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nnddreißig mit Rothstift mehrfach unterstrichen, was bedeutet das? Angekl.: Ach, das sind zweiunddreißig Knödel, im Landesgericht rechnen wir mit Knödeln. Richter (verwundert): Wie das? Angekl.: Jeden Freitag kriegen wir vier Knödel, so san zweiunddreißig Knödel acht Wochen zum „Absitzen" Der Richter verunheilt ihn zu sechs Wochen Arrest „Sind oierundzwanzig Knödel", meint Schröck zu dem ihn abführeu- t>en Gefangenaufseher.
Theater.
M. G. v. Moser, Verfasser von „Veilchenfresser", „Stiftungsfest", „Hypochon- d:r" und des neuesten Schwankes „Der Biblothekar" zeigt uns wie man' — wenn auch nicht Präsident, so doch ein gefeierter Lustspieldichter wird. Sein Recept ist: „Natürlich schreiben!" und die daraus entspringenden Folgen: ein glatter Dialog und die Natur copirende Erfindungen. Sein neuestes Stück „Der Bibliothekar" gehört wohl zu den gelungensten Produkten. Der Grundgedanke ist die von den Lustspieldichtern so oft und mit so vielem Erfolge angewandeten Verwechslungsfälle. Es kommen im Leben hundert ähnliche Fälle vor und wirkt auch nichts komischer als ein qui pro quo, ein Verwechseln verschiedener Persönlichkeiten und die daraus resultiren- den Verlegenheiten. Abgesehen davon sind die uns in diesem Stücke vsrgesührten Personen dox einer solchen Komik, daß wir fast nicht aus dem Lachen herauskommen Ein Sonderling von Onkel, der sich einen liederlichen Neffen wünscht, ein solider Neffe, der sich mit Beihülfe seines Freundes auf diese Marotte des Onkels scheinbar einläßt, ein dupirtwerdender Gutsbesitzer, zwei heirathsfähige Mädchen, ein abfahrender Gent- Leman, eine spiritisirende Gouvernante und ein komischer Schneider sind Figuren, wie sie leben und nicht besser copirt werden können. Dieses Stück hat daher auch an den größeren Bühnen einen großen Lacherfolg gehabt und bei seiner, wenn auch noch so oftmaligen Aufführung immer ein volles Haus erzielt. Wir glauben, daß dasselbe bei der vorliegenden guten Rollenvertheilung auch hier den verdienten Beifall erhält und ein recht zahlreiches Publikum findet, wie dies die Benefiziantin Frau Schubert-Schneeberger und der Benefiziant Herr Schubert für ihre seitherigen trefflichen Leistungen in vollstem Maße verdienen.
Handel und Verkehr.
Gtesisn, 20. April. Auf dem heutigen Wochenmarktc kostete: Butter per Pfd.^L 1 05 1.12, Hühnereier 1 Stück 4—5 Gänseeter per Stück 10 —11 Enteneier 1 Stück 5—00 Käse per Stück 4—9 H, Käsematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 22^, Linsen 1 Liter 26 H, Tauben vas Paar 0.65—0.90, Hühner per Stück JL 1.20—1.50, Hahnen per St. JL 1.20 bis 1-70, Enten per Stück JL 2.20—2.50, Kartoffeln m 100 Kilo 5.00—6, Zwiebeln p- Etr. JL. 15—00, Milch per Liter 16 und 18 H, Ochsenfleisch 66—68H per Pfd., Kuh- unv Rindfleisch 48—56 Kalbfleisch 38—46 Hammelfleisch 60—70 Schweinefleisch 60^.
Frankfurt, 19. April. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 40, Nr. 3
Jt. 34, Nr. 4 31, Nr. 5 jt 24, Roggenmcbl o/t (Berliner Marke) JL 26 00—00 do.
I (Berliner^Mark-) 24.50—OO.uO, do. 11 (Berliner Marke) JL 20.00—00.00. Weizen
effectiv hiesiger ab Bahnhof hier 23.75 24.00, ab unserer Umgegend JL 23.50—23.75, do ftemder je nach Qualität ..*L 23.25—24.00, Roggen, je nach Qualität JL 18.75—20.25, Gerste JL 17.50-20.50, Hafer JL 12—16.25, Kohlsamen J4 00-00, Erbsen 19—27, Wicken JL 16-18, Linsen JL 20-40, Bohnen, weiße, Jü 23—25, Roggenklete , Werzenkleie, grobe und feine —, Rüböl, detail, 60. Stimmung flau. Haupt
sächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.)
Frankfurt, 19. April. Der heutige Biehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen und Stiere, 260 Kühe und Rinder, 250 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. J4 67—69, 2. Qual. J4 60—64, Kühe und Rinder 1. Qual. 3L. 57-60, 2. Qual. JL 45-52, Kälber 1 Qual. 52-56, 2. Qual. 4j —50, Hämmel 1. Qual. JL 57—59, 2. Qual. JL 45 -50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund 60
SchiH'Mberkht. Mitgethetlt von dem Agenten des norddeutschen Llovd SEB. Dietz in Gießen.
Bremen, 18. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein, Capt. H. C. Franke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4 d. M von Bremen uno am 6. d M. von Southampton abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Submission.
Zur Fassung der Wasser in dem Stollen der städtischen Wasserleitung sind ca. 400 laufende Meter gut gla- ’ firte Thonröhren erforderlich, welche i in Partien von 100 Meter innerhalb : 14 Tagen bis 3 Wochen zu liefern j find und weiden Lieferungslustige er# lucht, ihre mit entsprechender Aufschrift i versehenen Offerten, welche den Preis per laufenden Meter enthalten müssen, ! bis -um 23. d. M. Vormittags 9 Uhr auf unserem Bureau etnzuretchen. Die eingegangenen Offerten werben in dem vorbestimmten Termine in Gegenwart der etwa erschienenen Sub# mtttenten eröffnet und bekannt gegeben.
Gießen, den 20. April 1880.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
s 2816)_____A. Bramm._________
Holzversteigerung
im Fangsdorfer Gemeindewald.
Donnerstag den 22. und Freitag I den 23. April 1880 sollen nachverzetch# | riete Holzsortimente versteigert werden: t 1. Donnerstag den 22. April tm Distrtct Hegrich:
26 Fichten-Stämme und »Stangen, 30 Raummeter Buchen-Schcitholz, 371 „ Buchen-Knüppel,
632 „ „ -Reiser,
220 „ gemischt Reiser.
2. Freitag den 23. April im Dtstrict Rutels.
134 Fichten-Stämme und -Stangen, 23 Raummeter Buchen-Knüppel, 26 „ Ki-fern-Knüppel,
60 „ Birken-Besenreiser,
I- 1800 „ gemischte Reiser,
80 „ Buchen# und Nadel-
Stockholz.
Der Anfang ist Morgens 9 Uhr. Langsdorf, den 10. April 1880. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf.
! 2762) Köhler.____________
Arbeitsversteigerung.
Donnerstag den 22. April,
Nachmittags 4 Uhr, soll das Liefern, Setzen und Schlagen > von 120 cbm Unterhaltungssteinen, sowie Pflasterarbett in Accord gegeben werden.
Alten-Buseck, am 17. April 1880. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. ' 2799) Wagenbach.
Kleesamen, Grassamen
empfiehlt (2663
Wilh. Seibert,
__Marktstraße._______
2381) Franz Bettgellen in Nußbaumholz empfiehlt 3. Heck, Schreiner, Bleichstr.
Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung.
2743) Die Schulgelder für die höhere Mädchenschule, sowie für die Stadtknaben- und Stadtmädchenschule pro I. Quartal 1880 können in den nächsten acht Tagen, an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden.
Das Dchulgeld beträgt von einem Kmd:
a. für die höhere Mädchenschule:
1) in der Fortbildungsklasse (Director Vigelius) 11 25
2) in den Klaffen I — IV b 10 „ 50 „
(Mitprediger Dr. Buchhold, Fräulein Frank, Lehrer
Dr. Molly, Ebel ng, Fräulein Tischö, Lehrer Curjch- mann und Schmidt),
3) in den Klaffen V—VIII 7 50 H
(Lehrer Felstng, Aubel, Lehr und Brücher).
Wenn jedoch mehrere Kinder derselben Aeltern die nämliche Schule besuchen, so ermäßigt sich das Schulgeld für das zweite Kind auf zwei Drittel, für das dritte und jedes folgende auf die Hälfte des für ein einzelnes Kind zu zahlenden Betrags.
b. für die Stadtknaben- und Stadtmädchenfchule 1 «X —
Bei dem Besuche dieser Schule durch mehrere Kinder derselben Aeltern, ermäßigt sich das Schulgeld für das zweite Kind auf drei Viertel, für das dritte und jedes folgende auf die Hälfte des für ein einzelnes Kind zu zahlenden Betrags.
Gießen, den 15. April 1880.
Der Stadtrentmeister: __Enders._________ Die Papier- Schreihmaterialien-Handlung von
Eduard Spier x^e8
empfiehlt bei Bnug der neuen Töchterschule ihr Lager in allen Sorten Schulheften, Schulbüchern und sonstigen Schulgebrauchsartikel. (2591 xxxxxxxxxxxxxixxxxxxxxxxrex
X SMK* Confirmanden« und X x Knaben«Anzüge 9g x X billigst bei (2190 X
x Mocler 4* Kats» X xxxxxxxxmxxxixxxxxxxxxxxxx ey Herren-Wäsche: "W»
Weiße und bunte Hemden, Kragen, Manschetten, Chewis- fetten, Hemden-Einfätze, Taschentücher, sowie seidene, wollene- und baumwollene Unterjacken, Unterhosen, Socken. Stets das Neueste in schwarzen und farbigen Shlipsen, Hosenträgern, Glaeö- und Sommer-Handschuhen, Regenschirmen für Damen u. Herren rc. empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen
II. Rübsamen.
NB. Herren-Hemden nach Maaß unter Garantie des Gut-Passens liefere zu billigen Preisen._______________________________________________________(2252
Eröffnung eines Versteigerung^-Bureau»
2805) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heut'gen in meinem Locale gr. GalluSstraße 15, verbunden mit meinem Möbelgeschäft, ein Versteigerungs-Bureau eröffnet habe — Ich übernehme Versteigerungen und Taxationen von Waaren aller Art, sowohl in meinem Locale, als auch außerhalb desselben und suche meinen Auftraggebern durch billige und coulante Bedienung, sowie durch schnelle Abrechnung in jeder Hinsicht gerecht zu werden.
Mein neues Unternehmen empfehle ich einer gütigen Berücksichtigung.
Blum-Hauser, 15 gr. Gallusstrasse 15. FRANKFURT a. M.
Ziegelei- und Immobilien-Versteigerung.
Dienstag den 11. Mai I. I.,
Vormittags 11 Uhr, sollen nachverzeichneteLiegelei und Immobilien wegen Forderimg der von Schrau- tenbach'schen (Stiftung zu Friedberg auf dem Bureau des Unterzeichneten zwangsweise versteigert werden:
225 Meter Hofratthe, die Ziegelhütte, 5231 „ Acker, überm Kleineicherweg,
869 „ Acker, unterm Kleineicherweg,
3406 „ Wiese, Wolsbachsgalle,
2544 „ Wiese, Neuwiesenacker,
600 „ Wiese, Kellerswiese,
"825 „ Wiese, neben der Eichwiese,
1650 „ Wiese, Dörrwiese,
156 „ Krautland im Ahle,
1675 „ Acker im Habich,
3850 „ Acker, Weidenhäuserseld,
1844 „ Acker, Dammengrund,
1769 „ Acker, Stückersbette,
1476 „ Acker, Jacobshöhe,
1350 „ Acker, Kellershacke.
Groß Eichen, den 19. April 1880.
I. A. Großherzogl. Amtsgerichts Grünberg. Großherzogliches Ortsgericht Groß-Eichen. 2797) Zimmer.
ArUgebotems.
2803) Sehr gute Dickmilch ist stets zu haben bei
Philipp Müller, Löwengasse 161. Neu! Neu!
Vexir-Spiel
der Fünfzehn
empfiehlt (2815) L. Frohnhäuser. 2821) Täglich frisch gestochene
Spargeln
bei G. K. Simon, Bahnhofstraße.
8M eiikI Schmalz,
je SS Pfg. per Pfund, ß
offerirt (2819
Elsoffer, Bahnhofstraße.
2813) Ein schön gelegenes Wohnhaus mit 3/4 Morgen großem Garten ist umständehalber billig zu verkaufen. Näheres durch die Exped. d. Bl.__
Täglich frischgestochene Spargel 2793) bei Gärtner Schart«.
Strickgarne, baumwollene und wollene, bester Qualität, billigst; insbesondere eine große Quantität
Wollengarne zu außergewöhnlich billigen Preisen, empfiehlt (2379
___Carl Hoffmann.
Blumenkübel
in allen Größen empfiehlt billigst (2382
LouiS Lony.


