ziemt. Der Name Saint Hilaire ist in dreier Hinsicht selbst für die Furcht. I samsten eine mehr als hinreichende Bürgschaft." Die „Republique gcancaife' wünscht aufrichtig, daß das Ministerium Ferry Dauer haben möge- Sie giebt | ihm aber den Rath, dem Willen des Landes gemäß vorzugehen und nicht wie i Waddington zu handeln, der die Reformen zu verhindern gesucht habe, auch nicht wie Freycinet, der es besser machen wollte, als von chm verlangt worden sei. , r ,
Paris, 24. Septbr. Der „National" meldet: „Oer Befehlshaber . des französischen Geschwaders von Dulcigno hat neue Instructionen verlangt. Die des Ministers Freycinet untersagten ihm seden Schritt der Feindseligkeit | und selbst einen einzigen Kanonenschuß. Die Mächte hatten diese Instructionen gutgeheißen." In dem Ministerrathe, der gestern im Elysse gehalten wurde und in dem Barthelemy Satnt-Hilatre die orientalischen Angelegenheiten und besonders die Note der Pforte an die Mächte zur Sprache brachte, ward be- schlossen, die dem französischen Befehlshaber vor Dulcigno früher ertheilten Weisungen zu bestätigen. Das Rundschreiben, das der Minister des Auswär. Ligen an die Vertreter Frankreichs richten will, wurde in der Sitzung vorgelesen: es ist sehr kurz, beschränkt sich auf die Anzeige der Neubildung des Cabinets und enthält die Versicherung, daß die Regierung sich bemühen werde, Frankreichs gute Beziehungen zu allen Mächten zu befestigen und den friedlichen Charakter der auswärtigen Politik Frankreichs fortdauernd aufrecht zu erhalten. (Stehe Nachstehendes.)
Pari-, 25. September. Der Minister des Auswärtigen, Barthelemy Saint Hilaire, sandte den diplomatischen Vertretern Frankreichs folgendes Schreiben: Durch das Vertrauen des Präsidenten der Republik zum Minister des Auswärtigen berufen, ist es meine erste Pflicht, Sie zu ersuchen, der Regierung, bei welcher Sie beglaubigt sind, die Versicherung zu ertheilen, daß das neue Cabtnet nichts in der von dem letzten Cabinet befolgten auswärtigen Politik ändern wird. Niemals hat Frankreich ein größeres Gewicht auf die Aufrechterhaltung des Friedens gelegt, der so heilsam für seine Wohlfahrt und Ehre ist. Dieses System, welches durch die Weisheit Thiers', dessen Freund ich lange gewesen bin, inaugurtrt worden, ist seit zehn Jahren mit Bcharrlich- keit befolgt worden und hat herrliche Früchte getragen. Wir werden dieser so glücklichen Tradition treu bleiben und Alles thun, um die freundschaftlichen Beziehungen, welche die französische Republik zu anderen Regierungen unterhält, noch mehr zu entwickeln. Was mich persönlich angeht, werde ich alle meine Kräfte hierzu anwenden. Zu meiner Unterstützung in dieser patriotischen Aufgabe rechne ich auf die hingebendste Beihülfe aller unserer diplomatischen Vertreter.
Paris, 25. Septbr. Die „Agence Havas" meldet aus Ragusa von heute: Admiral Seymour ist soeben angekommen. Die Unterhandlungen mit Riza Pascha sind abgebrochen. Die Operationen des Geschwaders vor Dulcigno werden als unmittelbar bevorstehend angesehen- Die albanesische Liga droht, die in Albanien residtrenden Consuln in dem Fille gefangen nehmen zu wollen, daß das Geschwader vor Dulcigno zu feindlicher Action schreiten sollte.
Norwegen.
Christiania, 25. Septbr. Staatsminister Stang reichte dem König seine Entlassung ein. Dieser verschob die Entscheidung bis zu feiner am Mon- tage stattfindenden Ankunft Hierselbst.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'- telegr. Correfpondenz-Burean.
Paris, 26. Septbr. Die „Agence Havas" meldet aus Ragusa: Admiral Seymour befahl dem Geschwader, sich am Montag zum Auslaufen bereit zu halten.
Ragusa, 26. September. Seymour und die Admiräle Cremer und Ptncotti, nebst den Commandanten der Schiffe „Custozza", „Vittoria" und „Palestro" und verschiedenen englischen Osficteren sind diese Nacht auf dem „Helicon"^abgefahren, um in den albanischen Gewässern zu recognosciren. Die Commandanten der französischen Kriegsschiffe blieben in Gravosa.
London, 26. Septbr. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Konstantinopel, der Sultan hätte gegenüber dem deutschen Botschafter, Grafen v. Hatzfeld, bezüglich Dulctgnos geäußert, er werde den Ereignissen ihren Lauf lassen. Die Verantwortung für dieselben würde auf Europa zurückfallen.
Gravosa, 27. Septbr. Admiral Seymour und die übrigen Chefs deS Geschwaders, sowie die Schiffscommandanten, welche den Admiral auf der Recognoscirungsfahrt in die albanesischen Gewässer begleiteten, sind gestern Abend hierher zürückgekehrt. *
Ragusa, 27. September. Die auf heute Montag festgesetzte Abfahrt der vereinigten Flotte von Dulcigno ist in Folge neuer von Montenegro veranlaßten Verhandlungen wieder verschoben.
Loudon, 27. Septbr. „Daily News" bringen ein Telegrammm auS Ragusa vom 26. ds., worin es heißt, daß die vereinigte Flotte erst Mittwoch absegelt.
Lokales.
Gießen, 27. Sept. Se. Mai- Kaiser Wilhelm mit Gefolge passirten heute Morgen i/z7 Uhr mittelst Extrazug unsere Stadt. Zum Empfange hatte sich der Großh. Provinzial- Director Herr Or. Boekmann auf dem Bahnhofe eingefunden und wurde derselbe auch von Sr. Kaiser!. Majestät zum Frühstück etngeladen. Allgemein bewundert wurde die Frische und das sehr gute Aussehen Sr. Majestät. Nach ca. i/Mndigern Aufenthalte fuhr der Extrazug wieder ab. Da das Eintreffen Sr Majestät gar nicht bekannt war, so hatten sich auch nur wenige Bewohner unserer Stadt zur Begrüßung auf dem Bahnhof eingefunden.
— In Södel (Kreis Friedberg) wurden am Samstag dem dortigen Rechner von zwei Handwerksburschen mittelst Einsteigens 3000 gestohlen. Es gelang, den einen der Diebe zu fangen und wurden demselben 1500 abgenommen. Auf den andern wird noch gefahndet. Die Spitzbuben scheinen sich in den Raub brüderlich gethetlt zu haben
— Ein Soldat der hiesigen Garnison, welcher einem Civilisten den Säbel auf den Kopf schlug, wurde wegen Körperverletzung angezeigt.
Vermischtes.
— [@in Patent auf Regens Das kann nur ein amerikanischer Kopf, der sich selbst vor dem lieben Gott nicht genirt, erdichten und erdenken! Es hat sich nämlich dort ein Mann gefunden, der die Weltordnung, die hier und da etwas vernachlässigt zu sein scheint, ein wenig corrtgtren will. Man weiß, wie es so oft vorkommt, daß gerade um die Zett, wo der Lanb- mann den Regen am nöthigsten hätte, kein Tropfen Regen vom Himmel fallen will, und diesem Uebelstand gedenkt jener Amerikaner abzuhelfen. Er hat einfach ein Patent aufs Regenmachen genommen. Der Mann ist aber durchaus kein Schwindler; er macht wirklich Regen und er will seine Erfindung gesetzlich geschützt wtffen, damit nicht dann jeder Hergelaufene, wenn er
erst den Witz abgeguckt, ihm ins Handwerk pfusche! Der Amerikanische Regenmacher faßt feine Sache folgendermavcn an. Man hat schon früher die Wahrnehmung gemacht, daß sich nach einem großen Manöver oder nach einer Schlacht gewöhnlich Regen emstellt; das viele und starte Schlehen, die vielen „Löcher, die in tue Natur geichoffen weroen", kurz, Die starke Erschütterung der Lüfte zieht die Wasserdünste, bie Wolken herbei und man hat ein fertiges Regenwetter, bei welchem vielleicht gar der Donnergott auch mltthut, um zu zeigen, daß er das Lärmmachen und Kanonieren auch versteht. Die patentirte Erfindung V s Amerikaners besteht nun darin, daß er über der Gegend, die auf eine oder zwei Stunden Regen abonmrt ist, Luftballons bis in Vie Wolkenregton steigen läßt; in diesen Luftballons btfinDcn sich Torpedos und andere explosible Stoffe; die Materialien werden, oben angelangt, durch Electricität per Draht entzündet. Der Erfinder behauptet, er könne sein Rogenwetter so reguliren, daß er sozusagen die Wolken nach dem Meter verkaufen kann — Platzregen, Schnurregcn, Wolkenbruch, er hat jede Sorte auf dem Lager, es gilt also nur, Bestellungen zu machen! Bet uns braucht sich der Regenmacher vorläufig nicht zu melden; wir haben am natürlichen Wolkengefäüe genug gehabt, wir können den Kunstregen ganz gut entbehren.
*« Im zoologischen Garten zu Frankfurt a M. sind im Laufe der letzten Wochen einige Fälle von Fortpflanzung bei den Thieren vorgekommen, die wohl zum Theil auch für weitere Kreise von Jntereffe sein dürften. Es haben u. Ä. die schwarzen Schwäne wieder einmal eine Anzahl Junge ausgebrütet, deren weißgraues Dunenkleid ausfällig von dem tief glänzend schwarzen Gefieder der Eltern absticht. Die letzteren bewachen ihre kleine Schaar mit der größten Sorgfalt und weisen die Annäherung anderer Vögel mit großer Energie zurück. Ferner wurve ein Axtshirsch geboren, ein Angehöriger jener zierlichen auf braunem Grunde weiß gefleckten Hirschart aus Bengalen, von überaus edeln und schlanken Formen, die bei dem jungen Thiere noch weit auffälliger hervortreten, als bei den erwachsenen. Schließlich ist dir Geburt eines Königstiger- zu erwähnen. Das sehr böse und menschenfeindliche Mutterthier hat sich des Kleinen mit aller erdenklichen Sorgfalt angenommen, denselben aber nur zwei Tage zu säugen vermocht, da, wie dies bet Tiegern in Gefangenschaft meistens vorkommt, es ihm an Milch fehlte. Eine rasch requimte säugende Hündin übernahm bei dem jungen Weltbürger gern Ammendtenst und so steht zu hoffen, daß derselbe am Leben erhaltcn wird. Mit wirklich rührender Liebe pflegt und hätschelt die Hündin oas untergeschobene Kind, leckt und wärmt es und gewährt dem kleinen Nimmersatt willig die erforderliche Nahrung, die demselben sichtlich zusagt, tote dies sein rasches Wachsthum bekundet.
Darmstadt. [Stadträthe von ehemals.) Als im Jahre 1694 mehrere Stadträthe zu Darmstadt durch den Tod rc. abgegangen waren und dieselben durch neue Mitglieder ersetzt werden sollten, ließ sich Landgraf Ludwig VI Leute vorschlagen, die man für tüchtig halte, liebet die Vorgeschlagenen ließ er sich dann näheren Bericht erstatten. Die Characterisiruag der Personen ist tntereffant. Es heißt z. B. darin- „Der Bader Joh. Wolf Mark ist ein feiner berichtsamer Mann, welcher ziemlich zu gebrauchen. ES hat zwar (wiewohl ganz äußerlich und ohne einigen Grund) verlauten wollen, ob sollte derselce Die schönen Weiber gern sehen, gleichwie aber kein Mensch diesfalls etwas gewtffes weiß, also deme auch kein Glaube zuzu- stellen. Georg Wilhelm Schlechter ist zwar ein ehrlicher Mann, allein er tst noch etwas jung und hält sich selbsten für so klug und witzig, daß er sich Über seinen Verstand verwundert. Wenigmann ist auch ein feiner, alter stiller Mann, nur ist der Fehler dabei, daß er gleich wie Petermann und Georg Jahn keinen Buchstaben schreiben oder lesen kann, welches bei $er toaltung des Bürgermeisteramts ich für einen ziemlichen Gebrechen halte. Peter Schönemann ist ehrlicher, vorsichtiger, stiller Mann und solcher Ehrenstelle wohl würdig rc. (N. H. 23 )
— [@in unvollständiges Bouquet.) Ein Proffor der Botanik hat fünf hübsche Töchter, die Rosa, Camilla, Georgine, Viola und Flora heißen. „Der Profeffor könnte mit seinen Töchtern eine Blumenbandlung errichten," sagte ein junger Mann, der die Familie kennen ge-- lernt, zu seinem Freunde. — „Nur schade," entgegnete dieser, „daß kein Moos zur Ausstattung vorhanden ist."
Frankfurt, 22. September. Gestern soll das Gutachten des Feuerwerks-Lieutenants zu Mainz über die Ursachen der Explosion vom 28 Juli ds. Js. elngelaufcn sein. Ueber Den Inhalt verlautet zur Zeit noch nichts, Dagegen steht sicher, daß zu Mainz mit einem Dem ex- plodirten ganz ähnlichen Cylinder (Mörser) vier Proben angestellt worden sind, eine mit 10 Loth Pulver und 5 Pfund Rasenstücken; die zweite mit 10 Loth Pulver und 5 Pfund rothen Leuchtkugeln; die dritte mit 20 Loth Pulver, also doppelte Ladung, und 5 Pfund Rasenstücken; endlich mit 10 Loth Pulver und 5 Pfund Leuchtkugeln, diesmal jedoch in der Weise, daß der Zünder nicht an die Pulverkammer, sondern zunächst an die Leuchtkugeln geführt wurde. In allen vier Fällen soll der Mörser die Probe bestanden haben.
— Der erste Sieger vom 5. deutschen Turnfeste, Christian Meller von Bockenheim, der bekanntlich in Frankfurt den 1. Preis errang, wird, weil er bei längerem Aufenthalt In Deutschland noch nachträglich seiner Militärpflicht Genüge leisten müßte, am 3. October mit seiner Familie wieder nach Amerika auswandern. Eine von den angesehensten Personen BockenhetmS und Frankfurts eingereichte Petition, ihn von seiner Militärpflicht zu entbinden, ist abschlägig beschieden worden, es wurde Meller nur gestattet, noch 4 Wochen länger in Deutschland bleiben zu dürfen. Am 12. September gaben Ihm die Frankfurter Turner Im „Pfälzer Hof" in Bockenheim einen Abschieds-Commers. Als weiteres Andenken an Frankfurt und das Turnfest erhielt er noch nachträglich eine große silberne Medaille.
— [Früher (Schnee.) Wie aus Hirschberg mitgetheilt wird, hat eS am 20. ds. Mls. im Riesengebirge geschneit, so daß der ganze Kamm bereits einen winterlichen Anblick darbot. —
— Sarah Bernhard, welche die Ursache war, daß der deutsche Gesandte von Kopenhagen abberufen Worten, hat nun auch einen „internationalen Fall" mit den Vereinigten Staaten zu Wege gebracht. Siebenundvierzig Anzüge, welche sie als Bcstandtheile ihrer Künstlergarderobe betlarirt hatte, sind von der New-Iorker Zollbehörde als diesem Character nicht entsprechend für zollpflichtig erklärt worden. Die Künstlerin hatte gegen diesen Entscheid Protest erheben. Man sieht, übertriebene Reclame führe zu Unträgllchkeiten. Eine Kabel depesche batte bekanntlich einer Reihe von Zeitungen in der Union eine detaillirie Beschreibung der 47 Costüme übermittelt. Taktvoll genug machten die Redactionen keinen Gebrauch von der geschwätzigen Meldung. Die Zollbehörde nahm sich die Sache ad notam und scheint Den Begriff „Künstlergarderobe" etwas enger zu fassen.
— In Wien hat dieser Tage - eine Errungenschaft, die dem 19. Jahrhundert vor« behalten blieb — ein Studentinnen-Commers stattgefunden. Ja einem Priva»yause versammelten sich Abends dreizehn Damen zu diesem solennen Commers Die größte Zahl von ihnen stammte übrigens nicht aus der Stadt an der schönen blauen Donau, sie kamen aus der Schweiz und aus Deutschland. Von ihren Studienstädten auf der Reise in ihre Heimath bh griffen, hatten sie einem Rufe mehrerer in Wien lebender Mädchen, welche sich dem Studium der Medicin und der mit ihr verwandten Zweige widmen, ihre Route über Wien zu nehmen, Folge geleistet und die an sie ergangene Einladung angenommen. Die Amazonen der Wiffen schäft veranstalteten dann einen Festcommers, der sich in Wenigem nur von den der collegialen Zusammenkünfte der Musensöhne unterschied. Die Vorsitzende, Bertha mit Namen, eröffnete die fröhliche Tafelrunde mit paffenden Worten und brachte der Gesellschaft ein herzliches „Prosit". Die Vicepräsidentin, Etelka, ließ sodann einen Rundgesang „steigen", und Lieder meist heiterer Färbung folgten einander. Hierauf wurden Fragen wissenschaftlicher Natur und solche, welche auf die Stellung der Frauen Bezug haben, besprochen. Die Toilette dieser Damen war eine sehr einfache, die Haarfrisur war ohne jedes Betgemenge. An der linken Klappe des Leibchens trugen die Dame e»ne kleine rothblaue Cocarde.
— [Ehret die Frauen, sie flechten und weben) Der große Schiller hat in der unvergleichlichen „Glocke" und auch in vielen anderen seiner Dichtungen seine Gedanken über die Bestimmung des Weibes dargelegt; anders denkt über dieses Thema der Hernalser Bäcker Peter Handl, wie aus nachfolgendem Verhandlungsberickt hervorgeht. Sie heißen also nicht Therese Handl? fragt der Richter eine lange, magere Frauensperson von unbestimmbarem Alter. — Na, i haß derweil no Therese Mandl und wohn jetzt auch nit bei mein Geliebten Handl, sondern bet der Frau Schandl. Erst wenn i den Handl heirat, haß t a Handl. — Richter: Zu heirathen gedenken Sie ihn und haben ihn wegen Mißhandlung verklagt; verlangen Sie allen Ernstes seine Bestrafung? — Frl. Mandl: A bifferl a Straf schadt eahm nöi, daß er sich's mirkt — Richter (zum Angeklagten): Wie verantworten Sie sich? — Ang.: I bin a Bäck, aber i back nix, t hab nur meine Kundschaften, zu der t 's „Bacht" führ mit an Wagerl; früher hab t en Hund g'habt zum ziegen, nachher hab i die da kennen g'lernt, so hab in' Hunv weggeben. Ja so! der Hund hat ml alle Täg eh a fufzig, sechzig Kreuzer kost! (Große Heiterkeit.) — Richter: Da hätte sie also ziehen sollen? — Ang .' Jo, wenn i tn der Fruah schon hätt' fort müssen zu d' Kundschaften, hat's no not amol 's „Owaschwasser" firtig g'habt. — Richter: Wozu brauchen Sie denn Abwasckwaffer? — Ang.: Ah! do man i nur den Kaffee, den's mir kocht hat. - Richter: Also deßhalb haben Sie sie geohrfetgt? — Ang : Sie hat mt in Zum bracht, aber so gefährlt war's net. — Richter: Möchten Sie sich nicht lieber aus- söbnen? Da können Sie ja eher ein Paar werden. — Klägerin: Der halt eh immer a fünf, sechs Madel zum Narren. — Ang.: O na, nur die allan. — Da sich Handl zu einer Abbitte nicht verstehen will, wird er vom Richter in Hernals zu 24stündigem Arrest, durch Fasten verschärft, toerurtbetlt Theresia Mandl wird also wohl noch lange nicht Handl heißen, Handl aber erklärt, er wolle fürder von einem Weibe nichts wissen und wolle sich lieber wieoer einen Hund anschaffen.
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