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Freitag den 13. August

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| Schulstraße B. 18.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

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Summe der Ausgabe

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Gießen, wie oben.

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6472,-

20.- 6000, 1141,71

20,-

50, 1230,13 4558.34

X 9348,- 9300, 80, 400, 7000, 300, 150, 800, 1230,13 5,- 220,71 5058,34

heutigem die at und Bittet, das betragen zu woUen iartenVirihslhast.

Rubrik

1.

Gemarkungen..........

Gebühren..............

Strafen

Kapitalzinsen

Ersetzte Kreisunterstützungen . ......

Prozeßkosten.......

Zurückzuempfangende Beihülfe von Reservisten . . Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren . . . . Summe der Einnahme

Forstand.

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Einnahme.

Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen

1) nachdem f.d. Gemeinde-Umlagen gült. Gesammt-Steuerkapttal a) auf sämmtliche Gemeinden und Gemarkungen . . : bi mit Aus-

nähme von Gießen und Grünberg und der besonderen

3.

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wurde angenommen. ____________

Voranschlag über Einnahme und Ausgabe der Kreiskasse des Kreises Gießen für 1880.

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Tldrtnftflbt IO. Auaust. lieber die Verfügungen des Krtegsoüntsters, betr. die Einberufung der Ersatzreservisten erster Klasse vernimmt die»Darmst. sita." daü während der nächsten Uebung zu jedem Infanterie- und Jäger Bataillon je 80, und zu jedem Fußartillerte-Bataillon je 60 Ersatzreservtsten

Abschluß

Gesammtsumme der Einnahme - Ausgabe .

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Die beginnende Str ike lüft.

Die Berliner Tischler insceniren soeben den ersten großen Strikc, den seit Jahren die Reichshauptstadt, vielleicht sogar das ganze deutsche Reich auf- mwetsen hat. Sie verlangen eine Lohnerhöhung von 10 pCt-, und da die- selbe nicht allgemein bewilligt wird, stellen sie die Arbeit ein. Locale Arbeitseinstellungen, unter Innehaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist, gestutzt auf die eigenen Mittel der Strikenden, haben wenig Gefährliches; man kann zugeken, daß sie unter Umständen ein natürliches Lohnicgulirungsmittel sind. Der Arbeiter zieht eben sein Arbeitsangebot so lange zuruck, bis die Nachfrage, unterstützt durch ein besieres Lohngebot, an ihn herantrttt. Größere Wichtigkeit würde der Berliner Strtke aber erlangen, wenn er im Allgemeinen für das ganze deutsche Ttschlergewerbe das Signal zur Lohnerhöhung geben würde oder wenn, wie das leider die Erfahrung lehrt, dem Vorgehen der Arbeiter einer Branche auch anderer Berufe Genosien folgen.

Seit nahezu sieben Jahren war in allen Industrie- und Erwerbszwei­gen da« Angebo der Arbeitskraft stärker als die Nachfrage, und man hat dahe von Strikes so gut wie nichts gehört. Der erste größere Sttike k nute sonach von Optimisten al« ein Zeichen der Besserung der Erwerbsverhältnisse gelten und - wäre dies wirklich der Fall so wurde man, so wenig man für Strikes überhaupt Sympathien hat, eine gewisse Theilnahme für das erste Anzeichen erhöhter Jndustriethättgkeit fühlen. Kann der Arbeitgeber höheren Lohn zahlen und hindert ihn blos ein vorübergehendes Verkennen feines eigenen Vortheils, die Ansprüche seiner Arbeiter ju beftiedgen; sind - mtt anderen Worten - die Forderungen derselben gerecht so wird die öff-nt- liche Meinung gleichfalls auf der Sette der Arbeitnehmer sein. Es ist indessen

Kreistagssitzung vom 30. Juni 1880.

In der siebenten Sitzung des Kreistages des Kreises Gießen, in welcher außer dem Vorsitzenden, Provinztal-Director Dr. Boekmann, die Kreistags. Mitglieder Bürgermeister Zimmer, Bürgermeister Lang, Beigeordneter Heß, Beigeordneter Keller, Bürgermeister Bopp, Bürgermeister Menget, Bürgermeister Ranft, Fabrikant Hornberger, Freiherr Adalbert von Nordeck zur Rabenau, Bürgermeister Faulsttch, Bürgermeister Bramm Fabrikant Noll, Fabrikant Gatl, Rechner Leidtch, Bürgermeister Nicolaus, Rechtsanwalt Dr. Muhl und das Kreisausschußmttglied Rechtsanwalt Dr. Gutfletsch anwesend waren, wurden folgende Beschlüsse gefaßt.

"" Als Mitglieder der Einschätzungs-Commission für die Einkommensteuerpflichtigen der I. Abteilung wurden gewählt:

I. Für den Steuer>Commissariatsbeztrk Gießen

a)als Mitglieder: Freiherr Adalbert v. Nordeck zu Friedelhausen, Ludwig Kröck zu Heuchelheim und Bürgermeister Lang zu Wteseck; b) als Ersatzmitglieder: Meier Katz zu Steinbach und gewesener Bürgermeister Geißler zu Lollar.

II. Für den Steuer-Comtflartatsbezirk Hungen

a) als Mitglieder: Kaufmann Köhler zu Lich, Bürgermeister Gör lach zu Eberstadt, Bürgermeister Zimmer zu Villtngen und Burger- meister Bender zu Hungen;

b) als Ersatzmttglteder: Kaufmann Sartorius zu Lich und Apotheker Eber wein zu Hungen.

III. Für den Steuer-Commiffartatsbezirk Grünberg

a) als Mitglieder: Kaufmann Peppler zu Grünberg, Johannes Oehl zu Grünberg und H. W. Moll zu Mendorf a. b. tumb«.; b) als Ersatzmttgliedcr: Bürgermeister Pracht zu Grünberg unb Kaufmann Groos zu Grünberg.

Die Prüfung der Kreiskasserechnung und

Der Verwaltungsbericht für 1879 gaben zu keinen Beanstandungen Anlaß.

Der Voranschlag der Kreiskafle für 1881 wurde nach den Anträgen des Kreisausschuffes festgestellt. .

Die bei Revision der Kreiskasserechnung für 1878 von der Revisionsbehörde erhobene Bemerkung wurde durch nachträgliche Credit-Erwetterung erledigt.

6) Zum Mitglied- der Kreisersatz-Commission wurde Großh. Bürgermeister Faul stich von Weitershatn gewählt. o ...

7) Das vorgelegte Statut, betr. die Verlegung des Rechnungsjahres für den Kreishaushalt sowie des regelmäßigen Zusammentrittes des Kreistages

hier nicht unsere Absicht, den Berliner Tischlerstrike auf seine Ursachen oder seine Berechtigung zu untersuchen; vielmehr liegt unS daran, abermals vor dem zweischneidigen Schwerte der Selbsthülfe der Arbeiter, vor den Strikes, welche oft zu einer Epidemie werden, zu warnen.

Die Erfahrung lehrt, daß die zur Erzwingung höherer Löhne von den Arbeitern unternommenen Arbeitseinstellungen in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt sind; aber stets schädigen sie die Industrien der davon heim- gesuchten Bezirke, sie kürzen das Vermögen der Arbeitgeber unb fuhren den wtrthschaftltchen Verfall der Arbeitnehmer herbei, oft sogar den Ruin der ein­zelnen Etablissements. Leider ist es oft nicht wahr, daß der Arbeitgeber kann", wenn er nurwill"; häufig möchte er mehr zahlen, kann aber nicht, ohne selbst Verluste zu erleiden, die ihn allmälig rutntren wurden, so ist denn stets ein magerer Vergleich besser, als der Strike-Proceß, bet bem «8 darauf ankommt,wer's am längsten aushält , während der Beruf, die In- dustrte darunter leidet, denn auch hier heißt es:

ein Tritt tausend Fäden regt, Die Schisfletn herüber-, hinüberschteßen, Die Fäden ungesehen fließen, Ein Schlag tausend Verbindungen schlagt.

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Jij ich nad) wie 6ot scheu Lchreiner :i.' liirmi. uen 85.

Ausgabe.

Besoldungen Diäten unb Gebühren Botenlohn und Verkündigungskosten . ... . Für Bureaubedürfnifle und Geräthschaften . . Kreisunterstützungen.........

Für den Lesezirkel der Lehrer-Conferenzen . . Formularien und Buchbinderkosten . . . . Zuschuß in andere Kassen.......

Beihülfen an Angehörige der Reserve . . . Beitrag zur Mobilienversicherung . . . . Reservesond für unvorhergesehene Fälle . . . Betriebskapital ..........

Der Vorsitzende des Kreistages des Kreises Gießen.

Dr. Boekmann.

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33892,18

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