7. August
Neuenweg.
6278)
Wilbelmine Henriette, geboren bm 18. Januar
Beerdigte.
Den 17. September. Louise Nauheimer, geb. MerSheimer, Ehefrau des Maurer- und Stetnhauermeisters Karl Nauheimer, alt 25 Jahre, gest den 15. September.
Den 22. September. Damel Heinrich Wirth, Rentner, verwittwet, alt 84 Jahre, gest. den 20. September.
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Handwerkerslhuie in Gießen.
6251) Wir machen die verebrllchen Handwerksmeister darauf aufmerksam daß in unserer Winter Abendschule nicht nur Unterricht im Zeichnen erth'eilt wird, sondern daß die Lehrlinge und Gesellen sich auch im gewerblichen Rechnen und der Buchsührung ausbtlden können.
Wir laden die Gewerksmeister zum Besuche unseres offenen Zetchen- saals ein, wo diese ihre Zeichnungen anfertigen können; ebenso finden die Meister bei unserem Lehrer kostenfreie Unterstützung für Aufstellung von Projekten und deren Kostenberechnungen.
Jungen Handwerkern ist in der Tagesschule Gelegenheit geboten, sich in ihrem Fache technisch auszubilden. Honorar 1 «X 50 H pro Monat.
Unseren Mitgliedern möchten wir namentlich auch bte reichhaltige Vereins- btbliothek mit ihren technischen Werken und Zeitschriften anempfehlen.
% Auftr. d. Vorstandes des Gewerbevereins:
Aug. Hug.
Reichsangehörige werden. Danach sollen Deutsche, welche in den Verernigten Staaten Amerikas naturaltsirt, sich demnächst wieder ohne Absicht der Rückkehr in Deutschland niederlasirn, als auf ihre Naturalisation verzichtend «rächtet werden können, wenn der Aufenthalt in Deutschland länger als zwer Jahre währt. Diejenigen Personen, welche dies angeht, werden sich daher jederzell bet Vermeidung der gesetzlichen Folgen zur Entscheidung über ihre Miliiar- pflicht zu melden haben, wie denn auch die zuständigen Behörden auf das Vorhandensein solcher Personen achten werden.
— Im Hafen von Plymouth in England ist das Krkgsschiff „Prinz Adalbert" eingelaufen, auf welchem Prin; Heinrich, des deutschen Kronprinzen zweiter Sohn, die Reise um die Welt gemacht hat. Die Winde und Ctürme aller Erdtheile haben ihm um die Rase geblasen, er ist wetterhart geworden und hat sich immer tapfer und oben gehalten, wie seine Kameraden, die Seeleute/freudig rühmen. Da haben's jüngst Schweizer Soldaten, die zur In- fpection in Teufen etnrückten, anders gemacht; sie marschirten, weil« icgnete, unter Regenschirmen, und waren doch keine Punzen, sondern nur Mutter- köbnchen. — In Kiel werden sich Eltern und Sohn wiedersehen.
" cHMa Elsaß - Lothringen, 24. Septbr. Wie es hecht, wird der Statthal"^s^Esiaß-Lothringen, General-Feldmarschall Freiherr v. Manteuffel, dem Kaiser bei besten demnächsttger Anwesenheit in Baden-Baden über die Verwaltuna der Reichslande persönlich Bericht erstatten. SelbstvirstSndlrch.. schließt diese Berichterstattung nicht aus, daß sich auch der Reichstag mit bet Verwaltung Elsaß - Lothringens bet seinem demnächstigen Zusammentritt sehr eingehend beschäftigen wird, denn wenn auch der Statthalter persönlich nut dem Kaiser einen Rechenschaftsbericht über sein Thunl und Lasten in den von ihm verwalteten Landen schuldig ist, so wird doch die Regierung des St - Halters sich der Kritik durch den Reichstag nrcht entgehen können. Freilich wird diese dadurch sehr erschwert, daß ein eigentlicher Vertreter der Elsaß- Lothringischen Regierung zur Zett gar nicht vorhanden ist. da der Statthalter nach dem Rücktritt des Staatssecretärs Hertzog die Statthalterschaft und die Regierung in seiner Person vereinigt. Herr Hofmann, der seinen Posten erst am 1. October d. IS. antritt, dürfte ober kaum bereit fein, für alle Regierungsacte die Verantwortung zu übernehmen.
~ Denselben. Dem Hilfswctchensteller JohanncS Müller eine Tochter, Wilhelmine Konradine Marie Lma Helene, geb. den 21. August.
Denselben. Ein außerehelicher Sohn von hier, Ludwig, geb. den 7. September.
Den 22 September. Dem Müllei Gustav Adolf Müller eine Tochter, Anna Robertinc
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Den 22. September. Kart Friedrich August Möller, Bureaugehülfe zu Alsfeld und Mar.c Gröntnger dahier, ledige Tochter des vcrst. MusikuS Johannes Grvninger zu Düdelsheim.
Getaufte
Den 17. September. Ein außerehelicher Sohn von auswärts, Carl, geb. den 20. Aua.
Den 19. September. Dem Kutscher Georg Lich ein Sohn, Georg Philipp Emil Louis, geb den 5. August
Denselben. Dem Bremser Heinrich Vöhl ein Sohn, Heinrich, geb. den 29. August.
Denselben. Dem Schneider Theodor Wilhelm Wicdemeyer ein Sohn, Wilhelm Ferdinand, geb den 19. August.
Denselben. Dem Schneidermeister Georg Loeb ein Sohn, Georg Carl Christian, geb. den 20 Juli.
Denselben. Dem Bahnarbetter Adam Schomber ein Sohn, Carl Ludwig, geb. den
Auszug aus den Stsndessmtsregistern des Standesamts Gießen
Vom 18. bis 24. September 1880.
Aufgebote.
21. Färber Johann Georg Schneider, Wittwer, von Vetzberg, mit Elisabeth Klttjch, Tochter deS verst. Ackermanns Johann Ludwig Klitsch von Burkhardsfelden. 21. Kaufmann Johann Friedrich Wilhelm Leonhard Brauneck, Wittwer, von Wetzlar, mit Marie Schmitt, Tochter des verst. Forstwart Johannes Schmitt von Albach. 24. Landwirth Konrad Romps von Lang-Göns mit Marie Müller, Tochter des verst. Schreiners Anton Müller XVI1L von Lang-Göns. , , .
Eheschließungen. .
22. Bureaugehilfe Karl Friedrich August Möller von Niederaula mit Marie Gronmger, Tochter des verst. Musikus Johannes Gröninger von Düdelsheim.
Geborene.
14 Dem Arbeiter Georg Merkel eine Tochter, Elisabeth Magdalene Margarethe Louise Marte. 17. Dem Buchhändler Otto Roth ein Sohn, Karl Friedrich Max Ferdinand Emil. 22. Dem Bahnarbeiter Heinrich Enders ein Sohn, Friedrich Avolf. 19. D-m Odcr-Tclc araphew Assistenten Michael Eouard Lenninger Zwilltngskmder, Wilhelm Eduard und Henrtetlt. 17. Dem Bäckermeister Hermann Philipp Vogt eine Tochter, Minna. 19^ Dem Wirth Philipp Waider ein Sohn. 23. Dem Heizer bei der Matn-Weser-Bahn Adolf Moog ein Sohn, Albert Emil. 18. Dem Schuhmachcrmeistrr Louis FeldhauS eine Tochter, Wilhelmine Henriette Louise Susanne.
Gestorbene.
19. Taglöhnerin Katharine Reinhardt, 41 Jahre alt, Ehefrau des Heinrich Reinhardt von Schwickartshausen. 19. Anna, 3 Monate alt, Tochter des Maurers Joseph Opper von Aetzingen. 20. Rentner Daniel Wirth, 84 Jahre alt. 23. Philipp, 4 Jahre alt, Sohn des Taglöhners Dietrich Fischer.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'» telegr. Correspondenz-Bureau.
Breslau, 24. Septbr. Nach der „Schles. Preffe" sind heute in Maffritzdors bei Reichenstein zwei Pulvetmühlen ausgeflogen; eine Person soll lobt unb eine verstümmelt sein.
ParjA, 24. Septbr. Die neuen Minister haben ihre Functionen übernommen. Grevy ist heute früh nach bem Jura-Departement abgereist.
New-Bork, 24. Septbr. Ein Telegramm bes „New-Dork Heralb aus Newbebforo (MaffachusettS) melbet bie Rückkehr bet Expedition bes Lieutenants Schwatka, welche zur Aufsuchung bei arktischen Expedition Frank- lin's bestimmt war. Schwatka erforschte genau Kingwilliamslanb unb ben angrenzenben Continent unb verfolgte ben Weg, welchen bte Besatzungen ber britischen Schiffe „Terror" unb „Erebus" genommen hatten. Derselbe sanb. zahlreiche Brgräbnißstätten auf unb brachte von jebem Orte, wo sich solche aefunben, Knochen mit zur JbeMificirung bei Expedition.
gegten 24 Septbi. Die „Polit. Coriesp. melbet ans Konstantinopel vom 24. ds. als authentisch: Die Melbung von einet angeblich gestern ben Botschaftern der Mächte übermittelten Note bet Pforte, bet^ bte Bebingungen bet Uebetgabe von Dulcigno, bebatf einer wesentlichen Beilchtigung. Zunächst ist es ganz unrichtig, daß bie Pforte gestern ben Botschaftern eine Note de- gemeldeten Inhalts zustellte. Vielmehr erschienen vorgestern in sämmtlichen Botschafts-Hotels zwei Abjutanten bes Sultans, welche, wenn gleich nach schriftlichen Aufzeichnungen, boch nur mündlich den Botschaftern tm Auftrage beä Sultans bte in ber vermeintlichen Note gemeldeten Bebmgnngen für bte Uebetgabe Dnlcignos mittheilten. Die Botschafter vermochten biefe Commu- nfcatlon nicht als osficielle Enuntiatlon ber Pforte anzusehen unb erklärten gegenüber bem privaten MeinungsauSbtuck deS Sultans fibereinftimmenb, bie ihnen gemachten Eröffnungen als undiscutirbar bezeichnen zu muffen. In biplomatischen Kreisen wirb ber Zwischenfall als erledigt betrachtet.
P Paris, 24. Septbr., Abends. Ein Rundschreiben bes Ministers Eon« fianS, welches die Declaration ber Oberen ber Kongregationen beantwortet, ist gestern abgesenbet worben. Die „Liberte" will wiffen bie ben Kongregationen bewilligte Frist sei eine zehntägige. Die bez. Maßregeln wurden dm Eon- venimzen entsprechend auSgeführt werden. Die Instructionen für den Beseh s- h,ber deS französischen Geschwaders bei Gravosa wird das neue Cabinet dem Vernehmen nach bestätigen.
Lokale-.
Gießen, 25. September. Am 2. und 3. October feiert unsere fretw. städt. Feuerwehr ihr 25jähriges Bestehen. Das Fest beginnt am Abend des 2. October mit einem solennen Commers in Wenzel's Garten, der hauptsächlich den Gründern gilt un"eßhalb En mehr intimen Character hat, gleichsam eine Familienfeier des Corps. D-mentsprechend habe» außer den Feuerwehrleuten - ordentlichen und außerordentlichen " »nd den beso^ers Emgeladenen nur ehemalige Mitglieder, letztere gegen Lösung einer Karte, Zutritt. Für Sonntag Abend ist dagegen ein offener Commers veranstaltet. Im Uebrigen findet Sonntag Vormittag eine Haupt-
6260) Unterzeichnete erlaubt sich ihren Kindergarten in empfehlende Erinnerung zu bringen und bittet geehrte Eltern um recht rege Theilnahme. Beginn des nächsten Quartals
Freitag den 1. Oktober.
Anmeldungen hierfür nehme ich täglich von Morgens 9 bis Nachmittags 4 Uhr im Local des Kindergartens entgegen.
_____________Melanie Hartei.
Herrenhemden nach Maaß unter Garantie be« guten Paffens, liefern in kurzer Zeit (reiche Auswahl in Stoffen unb Einsätzen) zu ben billigsten Preisen; ferner empfehlen wir alö besonbers practisch: Herrenhemden mit Seitenverschluß.
Geschwister Heerz,
Übung und im Anschluß an diese ein Festesten statt. Die Bethetligung von außen wird allem Ansehen nach eine starke werden und cs hält sich demnach die Feuerwehr veranlaßt, bei der Einwohnerschaft um Freiquartiere zu bitten. Hoffentlich wird letztere solche dankcnswerthe Unterstützung nicht versagen.
Handel und Verkehr.
Gießen, 25 Septbr. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1 00 bis JL 1.08, Hühnereier 1 Stück 0-u 2 St. 11 Enteneier 1 Stück 0-0 H. Käse per Stück
5—9 H, Käsematte per Stück 2—3 Erbsen 1 Liter 21 H, Lrnsrn 1 Liter 25 H, Lauben das Paar 35—60 Hühner p. St. JL 0.70—1 10, Hahnen p. St. 0.60—1.10, Walsche .
0.00—0 00, Enten per Stück 1.45—1.70, Octseufleisch €6-68^ per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 48-50 Kalbfleisch 45-50 H, Hammelfleisch 60-70 Schweinefleisch 66—68 Kartoffeln per 100 Kilo JL 4.00-5, Zwiebeln p. Ltr. 5—6.50, Milch per ßtier 16 und 18 H, Weißkraut 100 Stück JL 7.50—11.00.
— Die officiöse „Verkehrs - Zeitung" weist darauf hin, daß Briefcouverts, auf deren Vorder- oder Rückreise Abbildungen, scherzhafte Bemerkungen, Ankündigungen sich befinden, im Postverscndungsverkehr unzulässig sind, waS den Papierfabrikanren und im Publikum mcht be kannt sein dürfte. Ebenso bringt die Privatindustrie Postkarten in den Handel, auf deren Ruck» sette Scherzgedichte, Figuren, Embleme u s. w. gebrüht sind. Innerhalb Deutschlands sind olche Postkarten zulässig, wenn sie sonst den Anforderungen entsprechen, tm Verkehr mit den Ländern des Weltpostvereins aber nicht erlaubt, weil nach diesen Ländern nur die von den Postverwaltungcn unmittelbar hergestellten Postkarten abgesandt werden dürfen.
Wetzlars Unsere vor 2 Jahren in's Leben getretene Bauschule wird im nächsten Wintersemester zum ersten Male die Ober, sog. Meister Classe besetzt haben. — Diese technische Fachschule giebt jungen Leuten, denen es nicht vergönnt ist, eine technische Hochschule zu besuchen, Gelegenheit, sich wissenschaftlich unb technisch zu tüchtigen Baugewerkmetstern auSzubilden.
Wie wir hören, wird beabsichtigt, eine Abtheilung für Kunstschloffer, Kunstschretner, Modelleure und Dccorationsmaler in der Art der Bauschule bcizufügen, daß junge Leute, welche sich dem Kunsthandwerk widmen wollen, sich hier theoretisch wie praktisch vorbilden können. Die Schule steht unter der bewährten Leitung des in Fachkreisen geschätzten Direktors Baumbach, ihre Organisation entspricht ganz den vom Verbände der deutschen Baugcwerksmeister angenommenen Grundsätzen.
Empfehlenswerlh für den Besuch der Schule ist auch der billige Lebensunterhalt am Orte. (S. übrigens Annoncentheil der vorliegenden Nummer.)
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