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Wassers sehr schwer zu bewerkstelligen sei und vielleicht während des ganzen Sommers Arbeiten erfordere. (Fr. Jour.)

Aus Bayern, 17. März. Angesichts der Milthellungen über die iw Spefsait eingerretenen traurigen Zustände und namentiich der Behauptung in dem von Aschaffenburg aus erlaffenen Aufrufe, daß in jenen Gemeinden eme Hungersnoth ausgebrochen sei, die jeder Beschreibung spotte, muß man es sehr auffallend finden, daß sich während der eben erst beendeten Landtags- Session auch nicht einer der Abgeordneten aus jenen Wahlbezirken veranlaßt gesehen hat, diese traurigen Zustände in der Kammer zur Sprache, bezw. einen Antrag auf Unterstützung aus Staatsmitteln etnzubringen. Ein solcher An­trag würde doch sicher allgemeine Belstimmung gefunden haben. Es scheint aber, daß jene Abgeordneten von den dortigen Verhältnissen so wenig Kennt- niß hatten, wie die dortige Verwaltungsbehörde, denn sonst hätten die Dinge doch nicht so wett kommen können. Die im ganzen Lande sich kundgebenoe Theilnahme für die Hülfsbedürfttgen verspricht in materieller Hinsicht ganz bedeutende Ergebntffe liefern zu sollen. Die Münchener bayerische Handels­bank ist mit dem guten Beispiel vorangegangen, für die Nothleidenden des Speflart eine Unterstützung von 500 Mk. zu bewilligen.

Türket.

Konstantinopel, 18. März. In Sltvo nahm die Volksmenge, welche in Erfahrung gebracht hatte, daß der Finanzdirector Schmidt mit dem General Stolipine und dem französischen Consul Coutouly dort eingetroffkn sei, sofort eine aggressive Haltung an, die Stolipine zwang, durch die bulga­rische Miliz Verhaftungen vornehmen zu laffen.

Amerika.

Washington, 18. März. Die außerordentliche Session des Con- greffes wurde gestern eröffnet. Als Sprecher wurde Randall wiedergewählt. Eine Botschaft des Präsidenten ist dem Congreffe bis jetzt noch nicht ^u» gegangen. __

Telegraphische Depeschen.

Wagner'- telegr. Eorrefpondenz- Bureau.

Berlin, 19. März. Reichstag. Vor Dem Eintreten in die Tagesordnung bemerkt Präsident v. Forckenbeck, er setze voraus, daß das $au8 Sr. Mas. dem Kaiser zum Geburts­tage die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche zu übermitteln wünsche; da sich kein Widerspruch er­hebt, fügt der Präsident hinzu, er werbe die einleitenden Schritte veranlassen. Die Etats- berathung wird bei dem CapitelZölle und Verbrauchssteuern" fortgesetzt. Richter (Hagen) weist auf die unverhältnißmäßig hohe Ausfuhrbonifikation für Rübenzucker hin und verlangt entsprechende Abänderung des Rübenzucker-Steuergesetzes von 1869. Bundescommtssar Huber sucht Unrichtigkeiten der Richter'schen Ausführungen nachzuweisen. Den Regierungen sei wohl bekannt, daß das als Maßstab für die Berechnung der Exportbonifikation angewandte Verfahren mangelhaft sei, daher wäre auch ein verbessertes Verfahren angestrebt worden. Der große deutsche Rübenverein habe sich indeß für Beibehaltung des bisherigen Verfahrens ausgesprochen. Ein abschließendes Urtheil über die Frage sei zur Zeit nicht möglich.

Richter (Hagen) fragt an, ob nicht eine Ermäßigung oder Abschaffung der Salzsteuer beabsichtigt sei. Minister Hofmann erwidert: Die seinerzeit eingesetzte bezügliche Enquete- Commission sei zu der Ansicht gelangt, daß es nicht zweckmäßig sei, die Salzsteuer durch eine andere Steuer zu ersetzen. Wenn indeß die prosectirten Steuervorlagen Erfolg hätten, so könne die Frage der Salzsteuer neuerdings erwogen werden. Bet dem TitelBranntweinsteuer" verlangt Schneegans die Abänderung des Branntweinsteuergesetzes für Elsaß-Lothrtnge«, das in den Rcichslanden höchst unpopulär sei; auch gegen die Handhabung des Gesetzes sei Beschwerde zu führen. Unterstaatssecretär Herzog sucht die Einführung der Branntweinsteuer in Elsaß- Lothringen, die leitenden Grundgedanken des Gesetzes und das Verfahren bei der Erhebung zu rechtfertigen. Gareis fragt an, ob die Regierung die Hansestädte zu den Zollaversen richtiger alS bisher heranzuztehen gedenke. Direetor Michaelis erwidert, die Verhandlungen wegen der Aversen schwebten noch; die Regierungen hofften, dieselben zu einem günstigen Enve zu führen. Delbrück weist auf den verderblichen Einfluß hin, den der sog. Schutz der nationalen Flagge auf die Verhältniffe des Rhedereigewerbes üben würde. Andere Nationen hätten früher dieses System befolgt, jedoch als fehlerhaft verlassen; dasselbe könne auch für Deutschland keine günstigen Folgen haben, da die Belastung des Seehandels anderer Nationen nothwendig zu Repressions- maßregeln führen wüsse. Minister Hofmann erwidert: Das Pincip der Gegenseitigkeit bei der Rhederei sei nicht durckgeführt; es sei zu unserem Nachtheile in manchen Beziehungen verletzt. Man könne Abhülfe schaffen, ohne daß die Nachthetle eintreten, die Delbrück befürchte. Meier (Bremen) spricht sich entschieden gegen jede Begünstigung der deutschen Flagge aus. Die Rhederei wolle und brauche keinen Staalsschutz, sondern nur freie Luft und freie Bewegung. In Frankreich liege die Rhederei trotz Staatssubvention darnieder. Nach weiteren Bemerkungen Rickert's, v. Kardorff's, Richter's und des Grafen Bethusy-Hue wird der Gegenstand verlassen und das Kapicel der Zölle und Verbrauchssteuern genehmigt. Es folgt nunmehr die Berathung der an die Budget-Commission verwiesenen Theite des Marine Etats. Rickert empfiehlt die Beschlüsse der Commission Das Haus genehmigte sämmtliche zur Berathung stehenden Positionen trotz mehrmaligen Widerspruchs deS Chefs der Admiralität, nach den Anträgen der Commission. Der Etat des Spielkartenstempels und der Wechselstempelsteuer wird nach kurzer Debatte genehmigt. Bei letzterer stellte Minister Hofmann eine Vorlage wegen Uebertragung der Wechselstcmpelsteuer auf die Markwährung in Aussicht. Der Etat der Eisenbahnverwaltung gibt nur zu einigen Bemerkungen Hammacher's und Rickert's Anlaß, welche vom Unterstaats' secretär Herzog beantwortet werden. Der Rest der Tagesordnung wird ohne Debatte ge­nehmigt: Nächste Sitzung morgen.

Berlin, 19. März. Am Geburtstage Sr. Maj. des Kaisers unter- ble'bt die sonst übliche größere Gratulation- Cour, da die Aerzte dem Kaiser nocd Schonung anen.pskhlkn, Se. Majestät daher größere Anstrengungen ver­meidet. Sonach werden nur um 12 Uhr Mittags die hier anwesenden Mit­glieder der königl. Familie und die zur Gratulation eingctroffentn fremden Fürstlichkeiten empfangen. Nachmittags findet bei dem Kronprinzen Familien­tafel und Abends im kaiserlichen Palais musikalische Soiree statt.

Madrid, 19. März. Die Regierung hat beschlossen, für die bevor­stehende Wahlperiode über die baökischen Provinzen den Belagerungszustand zu verhängen.

Bern, 19. März. Entgegen dem Anträge, die Berathung der Vor­lage wegen Wiedereinführung der Todesstrafe zu versch eben, beschloß der Ständerath mit 25 gegen 16 Stimmen, sofort in die Debatte einzutreten. Dieser Beschluß ist den Anhängern der Todesstrafe günstig.

Paris, 19. März. Das amtliche Journal veröffentlicht ein Decret, das jenes Decri t wieder in Kraft setzt, welches die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh und Schaf.n cus Deutschland und Luxemburg untersagte.

Konstantinopel, 19. März. In Folge des Mißlingens der Torqueville'schen Combination hat die Pforte ein Project anzunchmen sich ent- schloffen, wonach künftighin alle Abgaben zu vier Fünfteln baar und zu einem Fünftel in Kaimes zum Course von 40 Procent bezahlt werden müffen, welche Kaimes dann sofort zu verbrennen wären.

Rom, 19. März, Abends. Deputirtenkammer. Ai>f Interpellation della Rocca's legte Mi- isterpräsident de Pretis die auf dem Berliner Congreß Seitens des italienischen Bevollmächtigten geschehenen Schritte dar, um ein billig« s Arrangement rückfichtlich der türkischen Schuld herbeizuführen; der Congreß Hobe davon Act genommen. Er (de Pretis) selbst habe sodann bei der Türkei remonstrirt, die aber eine wenig befriedigende Antwort ertheilte.

Er habe auf's Nachdrücklichste die Proteste erneuert, damit die italienischen G ärbiger denjenigen anderer Nationen nicht nachgestellt würden. Die Ver­handlungen seien noch in der Schw be. Die Regierung werde nicht nachlaffen, die gerechten Interessen oer italienischen Gläubig r zu wahren. Della Rocca erklärt sich mir dieser Antwort zufrieden und räth der Regierung, die Unter­stützung der Signatarmächle des Berlrner Vertrags anzustreben.

Das Schulwesen in Hoffen vor dem Nichterstuhl der Deutschen Neichspost".

(Fortsetzung.)

Die Darstellung derReichspoit" muß für den, der mit den Verhältnissen in anderen Ländern nicht bekannt ist, den Eindruck machen, als ob bei uns in Hessen etwas ganz Apartes eingeführt worden wäre, für das sich anderwärts gar keine Analogien finden lassen. Lor uns liegen gegen 20 Gesetze aus den verschiedensten deutschen Staaten und Schweizercantonen, sowie aus Preußen und Oesterreich Verordnungen von einzelnen Regierungen. Alle ohne Ausnahme haben hinsichtlich der angefochtenen Fächer gleiche oder doch ganz ähnliche Bestimmungen, wie unser Schulgesetz. Ist der Korrespondent derReichspost" davon nicht unterrichtet? Wir können das bei einem Manne, der mit Schulsachen so vertraut sein will, unmöglich ooraussetzen. Warum thut er nun anderer Länder gar keine Erwähnung? Weil ihm die mit Nothwendigkeit daraus sich ergebenden Schlußfolgerungen nicht behagen. Sollten denn w.rklich auf einmal in all' den Behörden, die diese Gesetze gemacht haben, Leute sitzen, die von ihrem Berufe nichts verstehen, sollten sämmtliche Fachleute in den verschiedenen Re­gierungen pädagogische Ignoranten sein? Das wird denn doch auch der verbissenste Gegner der neuen Einrichtungen nicht behaupten wollen. Die -schule darf nie und nirgends aus blosen Theorieen heraus geschaffen werden; aber sie muß sich fortgesetzt, wie jede öffentliche Einrichtung, den Bedürfnissen der Zeit anpassen; sonst kann sie ihre Zwecke nicht erfüllen, sonst verliert sie den Zusammenhang mit dem Zeitbewußtsein.

Als sich seinerzeit die Gymnasien nach langem Widerstand den sog. Realien öffnen mußten, da war auch großes Geschrei bei den Anhängern des Alten. Jetzt ist man mit den neuen Fächern versöhnt. Bei der Volksschule wird es gerade so gehen.

Daß in einzelnen Kreisen Uebertreibungen vorkommen können, soll nicht ge­leugnet werden; dies ist aber auch nichts Neues. Viele Lehrer, und meist nicht gerade die schlechtesten, haben irgend eine didactische Liebhaberei. Das weiß Jeder, der schon unterrichtet hat. Und welcher Lehrer hat sich nicht schon selbst ertappt auf der Ver­suchung, der Liebhaberei gelegentlich einmal etwas weiter nachzugehen, als gerade nöthig wäre? Solche Ueberschreitungen kommen überall und zu allen Zeiten vor; daran ist kein Schulregiment und kein Gesetz schuld, das liegt an den Menschen. War es früher etwa anders? Wir kennen eine Reihe von Fällen, wo derartige Ausschreit­ungen, z. B. mit der Religion oorkamen und zwar aus ganz anderen Ursachen als in Folge einer Liebhaberei. Es standen 6 Stunden Religion auf dem Stundenplan; der Jnspector, ein Geistlicher, legte ausschließlich auf die Religion Gewicht, verstand auch sehr oft von den anderen Dingen nicht viel, oder hielt nichts von denselben, wie z. B. ein Pfarrer, welcher den Unterricht in der Geographie verwarf, weil es für den Bauer genug s i, wenn er den Weg zum Himmel wisse. War also der Religions­unterricht in Ordnung, so erhielt der Lehrer eine gute Nummer. Was that der nun? Er hielt statt 6 Religionsstunden 10 oder 12, vernachlässigte darüber die anderen Fächer, nach denen nicht weiter gefragt wurde und stand sich bei dieser wissentlichen und groben Verletzung seiner Dienstpflicht ganz gut. Das kommt heute, wo die Jn- speetorcn für eine pünktliche Einhaltung der vorgeschriebenen Stundenpläne einstehen müssen, nicht mehr vor. Was sollen aber Vorwürfe bedeuten, wieder:Es ist durch­aus nicht zu verwundern, daß im nächsten Winter die strebsamsten Lehrer des Kreises bet dem also belobten Lehrer einen Cursus in der Botanik durchmachen und von nun an in Leistungen auf dem Gebiet des botanischen Unterrichts wetteifern?" Wir wissen, daß es unter den LehrernStreber" gibt, so gut, wie in jeder anderen Berufsklasse. Aber wenn die jungen sich bemühen, von den alten etwas zu lernen, es ihnen nach- zutbun, so kann man sich im Interesse der Schule nur darüber freuen. Wären doch in dem Sinne alle unsere Lehrer recht eifrige Streber!

In eingehender Weise verbreitet sich der Herr Correspondent derReichspost" über die Fortbildungsschule. Nach wiederholtem Durchlesen seiner durchaus nichts Neues enthaltenen Bemerkungen scheint es uns, als ob er nicht sowohl gegen die Fortbildungsschule an und für sich eingenommen sei, als vielmehr gegen die Att ihrer Einrichtung. Das bringt uns schon um ein Bedeutendes einander naher. Die Fort­bildungsschule, meint er, sei bei allen Betheiligten ein unpopuläres Institut. Diese Behauptung ist in ihrer Allgemeinheit unwahr. Vielen Lehrern mag allerdings der Sinn Abends nicht mehr nach Unterrichten stehen, die liebe Jugend ginge lieber in die Spinnstube oder in die Bierkneipe, und die Alten haben eine starke Abneigung gegen Alles, was Geld kostet. Aber die allgemeine Wehrpflicht und ba§ Steuerzahlen sind auch recht unpopuläre Einrichtungen und doch denkt Niemand daran, sie abzuschaffen, darum, weil sie eben nothwendig sind. __ (Forts, f.)

Lokales.

Gießen, 19. März. Gestern Abend begann im Volksbiloungsverein Professor ©rat u« scheck seine Vorträge Überdie Befreiung des deutschen Arbeiterstandes". Der Vortragende entwickelte zuerst die Grundgedanken des bekannten LasalleschenArbeiterprogrgmms", wonach durch die Revolution von 1818 dervierte" Stand zur völligen Freiheit und zu derselben herrschenden Rolle berufen sein soll, wie der dritte Stand durch die Revolution von 1789. Er zeigte, daß diese Auffassung geschichtlich falsch ist und und da« insbesondere jetzt ein vierter Stand ebenso wenig existirt wie ein dritter, weil alle Stände gleich berechtigt sind. Darauf prüfte er die Behauptung Lasallcs, daß die Freiheit des ArbeiterstandeS die Freiheit Aller und die Herrschaft dieses Standes die Herrschaft Aller bedeute und gelangte zu dem Resultat, daß sich das Ziel desArbeiterprogramms" die Befreiung deS deutschen Arbeiterstandes, innerhalb der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung erreichen lasse, wenn man die unberechtigte Prätension aufgebe den Arbeitern die Herrschaft im Staat zu verschaffen Sr erörterte dem­nächst, inwiefern die deutschen Arbeiter geistig, social und wirthschaftlich unfrei sind. Die Vorträge sollen zeigen, waS in dieser dreifachen Beziehung bisher für vie Befreiung des Standes geschehen ist um hieraus ein geschichtlich begründetes Arbeiterprogramm für die Zukunft zu ge­winnen. Demgemäß referirte der Vortragende an diesem Abend noch über die bisherigen Be, strebungen zur geistigen Befreiung der Arbeiter. Er hob besonders die Verdienste Preußens um die Entwickelung deS Volksunterrichtes und die Leistungen des letzten Jahrhunderts auf bem Gebiete der VolkSliteratur und der Bildungs-Vereine hervor und sprach zum Schluß die Hoffnung aus, daß auch der hiesige Volksbildungs-Verein bei dem regen Interesse, welches die Arbeiter den Bestrebungen desselben zuwenden, erfolgreich Mitarbeiten werde an der geistigen Befreiung der Nation. Die Versammlung nahm den Vortrag mit Beifall auf. Eine Diskussion fand diesmal nicht Statt, weil der Vortragende wünscht, daß dieselbe bi8 zum Schluß seine« 3. Vortrages verschoben werde. Um eine solche DiScussion innerhalb der durch daS Socialisten- gesetz gezogenen Schranken überhaupt zu ermöglichen, erklärte Herr Br., daß er sich aller Angriffe gegen die Soeialdemokratte enthalten werde, weil die Anhänger Der socialdemokratischen Lehren durch das Gesetz verhindert sind ihre Ansicht zur Geltung zu bringen. Die Versamm­lung war so zahlreich besucht, baß von vielen Seiten der Wunsch ausgesprochen wurde, die folgenden Vorträge möchten in einem geräumigeren Lakale gehalten werden.

Gießen, 20 März. Die Wohlthätigkeitsvorstellung des Sängerkranzes gestern Abend in Wenzels Saalbau war recht gut besucht. Auch gestern ernteten die Mitwirkenden für ihre schönen Leistungen in HoliS und Chören den wohlverdientesten Beifall und erregte die wahrhaft prachtvolle Garderobe das Erstaunen der Besucher. Dem Verein und insbesonvere den Mitwirkenden gebührt der wärmste Dank für die Unterstützuna, welche durch die erzielte Einnahme im Betrage von ca. 190 JL der Alicenstiftung und den wahrhaft bedürftigen be- drungten Familien bereitet wird.

Heute Mittag zwischen 11 und 12 Uhr stürzten am Reubau der Töchterschule am Asterweg zwei Maurer vom 3. Stockwerk herunter Der eine verletzte sich hierbei sehr schwer, während der andere sich noch am Gerüste fangen konnte und hoffentlich mit dem bloßen Schrecken davongekommen ist. _________________

Vermischtes.

Pestb, 15. März. Die telegraphische Verbindung mit Szegedin wurde aestern Nach­mittags abermals gestört. Die Depeschen kamen über Kikinda und TemeSvar hierher, weshalb die neuesten Berickte erst um 2 Uhr Morgens eintrafen. Diese Iben stehen im Widerspruche mit den vorn Ministerium gestern AbendS ausgegebenen Depeschen, die fast ohne AuSnahme allerwärtS eine Besserung constatirten. Die Berichte der Augenzeugen sind mit Schilderungen