ffomnet der Stände b-schloss-n hat, die Annahme dieses Gesetz. Entwurfes zu beantragen, hat Großh. Ministerium des Innern und der Iustir verfüat dak dre jetzt aufzustellenden Voranschläge der Gemeinden die Zeit vom 1. Januar 188, bis 31. März 1882 umfassen sollen J M ' 9 '
k 6eauftragen ®le Mer fofort mit Aufstellung der Voranschläge für di- Zett vom 1. Januar 1881 bis 31. März 1882 zu beginnen und bemerken
m $"ÄL 88 ?On ft>aICraCL$ea9un8 ber Einnahmen und Ausgaben obzusehen und für diese Zett der vkrte Theil der für “8Vn Aussicht zu nehmen ist, selbstverständl.ch jedoch nur insoweit, als die bezüglichen Annahmen u d Äusgabensichndembemerken Zeitabschnitt ergeben «erden. Es wird hiernach eines besonderen Ausschlags von Umlagen für das 1. Vierteljahr 1881 nicht bedürfen es w"d vw m hr genügen, e t n 3UI der für 1880 genehmigten Umlagen zu erheben, um die Ausgaben in dem ersten V>erteitabr ru bestreiten und würde di-k.iw™, ber Absicht des Gesetzentwurfs nach Maßgabe der für 1880/81 ermittelten Sleuereapitalien zu -J 6"tfein oalfo eiu
werden wir . Die Erhebung dieses einen Ziels ha. im Mona. Februar 1881 stattzufinden, Ehrend bezüglich ber übrigen ÄÄ25Ä
Erhebungsztele zu beachten ist, daß solche nicht auf diejenigen Monate gelegt werden, in welchen directe Steuern fällia werden Soll,, »inLin.n re.
btr "forderlichen Mittel in der vorstehend erwähnten M ise auf Schwierigkeiten ftofiM. fo ist alsbald unter DaUegung der Verhält, niste berichtliche Vorlage an uns zu machen. Wir bemerken in dieser Beziehung einstweilen, daß da, wo es erforderlich wird für das 1 ÄiLr ,88 l.nr D°ckung des Bedarfs -in Kaffenanlehn gemacht werden kann defln. Abtragung)., dem VownsL-g' alsbannP. rt°lj°hr 1881 zur uniil b. wä'ä r* °nf a,i6,"e 2L 311,1 "■ -«'• ™ - »'"ch i«»- w« ”»«■* •-* M. ».ch b.,
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_____________________________________ vr. Boekmann.
Politische Ueberskcht.
Der Kaiser, dem die Gasteiner Kur ausgezeichnet bekommen ist, traf am Donnerstag in Babelsberg ein. Auch die Kaiserin ist in bestem Wohlsein zurückackehrt und wurde vom Kronprinzen herzlich empfangen, welcher ihr nach der Begrüßung den Prachtbau des neuen Anhalter Bahnhofes erläuterte. Der Kronprinz begtebt sich Mitte nächster Woche nach Kamenz in Schle- fien, um der Taufe des Sohnes des Prinzen Albrecht beizuwohnen; die Kronprinzessin begleitet ihren hohen Gemahl. Am 20. ds. Mts. reist der Kronprinz nach München, wohnt am 21. d. dem Passtonsspiel in Ober- ammergau bei und inspicirt später die bayerischen Truppen.
Der deutsche Botschafter am großbritannischen Hofe, Graf Münster, der sich zum Fürsten Bismarck nach Kissingcn begeben hatte, ist in Berlin wieder cingetroffen.
Der neue Staatssecretär für Elsaß.Lothringen, Herr Hofmann, befindet sich gegenwärtig auf einer Erholungsreise in Süddeutschland, wird jedoch dieser Tage zurückerwartet und gedenkt seinen Posten in Straßburg sofort anzutreten. Man nimmt allgemein an, daß dieser Staatsmann, besten Geschmeidigkeit seinem Namen entspricht, sich mit dem Statthalter bester zu stellen wisten wird, als sein Vorgänger, gleichzeitig aber einen Beirath abgiebt, der stets die Reichsinteresten betonen und hochhalten wird.
Der „Reichs.Anzeiger" dementirte in seiner Eigenschaft als preußischer Staatsanzeiger die Gerüchte, welche wegen weiteren Erwerbes von Eisen- bahnen für den preußischen Staat im Umlauf waren. Das Dementi dürfte sich, zunächst gegen die Berlin-Anhaltische und Bergisch-Märkische Eisenbahn gerichtet, bewahrheiten; es ist aber damit nicht gesagt, daß die weitere Verstaatlichung aus den Augen gelaffen wird — bei guter Gelegenheit.
Mit seltener Uebereinstimmung feiern alle österreichischen und unga- rischen Blätter die Kaiserzusammenkunft in Ischl als ein Zeichen des dauernden guten Einvernehmens Deutschlands und Oesterreichs und als Garantie des Weltfriedens. Die Orten.frage, welche für Oesterreich von Tag zu Tag bedeutsamer wird, scheint mit Absicht dabei wenig erwähnt zu werden.
In Frankreich beobachtet man, nachdem man von einer activen Unterstützung der Griechen Abstand genommen hat, die orientalische Frage sehr kühl. Die Organe der Regierung geben der Erwartung Ausdruck, daß keine der Großmächte isolirt vorgehen werde, andererseits aber auch keine ablchnen werde, an gern einsamen Schritten theilzunehmen ; auf dem Berliner Con- greste fei das europäische Concert zu Stande gekommen und keine Macht strebe danach, sich demselben zu entziehen
Diese Ansicht scheint indessen auf Rußland nicht völlig zuzutreffen, denn das Czarenreich steht offenbar den bulgarischen Rüstungen nicht ganz fern. Im Orient dürfte die montenegrinische Frage bald erledigt werden; die griechische Frage macht dagegen fortdauernd Schwierigkeiten, und die Rüstungen der Bulgaren bedeuten eine baldige Friedensstörung. Tritk diese ein, so dürsten Oesterreich und Deutschland schwerlich Zuschauer bleiben, da sie an der Regelung der Frage der Donaumündungen und
an der zukünftigen Gestaltung der Handelsverhältniffe in der Türkei ein großes Interesse haben. ö p
~ russische Finanzminister Greigh unternimmt eine Rundreise im S&Ä'V "Va.$ d'bau, Warschau, Odessa, Moskau - und soll die Absicht haben, die Reichs bank, wie man sagt, nach dem Muster der deut- scheu Reichsbank, zu leformiren.
3n Afghanistan ist Kandahar bisher noch nicht angegriffen worden, aber auch der enaliche Entsatz «st noch nicht eingetroffen.
Aeutschland.
Darmstadt, 12. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäbigst geruht: ” 1
Am 4. August 1880 den Vortragenden Rath bei der Abtheilung für Bauwesen des Ministeriums der Finanzen, Oberbaurath Dr. Ludwig Weyland, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu verletzen.
Darmstadt, 12. August. Das heute ausgegebene Großherzoaliche Regierungsblatt Nr. 26 enthält: Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Verordnung über die Prüfungen der Aspiranten des Gymnasial- und Nealschullehramts betreffend.
Ilrankreich.
Paris. (Die französischen Gmeralraths-Wahlen). Die Politik Gam- betta S war eine kühne, aber sie hat, wie der Ausfall der Generalraths-Wahlen zeigt, die Probe bestanden; die Heilmittel der Kur, welcher die französischen Gewalten unterworfen waren, besaßen im Grunde keinen republikanischen, keinen frecheitlich - toleranten Charakter, sondern waren fast absolutistisch-gewaltsam, aber sie waren zweckmäßig und durchgreifend wirksam. Gambetta hat in daS Schwarze getroffen, und dem kühnen und geschickten Schützen war daS Glück hold, denn weder die Städte noch das Landvolk haben ihn desavouirt.
Die Generalraths-Wahlen urthetlten über eine ereignisreiche Zeit, über eine ganze Anzahl einschneidender Maßregeln; ihr Ausfall billigt die Unter» rtchtsgesetze Ferry's und die energische Austreibung der Jesuiten; die Purifi- cation der Magistratur und die Maßregeln des JustizmtnisterS, welche die Genchte und Staatsanwaltschaften von den Elementen reinigte, welche die Clerisei höher stellten als die Republik, als den Staatsgedanken. Die Generalraths-Wahlen billigten auch die volle Amnestie, und man sah in Frankreich ein, daß diese Amnestie am besten die kommunistischen Wühlereien, des Haupthebels der Unzufriedenheit, beseitigte. Die Monarchisten und Bonaparttsten sind ebenso geschlagen worden, wie die Clerisei und die Intransigenten. Von den 90 Departements beherrschten die alten Parteien 35, jetzt kaum noch 24.
Die gegenwärtige Regierung weiß jetzt, daß ihre Maßnahmen nicht nur auf dem Papier, nicht nur vorläufig — bei zwangsweiser Durchführung— gut waren, sondern daß auch das Volk hinter ihr steht und die neuen Gesetze bllllgt. Bet den nächsten Neuwahlen werden auch Kammer und Senat große republikanische Majoritäten haben, welche allerdings Gambetta, nicht Grevtt zur vollen Verfügung stehen werden.
Allgemeiner Anzeiger.
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