Lokales.
Vermischtes.
Utrecht an.
892) 2 geschwornei fl. Quam! V
in öffentlicher vorgenonmen
Gieße'
Der Präsrde
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Korrespondent-Bureau.
London, 11. Febr. Nachrichten aus der Capcolonte vom 27. Jan. zufolge erlitt eine aus einem Theile des 24. Regiments, 600 Eingeborenen und etiler Batterie bestehende englische Truppenablheilung eine schwere Niederlage bei welcher ein Transport von 102 Wagen, 1000 Ochsen, 2 Geschützen, 400 Geschützkugeln, 1000 Gewehren und 250,000 Patronen, sowie eine große Menge anderer Munttions- und Proviantvorräthe tn die Hände deS Feindes fielen, ebenso die Fahne des 24. Regiments. Die Schlacht fand tn der Nähe des Tugela-FlufieS statt. Der Verlust der Zulus betrug 5000 Todte; die bltttsche Ablhetiung ist fast vollständig vernichtet, ste hatte an Tobten einen Verlust von 60 Osficteren und 500 Mann. Port Natal ist von den Zulus ernstlich bedroht; der General Gouverneur der Cap-Colonie erbat Verstärkungen aus England. , „ I
— Gestern sand ein 2*/2 Stunden dauernder Cabinetsrath statt. Rach demselben empfing Salisbury die Botschafter Deutschlands, Frankreichs, Jta- l'ens und der Türkei. Ein gestern behufs Besprechung der commerziellen Nothlage gehaltenes großes Meeting von Kaufleuten der City beschloß, Beaconsfield eine Denkschrift zu überreichen, in welcher eine Untersuchung beantragt I wird, um zu ermitteln, bis zu welchem Grade der Freihandel den geger.wä'ti- gen Nothstand verschuldet Hobe. — Laut Meldung der „Times" aus Adria- nopel bat der Abmarsch der Rusten begonnen.
Wien, H. Februar. Der Statthaltereirath Dr. Biesiadecki telegra- phirt an den Minister des Innern aus Warschau von gestern, d. ß die österreichische und die deutsche Commission am Dienstag Mittag nach Moskau abreisen würden und daß die in Warschau über die Pest emgelausenen Nachrichten sehr günstig lauteten.
Petersburg, 11. Februar. Ein osficielles Telegramm aus Astrachan von gestern meldet: Außer der gestern gem^lde en Eikrankmg cinev jungen Mädchens in Selifirennc-je 'st kein neuer Krankbei'ssall vvrarkommen.
Berlin, 11. Februar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in erster und zweiter Lesung die Gesetzentwürfe über die Abänderung des Gesetzes, betreffend die hannovcr'sche Lanbes- Creditanstalt und über die Abänderung der schleswig holsteinischen Wege Gesetzgebung, und setzte die dritte Lesung des Cultus-Etats fort. Bethuiy-Huc beleuchtete die Schnlzustände in Ober-- schlesien und nahm das dortige Lehrerthum gegen oie ihm gemachten Bo,würfe in Schutz. Franz polemisirte gegen die Ausführungen Betbusy-Huc's und verbreitete sich über die schlesischen Schulzustände von seinem Standpunkt aus. Stablosky, Bachem und Franz bringen eine Reihe von Beschwerden von rein localem Interesse vor. Cremer wies auf die Veröffentlichung eines Lehrers an einer Privatschule hin, die ganz unch'istliche Grundsätze enthalte und sprach seine Verwunderung aus, daß man denselben nicht entfernt habe. Der Cultusmlnister erwiderte, der Fall sei ihm völlig unbekannt. An der ferneren Debatte nehmen Schröder, Löwe, LoSkowSky, Weber, Porsck und Perger Theil. Die Fortsetzung der Sitzung findet Abends 7*/2 Uhr statt.
Berlin, H. Februar. Die uaüobaüiberale Fractwn beschloß heute,
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(die Hauptstadt Natals) zum Hauptquartier und Grey.on als vorgeschobenen
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8oo,in !2U —'“(®tertefäUIl«>ein>lCM en' vom 2. bis 8. Februar.) In der letzten Woche betrug bic Rabl der Todesfälle in unserer Stadt 9. Es starben 5 Erwachsene (4 an Lungenschwtnd- 1 an Altersschwäche), ein Kind von 6 Jahren an Scharlach, von 3 Kindern im ersten
Lebensjahre 1 an Diarrhöe, 1 an Lungenentzündung, 1 an Krampfen. ü.
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Die Engländer haben — wie ein vom 21. v. Mts. datirtes Telegramm aus der Capstadt meldet - am 12. v. Mts. ihren ersten Sieg m gegenwärtigen Kaffernkrieg erfochten. Die Colonne des Obersten Glyn, die am oberen Tuaelalluß den linken Flügel der Natal-Armee bildet und deren Stärke werter unten angegeben ist, nahm den befestigten Kraal des Kaffern-Häuptlings ^Le- rayo. Die Zulus verloren 16 Todte und 60 Kerrounbete. S)er cnfllltöe Verlust betrug 2 Todte und 12 Verwundete. Es heißt, die Streitkräfte der Zulus zögen sich bet Dulendt zusammen. Dem sich an's Meer avlehnevdcn rechten Flügel der Engländer unter Oberst Pearson wird wahrscheinlich die schwerste Aufgabe zufallen. (Vergl. die bezüglichen Nachrichten im gestrigen Blattes. Sir Bärtle Frere hat von Maritzburg aus eine P^oclamation ertasten, in der er den Zulus mittheilt, daß England nicht gegen sie, sondern allein gegen ihren König Cetewayo Krieg führe.
Ueber die Zusammensetzung des englischen Operations-Corps unter Lord Chelmsford liegen noch einige Angaben vor, die genauer find als dw bisherigen. Die Engländer werden in 4 Colonnen in das Zululand emrucken, von denen 3 tn Natal stehen, die vierte aber tn Transvaal. Die erste Colonrw
Marburg, 11. Februar. Nachdem heute Morgen die Fluth der Lahn noch stieg, hat Ne beute Mittag um etwa einen halben Fuß abgenommen. — Der Bleicher Dietrich auf der oaenannten Weide, dessen Wohnung einige Fuß hoch mit Wasser umspult war, Endete heute Moraen seine Roth durch einige Schüffe an, worauf ihn und seme Angehörigen Officlere und ainnnichaften unseres Jägerbataillons mit eigener Lebensgefahr mittels Kahne aus der naffen
In den tiefer an der Lahn gelegenen Ortschaften ist die Roth außer- nrbentlid) und wird der angerichtete Schaden gewiß ein recht großer sein. — Der Eisenbahnverkehr und in Folge dessen auch der Postverkehr ist nach Fronhausen-vießen seit heute Morgen unterbrochen; zum ersten Male kommt dieses seit dem Betriebe der Matn-Weser-Bahn durch lleberichwemmunq vor. Ztg.)
Vraa 10. Februar. Fünf Kohlenschächte der Dux-Bodenbachbahn sind in Folge eines Deichdurckbruchs überschwemmt. 26 Bergleute ertranken. Großer Jammer der HinterUie^enen. Der Februar. Die vom Kaiserl. Consulat in Yokohama nach Deutschland
aesandte Mustersammlung einzelner Proben von Garnen, Farben, Leder, Kurzwaaren, sowie sniUac, baumwollener und wollener Gewebe, wie solche im letzten Jahre in Japan verkäuflich gewesen finv, Shirtings, Lastings, Muffcline, Orleans, Flanelle, Velvets u s w ist der Handelskammer zur Ausstellung in der nächsten Zeit überlassen worden. Jedem Musterpackel« chen ist in der Regel ein Muster desjenigen japanesischen Gewebes beigefügt, welches zu ersetz« das europäische Fabrikat bestimmt war. Eine dazu gehörige Uebersicht gibt den Namen jed« Maare die Breite und Länge der Stücke, den Fabrikationsort, den Einkaufs- und den Marktpreis mit erläuternden Bemerkungen an. Die Ausstellung der Mustersammlung findet ton beute an im Bureau der Handelskammer (Paulsplatz 10) für Jedermann statt.
Duisburg, 8. Februar. Nach der Rhein- und Ruhr-Zeitung wurde in der toor gestrigen General Versammlung der Aktionäre der hiesigen Gasanstalt beschloffen, den PreiS für den Kubikmeter Gas vom 1. Februar an von 18 auf herabzusetzen.
Sgem, 10. Februar. Das weltbekannte schone Dorf Meyrtngen im berner Ob»' lande ist heute vollständig abgebrannt.
— (Treffender Einwand.) Ein süßes Herrlein ging in Wien spazieren, nur schlug was man sagt, so burschikos mit der Reitgerte fortwährend an seine Lenden. Eich«
I Schritte von ihm zur Seite ging ein Schusterjunge, und sah mit recht ernsten wehmüthigkii Blicken dem Spiele mit der Gerte zu Plötzlich aber Hub er an, sich an den Zierbenz" wendend. „Ihre Gnaden, warum schlagens das arme Vieh?"
— (Nächtlicker Dialog.) Wächter (vorübergehend): Gut n Abend. — Herr (sein« Frau am Arm, aus einer Gesellschaft heimkehrend, lachend zum Wächter): Guten Abend! W bester Wächter, Sie haben soeben wieder gesungen: „Ihr Heben Herren, laßt euch sagen' Warum singen Sie denn aber immer „Ihr Herren'' und nicht auch einmal „Ihr lieben Fraua laßt euch sagen?" — Wächter Machend): Die Frauen laffen sich nichts sagen. (Schalk.)
— Daß die gegenwärtig so schlechten Zeiten nicht nur auf die Geschäfte, sondern ai-ä auf die Stimmung der Menschen einen ungünstigen Einfluß haben und dieselben zu schadenftoh^ Beurtheilung trauriger Vorkommniffe anreizen, kann man aus nachstehender Notiz der Dresden«! Zeitung ersehen. Das Blatt schreibt: „In Bezug auf die von uns am Samstag gebrochk Notiz über den angeblichen Selbstmord des Herrn Osear Eichler müssen wir leider mittheile" daß die Nachricht auf einer Mystification beruht." Es gibt aber auch Blätter, welche einer nicht vorgefallenen Sclbstmord nicht nur nicht bedauern, sondern sich sogar über einen wirklich ocT: gefallenen herzlich freuen. So wird in der Pet. Ztg. folgendes Telegramm des Golos Saratow veröffentlicht: „Aus Sarepta und Zarizyn sind hierorts höchst erfreuliche Nachricht eingetroffen Vor einigen Tagen hat sich der Pristawsgehülfe des zweiten Stadttheils, Paschtickenko, im Gutkow'schen Gasthause erschaffen. Unglückliche Liebe soll diesen Selbstmolv veranlaßt haben " Der Pristawsgehülfe muß wahrscheinlich ein über alle Maßen verhaßt^ Beamter gewesen sein, wenn die Nachricht von seinem Selbstmord „höchst erfreulich" 'st "V
Tff-ÄÄSS. ‘SÄBi 2) die Entschädigung o , , alnci.Tftxe werden durch eine ruisnche Commt sion unter
»erben konnten. «laifbaä daß die Räumung von Adrianopel und Umgebung trotz der
Typhus ist; hajelblt siud feit 3 Monaten von 700 Einwohnern 250 am Typhus gestorben und 100 noch krank.
Rußland.
Petersburg, 10. Februar. Ein osficielles Telegramm aus Astrachan von aestern meldet: In Wetlianka und den umliegenden SDrtf(^aftenbepnbet fieß tän Kranker. In Selistrennoje erkrankte am 8. Febr. ein junges Mädchen. Kbi ben g^rn^gemdbeten Krankheiissall in Nikolajewsk i-gt noch kein weiterer Bericht vor 8 Grad Kälte - Ein Telegramm des „Golos aus ÄLn von gestern meldet: Mit demselben Zuge, womit der G°u-ralg°u. verneur Loris-Meltkoff eintraf, ist auch ein Sanitäts-Detachement, bestehend ans dem Profesior Jacoby, 5 Studenten der medicintfchen Akademie und dem Bevollmächtigten Jufeffowitsch, angekommen.
Afrika.
dem Antrag Lauenstein zuzustimmen, worin die Ueberweisung eines^ Theils der Grund- und Gebäadefteuer an die Commune als vorzugsweise erwünschte Verwendung etwaiger Ueberschüsie aus dem Reich, neben einem Erlaß an der Mafien- unv Emkommenfteuer bezeichnet wild. Der Lauenstein sche Antrag wird sofort in der But-gei-Commifsion eingebracht werden.
— Der „RerchsanzOger" schretbt: Amtlicher Meldung zufolge hat die ariechische Regierung bie unterm 9. d. angeordnete 21tägige Quarantäne auch auf die Provenienzen aus Kletn-Asten und Syrien ausgedehnt. Eine Quarantäne von gleicher Dauer hat die T iester Seebchörde für aus dem ägäischen Meere komme.iden Schiff- angeordnet. — Em in Odessa als verdächtig angesehener Fall vom 8. ds. hat sich bei der ärztlichen Prüfung als unbedenklich erwiesen. L _ ,
Paris, 11. Februar. Wie versichert wird, veröffentlicht das „Journal offici^ll" morgen eine Verfügung, wodurch 19 Generalprocuratoren betroffen werden. 12 davon sollen theils abgefetzt, theils pensionirt, theils zur Dis- Position gestellt, 5 versetzt und 2 zu Räthen ernannt werden. Auch soll bas amtliche Blatt morgen die Ernennung von 13 Commandanten veröffentlichen. Von den jetzigen Commandanten wechseln 4 das Commando, während 9 ihre Commandos verlieren. Unter den letzteren befindet fich der Herzog v. Aumale.
Loudon, H. Februar. Der heutige Cibmetsrath beschloß folgende Verstärku a-n nach dem Ciplande zu senden: 6 Bataillone Infanterie, 2 Regimenter Kavallerie, 2 Batterien, 1 Compagnie Genietruppen, 3 Compagnien Armeetra'n und 1 Compagnie vom Hospitalcorps.
London, 11. Februar. Bci Gelegenheit eines Bankets, welches dem Marinemmister Smith seine Wähler gaben, erklärte derselbe: Die Niederlage der britischen Truppen im Zululande sei zwar ein großes Unglück, aber doch wieder gutzumachen. Binnen 8 Tagen seien Streitkräfte genug nach dem Cap unterwegs, um den Kampf zu beendigen. Die Regierung vertraue vollständig auf die Klugheit und Tapserkeir Lord Chelmsord's. In Betreff des Berliner Vertrags bemerkte Smith, daß defien Durchführung nicht zu bezweifeln sei. Die Russen räumten bereits das türkische Gebiet.
Gießen, 12. Februar. Im Jahre 1^67 war eines Abends eine geschloffene Gesellschaft in dem Promenadenhause versammelt. Die Versammlung begann um 8 Uhr Abends, und die Gesellschaft gelangte, da die Lahn an diesem Tage so wett ausgetreten war, daß sie den Hof, obiaen Hauses überschwemmte, auf gelegten Brettern in bie Wirtschaft. Etwa Mttter- na^t rStete sich die Gesellschaft auf den Heimgang, allein da das sonst so harmlose Flüßchen weiter gestieg n war und die Bretter im Hofe weggeschwemmt hatte, so mußten die Versam- m n ihren Rückweg durch das Eckfenster (dem Bahndamme zu) nehmen und sie gewahrten 7u ihrem Schrecken, daß das Wasser um das Promenadenhaus herumstromte. Mehrte Herren der Gesellschaft setzten ihren Weg über den Tiefenweg durch die Lowengaffe, ohne im Geringsten von dem Wasser behelligt zu werden, rüstig weiter. Nach unserer Meinung ging aho die Fluth in Mefem J°hr° »itl höh-?, «18 die jetzige, unt> -8 waren keine Siraßen nberfchwemmt und
Mit dem Hauptquartier Durban (dem bedeutendsten Hafen Natals) ans Atter st doch w y Eönnen roiT keine Antwort darauf geben; allein wir sind fest überzeugt daß
und hat ihre Vorposten etwa 80 km weiter bis Tanger vorgeschoben. Sie ' $ertreter der Stadt, diese Sache, welche gewiß auch in sanitatlicher Hinsicht sehr
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(bte Hauptstadt Natals) zum Hauptquartier und Greyton als vora-schobenen un3e^umn_®d>av^rauc immcr 60n auswärts wurde gestern Nachmittag arretirt, weil sie in
Posten. Sie zählt 3300 Eingeborene unter der Führung von 200 Europäern.
Die dritte Colonne unter Oberst Glyn, den linken Flügel der Natal-Armee bildend, steht in Helpmakaar mit Maritzburg als Operauonsbasts und Lady- smith und Greyton als Depots. Sie zählt 1700 Mann Linientrupp-n, 250 Freiwillige und 2000 Eingeborene. An diese dritte Colonne lehnt sich dann die (süd-transvaalsche) unter Oberst Evelyn Wood mit dem Hauptquartier in
Vtftntliltz
835) M des Hermai vorbkreitklides geleitet vorbei Schuldner bei richtigt, daß an den prov Herrn Max leidet werden
Gießen, den (Ml). § 3-
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