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Harten

Der Vieekönig verbot alle La^deö-Meetings für

Samstag und Sonntag.

Kossand.

Utrecht, 31. Decbr.

Zum Tonnensystem

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entschiedene Abneigung gegm das unpopuläre Gesetz, welche sowohl bet den Verhandlungen seiner Vertreter im hohen Hause, als in zahlreichen sKund- gebungen der Wähler derselben zum Ausdruck gelangt ist, die Vorlage auf immer beseitigt hätte." Und weiterhin wird dem hohen Reichstage die Erklär rung abgegeben,daß wir nach wie vor den in Rede stehenden Gesetzvorschlag für eine das Wohl des gesammten Volkes schädigende Maßregel halten. Wir erblicken in dem deutschen Natwnalgetränk, einem billigen und guten Bier, em mächtiges Mittel zur Hebung der Sittlichkeit des Volkes, dagegen in der be- abstchtigten Steigerung der Brausteuer eine große Gefahr für d.e Untergrabung derselben. DennBier ist der Feind des übermäßigen Braunrweinget.usscs und ihm fällt die nicht zu unterschätzende Ausgabe zu, die es in manchen Theilen unseres Vaterlandes schon auögeführt hat, m anderen noch zu lösen im Begriffe steht, den Branntwein zu verdrängen, der die Gesundheit des Körpers untergräbt und den Geist umnachtet. Es kann aus diesem Grunde von Seiten einsichtsvoller Menschen der Einbürgerung von Bier in schnaps» trinkenden Gegenden nicht genug Vorschub geleistet werden." Zugleich wirb mit der Petition eine AnspracheAn alle Freunde des Bieres, des deutschen Nationalgetränkes", ausgegeben, welche den Consumenten zu Gemüthe führt: Weder der Brauer noch der Wirth kann die Steuer tragen, der Consument, das ganze Volk muß sie ausbringen. Das Bier wird theurer, das Gla- kleiner oder das Getränk schlechter werden. Gar Mancher aber w-rd wieder zum Branntwein greifen und durch denselben seiner Gesundheit schaden und seine geistige Kraft untergraben. Die körperliche und geistige Tüchtigkeit unseres Volkes wird geschwächt werden. Bezeuget es durch eure Unterschriften, daß ihr eine Erhöhung der Brausteuer und mit ihr eine Vertheuerung oder Ver­schlechterung des BiereS nicht wollt, erklärt, daß ihr von eurem Vertreter im deutschen Reichstage erwartet, dasi er einem das Wohl des deutschen Volkes schädigenden Gesetzvorschlage der Erhöhung der Braupeuer nie und nimmer beisttmmen, sondern energisch entgegentreten werde."

Berlin, 1. Januar. Für Eisenbahnreisende, namentlich solche, welche die Wagenabtheilungen dritter Klaffe benützen und von den Herren Eisenbahn- Conducteuren nicht mit besonderer Rücksicht behandelt zu werden pflegen, empsehlen wir, Nachstehendes sich dringlichst einzuprägen, oder, wie der Abge­ordnete Berger mit Erfolg zu thun pflegt, als Ausschnitt in der Wcstentasche bei sich zu führen, um es beim Einsteigen in die Eisenbahnwagen den Herren Conducteuren vor die Augen halten zu können." Wiederholte Beschwerden über Belästigungen des reisenden Publikums durch ungebührliche Ueberfüllung der Eisenbahn-Coupö^ rechtfertigen, wie der Minister der öffentlichen Arbeiten in einem Erlaß vom 21. Decbr. ausspricht, die Annahme, daß bei der Plact» rung der Reisenden durch die Schafflter vielfach mit der gebührenden Rücksicht noch nicht verfahren wird. Zum Theil handle es sich hierbei um verwaltungS- feitige Bestimmungen, wonach auf den Anfangs-Stationen der Züge nicht sogleich sämmtliche, sondern nur erst die zunächst erforderlichen Coup6s geöffnet werden dürfen. Eine derartige Bestimmung, welche überdies zu einer unzu­lässigen Bevorzugung einzelner Reisenden Anlaß geben könne, sei. wo sie noch bestehe, alsbald in Wegfall zu bringen und Anordnung zu treffen, daß schon auf der Abgangs-Station stets sämmtliche Coupes, über welche nicht für beson­dere Zwecke schon anderweit verfügt sei, sofort geöffnet werden. Im Uebrigen sei bei der Zuweisung von Plätzen, unbeschadet nothweadiger Einrichtungen im Jntereffe der Ordnung, Sicherheit und Orconomie des Betriebes, oen Wün­schen und der Bequemlichkeit des reisenden Publikums in en'gegenkommendster Weise Rechnung zu tragen, vor Allem auch die für die warme Jahreszeit an­geordnete mäßige Besetzung der Coupes (1. Klaffe mit 4 Personen, 2. Klaffe mit 6 Personen und 3.'Klaffe mit 8 Personen) in Zukunft allgemein und ohne Beschränkung auf die warme Jahreszeit, so lange hinreichender Platz vorhanden sei, als Regel festzuhalten. Der Minister macht die sorgsame und nachdrückliche Überwachung der Befolgung dieser Bestimmungen zur beson­deren Pflicht."

Bremen, 31. Decbr. Die Weser, die schon in stetigem Fallen be­griffen war, verursachte durch einen Durchbruch in Niederblockland wieder Überschwemmung und wuchs in der Nacht abermals erheblich, so daß ein Theil der Häuser der Vorstädte Waffer im Souterrain haben. Es erscheint jedoch die Hoffnung begründet, daß die Ueberschwemmung ihren Höhepunkt bald erreicht haben wird und größere Gefahren von den Vorstädten abge­wendet bleiben.

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NuntiuS Czaki für sich und das gesamnte diplo nalische CorpS dem Präfi- denten Grecy Segenswünsche für das Wobl Frankreichs und des Prästdeutea der Republik dar. Grevy erwiderte in Worten tiefster Rührung über die kundgegebei.en Gesinnungen und unterhielt sich sodann tu herzlichster Weise mit allen einzelnen Mitgliedern des diplomatischen Corps.

England.

Rumänien.

Bukarest, 31. Decbr. Die Deputirtenkammer genehmigte den Han­dels- und Schifffahrts-Vertrag mit Italien. Der Senat gab seine Zustimmung . zur Aufhebung deS Zuschlags von 15 pCt. auf E senbihnfahrtkarten.

Rußland.

Petersburg, 31. Decbr. Wie in Hoskreisen verlautet, wird von vielen Seiten auf eine vollständige Aussöhnung des Czaren und des Groß- fürsten-Thronfolgers hingearbeiiet. In Folge btflen sind auch die Gerüchte über die Abdankung des Czaren und deffen Reise in's Ausland vorläufig ver­stummt und der Thronfolger nimmt an allen wichtigeren RegierungSgeschästen Theil. (Preffe).

Petersburg, 1. Januar. DasJournal de St. Petersbourg" er­fährt, die Pforte stehe den von britischen Blättern gemeldeten maffenhaften Transportirungen bulgarischer Familien von Macedonien nach Kleinasien nicht gleichgültig gegenüber, schiebe aber die Verantwortung für diese Ausschreitun­gen den lokalen Behörden zu; letzteren seien strenge Instructionen wegen Repa- rirung des Uebels oder Vermeidung deffelben zugegangen.

Kriechenland.

Athen , 1. Januar. Die Deputirtenkammer hat den Gesetzentwurf, betr. die Anleihe von 120 Millionen auch in zweiter Lesung angenommen. Im Verlaufe der Debatte erklärte der Ministerpräsident Kumunduros. das Cabinet werde muthig die Jntereffen des Landes und die Ehre der Nation verthetdigen.

Feinster Dorsch-Leberthran, fast gnuch- und geschmacklos in Flaschen \ und v4t 1,70. (86

Derselbe eisenhaltig 1 jl. pr. Fl.

C. F. Semmler.

70) Die noch vorräthigen Möbel und Spiegel in meiner Wohnung sowohl, als auch in dem mir gütigst auf kurze Zeit überlaffenen Laden des Herrn L. Orth, Photograph, Neuen - Banen, verkaufe ich zum Selbstkostenpreis. Sämmtliche Möbel sind gut und geschmackvoll gearbeitet; darunter einige elegante Waschtoiletten- mit Marmoraufsatz, Polstermöbel in Rips. Seide und Brokat, Seeretär- schrank, polirte und lackirte Nachtschränke, Tische, Stuhle, polirte und lackirte Kleiderschränke u. s. w.

F. Hollmann, Nmrn-B-uen 100.

London, 31. Decbr. Eine amtliche Depesche aus Pietermaritzburg vom 30. vs. meldet gerüchtweise, die Boers hätten Pretoria occopirt, die btt* tischen T>upp-n seien nach dem Fort retlrirt.

London, 31. Decbr. Dem heutigen Cabinetsrathe wohnten sämmt­liche Minister bei.Pall Mall Gazette" zufolge würden von den Truppen in Irland wie bei der feniichen Bewegung neun mobile Colonnen gebildet, welche das Land nack ollen Richtungen durchstreifen sollen.

Abends. Der Vorstand der Stadtverwaltung von Athm telegra- phirte an den Lord-Major Folgendes: In dem Augenblicke, wo ganz Grie- chenland unter Waffen steht, haben wir Die freudige Nachricht zu verkünden, daß die Statue der siegreichen Minerva, das Meisterwerk des Phidias, voll- ständig wieder ausgefunden ist.

Dublin, 1. Januar.

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Professor Harting schlägt im Utrechter Journal vor, eine Adreffe zu Gunsten der Unabhängigkeit des Transvaal Landes den englischen Journalen, allen Parlaments-Mitgliedern, den Mayors und Aldermen aller größeren britischen Städte zuzusenden und in London öffentlich anzu­schlagen, oder eine Deputation nach London zu senden, welche tm Namen des holländischen Volkes die Adreffe den Vertretern des britischen Volkes überreiche.

Hesterreich.

Wien, 31. December. Eine Meldung der ,Polit. Corresp." aus Athen präctsirt die Antwort des griechischen Cabmets auf die Note der Pforte, vom 14. ds. dahin, daß dieselbe den Vorschlag zu directen Verhandlungen zwischen der Türkei und Griechenland zwar nicht zurückwetse, aber betone, daß die Voraussetzung derartiger Verhandlungen die Anerkennung der Berliner Conferenzbeschlüffe sei; sobald diese Anerkennung türkischerserts erfolge, sei das griechische Cabinet bereit, über die Einzelheiten der Abtretung und Be­setzung dtrect zu verhandeln.

IranLreich.

Paris, 1. Januar. Beim Neujahrs-Empfang brachte der päpstliche

109) Wegen Aufgabe des Ladengeschäfts

Ausverkauf

von Seinen, Wollwaarcn und Wäscheartikeln.

Herrn. Ang. Hüller. SchulNrche.

Lokales.

Gießen, 3. Januar. Unfern Lesern können wir die erfreuliche Mittheiluna machen, daß Mitte dieses Monats die in so gutem And nken stehende Theateraesell schast des Herrn Sck ubert im Saale des Cas^ Leib ihre Vorstellungen für diese Saison beginnen wird. Wie man uns mittheilt, verfügt die Direction über ein recht gutes Personal und ist in Folge dessen zu erwarten, daß dem Publikum recht gediegene und genußreiche Abende bereitet werden.

Die Neujahrsnacht verlief im Ganzen ziemlich ruhig. Von Unfällen anläß­lich des Schießens ist uns weiter nichts bekannt geworden, als daß in W eseck ein Mann im Gesichte angeschofsen wurde. Der Verwundete ist noch m der Nacht nack hier verbracht und verbunden worden.

Heute Vormittag wurde ein Bursche von Wieseck auf der Rodheimer Straße von einem mit Kalksteinen beladenen Wagen überfahren und sofort aetödtet. Die ber gingen dem Verunglückten über den Kopf und Hals.______

Geschälte Victoria-Erbsen, Thüringer kleine Bohnen, Heller-Linsen, von ausgezeichneter Kochart, empfiehlt 79) &r. Seibel.

Meine noch vorräthigen Normal-Tonnen, Rollwaaen E.nfubrungsröhr-n k., wie solche von Großher;oglichem Kreig- amt, pollielverwaitung und Ztadtverordiletenversammluna nnaL ftyrt und die sich beim seitherigen Gebrauch bewährt haben balte ich bet Abort-Anlagen empfohlen. 9 "

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Emil May.

Handel und Verkehr.

Das Reichs-Postamt hat wie wir erfahren, in Bezu^ auf die Einlösuna von Wechseln durch die Postanstalten nachstehende wlcktig« Entscheidung getrofftn: Einem Postamt war neuerdings aus einem anderen Orte eine Summe Geldes mit dem Ersuchen übersandt worden, diese zur Einlösung eines Wechsels zu verwenden, welcher dem Postamte im Poüaus- tragswefle zugehen werde, und diesen Wechsel alsdann dem Absender des Geldes tu übermit­teln Die Frage, ob die Postanstalten Aufträge dieser Art besorgen dürfen hat die oberste Postbehörde aber verneint da die Postanstalten nicht als befugt angesehen werden können f,h,r Paplk/e- also auch über Wechsel, in anderer Weise zu verfügen, als es der Auftrag vorschreibt Dieselben an nicht legitimirte Dritte auszuhändigen. wenn gt&ten sich auch iur qabluna de« verstehen, ist nicht zulässig. Außerdem sprechen aber !uch noch andere Gründe dafür etn Ver/abren, wie daS angegebene ntcht zu gestatten, indem sich hinter demselben leickt ver' I breckerüche Handlungen zu verbergen suchen Die Postanstalten sind daher angewiesen worden I etwa vorkommende Auftrage der obigen Art unbedingt abzulehnen » ' en,