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Regiments.
Die Ausführung des Reichsgesetzes vom 6. Mai 1880, hier die Einberufung der Ersatz Reserve 1. Elaste für das Etatjahr 1881/82-
Gesuch des Bürstenbinders F. E. Winter um Bauerlaubniß.
Gesuch des Kaufmanns Karl Schlüter um Ertaubmß zur Vornahme von Bauveränderungen.
Desgleichen der August Nauheimer Wittwe-
Gesuch des Heinrich Schäfer III. um Erlaubniß zur Erbauung einer Waschküche
Hesterreich.
Raaufa, 10. Septbr. Nachrichten aus Albanien zufolge lagerten drei Bataillone regulärer Truppen, welche von Skutari kamen, letzte Nacht bei Dulctgno. In der Stadt herrscht große Aufregung- Die Liga hielt in Skutari eine Versammlung und beschloß, Widerstand zu leisten. Die Montenegriner stehen längs der Grenze bei Dulcigno. — Siner Depesche aus Pera zufolge ist es gestern in Skutari zu einem Handgemenge zwischen türkischen Truppen und einer albanesischen Bande gekommen.
Türkei.
Konstantinopel, 12. Septbr. Der Sultan hat Said Pascha an Stelle Kadri Paschas zum Premierminister ernannt. In dem Hat an Said Pascha sagt der Sultan, er habe Angesichts des Ernstes der Lage und der Dringlichkeit, Maßregeln zu ergreifen, eine Veränderung des Ministeriums für nothwendtg erachtet. Er habe Vertrauen zu Said Pascha und werde demselben ein. befriedigende Lösung der schwebenden Fragen gelingen. — Der Sultan ernannte ferner Assim Pascha zum Minister des Auswärtigen, Server Pascha zum Präsidenten des Staatsraths, Raif Pascha zum Minister des Handels und Kiamil Pascha zum Minister des Unterrichts.
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Lokales.
Gießen, 14. Seplbr. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag, den 16. September 1880, Nachmittags 4 Uhr, im alten Real» schulgedauver
1. Die Äbhör der Rechnung der Löber'schen Stiftung pro 1879/b0.
2. Die Erweiterung der Exercier- unv Schießplätze für das II. Großh. Hessische Infanterie Regiment Nr. 116
3. Die Unterbringung des neu zu errtchtenven 3. Bataillons des vorbezeichneten
Verwischtes.
Wetzlar 13 September. Di- von dem Gi-b-n-r und dem hiesigen Ruderclub ge- mtinjam veranstaltet- «ufsahrt führt- gestern Nachmittag an d-n beiden Ufern der Lahn und aus der neuen Blück- ein- zahlreich- M-njchenm-nze zu-amm-n, die dem für die mc>st-n von uns durchaus neuen Schauspiele von Anfang bis zu Ende mit lebhaftem Äfft-resl- jujah. K eaen 31/, Ubr schob das erste Boot des Gießener Clubs in das Wasier. Das schlank-, pf-il- tonea dabinsausende Fahrzeug bot mit seiner in Rothweiß — die h-isisch-n LandeSfarben - ge- kkew-t-n Mannschaft kinen prächtigen Anblick. Nach einigen Touren lahnaus, lahnab. die -s von einem gut geführten winzigen Grönländer begleitet, zuruckl-gte, schloß sich ihm ein zweites Gießener Boot an. ? Bald darauf erschienen auch die In Blauwelß gekleideten Wetzlarer mit ,me( «abrreuaen Während di- Musik am Land- eoncertirte, begannen jetzt die gemeinsamen
Dabei zeigte es sich einerseits, daß der hiesige Club in der kurzen Z-it seines Be- st-bens sich bestrebt hat, das Möglichsi- zu leisten, wie es andererseits nleqt zu v--k-nn-n war, daß es wohl noch mancher Anstr-Ngung bedürfen wird, wenn dl, Leistungen des freilich um Vieles älteren Gießener Vereins erreicht w-rd-n sollen, «et einer fast gleichmäßig guten Fahrt bewegten sich die Gießener entschieden rascher vorwärts. Jndesien fuhren dies-lb-n in gan, leichten und dabei gut dr-hbaren englischen Booten, während die von d-n Mitgliedern des W-tzlar-r Ruderelubs besetzten Fahrzeuge schwerfälliger zu bewegen waren.
6 Nach der Beendigung der Fahrten vcr-inlgt-n sich die Angehörigen beider Rudergesell- schaflen und viele eing-laden- Personen ,u einem Tanzkränzchen im Schützengarten. - Zum Schluffe können wir nur d-n Wunsch aussprechen, daß das gestrige wchausp.el füc den hiesigen Club ein Sporn zu weiteren Anstrengungen sein möge, wie wir auch der Hoffnung Ausdruck geben, daß ihm von Seiten unserer Bürgerschaft Die unumgänglich nothwendige Unterstützung zu Theil werde.
— Der neue Reichs bote, Kalender für Stadt und Land auf das Jahr 1881 ist da und erfreut uns wie seine Vorgänger wieder durch s-men urwüchsigen, gesunoen Humor, jchöne Erräbluna-N seine prächtigen Bilder und viele Praktika, die dem Kalenderleser zu wtffen gut kud nützlich siüd° B-!°nd--s schön sind die farbigen Bildere -in großer Porträtkopf Dr Martin LutberS nach einem O-lbild von Lucas Cranach und Schne-wittch-n zu dem bekannten Märchen,' das der Kalenderschreiber seinen Lesern ebenfalls wieder --zahl-. Solche farbiae Bilder zu den schönsten Märchen und Sagen bringt jeder Jahrgang em«. Der ganze «ich ausg-stau-t- Kalender kostet nur 40 H und (et allen uns°r-n Lesern als Hausbuch für das neue Jahr bestens empfohlen.
Peftb Als ein Meblhändler aus Albertfalva dieser Tage zu später Abendstunde nach Hause zurückkehrte, fand er das Fenster eines Zimmers im Erdgeschosse offen und glaubte im Zimmer ein Geräusch zu hören. Vorsichtig näherte er sich und blickte ins Zimmer hlnem, konnte iedoch wegen der herrschenden Dunkelheit nichts unterscheiden. In diesem Augenblick wurde aus dem Zimmer ein Pistolenschuß abgefeuert der jedoch den Mehthandler nicht traf; dieser zog nunmehr seinen Revolv-r und gab einen Schuß ab, worauf lautes Geschrei ertönte. Die inzwischen herbeigeeilte Nachbarschaft traf nun einen Verwundeten, bet d.-m 3500 st. und mehrere Werthgegenstände gefunden -wurden, die er bereits zu sich gesteckt hatte. Nun sielen alle über den verunglückten Verbrecher her und richteten ihn derart zu, daß er einige Tage lang im Krankenhause gepflegt werden mußte, bis ihn der Bezirksrtchter tn's Gefangntß des Pesther Landbezirks-Gertchtshofs einliefern konnte. Außer anderen Wunden und Verletzungen hatte der ertappte Dieb noch den Verlust beider Ohren zu beklagen, die ihm von der erregten Menge buchstäblich abgerissen worden waren-
nach Mexico (Veracruz, Tampico rc.) und zurück ein Dampfschiff mit einer bliecten deutsch-mexikanischen Post zu expedtren, wofür die R«chtpost einte ®ub’ sentlon von 15,000 M. per Reise, also 180,000 JL das Jahr bewilligt.
bat nun die Packetfahrtgesellschaft diesen Contract ihrerseits gekündigt, nicht um die betreffende Dampsschiffsverbtudung mit der mexikanischen Küste auhuaeben, - dieselbe soll vielmehr In Verbindung mit einer bevorstehenden wesentlichen Vermehrung der westindischen Fahrten überhaupt noch erwestert werden - sondern lediglich, weil die mit Annahme einer Staatssubvention verbundenen ®enen und sonstigen Uebelstände es räthkcher er!sche^ine"lasten auf die 180,000 pro Jahr zu verzichten, um die völlige Bewegungssreiheit wieder zu erlangen. Der deutsche Handel wird die directe DampfschiffoeMn- dung mit der mexikanischen Küste nicht verlieren, daS Reich kann sein Geld behalten, und der Privatunternehmungsgeist gewinnt seine völlige Freiheit zurück, ,° daß Alle Ursache haben, mit dieser Wendung zufrieden zu fein. Die Erfahrung dürste lehrreich sein und sollte namentlich beiben n^Söerlin elnfle. fädelten Verhandlungen wegen Errichtung einer vom Reiche mit 2-3 Mill. M. jährlich zu subventionirenden Dampfschifflinie nach Australien via Kap der guten Hoffnung nicht unverwerthet bleiben. ,
Aus Bayern, 11. Septbr. Von dem Kriegsministerium ist unterm 2. d. Mts. nachstehender Erlaß ergangen: Seine Majestät der König unser oberster Kriegsherr, haben d. d. Schloß Berg, den 1. ds. zu befehlen geruht, daß Allerhöchstihrer Armee die Ansprache bekannt gegeben werde, welche Seine Masestät der deutsche Kaiser, in Erinnerung an die ruhmvollen Thaten der deutschen Truppen unter Allerhöchstdeffen siegreicher Fuhrnng als Bundesfeldherr am 1 ds. erlassen hat- Die Bekanntgabe der in Abschrift beifolgenden An« spräche vom 1. ds. an die Truppentheile ist dem Nachstehenden entsprechend ein- zuleiten und in geeigneter Weise zu vollziehen. Königliches Kriegsministerium: v. Maillinger.
Nürnberg 12. Septbr. Die Handels- und Gewerbekammer für Mittelsranken beschloß, dem „Fränk. Kurier" zufolge, einstimmig in einem Schreiben des Ministeriums sich gegen jede Beschränkung der Wechselsähigkeit auszusprechen.
mit Stall. , n _ „ n
9. Gesuch des Christian Keller um Erlaubniß zur Erbauung eines Stalles.
10. Gesuch oes Schioffers Heinrich Noll um Erlaubniß zu Erbauung eines Schuppens.
11. Desgleichen des Georg Throm.
12 Gesuch des Wilhelm Schäfer um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfnedlgung.
«3. Den Ausbau der Ludwtgsstraße betr. ,
14. Gesuch des Balthasar Strauch um Erlaubniß zur Abtragung eines städtischen Rains.
15. Desgleichen des Kaspar Schomber.
16. Gesuch der Gebrüder Heinrich und Jacob Keßler um Anlegung einer gepflasterten Ueberfahrt.
17. Den Ankauf der Johann Jsterling'schen Häuser betr.
18. Klage gegen die Ortsarmenverbände Köddingen, Frankfurt a. v. O. und Hattenrod.
19. Die Stellung der Rechnung der Stadt Gießen pro 1879.
20. Den Anstrich der Corridore rc. im neuen Realschulgebäude betr.
21. Die Vergebung der Waldculturlöhne für das Jahr 1881.
22 Die Taubcnlränke betr.
23. Herstellungsarbeiten in der Turnhalle betr.
Gießen, 14. September. Wie uns mitgetheilt wird, haben eine Anzahl Herren von Gieken im Verein mit Herrn Oberförster Baumann von Strupbach den Plan gefaßt, auf dem Dünsbcra einen Aussichtsthurm zu errichten. Nachdem die nöthlgen Vorarbeiten und Sondirunaen vorqenommen sind, hoffen wir unseren Lesern nähere Mittheilung machen zu können, begrüßen aber heute schon das Unternehmen, welches geeignet ist, einen Hauptausflugort für Touristen angenehmer zu machen.
— Verfloffenen Freitag Abend fuhr ein hiesiger Metzger mit seinem Wagen, worauf ein Kalb sich befand, von Lollar nach Hause. Unterwegs muß der Mann müde geworden und ern- oeicklaten sein denn als er zu Hause anlangte, war das Kalb verschwunden. Es war, wie sich später ergab vom Wagm hkruntergefallen, ohne daß der Metzger solches merkte. Am anderen Morgen in aller Frühe wurde eine Recognoseirungstour wieder nach Lollar gemacht und dort fand sich das vermißte Kalb wieder vor.
Handel und Verkehr.
Gießen, 14. Septbr. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostere: Butter per Pfd. X 1,00 ßiS X 1 05 Hühnereier 1 Stück 5-6 H, 2 St. 00 Enteneier 1 Stück 0-0 H Käse per Stüä 5-10 Kasematte ver Stück 3-0 3>, Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 26 ^' Tauben daß Vaar 35—60 H Hühner p. St. X 0.70—1.09. Hahnen p. St. X 0.40—0.70, Walsche 0.00—0 00, Enten per Stück X 1.30—1.70, Oäst-nflcisch 66—68 per Pfd., Kuh' und Rindfleisch 50-00 Kalbfleisch 45-50 Hammelfleisch 60-70^weinefleisä 66—68 Kartoffeln per 100 Kilo X 5-5.50, Zwiebeln P- Ctr- X 6—7.00, Milch per Liter 16 und 18
Frankfurt, 13. Septbr. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 40, Nr. 2 X 38, Nr. 3 u 32 SQT 4 X 2K, Nr 5 23, Roggenmehl o/t (Berliner Marke) X 28.50—29, do.
JL26.00-26.50, d°° II tzB-rtiner Marke) 21.50-00XW Wch« effecttv hiesiger ab Bahnhof hier X 21.00-21.25, ab unserer Umgegend X 20.50-20./5, do. ftemder je nach Qualität X 00.00-o0.00 Roggen, l« nach Qualität^ ^.75-00.00, Gerste X 17.00—19, Hafer X 13—13.25, Kohlsamen 27 75—28, Erbsen X 19—27, Wicken X 16-18, Linsen X 20-40, Bohnen, weiße, 23—2d, Roggenkleie X Weizenkleie, grobe und feine -, NÜböl, detail, X 63. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: — - Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sammtltch pec 200 Pfund Zollgewicht = 100 Kilo.)
Frankfurt 13. Septbr. Der heutige Diehmarkt war gut befahren. Angetrieber. waren ca. 380 Ochsen und Stiere, 300 Kühe und Rinder. 280 Kälber und 300 Hämmel Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 6^-69, 2. 62 64'
Rinder 1. Qual. X- 54-58, 2. Qual. X 48-50 Kalber 1. Qual. X 54-55, 2. Quab 40-50, Hümmel 1 Qual. X 58-60, 2. Gual- X 45 -50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund
Telegraphische Depeschen.
Wanner'« telegr. Eorrespondenz-Burean.
Berlin, 13. Septbr. Der Könift und die Königin von Griechenland haben auf Einladung der Kaiserlichen Majestäten im königlichen Schlosse Wohnung genommen und empfingen dort die Besuche des Kaisers und der Kaiserin, der Mitglieder des königlichen Hauses, des Kronprinzen von Oesterreich und der übrigen fürstlichen Gäste.
Berlin, 13. Septbr. Die Parade des Garde Corps, die um 10 Uhr begann und gegen 1% Uhr beendigt war, nahm den glänzendsten Verlauf. Derselben wohnten bet: der Kaiser und die Kaiserin, der König und die Königin von Griechenland, Kronprinz Rudolf, die Herzoge von Cambridge und Connaught, fämmtliche Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses, die Großherzoge von Heffen nnd Mecklenburg, sowie die übrigen fürstlichen Gäste nebst einem glänzenden Gefolge. Die Kaiserin fuhr mit der Königin von Griechenland, der deutsche Kronprinz mit dem Kronprinzen von Oesterreich in je Einem Wagen nach dem Paradefeld. Die Truppen des Grrde-Corps waren in -wei Treffen aufgestellt. Nach dem Abreiten der Front erfolgte zweimaliger Vorbeimarsch, wobei der Kaiser das Garde-Grenadierregiment Augusta der Kaiserin vorsührte, während der Kronprinz das 1. Garderegiment und Kronprinz Rudolf das Kailer Franz-Garde-Grenadierregiment vorführten. Das Paradefeld und alle dahinführenden Straßen waren von dichten Menschen- massen angefüllt, welche den Kaiser und die Mitglieder der königlichen Familie wie anch den Kronprinzen von Oesterreich mit stürmischen Zurufen begrüßten.
Antivari, 13. September. Der österreichische Llohddampfer „St. Guisto" ist dem Fürsten von Montenegro behufs Benutzung zur Verfügung gestellt.
Ragusa, 13. September. Das französische Avisoschiff „Hirondelle" ist heute im hiestqen Hafen eingetroffen. Die beiden französischen Fregatten werden morgen erwartet.
Lottdon, 13. Septbr. Amtlich. Simla, 12. ds.: Eine britische Brigade, begleitet von General Roberts, marschirte am 8. ds. von Kandahar nach Killa'-Abdulla. Die Generale Stewart und Roberts erhielten bad Großkreuz bc8 Bathordens. Letzterer wurde zum Höchstcommandirenden der Armee von Madras ernannt.
Sehiflfeberieht. Mitgetheilt von dem Agenten deS norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen.
Bremen, 11. Septbr. ,Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Main, Capt I. Barre', vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 29. August von Bremen und am 31. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Newvork angekommen.
Bremen, H. Septbr. fPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Leipzig, Cavt Fr Pfeiffer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 25. August von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen.
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