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Stadt Kabul noch nicht aufgelegt, soll indessen

Italien

Rom.

Lokales

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15 Gesuch des Ferdinand Krailing um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung.

rung Der nach

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Die Gießener Viehmärkte.

Offerte des Christian Lony und Geometers Körner wegen Straßcn Anlagen.

Die Ucberbrückung des Schoorgrabens an der Pipp'schen Schanze.

Project zum Umbau des Matn-Weser-Bahnhofs in Gießen.

Die Erbauung eines neuen l^niversitätsgebäudes.

Die Handwerkerzcicknenschule betr.

Anlagen auf den Wieseck Böschungen.

Die Versperrung eines städtischen Weges.

Die Herstellung des Hofs und des Gartens an der neuen Realschule.

Gesuch wegen Ucberlaffung des Saales im allen Rathhause oder eines Schulsaales. Gesuch des Hülfsbremsers Jacob Wagner dahier um käufliche Ukberlaffung städti­schen Geländes.

Gesuch des Karl Kratzenberger um Bauerlaubntß.

Gesuch beS Friedrich Müller II. um Erlaubniß zur Vornahme von Bauver­änderungen.

Gesuch der Actienbranerci Gießen um Erlaubniß zur Erbauung eines Eisschobcrs.

Eisenbahndirection zu einem bloßen Betriebsamte in Folge des abgelehnten Verkaufs der Darm­städtischen Thetlstrccte Vilbel-Lollar nlchr in'd Leben treten wird, vielmehr die selbstständige Direction vorerst in ihrer jetzigen Gestalr betbehalten werden soll. Die neulich gemeldete Um­wandlung der hiesigen Cornrnnsion der Hannoverschen Staatsbahn in ein Betriebsamt und die Veränderungen in dem Dienstbezirke dieser Behörden werden hierdurch natürlich nicht alterirr.

Berlin. sDrei Lebensmüdes Das benachbarte Weißeniee befindet sich seit Dienstag Nachmittag in begreiflicher Aufregung. Ein dreifacher Selbstmord rejp. Selbstmordversuch halb­wüchsiger Burschen, von denen einer auf der Stelle tovt blieb, der zweite sich lebensgefährlich verwundet hat, während der dritte ganz unverletzt davon gekommen ist, gehört selbst in unserer an betrübenden Ereignissen reichen Zeit zu den Seltenheiten. Bei den Tanzvergnugungkn, welche an Sonntagen in verschiedenen Lokalen in Weißensee stattfinden, ist es häufig zu Thät- lichkerten und Streit gekommen. Zu den allgemein als Schläger bekannten Burschen, die trotz ihrer Jugend auch schon ihreBräute" hatten, gehörten der Gärtner-Lehrling Wilhelm Schmidr, genannt Jhrke, der l7jährige Sohn einer respectablen Wittwe, ferner der Klempner Krüger, Sohn des Chaussee-Aufsehers, 1« Jahre alt, und ein gewisser Brosin, 16 Jahre alt, der in Berlin bei einem Goldarbciter in der Neuen Künigstraße früher m Arbeit gestanden hat. Die Burschen hatten selbstgefertigte sogenannte Todrjchlägcr, kurze biegsame Stöcke mit Bleiknöpfen in ihren Röcken verborgen, so oft sie zu Tanze gingen, und machten von diesen gefährlichen Stöcken umfassenden Gebrauch. Im Uebrigen galt Schmidt, der bei dem Gärtner Cuno als Lehrling untergebracht war, als ein fleißiger und ehrlicher Mensch, Krüger und Brosin waren seit einiger Zeit stellenlos und hatten von ihren Angehörigen darüber um so berechtigtere Dor­würfe zu kören, als sie sich anscheinend keine Mühe gaben, Arbeit zu finden. Die drei Burschen hieiicn stets zusammen und führten ihre Streiche gemeinsam aus. Am Sonnabend entdeckte man nun im Hause des Herrn Curio, daß aus der verschlossenen Lade des Dienstmädchens durch ge- wa tsamen Einbruch ein Portemonnaie mit allerdings geringem Inhalt gestohlen war, und da bex Verdacht sich auf Schmidt lenkte, so wurde dieser von Herrn Curio entlassen. Am Mon- rag Morgen nun kauften sich Schmidt, Krüger und Brosin, nachdem sie vorher ihre Uhren ver­setzt hatten, aus dem Erlös derselben je ein Doppelterzerol und trieben sich den ganzen Tag und auch am Dienstag Vormittag in der Umgegend von Weißensee umher, wobei sie eine Menge Pulver verknallten Mittags um 2 Uhr kehrten sie in den Ort zurück, begaben sich zu ihren Angehörigen und erklärten denselben, daß sie sich nunmehr erschießen würden. Dem Schmidt und Brosin glaubte man nicht, die Mutter und Schwester Krügers jedoch hielten seine Drohung nicht für unwahrscheinlich, und als sie ihn baten, cs nicht zu thun, erklärte er, sich vor ihren Augen erschießen zu wollen, wenn sie ihn nicht in Ruhe ließen. Dann trafen sich die drei Burschen wieder und zogen Arm in Arm und lautMorgenroth, Morgenroth, leuchtest mir zum frühen Tod" singend, die Bernauer Chaussee entlang..... Um vier Uhr hörte man

plötzlich von Neuem lebhaftes Schießen in großer Nähe. Als die Bewohner aus den Häusern stürzten, sahen sie die Drei an der Chaussee; Krüger stürzte hin und Die beiden Änderen liefen davon. Als man zu Krüger kam, fand man, daß derselbe schwer, ja lebensgefährlich verwundet war. Eine Kugel war ihm in den linken Lungenflügel gedrungen. Während et von Ortsbe­wohnern schnell in das Haus seiner Eltern getragen wurde, machten sich andere Leute, mit dem Ortsvorsteher Schultze an der Spitze, an die Verfolgung des Schmidt und Brosin, die einen Vorsprung von etwa 1000 Schritt gewonnen hatten. Plötzlich ein neuer Knall, Schmidt stürzie nieder, und als man herankommt, findet man eine Leiche. Die Kugel war ihm mitten in's Herz gegangen. Der Dritte, Brosin, lief noch einige Schritte, dann feuerte er einen Schuß in die Luft und gleich darauf einen zweiten auf sich. Auch er stürzte. Als man aber trotz seiner zappelnden Bewegungen keine Spur von Verwundung an ihm entdecken konnte, griff der Oris- vorstehet zu einem Mittel, das zwar etwas drastisch war, sich aber als sehr wirksam erwies; er gab dem Jungen eine Ohrfeige, die ihn auch sehr schnell auf die Beine brachte. Die Kugel war dem Burschen zwischen dem Srm und der Brust durchgegangen. Ob er nur Komödie ge> spielt, als er sich auf die Erde warf, oder ob er, wie er selbst behauptet, wirklich geglaubt hat, daß er tobt sei, ist nicht aufgeklärt. Brosin giebt an, dap eine Anregung zu dem gemeinschast lichen Selbstmord von Schmidt ausgegangen sei. Die Burschen hatten sich vorher noch bei einem Schnellphotographen auf schwarzumränderten Karten abnehmen lassen, und hatten diese Andenken" in wehmüthigen Abschiedsbriefen an ihre Dräute von denen Jeder eine Anzahl besessen zu haben scheint, hinterlassen.

sPractisch.j Meyer: Der Schneider, den Sie mir empfohlen haben, ist cm netter Junge; den Ucberrock, den ich ihm zum Repariren gebracht habe, hat er versetzt! Müller: Ja, aber mit dem Gcloe hat er meinen Frack, den er früher schon versetzt hatte, wieder ein- gelöst. Nun rccommanbiren Sie ihn weiter, damit Sie wieder zu Ihrem Uederrock kommen.

Die Stadt Genf dürfte am Ende noch gezwungen werden, die ganze Braunschweigische Millionenerbschaft wieder herauszugeben, und zwar auf Klage der Tochter einer natürlichen Tochter des verstorbenen Diamanten-Herzogs hin. Die Gräfin Civry - so behaupten Pariser Blätter hätte von einem Braunschweigischen Gerichte ein Erkenntniß erlangt, in welchem erklärt wäre, der Herzog sei nicht berechtigt gewesen zu testiren, da er im Jahre 1833 in Braunschweig gerichtlich als Verschwender erklärt worden sei und diese Erklärung nie zurück - genommen worden wäre. Bedeutende Juristen in Frankreich sollen sich über die Rechtsfrage in dem Sinne geäußet haben, daß ein Proceß der Gräfin Civry gegen die Stadt Genf alle Aussicht auf Erfolg habe. Es würde gar zu merkwürdig sein, wenn die Stadt (Senf, die eben dem Diamantenherzog ein kostspieliges Denkmal errichtet hat, m bie Lage versetzt würde, die Millionen herauszugeben und das Denkmal aus ihrer Tasche zu bezahlen.

sNeun journalistische Regelns DerCorrejpondent für Deutschlands Buchdrucker" ent­hält folgende, höchst beherzigende Regeln für Solche, welche schriftlich mit Zeitungsredactionen verkehren: 1. Du ,ollst nur auf eine Seite des Blattes schreiben, dieweil es oft nothwendig ist, ein Blatt in Ansatzstücke für die Setzer zu zerschneiden. 2. Du sollst klar und deutlich schreiben und besonders auf Eigennamen und fremdsprachliche Wörter Acht geben, dieweil Du \ kein Recht hast, weder Redacteur noch Setzer um ihre Zeit zu betrügen, indem Du ihnen zu- muthest, Deine Krikelkrakel zu entziffern 3. Du sollst keine mikroskopische Hand schreiben, sinte­malen der Setzer das Manuscript auf etwa '/, Meter Entfernung lesen muß oder der Redac­teur oft Aenderungen vorzunehmen hat. 4. Du sollst nicht ganz oben auf der Seite anfangen, dieweil Der Redacteur häufig die Ueberschrift eines Artikels ändern oder, wo keine vorhanden, was ihm stets lieber ist eine dazu schreiben oder Platz haben muß, um seine Instructionen in Bezug auf den Satz anbringen zu können. 5. Du sollst Dein Manuscript niemals rollen, dieweil Jeder, der es anrührt, sich ärgert und wüthend wird, sowohl Reoacteur als Setzer und Corrector. 6. Du sollst kurz sein, denn Niemand lieft gerne lange Geschichten. 7. Du sollst ben Papierkorb stets vor Augen haben, sintemal Dir dies viel unnütze Arbeit enparen wird, abgesehen von Papier und Porto. 8. Du sollst stets Deinen vollen Namen nebst Adresse deut­lich unter Deine Briese schreiben, dieweil der Redacteur oft wünschen wird, mit Dir zu ver- ! kehren und iveil er Deinen vollen Namen als eine Garantie der Glaubwürdigkeit braucht. ! Wenn Du eine Chiffre ober ein Pseudonym gebrauchst, so schreibe Deinen Namen darunter, I er wird nicht veröffentlicht 9. Diese Vorschriften präge Deinem Gedächtnisse ein und Damit j Du sie nicht vergissest, schneide sie aus und hänge sie so auf, daß Du sie sofort durchlcsen kannst, ' wenn Dir die Versuchung nahe tritt, unschuldige Tinte zu verschwenden.

Der König uub Prinz Amadeus haben heute dem mehrstündigen Besuch abgestaltet. Die Beoölke- . dem Kronprinzen enthusiastische Huldigungen dar.

Gesuch des Kaufmanns Julius Schulze um Erlaubniß zur Anlegung eines Treppentritts.

Gesuch des Emil Loh wegen Anlegung von Steinplatten.

Das Feuerlöschwesen betr.

Die Revision Der BetriebS-Regulfiung des Gießener Stadtwaldes.

Die Erledigung der LehrerMe ast btt ersten Classe der Stadtknabcn-Schule.

flchtigte Contrtbution ist der sehr hoch aussallen.

Gießen, 18. November. Dem ordentlichen Professor an der Landes - Universität, Lic. theol. Adolf H arin a ck, wurde von der theologischen Facultät der Universität Marburg der Doctorgrad honoris causa verliehen.

Vermischtes.

Kassel, 13. November. Von mehreren Seiten, die als gut unterrichtet gelten dürfen kommt die übereinstimmende Mittheilung, daß die für den 1. April d. I. geplante anderweitige Organisation der Verwaltung der Main-Weser Bahn, nämlich die Unterstellung dieser Linie unter die zu creirenbc Gencraldireetion zu Hannover und die Degradirung der hiesigen Königl-

Pegli, 16. Novbr. ! deutschen Kronprinzen einen brachte dem König und , u .

König ist am Abend nach Genua zurückgekehrt und begibt sich morgen

Gießen, 18. November. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 20. November 1879, Nachmittags 4 Uhr, im alten Nealschul- grbäude:

Handel und Verkehr.

Gießen, 18. November. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. X 1,00 bl8 X 1.05, Hühnereier per Stück 7-8^, Käse per Stück 510 Käsematte per Stück 3 5. Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 24 Tauben das Paar 6080 H, Hühner per Stück X () 6U90, Hahnen per Stück X 0.5---95, Enten per Stück X 1.50, Gänse pr. Pfund 4055 H Kartoffeln per lOOKtlo X 5.40-6.60, Weißkraut, 100 St. X 4-8, Zwiebeln pr. ßtx u K Mich per Liter 16 und 18 Ochsenstessch 70 per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 50 56 Kalbfleisch 50 54 Hammelfleisch 50 66 Schweinefleisch 60 4, Trutbabnen ver S^ück 5 6 X»

Herborn (an ber Cöln-Gießencr Eisenbahn), 17. Novbr. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 425 Ochsen, 555 Kühe und Rinder, 696 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag, den 1- Decemder l. I.

ftranffurt, 17. Novbr. (Fruchtber.cht.) Mehl Nr. 1 X 43, Nr. 2 X 41, Nr. 3 m 35 N 4 u 3i 5 X 25, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 26 50, do. I (niiiner Marie) X 24.50-25 -, do. 11 (Berliner Marke) X 19.5o-20.50. Weizen effektiv diesiger ad Bahnhof hier X 24.00-00, ab unserer Umgegend X 23 0000, do frember ie nach Qualität X 2324.25, Roggen, je nach Qualität X 17.7519.50, Gerste 16.50- 20, Hafer X 13-15.25, Kohlsamen X 26-27.50, Erbsen X 19-27, Sßufen M 1617, Linsen X 20 - 40, Bohnen, weiße, X 2325, Roggenkleie X, gileiienfletc grobe und feine X, Rüböl, detail, X 62. Stimmung unsicher. Haupt­sächlich gefragt war:. Dringend offerirt:. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo )

Frankfurt, 17. Novbr. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrreben waren ca 390 Ochsen und Stiere, 240 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 700 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 6869, 2. Qual. X 6566, Kühe unb Rinder 1. Qual. X 58-60, 2. Qual. X 52-54, Kälber 1. Qual. X 5456, 2. dual. 5p52 Hämmel 1 Qual. X 60-62, 2. Qual. X 48-50 per 100 Pfd. Schlacht­gewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund

Aegypten.

Kairo, 16. Novbr. Der Khedive hat ein Decret unterzeichnet, betr. die Aufhebung des Sequesters von Domänen, und ein ferneres Decret^ welches die Befugnisie der englischen und französischen General^Controleure genau be­stimmt. Durch letzteres werden die ursprünglichen Vorschläge Englands und Frankreichs in einigen Punkten abgeändert; Baring und Blignieree wird darin die Ermächtigung ertheilt, umsasiendere Untersuchungen bezüglich der Ftnanzverwaltung vorzunehmen, und denselben berathende Stimme im Mini- sterrathe zngestanden.

Telegraphische Depeschen.

Wagner'S telegr. Correspondenz» Bureau.

Berlin, 17. Novbr. Die Eisenbahn - Commission des Abgeordneten­hauses übertrug das General-Neserat über alle Eisenbahn-Vorlagen dem Abg. Miquel, das Referat über den Ankauf der Magdeburg-Halberstädter Bahn Hammacher, der Berlin-Stettiner v. Zedlitz, der Köln - Mindener Grimm, der Hannover-Altenbekener v. Hüne.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Oesterreich-Ungarn bat mit Rück­sicht darauf, daß der gegenwärtige Handelsvertrag mit Deutschland mu Ende dieses Jahres abläuft, zunächst die Einleitung von Besprechungen vorgeschla­gen, welche eine Orientirung über den Umfang und die Richtung des neuen Handelsvertrags bezwecken. Die nach der Annahme des Vorschlags von Öesterrcich-Ungarn entsandten Delegirten Dr- Bazant, Matlekowttz u.id Berctvas sind hier eingetroffen- Mit der Leitung der Besprechungen ist von österreichisch«ungarischer Sette der Botschaftsrath Graf Wolkenstein betraut. Die diesieitige Leitung übernahm Minister Hofmann. An den Besprechungen nehmen der Reichsschatzamts-Dtrector Burchard und der Geh. Legationsrath Jordan Thetl.

London, 17. Novbr.Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel: Der Sultan genehmigte das ihm von der Pforte vorgelegte Reform-Project für die europäischen Provinzen der Türkei. Zur Uebecwachung der Ausfüh­rung sollen Provinzial-Commtssior^en eingesetzt werden. Der Sultan stimmte ferner dem Reform-Project für die asiatischen Provinzen bei und anerkannte namentlich das Prtnctp der Ministerverantwortltchkett. Der türkische Bot­schafter in London, Musurus Pascha, telegraphirte der Pforte, daß er Lord Salisbury auch von der Unbegründetheit des Gerüchtes überzeugt habe, wo­nach die Türkei sich Rußland genähert hätte.

London, 17. Novbr. Meldung desReuter'schen Bureaus" aus Malta vom 16. Ls.: Admiral Horvby hat den Befehl vom 12. ds., wonach das britische Geschwader sich bereithalten sollte, in vier Tagen ostwärts zu segeln, Widerrufen.

Paris, 17. Novbr.. Abends. Blignisres reist am 18. ds. nach Egyp­ten, Nubar Pascha am Mittwoch, nachdem Letzterer vom Khedive die Erlaub­niß erhalten har, nach Egypten zurückzukehren. Das JournalTelegraphe" schreibt, Frankreich und England seien vollständig einig, in Egypten die Forde­rungen der neutralen Mächte zurückzuweisen, welche Oesterreich vorlegte und die dabin gingen, im Namen ber auswärtigen Gläubiger Einfluß auf die Politik auszuüben.

Rom, 17. November, Abends. Der König und der Prinz Amadeus sino hier eingetroffen und mit Zurufen begrüßt worden. Es wird versichert, Cairoli unb de Pretts hätten sich über alle Punkte des ministeriellen Pro­gramms verständigt.

London, 17. November, Abends. Der Cabinetsrath ist telegraphisch berufen worden und seit 4 Uhr beisammen; alle Minister, außer Richmond und Sando», sind zugegen; letzterer befindet sich bet der Königin.

München, 18^ November. Erzherzogin Christine von Oesterreich, Braut des Königs von Spanten, ist heute früh 5V2 Uhr hier eingetroffen und nach halbstündigem Aufenthalt weitergereist.