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Dotterfurchunq unv Zelltheilung.
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Gauturntag und Schauturnen.
Allgemeine Vereinsangelegenheiten.
Der Vorstands
Telegraphische Depeschen.
Waguer'- telegr. Correfpoudeur ■ ©Mteaiu
Bern, 29. Februar. Der Durchbruch des Gotthardtunnels ist heute
Bormittag Punkt 9 Uhr erfolgt.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 28. Februar. (Marktbericht.> Der heutige Heu- und Strohmarkt war aut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner vtL 2.00—3.50, Stroh 2.00—3.40. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. JL. 1.00, 2. Qual. 0.90-00, im Derail das Pfund 1.30, 2 Qual. U5—20. Eier das Hundert (neue) JL 6.50—8, alte Eier 0.00 JL, Ganze Erbsen bas Pfd 28—32 geschalte Erbsen 32-37 H, Bohnen 27—29 H, Linsen 40—50 X Weißkraut das Stück 20—30 Rothkraut, 1 St. 25 -40 H, Kohlrabi 4—5 Kohlkraut 12 20^, Blumenkohl 1 St. 60—100 H, Wirsing — ^, Kartoffeln 100 Ko. 8-10, Zwiebeln 1 Bund — H, Merrettig 25 St — 1 Stück 20 Ochsensteisch per Pfund
65—70 A Rindfleisch 45-60 Kuhfletsch 45—60 Kalbfleisch 44—55 Hammelfleisch 40—65 X Schweinefleisch 65—70 H, ein Hahn JL 0.90—2.00, ein Huhn JL 1.50 - 2.20 eine Ente JL 2—3, eine Taube 60—70
Üoffes6i(öunos= unö flemerüeoeretn.
1386) Dienstag den 2. März, Abends 8 Uhr, wird in dem Locale des Herrn Fuhr (Cafä Klein) Herr Geh. Baurath Profeffor Dr. von Ritgen seinen zweiten Vortrag: über die Forwenfprache der Renaissance halten. Der Zutritt steht Jedermann frei.
Der Vorstand.
Hesterreich.
Wien, 27. Februar. Meldungen der „Polit. Correfp." Aus Konstantinopel- Der griechische Gesandte, Konduriotis, bestätigte den Empfang der rwei letzten türkischen Memoranden, welche er der Beurtheilung seiner Regierung unterbreitete. Derselbe bestimmte keinen Zeitpunkt für den Wiederzusammentritt der türkisch-griechischen Eommtsston. - Aus Belgrad: Der serbische Unterhändler Marie kehrt in Begleitung des Ingenieurs Vschetetschka morgen nach Wien zurück-
Turnverein.
Donnerstag, den a. März er.:
Generalversammlung
im Frankfurter Hof
Lokales.
Gießen, 1. März. Wie man uns mittheilt, wird unsere Theaterdirection am kommen- dcn Mittwoch einen recht beliebten Gast und zwar den durch seine Humoresken und Romane in weiten Kreisen bekannten Schriftsteller und Charakterdarsteller Herrn Carl Bischoff vor- stellen. Als Antrittsrolle hat derselbe Gutzkow's „Der Königslieutenant" gewählt. Im „Schweinfurter Anzeiger" finden wir nachstehendes Referat über den Gast:
Schweinfurt. fStadttheater.^ Mittwoch den 4. Februar. ,,Der Kaufmann von Venedig", Schauspiel in 5 Akten von W. Shakespeare. Unsere Theater-Direction, von der wir seit Jahren gewöhnt sind, daß sie wirklich künstlerische Vorstellungen bietet, führte uns am Mittwoch in der Partie des Juden Shylock einen Gast von Ruf vor und zwar den durch seine Romane und Humoresken in weitesten Kreisen bekannten Schriftsteller und Charakterdarsteller Herrn Carl Bischof. Das veni, vidi, vici läßt sich auf drese Künstlerkraft von hoher Bedeutung mit Recht in Anwendung bringen. Mit großer Nuturwahrhett und reicher Detail- maleret gab der verehrte Gast den christenhaffenden Juden. Stürmischer Beifall lohnte diese durchgeistigte Vorführung. Mit nicht geringer Spannung sehen wir den ferneren Gastrollen, wie ,.Königslieutenant", „Hamlet" rc. entgegen und halten es für unsere Pflicht, unser kunst- ltebendes Publikum auf das Gastspiel des Herrn Carl Bischoff ganz besonders aufmerksam zu machen.
Gießen, 1. März. Se. Durchlaucht der Fürst von L i ch ist gestern Vormittag i/4 nach 10 Uhr verschieden. Die Beerdigung findet kommenden Mittwoch statt.
— In der Samstag Nacht wurde von muthwilligen Händen eine Figur aus einem Garten am Seltersthor ausgeführt und derselben der Kopf abgeschlagen. — In derselben Nacht wurde der Eingang zur Pfarrwohnung hinter der Kirche mit einer ausgehobenen Thür ver- barrikadirt. — Heute Nacht wurde einer Laterne in der Alicenstraße ein neumodischer Ueberzug dedicirt. Man stülpte derselben nämlich ein Wasserzuber über.
— Am Samstag Morgen verunglückte ein Mann in der Seifenfabrik vor dem Neustädter Thor. Derselbe wurde in die Klinik verbracht.
— Die „Volksküche" spendete gestern 897 Portionen. Verkauft wurden hiervon 29, 868 Portionen erhielten Arme, Kinder nnb Handwerksburschen. Heute wurden vertheilt 988 Portionen, 52 verkauft, die übrigen 936 an Arme re.
Arankreich.
Pa«iS, 28. Februar. „Temps" legt dar, wie die pessimistischen Com- mentare der ,Times" anläßlich der Abreise des Fürsten Hohenlohe unbegründet find: I ec sagt, der Fürst Hohenlohe, defien Gesinnungen friedliche seien werde auf seinem neuen Posten einer sriedltchen Politik nur noch wirksamer, Dienste leisten können. Prinz Rcuß, sein vermuthltcher Nachfolger in Parts, sei ebensalls von friedlichen Gesinnungen beseelt. — Bezüglich der Affaire Hartmann glaubt der „Temps", daß eine beide interessirte Länder befriedigende Lösung bevorstehe. — Fatdherbe ist zum Großkanzler der Ehrenlegion ernannt werden an Stelle Vinoy's.
3.
4.
5.
6.
Die
Oberhefsische Gesellschaft
für Ualur- und Heilkunde
versammelt sich Diittwoch, den 3. Mavj 1880, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula.
Angekündigter Vortrag des Herrn Professor Dr. Kehrer über
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14 Buchen- Durchn Länge,
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Tagesordnung.
1. Berichterstattung der seitherigen Geschäftsführung.
2. Vorlage der vorjährigen Rechnung.
Vorlage des Voranschlags für 1880.
Einholung von Corporationsrechten.
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sür Damen, Herren und Kinder
vTegeNs VIJlTlHr billigst bet (1071) A. Fangmann.
Deutschland.
m. Darmstadt, 29. Februar. Zum Berichterstatter des Ftnanzaus- schusies der ersten Kammer über die Vorlage Großh. Staatsmtntsteriums, den Gesetzesentwurf, die Erbauung einer stehenden Brücke zwischen Mainz und Kastel betreffend, ist Herr Wernher (Nierstein) ernannt worden. . „ , - . „„
Berlin, 28. Februar. Gegenüber dem Artikel des „Rhein. Kuriers , welcher die Erwartung ausspricht, der Minister der öffentlichen Arbeiten werde der Hessischen Ludwigsbahn bet der Eoncessiontrung zum Baue der Bahn Matnz-Wtesbaden auch bezüglich des Ausbaues der Westerwaldbahn bindende Verpflichtungen auferlegen, bemerkt die „Rordd. Allg. Ztg. , die Hessische Lud- wigsba^n sei bereits am 7. August 1872 zum Bau der Mainz-Wiesbadener Linie concessiontrt, habe aber bezüglich dieser Linie wie bezüglich ter Westerwaldbahn die ihr gestellte Baufrtst verstreichen lasten, ohne den Bau in Angriff zu nehmen. Es sei zu erwarten, daß der Minister der öffentlichen Arbeiten diesen Umstand, gemäß seiner Zusage im Abgeordnetenhaus, die Hessische Lud- wtgsbahn mit allen rechtlichen Mitteln zum Bau der Westerwalvbahn anzu- halten, nicht unberücksichtigt laste.
— Der Kaiser hat gestern Nachmittag den Fürsten Bismarck besucht und mit demselben anderthalb Stunden consertrt. Der Reichskanzler ist wegen seines leidenden Zustandes genöthigt, noch das Bett zu hüten.
Kassel, 28. Februar. Das Oberlandesgericht sprach die fünf in den beiden ersten Instanzen verurtheilten Lehrer der Hagener Realschule, welche von dem Vater eines Abiturienten ein Geldgeschenk von 1000 JL angenommen hatten, nachdem da« Reichsgericht die Beschwerde für begründet erachtet hatte, Eost^l^^durg, 27. Februar. In dem bekannten Amsel-Prozeste ist Pro- seffor Semper srelaesprochen worden.
ArraSburg, 28. Februar. Die „Allgem. Ztg." enthält ein Handschreiben des Königs an den Krtegsminister General v. Maillinger, in welchem der König demselben unter den schmeichelhaftesten Ausdrücken die Jnhaberschaft des 9. Infanterie-Regiments verleiht.
Berlin, 28. Februar. Dem Vernehmen nach wird die Frage der deutschen Orthographie anläßlich des sür Preußen erlassenen Rescrtptes des Ministers v. Puttkamer zu einer Interpellation oder zu einem Anträge im Reichstage führen zum Zwecke der Herstellung einer einheitlichen allgemeinen deutschen Orthographie. , L „ _
Airolo, 29. Februar. Heute Nachmittag 2 Uhr traf der erste Zug mit den Technikern von Göschenen ein; derselbe wurde am Ausgange des Tunnels von der Bevölkerung mit Mustk und Böllerschüssen empfangen.
Konstantinopel, 29. Febr. Auf den russischen Botsckastsrath Onou und den Obersten Komaroff wurde während eines Spazierrittes von zwei Individuen aus unmittelbarster Nähe geschosien, jedoch nur das Pferd Koma« roffs verwundet. Die Verbrecher sind entkommen.
Berlin, 29. Februar Dr. Eduard Zimmermann, Reichstags- und Landtags-Abgeordneter für Berlin, ist heute Morgen in Folge eines Gehirn- schlages gestorben.
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Vermischtes.
— [93 o m Gottbard-Tunnel.j Göschenen, 27. Februar. Der Fortschritt in bet Durchbohrung ves Gotthard beträgt während der letzten 24 Stunden von Airolo her 4,1, von Göschenen her 4,3, zusammen 8,4 Meter. Es bleiben jetzt noch zu durchbohren 22 Meter. Bei allen derartigen Angaben ist jedoch zu berücksichtigen, daß sie um einige Meter unsicher sind wegen der Schwierigkeit, eine Länge von 15 Kilometer im Tunnel genau zu messen; Angaben des Bohrrestes auf Bruchtheile von Metern haben daber keinen Sinn. In Göschenen kommt seit gestern Abend vor Ort aus der First etwas Waffer, doch hindert das dis jetzt die Bohrung noch nicht, auch hat es eher etwas ab- als zugenommen. Auf beiden Seiten des Tunnels ist wegen Wassermangels auch Mangel an comprimirter Luft, es arbeiten daher nur noch die Maschinen vor Ort bei einem Druck von nur 2 Atmosphären. In Göschenen wurde für die Sonde eine Maschine mit größerem Kolbenquerschnitt angefertigt, die sich bei dem schwachen Drucke so gut bewährte, daß jetzt vier solcher im Stollen arbeiten. Der Sondirungs- bohrer ist 4—5 Meter lang und in Airolo bereits 3 Meter eingedrungen. In Göschenen beginnt er mit dem nächsten Bohrposten heute Mittag. Die Schwierigkeit bei der Anwendung eines so langen Rohres liegt darin, daß bas Bohrloch auf eine Länge von mehreren Metern nicht mehr ganz gerade bleibt und sich der Bohrer daher bald fiemmt Das Bohrloch muß daher von Zeit zu Zeit mit einem dickeren, vierschneidigen Bohrer erweitert werden. Man hat so früh mit Anwendung der Sonde begonnen, um sich mit derselben einzuüben, und bei jeder Sprengung wird natürlich auch das durch die Sonde gemachte Loch um etwa 1 Meter kürzer und mit der nächsten Bohrung wieder weiter vorgetrieben. Sobald nur noch 15 Meter Bohrrest bleibt, wird das Laden und Sprengen von einer Seite der anderen mitgetheilt, um Unglücksfälle zu verhüten, die dadurch entstehen können, daß die Sonde zufällig auf ein mit Dynamit geladenes Bohrloch trifft. Telegraphische Verständigung zwischen bciden Lunnelpor- taten ist bereits hergeftellt. Augenblicklich legt man eine Leitung 5 Kilometer weit in den Tunnel, um auf jeder Seite bei dieser Entfernung vom Portal eine weitere Telegraphenstation zu errtchten. Der Durchschlag wird jetzt voraussichtlich am Montag erfolgen. Die Unter
nehmung bat zu dem Feste in Airolo 2 bis 300 Gäste auf Mittwoch eingeladen. Das Banket wird in den festlich geschmückten Ateliers stattfinden. Die Herren von Göschenen werden mit Sonderzug durch den Tunnel nach Airolo befördert, nachdem die Dertheilung der silbernen und bronzenen Denkmünzen vorher vor den Tunnelportalen stattgefunden. Es sind im Ganzen 3000 silberne und 700 bronzene Münzen angefertigt, die von dem Sections-Jngenieur der Gesellschaft nach einer Ansprache zunächst an den Bohrposten des Avancements, etwa 80 Mann auf jeder Tunnelseite, vertheilt werden, mit Namensaufruf jedes einzeln. Beide Orte, Göschenen und Airolo, sind in freudiger Erregung und bereiten Flaggen, Fahnenschmuck und Illumination vor. In Airolo ist schönes Wetter, in Göichenen ist seit gestern Abend Schneefall. Jft. Z )
Berlin, 2". Februar. Ein Correspondent des „Tageblattes" meldet aus Göschenen: Ein kleiner Unfall veranlaßte gestern Nachmittag bei der Bohrarbeit auf der Göschcner Seite einen Verlust von drei Stunden. Es fiel nämlich ein abgesprengter Stein auf eine große gußeiserne Leitungsröhre für die comprimirte Luft und zerbrach sie. Trotz dieses Aufenthaltes war der Fortschritt bis zur vergangenen Mitternacht ein guter, es wurden nämlich 6,8 Meter gebohrt; es bleiben noch zu durchbohren 15,* Meter oder eigentlich nur noch 10 Meter, denn die Sonde ist bereits über 5 Meter vorgedrungen. Die Bohrungen zeigten, daß das Gestein wieder ganz trocken ist Die Verhältnisse für den Rest der Bohrarbcit sind sehr günstig feit heute früh wird vorsichtshalber nicht mebr auf beiden Seiten zugleich geladen und geschosien. In allen Häusern werden Tannenkiänze gewunden; das Wetter ist noch windig, aber herrlich und klar; die weißen Spitzen leuchten im goldenen Morgenlicht.
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