— Die „Nordd. Allg. Ztg." publiciit die Antwort des Fürsten Bismarck auf ein Gesuch der Stadt Stendal, die Polizeloerwalrungen der Städte von über 10,000 Einwohnern der Aufsicht des Landraths zu entziehen. Fürst Bis- marck schreibt: Die mir als Reichskanzler obliegenden Pflichten erlauben mir bei verminderter Arbeitskraft leider nicht mehr, mich in dem früheren Maße an den Arbeiten des preußischen Staat» Ministeriums zu bethetUgen. Ich bin namentlich außer Stande, auf die Gesetzentwürfe über die Verwaltung einen Einfluß zu üben. Den Wunsch der Stadt Stendal würde ich aber auch dann, wenn ich mich an den Beralhungen des Landtags betheillgte, nicht zu vertreten vermögen, und würde ich von der Aufhebung des innerhalb der Kreise bestehenden geschäftlichen und räumlichen Zusammenhanges eine Lockerung der, wie ich glaube, nützlichen Gemeinschaft und der Wechselwirkung zwischen Stadt und Land befürchten.
Paris, 25. Mai. In Folge der Interpellation Engelhard beschloß der Municipalrath von Paris heute folgende Tagesordnnng: Der Municipal- ralh tadelt den Polizetpräfecten, im Laufe des 23. Mai seinen Agenten Befehle gegeben zu haben, deren Ausführung, indem sie das abscheulichste Verfahren des Kaiserreiches erneuern, auf die Freiheit der Bürger schwere Angriffe enthalten.
— Bei der heutigen Präsidentenwahl des Senats wurden 276 Stimmzettel abgegeben, von denen unbeschrieben oder sonst ungültig waren 121, so daß 155 gültige Stimmen abgegeben wurden. Die obsolute Majorität beträgt demnach 78. Leon Sah erhielt 147, Leroyer 4, Pelletan 2, Jules Simon 1 und Gavardte 1 Stimme. Leon Sah ist gewählt.
Berlin, 25. Mai. Die „Nordd. Allgem. Ztg." sagt, die wesentliche Stelle in dem Breve des Papstes Leo vom 24. Februar sei die Allokutton des Papstes Pius IX. vom 12. März 1877 nachgebildet. Die Aehnlichkeit und die Verschiedenheit der den beiden Fällen zu Grunde liegenden Verhält- ntffe seien von gleich großem Jntereffe. Die „Nordd. Allgem. Ztg." erinnert dann an das Verbot des Papstes an die italienischen Bischöfe, das Exequatur nachzusuchen und an die Weigerung der italienischen Regierung, die Bischöfe in die mit den Bisthümern verbundenen Bezüge einzuwetsen, an das Gesuch der neun italienischen Bischöfe, daß ihnen erlaubt werde, das Exequatur nachzusuchen, an die Antwort des Papstes vom 29. Novbr. 1876 mit dem ,to- lerari posse“ und an die vom Papste am 12. März 1877 gehaltene Allokn- tion, deren einschlägige stelle die „Nordd. Allgem. Ztg." tm Wortlaute repro- ducirt. Die „Nordd. Allgem. Ztg." fügt hinzu, der gegenwärtige Papst sei in dem Entgegenkommen gegen die Regierung noch weiter gegangen, er gestatte, daß seine Behörden, ehe er einen Bischof ernenne, sich vergewiffern, ob die italienische Regierung Bedenken gegen den Destgnirten habe. Die Aehnlichkeit und die Verschiedenheit ergebe sich daraus, daß der Papst gegen die italienische Regierung, mit der er in erklärter Feindschaft lebe, entgegenkommender sei, als gegen die preußische, welche ec seiner Freundschaft versichern, und daß die italienischen Bischöfe ein wärmeres Herz für ihre Heerde und größeren Muth gegenüber dem Papste bewiesen, als die Mehrzahl der preußischen Bischöfe.
Kassel, 25. Mai. Bei der heutigen Reichstagswahl für den 2. hessischen Wahlkreis erhielten in der Stadt Kassel: Dr. Bähr (national!.) 1281, Schwarzenberg (Fortschritt) 3396, Landgerichtsrath Göbell (confer.) 337, Fr.ckBremen (Soctalist) 1218 Stimmen. Das Resultat aus dem Landkreise fehlt noch.
London, 25. Mai. Der Minister des Innern, Lord Harcourt, ist unbeanstandet für Derby gewählt worden. — Unterhaus. Gladstone ant- wortete auf eine Anfrage Balfours, daß zur Vervollständigung von Göschens Instructionen noch die Antworten einiger Mächte erwartet würden. Man sehe diesen Antworten in Bälde entgegen. Es sei dann hoffentlich die Vorlage der Schriftstücke einschließlich der Instructionen Göschens möglich.
Paris, 25. Mai. Es bestätigt sich daß die sieben am Sonntag verhafteten Ausländer ausgewiesen werden. Die Journale sagen, die Regierung werde, bestürzt über die Thetlnahme gewifler Ausländer an der sociulistischen Bewegung in Paris, auch die fremden Unterzeichner der in einem radikalen Blatte gegen die Vorgänge am Sonntag veröffentlichten Proteste und andere ihr als besonders wühlerisch bezeichnete Ausländer ausweisen. — Der Strike in Roubaix ist völlig beendet.
Unser täglich Brod.
Man schreibt der Soc. Corr.": Seit unsere Mühlen statt der alten ehrlicken I^^lteme die französischen Feuersteine angeschafft haben, ist in der Brodbereituna eine Verschwendung von Nährstoffen emgerissen, welche in ihrer Wirkung auch bei normalem Kornerertrag, einer alljährlich wiederkehrenden Mißernte gleichkommt. Die dks Korns, der Kleber, liegen bekanntermaßen dicht unter der Hülse. Diese härtere Schicht kann aber nie so fein zermalmt werden, wie die mehr nn Innern liegenden Starkezellen. Je feiner und weißer nun das Mehl ausfallen soll, um so mehr müßen jene größeren Kleberbestandtheile, gerade die besten Blut bildner, wen sie reich on Ciweißstoff, ausgebeutelt werden, so daß für Feinbrod fast nur noch Stärkemehl verwendet wird. Dieses ist aber nicht blos minder nähr- haft sondern hindert auch, außer Verhältniß genossen, den Stoffwechsel ebenso ww Kleber ihn fördert. Die letztere Wirkung wird noch unterstützt durch die nnforinn/nSo™ ^ellltoff) der Hülse, welche zwar unverdaut abgehen, jedoch eme^nobl- that.ge Reibung au den Darmkanalwänden ausüben- Schwach Organisirte können zwar einen vollen Antheil von Kleum im Brode nicht immer vertragen jed nfallsaber mehr, als sie, zum Nachtheil ihrer Ernährung, mit unserem feinen Me renbrnd,«S 'n dem Wahne, sehr kluge Diät zu halten. Daßsich dieL'^an Haus Ke en als vorzügliches Nahrungsmittel bewahrt, weiß jeder Bauer u. A darum nipH -irht sich im Volke die Meinung eingenistet, daß sie .nur für's Vieh" tauae M
Auf das Andrängen deutscher, englischer und französischer Chemiker sind seit Jahrzehnten eine Reive von Back- und M.schversuchen mit Weizen und Roggen unter Zusätzen von verschiedenen Sauerlngarten, oder ungesäuert von .ffefe, kohlens'au?em Natron, m-t oder ohne Salz, gemacht worden, auf d-ren Beurtheilüna wir hier nicüt emtreten, sondern nur Folgendes als völlig unbestritten der Beh'-rziaüna anheim^ wn niÄnU6"?,k7ni> Ä Ä
SÄStfaSSÄ"' i,C" ®r0bf0rb 6Öb“' iU und die »X
Wer an Blutlosigkeit, Abmagerung, Mattigkeit, Unterleibsbeschwerden 2c leidet und begriffen hat, daß aus der Apotheke für ihn kein Heil zu holenfft m ö ^ aber aus dem Backofen, wird sich zu Experimenten in dieser Richtung gestimmt fühlen Ihm und semem Arzte bleibt überlassen, ob er sich nach dieser oder' jen™«orXift (?• nach Horsford-L.eblg. Meg.s Mouries, Mayan, Secille o. A.) seinen Bedarf ewens ansertigen laßen oder zu dem in den meisten Bäckereien vorräth gen G^abam (Vegetarier-) «ro»e -r-tftn .v„il. Nicht jeher Bäcker freitieb w-jtz mit h° -n neueren arten r.*t« «Wben und mancher liefert ein Zeug, das tnum besser chmeckt als bnä berüchtigte Pans r BelagernngSbrad, obwohl er es nach einem berühmten Namen l ä r°^ bcT,"’n|-' - Endlich ist zu erwähnen, datz die ärmere Nasse wohltbut, rote es auch tn Norddeutschlaud geschieht, sich an Roggenbrod zu
halten, weil sie hierin die gleiche Menge Nahrungsstoff Weizenbrode.
billiger kauft
als im
Lokales.
©tefien, 26. Mai. Die Sterblichkeit in Gießen war während der Woche vom 16. b. 22 Mat nur eine geringe. Es starben nämlich im Ganzen nur 4 Personen, davon 2 an Kindbettfieber, eine an Lungenschw ndjucht und ein Kind im ersten Lebensjahre an Gehirnentzündung. Q
Gtcsien, 26. Mai. Donnerstag und Freitag, Abends, wird tn Wenzel's Garten die von früher her noch in bestem Andenken stehende Tyrolergesellschaft Hans Lechner (mcL der "Eppt) eoneertiren. L. Rainer, H. Rainer und Hans Lechner sind Vie biet xVioler Sangergeselßchaften, welche gegeneiander rivalisiren. Sie sind alle drei gut und man kann sie öfters Horen und sich an ihrem munteren Gesang und Spiel erfreuen Ist mit schönem Gesang auch eine hübsche Gestalt, ein hübsches Gesicht verbunden, so ist man um so angenehmer überrascht. Hoffentlich werden die Sänger reichen Zuspruch und Beifall finden Zweckmäßig durfte es sein, wenn bet dem momentan sehr heißen Wetter das Coneert im Freien, 6« einem kühlen Glase Bier, stattfinden würde. __r
— Die morgen Abend im Circus Straßburger stattfindenve Benefiz-Vorstellung für den Clown und Gymnasttker verspricht insofern eine intereffante zu werden, als sich zu dieser Vorstellung ein Barbiergehülfe von hier zu Dem jeden Abend staustndenden Eselsport gemeldet hat, um den Preis von 25 X davon zu tragen. Wir wünschen Beiden einen recht zufriedenen Abend, dem Clown ein recht volles Haus, und dem Letzteren, daß °r nicht mit dem Sanv Der Manöge bekannt wird. Ein weitere Empfehlung bedarf diese Vorstellung gewiß nicht. —11.—
Gießen, 26. Mai. Heute Nacht stieg ein Mensch durch das Abtrittsfenster in das H°us der Restauraiion Schäfer am Ludwtgsplatz. In der Wirthsstube räumte er am Büffet an Eßwaaren richtig auf, indem er sich rundherum satt gegessen und auch den nöthigen Trunk zu sich genommen hatte. Später machte er sich ein Lager auf drei Stühlen zurecht und schlief den Schlaf des Gerechten, bis ihn heute Morgen ein Mitglied der bctr. Familie auffano. Dasselbe glaubte jedoch, es wäre ein schon früher Gast uno ließ den Menschen unbehindert laufen. Später wurde man jedoch auf den angerichteten Schaben aufmerksam und entdeckte den Diebstahl. Die Schutzmannschaft nahm sich der Sache an und ist auch bereits dem Burschen auf bet Spur. 1
Verwischtes.
Kassel, 24. Mai. Am Sonnabend Mittag schlug der Blitz in Mönchehof in die nahe beim Bahnbofc gelegene neuerbaute Wirthschaft ein, gerade als der Nachmittagsschnellzug der Berg Märkischen Bahn an der Station vorüberfuhr. Das Wirthshaus wurde völlig eingeäschert. Der Eigenthümer, ein junger Mann, welcher, wie man hört, im Begriffe stanv, einen eigenen Haushalt zu gründen, befand sich in Hof->»eisrnar, um sich auf Dem Stanbes- amte einschreiben zu lassen. Die Mobilien waren dem Vernehmen nach noch nicht versichert der Schaden deßhalb nicht unerheblich
Worms, 21. Mai. Eine hiesige Frau kam gestern mit einem kleinen Jungen in einen hiesigen Laden, um etwas zu kaufen, während welcher Zeit der Junge aus vollen Backen in eine Mundharmonika blies und sich derselben erfreute „Was der Junge eine Freude an Der Harmonika hat," bemerkte der Ladenbesitzer. „Ja, er hat miv auch keine Ruhe gelaffen, biS ich sie ihm gekauft habe," erwiderte hierauf die betreffende Frau, der Junge aber sagte: „Ei, Mama, Du hast ja die Harmonika gestohlen, nicht gekauft! — Tableau!
_ (R. W. Ztg.)
— [Unliebsame Verwechslung.s Ein Herr, der mit dem nächsten Zuge abreisen will schickt Den Kellner zum Barbier, um sich noch schnell vorher rafiren zu lassen; dieser bestellt ihn auf das Zimmer des Fremden, Nr. 43. Der Barbier stürzt mit großem Eifer, sein Handwerkszeug unter'm Arm, in bas Hotel, verwechselt aber in der Eile die Zimmernummern und klopft an Nr. 41 an. „Herein!" schallt es von innen. Ein mit Studiren beschäftigter Herr bittet Den eintretenden Barbier, einen Augenblick Platz zu nehmen indem er ihn fragte, ob er schon gefrühstückt habe, worauf dieser mit „Nein" antwortete und sich in bei Stille wünscht, daß seine übrigen Kunden auch so freundlich sein möchten. „Das ist mir lieb", sagt der Andere und holt eine große Flasche hervor, aus der er dem vergnügt Schmunzelnden ein Liqueurglaschen voll einschenki, welches jener mit vielem Bebagen austrinkt. Nach einer kleinen Weile füllt der Herr das Gläschen nochmals, das cer Barbier dem andern folgen läßt, und sagt zu ihm: „So, gehen Sie jetzt nur ganz ruhig nach Hause, leben Sie diät und halten Sie sich warm; in höchstens 24 Stunden werden!Sie Ihren Bandwurm los sein." Der arme Barbier war aus Versehen in das Zimmer eines Bandwurmdoetors gerathen und sollte jetzt auch noch für die unfreiwillige Cur 5 bezahlen. ' (B. C.)
— [(Sine köstliche Antwort.) Die Kaschauer „Panonia" meldet: Dieser Tage starb im hiesigen Militärspital ein Soldat und wurde mit den üblichen militäriichen Ehren zu Grabe geleitet. Der Conduct unterschied sich jedoch dadurch von anderen dergleichen Leichenzügen, daß das ausgerückte Militär mit aufgepflanztem Bojonnet dem Sarge folgte. Einem höheren Officier fiel dieser Umstand auf und er stellte darob den führenden Korporal mtt folgenden Worten zur Reve: „Wissen Sie beim nicht, daß man zu einem Conduct nicht mit aufqe pstanztem Bajonnet ausrückt?" Der Korporal salutirte und erwiderte hierauf. „Jawohl, ich weiß es, aber ich melde gehorsamst, baß der Verstorbene ein Arrestant war und daß wir darum das Bajonnet aufpflanzen mußten." In Militärkreisen hat diese merkwürdige Antwort große Heiterkeit erregt
[Ein väterlicher Brutus.) SD, sie sind mitunter sehr drollig, diese Engländer in ihrer steifen, unerschütterlichen Würoe. Eine kleine köstliche Scene, die sich in London im Hause der Gemeinen abgespielt hat, ißuftiirt recht drastisch gewisse altmodische Sitten. Der Sprecher des Hauses — so nennt man den Präsidenten des englischen Parlaments wurde in das Haus eingeführt und man stellte ihm, wie dies üblich ist, sämmtliche Mitglieder vor. So kommt man auch an einen Mr. Brand, den Sohn des Sprechers, und die Vorstellung Mr. Brands jun. erfolgt mit den Worten: „Your son, Sir“ (Ihr Sohn, mein Herr), worauf Mr. Brand sen. erroioerte: „Ich glaube, ich habe schon früher bas Vergnügen gehabt, Sie zu sehen." Mit dieser Höflichkeitsformel sollte angediutet werden, daß der Sprecher in seiner amtlichen Eigenschaft — ein zweiter Brutus — feinen Sohn verleugnet . ... Ein Vater, dem sein eigener Sohn vorgestellt wirb und der schon das Vergnügen gehabt zu haben glaubt seinen Sprößling irgendwo einmal gesehen zu haben - kann man sich etwas Köstlicheres voistellen?
Straßburg, 20. Mai. Heute fand in unserer Stadt eine Leichenfeier statt, welche in ihrer Art als eine Seltenheit bezeichnet werden muß und über die Grenze der Stadt und des Elsaß hinaus beachtet zu werben verdient. Ein Officier des 106 französischen Infanterie- Regiments in Toul, Namens Gries, welcher sich bei seinem Vater hier zu Besuch aufhielt, ist am Pfingstmontag, in Folge eines Sturzes vom Pferde, gestorben. Als die Familie bei der Behörde darum nachsuchte, die Officiers Abzeichen des Verlebt'n auf den Sarg legen zu dürfen, ordnete der Feldmarschall Statthalter von Karlsbad aus telegraphisch an. daß, falls die Offi- ciers-Abzeichen bei Der Leichenfeier auf den Sarg niedergelegt würben, bcm Verlebten durch die Garnison die militärischen Ehren erwiesen werden ioUten. So fand denn die Beerdigung des französischen Officiers mit allem militärischen Pomp statt Das preußische Infanterie- Regiments Nr. 25 gab den Leichenconduct und die Ehrensalven am Grab und die ganze Generalität mtt dem Officierco'ps folgte dem Sarg dicht hinter den Familienmitgliedern. Von dem in Toni in Garnison stehenden Regiment des Verstorbenen ivar eine Abordnung von acht Officieren erschienen, die, hinter dem Sarge in bürgerlicher Kleidung entblößten Hauptes einher- schrcitend, die weißen Sargschleifen hielten. Es war eine erhebende militärische Feier, für deren Veranstaltung die Alt-Straßburger sichtlich innerlich Dank wußten, wo derselbe nicht öffentlich Ausdruck fand. .Pf # j
Aus Bayern, 21. Mai. In Oberbayern wurden an den beiden Pfingstfcierragen 4 Personen im Wirthshaus eiflodien. — Scharffichter Scheller in München, der sich tm I*llst"bch^ ^findet, M während seiner Amtsthätigkeit an 72 Delinquenten das Unheil
In Köln starb dieser Tage ein Rentier welcher sein Geld, ans Furcht vor Dieben, an verschiedenen Orten versteckt batte. Seine Erbe», welche Die Manie des Mannes kannten, durchsuchten sofort nach seinem Tode Dfffcn ganze Wohnung uv.d waren so glücklich, 18,000 im Strohsack seines Bettes und 27<>0 .X im Untersatze des Ofens versteckt zu finben.
Ueber ein unerhörtes Bubenstück wirb dem „Piaaer Tageblatt" aus Priibram Folgendes gemeldet: Vor wenigen Tagen brachten zwei elegante Herren in die Kirche am heiligen Berge sechs Kerzen und Übergaben dieselben als Spende für Die Kirche dem Meßner. Drei der Kerzen wurden sogleich aufgesteckt und angezündet. Als eine derselben bis zur Hälfte abgebrannt war. fiel sie plötzlich herab und zerbrach; zugleich fiel jedoch ciire Dynamitpatrone berauß und die Untersuchung der andern fünf Kerzen ergab als trauriges Resultat, daß auch in diese Dynamitpatronen eingeschlosien waren Bei dem Umstande, daß die Kirche gf rängt voll Andächtiger war, hätte bei erfolgender Explosion ein Unglück nicht ausblrlben können. Rach den frevelhaften Thätern wird eifrigst gefahndet.
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Vormittags soll auf dem jtibli1 Räumung des grabens, veransö versteigert werden.
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lallen in dem Äachdau iorn nachverzeichnü Lieferungen öffentlis vergeben werden:
Pflasterarbeit, eer Aerung von Cba steinen, ^ransch Stemsetzeu, verans ^"schlagen, vera de.ndklkt„, verans. Ebrnarbeit und von Banketten, v zu ...
^^osn^teinb'er ^»rzogliche P lLatzenborn'C 3522) A. T^iLeuli


