchen waren von demselben angelegt und unterhalten worden; fein Nachfolger tn dieser Function ist auch schon 20 Jahre bei dem­selben M.ister, Herrn F. Brofft.

Kassel, 1. Mai. Abermals haben wir über einen Eisenbahnunfall auf der Halle- Kaffeler Babn zu berichten, der sich brüte Nachmittag auf Bahnhof Gernrode zugetragen hat und in seiner Veranlaffung wir in seinen Folgen gleich beklagenswerth ist. Der Hergang des Unfalls wird von zuverlässiger Seite wie folgt dargcilellt. Der um 9 Uhr aus Halle abge- laffene Morgenperionenzug, welcher bis Kastel durchgeht und dort fahrplanmäßig um 3/2 Uhr Nachmittags etntreffen muß, mußte auf Bahnhof Gernrode liegen bleiben, er konnte nicht von der Stelle, da irgend etwas an der Masch nc defect geworden war. Man kann sich lebhaf: die Freude der zahlreichen Pastagiere darüber vorstrllcn, daß sie glücklich ohne Schaden zu nehmen, den Bahnhof erreichten. Der Zug hat einigen Aufenthalt, während drsten eine be­orderte Hilfsmaschine von Leinefeld eintreffen soll. Ob nun ein Theil der Pastagiere oder ob Alle in den Eoupes sitzen geblieben sind, oder ob das Wiedereinstetgcn der Pastagiere vor dem Etnrangiren wieder erfolgt ist, bleibt dahin gestellt, genug, die Htlfsmaschine jagt heran, um den Zug aufzunehmen und der Locomotivführer muß wohl Steuerung und Führung nicht richtig gehandhabt, bezw. in der Gewalt gehabt hab-n - die Lccomotive jagt mit solcher Vehemenz gegen den ruhig dajiehenden Zug, daß der Packwagen völlig zertrümmert, ein Wagen demolirt und mehrere Pastagiere Arm- und Beinbrüche davontrugen.

sAuch ein Vergnügen j Von einem Engländer, Mr. E., der bereits 26 Jahre zählte und sich seit mehreren Jahren theilS zu seinerAusbildung", ihcils zu seinem Amüsement in Berlin aufhält, wird folgendes Stücklein erzählt. Derselbe ist bereits wegen seiner Vaganten Wetten bekannt. Am letzten Mittwoch früh um 8 Uhr fuhr er in einer Equipage die Bellealliancestraße entlang; an der Straße nach Tivoli stieg Mr. E auS und begann auf allen Vieren seinen Weg nach Tempelhof zu nehmen. Die Equipage fuhr langsam neben ihm her. Der sonderbare Vierfüßler erreichte fein Ziel 9 Minuten vor der festgesetzten Zeit, näm­lich in 2 Stunden 21 Minuten. Bedingung war, sich während deS Marsches nicht auf die Füße zu stellen, dagegen war AuSruben nach B eliebcngestattet.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 4. Mai. (Marktbericht.» Der heutige Heu- und Strvhmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Etr. JL 3.004.60, Stroh JL 3.204.00, Butter 50 Kilo JL HO, im Detail 1. Qualität das Pfund je 1.300.35, 2 Qualität das Pf. 1.2-1, Eier das Hundert JL. 4 50-5.60. Ochsenstetfck per Pfund 6570 A Kuh-, Rind und Farrenfleisch 4555 H, Kalbfleisch 4055 , Hammelfleisch

45 -65 Schweinefleisch 65-80 H, ein Hahn JL 1.7u2.00, ein Hubn JL 1.50 2.00 eine Ente «4C 3.003 50, eine Taube 5060 Gans JL 0.00 0.00 Haien das Stück JL 0.00-0.00, Feldhuhn JL 0.00- 0.00, Rehbock das Pfd. 00-00 A, Kapaunen JL 3.00-5, Wätscher Hahn 1014 Kartoffeln 100 Ko JL 4 500.00, Kohjkraut 20 A

Blumenkohl 1 St. 30 50 H, Wirsing 2000 Gelberüben 1 Bund 0000 A Zwiebeln 1 Bund 0 H Sellerie das Stück 0000 H, Meerrettig 1 Stück 0000 Spargel das Pfund 5070 Aj, Romain Salat 00 - 00 Endivien 00 0 Rothkraut 3040 Weiß,

kraut 3500 Artischoken 0000 Erbten daS Pfd. 00 neue Bohnen 100 Stück 3 vtt, neue Kartoffeln das Pfd. 30 Kopf-Salat 1518 Lattich Salat 30 H.

Da die Emission der Commandit - Gesellschaft auf Actien Gra^sÜagasimTdu Prirb temps, Paris, für Montag den 16. Mai a. c. angekündigt ist, so dürften die nachfolgenden Notizen über dieses Unternehmen willkommen sein.

1. Bietet es folgende Garantien: Beständige Controlle des Publikums, absolute und persönliche Haftbarkeit des Geranten und Garantie des Kapital« durch die vorhandenen Immobilien und Mobilien.

2. (58 kommen nur 61,916 Actien ä Frs 500 al pari, ohne jeglichen Aufschlag zur Emission, da Herr Jules Jaluzot, welcher Leiter diese« großen Geschäfte« bleibt 18,084 actien - ungefähr ein Viertel des Gesellschafts-Vermögens - für sich reiervirte.

3 Die Einzahlungen finden folgendermaßen statt. 50 Frs. bei der Zeichnung, Fr« 75 bei der Zutheilung. Frs. 125 am 30. November 1881, Frs. 125 am 11. Juli 1882 und Frö-. 125 Qm 31- Juli 1883. Da die Einzahlungen so vertheilt sind um dem jeweiligen Bedürfntß an Kapitol zu entsprechen, so findet für Vorauszahlungen keine Vergütung statr.

4. Eine Commandit-Gesellschaft auf Actien unterschetdet sich von einer anonymen Gesellschaft dadurch, daß der Gerant der ersteren nach dem Gesetz persönlich für seine Ver­waltung verantwortlich ist, während bei einer anonymen Gesellschaft seine Entlastung genügt ibn von jeder Verantwortlichkeit zu cnthcbm. Die Gesellschaft der Grands Magasins du Pnntemps ist eine Commandit-Gesellschaft auf Actien, mithin haben bl: Subscribenten die bedeutende Garantie der persönlichen Verantwortlichkeit des Herrn JuleS Jaluzot.

5. 50 u Zinsen werden den Aktionären in 2 Raten am 31. Januar und 31. Juli jeden JahreS auSbezahlt: dieselben haben außerdem Anspruch auf eine Dividende von 50% des Reingewinnes welch» alsbald auf 52% % erhöht wird, sowie eine Reserve von 3 Millionen Franken confhtuirt ist. '

6. Die Zulassung der Actien zur Pariser Börse w-rd verlangt werden.

D"«clien werden, nachdem der vierte Theil darauf eingezahlt ist, umsetzbar fein. . . , actien be8 Printemps bilden demnach dic denkbar sicherste Kapitalanlage und durfte cs ra.blich sein nicht erst den 16. Mai abzuwarten, sondern die Biquemlichkeit, w'lche die Sub.crtpi.on durch Correspondenz bietet, zu benutzen und sich schon jetzt unter Einsendung der ersten Zahlung von je Frs. 50 per Aktie in recommandirten Briefen an Herrn Jules Jaluzot zu wenden