Einzelbild herunterladen

unterbrochen, eine Brücke ist eingestürzt. Nachrichten aus Tunt- zufolge ist eine französische (Kolonne in R-sta, an der Südgrenre von Tunis, angekommen und hat daselbst proklamtrt. d^ß Frankreich da- PoteNorat übernehme und bie Anhänger Frankreich-, welche von den Aufständischen geplündert worden, schadlos Kalten werde.____

Ter Jahresbericht des hessischen Sabrit-^nspectors.

I« dem zweiten Band derAmtlichen Mutdeckunzen au» den Iahtest enchten der mit Beauffichtiaunfl der Finken betrauten Beamten für Ih*O*, Beelm be, Fr. Kettkarnpf, ist L»uck der Bericht de» hessstchen Fabrik .Inspektors mlipetheilt. Die*!). 3«g. entnimmt aal demi'lden Nachstehendes, dal von allgemeinem Int,reffe ist:

Der Fabrik Inipectot revtdtrte im Jahre 1*80 23* Gewerbebetriebe mit annähernd 7500 «rde tern an 96 Reisetagen Mehrfach ergab sich Gkleeenheit, IbeUl auf besonderes Aaftkhrn von Industriellen und Behörden, theill aul eigenem Antnede, durch «ulfunft und ftatb behuis Beseit gung von Mißständen'oder bei neuen zweckdienlichen 6in"chtunaen, bei Ent» wurf, dezw. Abänderung von Weikordnungen, bei Schlichtung von nachbarlichen Streitigkeiten, Begutachtung rechtlicher Fragen, oder Aulkunft und Ratd wegen gesetzlicher oder Be,waltungs» vorichrlften und dergleichen mebr den Interessenten dienlich zu fein Trotzdem vielfache flu»r stellungen und hier und La auch Strafanträge nöthig gewesen, wird doch der Berkehe mit den Industriellen im Allgemeinen al» ein durchaus befriedigender bezeichnet Meist in Hastpflichts- fragen. in einzelnen Fällen aber auch wegen velriebbgefab'en und theilweise auch wegen Arbeitlmangel wurde der Rath des Fadrikinspeetors von Arbeitern in An'pruch genommen. Der Bericht sagt darüber: P>o wünfchenswertb und für die Aufdeckung von destebenden sanitären, sicheihettlichen und sittlichen Mißständen wichtig die AnbrinqungLvon Magen seitens der Arbeiter ist, so mißlich ist e» selbstverständlich für den Fabrik.Inspektor, die Arbeiter etwa direkt zu Magen zu veranlasien, wenn er sich nicht das Dertrauen der Arbeitgeber ver­scherzen will.-

In dem Procentsatz der jugendlichen Arbeiter ist eine gewisie Abnabme zu bemerken gewesen. Der Bericht sieht darin zum Tbetl die Folge mehrfacher, auf Grund der gewerbe- vrsnunglmäßtgen Bestimmungen gegen die seitherigen Usancen nothwendia gewordener (5t innerungen und Abänderungen, bezw der durch das Gesetz den jugendlichen Arbeitern gewährten Ausnahmestellung, welche den Industnellen nicht zusagte, auch wohl wegen der dadurch be­dingter Ungleichmäßigkeit in der Behandlung gegen die andern Arbeiter, nicht minder wegen der Aussicht ourck d,e Staatsbehörd- unbequem und störend (ein mag. Dieser Rückschlag wird tid) nach der Ansicht de» Berichterstatter» auf die Zeit des UcbergangeS beschränken und t» wird ein Ausgleich staltfinden, sobald mehr Spannung in die geschäftlichen BerhLltnisie kommt und mehr Nachfrage nach Arbeitskräften entsteht, feiner die heilsamen Anschauungen und Bin« richtungen der Gewerbe Ordnung mehr Boden gefunden haben weiden. 68 sei umsomehr zu erwarten, daß die Beschäftigung der jugendlichen Arbeitskräfte mit der Zeit sich naturgemäß entwickeln werde, als für manche Zwecke die gewandten, feinfühligeren und bei Fabrikation», zweigen mil leichterer Kraft Inan'p'uchnahme entsch eden billigeren jugendlichen Kräften älteren Arbeitskräften zweifellos vorzuziehen seien. Nach der Ansicht de» Bericht» ist deßhalb unbeirrt auf dem von der Gewerbe-Ordnung vorgeschr«ebenen Weoe sorlzufahren.

Bei den Revisionen ergab sich namentlich in den Städten eine Besserung in Bezug auf da» Dorbandensein von Arbeitsbüchern und -Karten Gleichwohl war immer noch eine größere Anzahl von Unregelmäßigkeiten zu konstanten; verschiedentlich fehlen die Arbeitskarten und .Bücher, di.- Placate, die Einträge der Zeit des Gintritts, die Unterschriften feiten» der Bücher- wie der GeschLftlinbaber. Auch sanden sich Fehlit der Ortsbehörden be, Ausfertigung der Bücher und Karlen In zwei Fällen waren sogar Blanko Büchet zur bdiebigen Bedienung verabfolat worden

Geklart wird, daß die Ortspolizeibehörden, namentlich d»e auf dem Lande, es noch zu sehr an der nöthtgen Mit.Lontrole fehlen lassen.

Was den Schutz oer Arbeiter gegen Gefahren betrifft, so constatirt der Bericht eine Befferung, die sich theils durch d,e Erinnerung n bei Gelegenheit der früheren Revisionen, theil» 'chon durch das bloße Bewußtsein, einer Aufsicht de» Fabrik-Inspektor» unterworfen zu sein, ferncr durch die weitere Berbreitung der Kenntniß von der Art der gesetzlich verlangten

6inrichtung, und durch die sich mebrenden, größtentheils zu Ungunsten derjenigen Fadttkoesitzer, die nach dielet Richtung eewal verfehlt batten, entschiedenen Haftpsticht.Rechtlfälle erklärt. Unfälle sind im Jahre 18*0 nur verdallnißmäßig wenige vorgekommen, von denen nut eine geringe Zahl tödtl chen AuSgang halten

Im Abschnitt» »Genebmiqungspflichtige Anlagen- dringt der Bericht auf bir obligatorische, dokumentarische Festlegung der Ausdebnung und Rechtsüdungen der Unternehmungen vor Gintrilt ihrer Genehmigung»,Wichtigkeit, und damit die sich lediglich danach bemesienden that sächlichen Berechtigungen oder Beschränkungen, da andernfalls die concesflonspfiichtig gewordenen, früher nicht koneeisionspflichtigen Anlagen auf die Dauer den Freibrief zu jeder Dillkür und eine unberechtigte Ausnahmestellung erhielten. 61 wird sodann Beranlasiung genommen, die Beseitigung de» älteren sog. Atsen'verfahrens in der Anilin-Farben Industrie all notdwendia zu schildern, und wird es schließlich al» sehr wünschenswert!) dargestellt, Fabrikation. Berkaus und Berwendung des Ars'nqrüns (Schweinfurter Scheel schen Grün» :c.) durch Verordnung zu verbieten oder zu regultren.

Interesiant ist noch die Mittheilung, daß in neuester Zeit in Rücksicht auf die in nahe Aussicht gestellte staatliche Versicherung eine kleine Stauung in dem bisherigen Unfallversicher, unqlwesen eingetreten sei.

Lokale-.

Gießen, 30. November. (Sterblichkeit in Gießen.j In der Woche vom 20. bis 26. November gestaltete sich da» Sterdlichkeitlverhältniß wieder erheblich besser, als in der unmuteibar vorauSgegangenen Woche. 68 starben nämlich nut 5 Personen, darunter ein fünf­jähriges Kind an Diphtheritis Außerdem war Altersschwäche zweimal, Lungenschwindsucht und Blutvergiftung jt einmal Todeluriache.

Handel und Verkehr.

Herborn (an der Köln Gießener Eisenbahn), 2*. Rov. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 294 Ochsen, 323 Kühe und Rinder, 579 Schweine. Der dies­jährige WeihnaLlsmarkt wird am Donnerstag, den 22. Dezember, und der Neujahrsmarkt am Donnerstaa den 29. Dez^mbrr abgehalten. Auf den 12 Jahrmärkten in 1881 waren zusammen 3907 Ochs'N, 4333 Kühe und Rinder und 9'j44 Schweine aufgetrieben.

Frankfurt a. Wt., den 30. Noobr., Nachmittags 2 Uhr Min tlekgr. Cou, «bericht Mitgetbelt durch da? Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gitzcn.i Credit actten ßlO/t. SraatSb. Actieu 277'/«. Galizier 263V*. Oesi ©ilberrcntr B67/«,, 4°/e Ui ga - Goldiente 77Vs. 4% 1880er Russen 73s/s. 2. Orient-Anleihe 593/i6, * 5% Rumänische Rente 881l/te. Lombarden 129V», Spanier 29V,« Tendenz malt.

Tie auf Grund neuer wiss.nschaftltcher Forschungen dargestellten und von vielen Herren Aerzten warm empfohlenen W- Voß'schen KatarrhviUen, welche den so lästigen'Schnupfen in wenigen Stunden beseitigen und heftige Lungen-, Rachen- und Kehlkopfkatarrhe binnen kürzester Zeit in die mildeste Form Überführen, sind (fr Dose 1 Jt) in den Äpotbeken zu Gladenbach, Frohnhausen, Marburg (Einhorn-Apotheke), Frankfurt (Adlerapotheke) und in den übrigen bekannten Apotheken zu haben. Daselbst wird auch eine kleine Broschüre über dieses neue Heilverfahren von l>r. weck. Wittlinger unentgeltlich abgegeben. (7223

Kirchliche Anreigen der rvsng. Gemeinde Gießen.

Donnerstag den 1. Dezember, Abends 6 Uhr:

Im Saale des Gymnasium«: Bibel-Stunde.

Pfarrer Schlosser.

(Das Gleickmiß vorn unbarmherzigen Knecht. Math. 18, 2135.)

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Die Erhebung der Forst- und Feldstr äsen der letztverfloffenen Periode geschieht an den gewöhnlichen Zrhltagm b:S 25. dieses Monats.

Großherzogliche Districts-E nnehmerel I.

Walther.

Bekanntmachung.

Zur Bezahlung der Zinsen, welche von bcn bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses IthreS fällig werden sind nachstehende Hermine festgesetzt, und zwar:

Samstag

den

3.

Dezember 1881

Dienstag

ff

6.

n w

M ttwoch

*

3

-

Donnerstag

M

8.

h e

Samstag

M

10.

Dienstag

ff

13.

w

Mittwoch

14.

w

Donnerstag

ff

15.

H W

Samstag

*

17.

*

Dienstag

20

w

Mittwoch

M

21.

H H

Donnerstag

M

- w

Samstag

24.

Dienstag

27.

ff w

Mittwoch

n

28.

Donnentag

H

29.

ft "

Samstag

H

31.

sowie

Dienstag

e

3.

Januar 1882

Mittwoch

M

4.

H

Donnerstag

H

5.

ff ff

Samstag

ff

7.

ff ff

Dienstag

M

10.

ff 99

Mittwoch

rt

11.

M 99

Donnen'tag

12.

99 99

Samstag

H

14.

ff w

Die Interestenten werden daher auf­gefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheme sich zu legitimtreu.

Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Jmerestenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind.

Die Herren Bürgermeister werden er­sucht, Dieses in ihren Gemeinden auf orts- .übliche Weise bekannt machen zu lasten.

Gießen, den 29. November 1881.

Der Rechner der Spar- u. Leihkaffe.

Kehr.

ßeeeeeeeeeeaeeeeee

Zn der privalklagclache des EigarrenmacdelS Kaspar Philipp Becker von Altbuseck, Privatkläger, gegen die Luise, Johannes Horn II. Frau, Angeklagte, wegen Beleidigung oat das Großh. Schöffengericht zu Gießen am 15. November 1881 sür Recht erkannt:

Angeklagte ist überführt und wird zu 9 JL Geldstrafe eoent. zu 4 Tagen Haft und in die Kosten verurtheüt.

Zugleich wird dem Privatkläger daS Recht zuerkannt, den entscheidenden Tyetl dieses UrtheilS einmal auf Losten der Angeklagten imGießener An­zeiger" binnen einer Woche von Zu­stellung dieses Auszugs ab öffentlich bekannt machen zu laffen.

Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be- scheinigt.

Gießen, den 23. November 1881.

7839) Neidhart, 'Aerichtsschreiber deS Gr. Amtsgerichts.

Frcilsg bcn 2. Dezember,

Vorm.tla^s 9 Uhr, sollen im alten Rathhaus versteigert werden:

1 Loos Erdauffüllung, veranschl. zu JL 1217.70, und 2 Loose Straßenkehren.

Gießen, den 28. November 1881. Großh. Bürgermeisterei Gießen.

7795) A. Bramm.

Freitag den 30. Dezember,

Vormittags 11 Uhr,

soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Johann Josef Wolf dahier:

Flur 39 182,s, 681 Mlr Hofraithe, links des Wiesecker Wegs,

39 182,7, 1475 Mir Grabgarten das. meistbietend versteigen werden.

Gießen, den 15 November 1881.

GroßherzogltcheS Oltsgericht. 7564) Muller.

Donnrrllsg den 1. Dezember,

Nachmittags 2 Uhr,

sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier 1 Kommode, 1 Kleiderschrank, 27 Malter Kartoffeln

meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 29. November 1881. Deißler, 7818) Gerichtsvollzieher.

Freitag den 2. Dezember,

Nachmittags 2 Uhr,

werden in der Flett' fdben Hofraithe dahier

1 runder Lisch, 1 Schreibpult und 1 ovaler Spiegel

meistbietend versteigen.

Tie Versteigerung nudel bestimmt statt Gießen, den 30. November 1881.

Geipier,

7854) Gerichtsvollzieher.

Feilgebotenes.

7836) E'ne PaNhie zurückgesetzter

Glace - Handschuhe als: 1 knöpf, zu 80 2knöps zu JC. 1, und für Herren zu JL 1.50 emvsiehlt 7836) Ph- Schlatter.

Für Metzger!

Hackmesser und Spalter unter Garantie empfiehlt

Wilh. Seibert,

MarktftraHe.

6459) Zwei Uniform - Röcke (für Unteroffiziere) find billig zu verkaufen.

Näh in der Exped. ds. Q L

7844) 20 Jahrgänge ^Gartenlaube^ und E^hroutk der ZeitE werden billig verkauft von Heinrich Bourgeois, __________________Buchbinder, A 18.

Werkzeugkasten, Laubsagenkasten, Laubfägenbogen, Laubsägen, Drillbohrer, Vorigen, Abornhol;

empfiehtt zu billigen Preisen

Wilhelm Heiberl.

7841)___________Marktstraße.____________

7855) Be« Jakob Helfenbein, Mar- burgerstratze, ,'t täglich weitzer Sand zu haben Auch kann solcher auf Verlangen gelieren werdtn.________________________

Friedrichsdorfer Zwieback

täglich frisch 6ei

C (9. Älcinbenn,

7853) SelterSweg C. 21.

^st. selbstgest. Raffinade, Blüthenmehlpr.Pfo. 25^, Mandeln, Eitronat, Orangeat, Ceylon Zimmt (gestoßen), Cirronen, Amonium, Potasche

empfehlen in bester Qualität (7734 J. A. Basch Söhne. Auch werden auf Wunsch Anis- unb Blechformen gratis dazu ge­liehen._____________________________________

5886) Die Herrn OScar Walter in FrankfuN a. O- patentiNe Vorrichtung zur Verhütung deS ExplodirenS und zur Erleichterung der üketnigung der Petroleum Lampen, an allen Rund­brennern, alt oder neu, anwendbar, ist für Gießen und Umgegend allein zu haben bei

Guftav Rühl, Spengler, Neustadt.