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Lehrer Franz Strobl in L 1 n - hat am 23. August den Großglockner erstiegen und dabei folgendes Phänomen erlebt: Die Gruppe, der er sich angeschloflen hatte, brach um 2 Uhr früh von der Stüvtlbütte Angesichts eines von Westen drohenden Gewitters auf Um 3 Uhr ftand man mitten in der Gewitterwolke, «egyptische Finsterniß gebot augenblicklich Halt. Plötzlich raste das Gewitter unmittelbar über den Häuptern, Blitz und Donner brachen in er­schreckender Weise gleichzeitig los; die Führer der andern Gruppen sagten nachträglich daß e« rings um die Gruppe in der Gewitterwolke einschlug. Den betreffenden sechs Personen schien das Weltall in Brand gerathen zu sein. Sie waren bereits auf Alles gefaßt. Die Fübrer trösteten mit den Worten:Meine Herren, wir werden alle erschlagen; es ist jetzt schon eins, man kann auch im Bette erschlagen werden." Nach fünf Minuten augenscheinlicher Lebensgefahr und peinlicher Blendung regte sich endlich das ersehnte Sehvermögen wieder. Was zeigte sich da? Alle sechs Personen strahlten im ,Glanze des Sanct - Elmsfeuers. Aus den Haaren des Kopfes und Barles, der Röcke und Hüte strömten elektische Funken; die Schnüre, womit die Hüte des Sturmes wegen an die Rockknöpfe befestigt waren, strahlten Licht aus, aus den schief in den Schnee gesteckten Bergstöcken strömte elektrisches Licht. Als hierauf Regen mit Kälte und Frost folgte, wurden auch die andern Gruppen, welche noch nicht so weit aufgestiegen waren,

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Franks traten ca-400 Die Preise M £b«l.Sual

die Majestäten gestern Nachmittag mit sämmtlichen Prinzen und dem Großherzog und dem Erbgroßherzoz von Mecklenburg - Schwerin die Kircke k 3ubitten,g,(ena,a^ gciebd« Wilhelm III und der Königin Lo^sei

dem Festdiner des Provinz,awerbandes von Ostpreußen toastete der Ka ier d"-n und die Stadt Königsberg in Erwiderung auf JJ des Vorsitzenden bes ostpreußi,chen Pcovinziallandtags Kcaatz. Der Toafl wurde mit sturmisckem Beefall aufgenommen und die Volkshymne gespielt Bn der Heimfahrt der Majestäten waren di- mit jubelnden Volksmaffen ungefüllten Straßen festlich erleuchtet. Abends wohnten der Kronprinz und Prinz Wilhelm dem Stud-ntencomm-rS im Schützenhaus- bei. Die Rede des Kronpnm-n auf die Ansprache der Liud-nten bracht- eine zündend- Wirkung hervor * . , -Der Kronprinz und Prinz Wilhelm wurden, als sie mit ihrem Ge.

Abend 9i/2 Uhr auf dem Festcommers der Studirenden im Schutzcnhause erschienen, mit unbeschreiblichem Enthusiasmus empfangen. Der ^rkebr-^?°b in seiner R-dk hervor, daß er gern mit der akademischen Jugend °"^dre, zuma hier, wo, «te gestern und heute der Kaiser bereits gesagt, das preußische Königshaus so viel Trübes und so viel Erhebendes erlebte <yn, w°'s°nd auf dieEreigniffe der letzten iOJnlsr-. durch welch- auch di- kühL "betroffen seien, schloß der Kronprinz mit einem Heil auf Den, der öeschaffen, auf den Deutschen Kaiser. In die nun ersck allen den stürmischen Hochs nach dem Reiben des Salamanders die Mustk mit den kpH Allf Kam Q von einem Studiren»

vk ? r Kronprinzen auszcbrachte Hoch erwiderte der Kronprinz, daß sich dt- Studentenschaft den Sinn für treue Pflichterfüllung in B-scheid-nhe.t b* fahren möge, wie ihr dies durch hohes Beispiel gezeigt werde. Der Toaü - nes anderen Studirenden auf den Prinzen Wilh-l"wurd- von diesem mk einem Hoch auf d e Studentenschaft erwidert. Der Kronprinz und Prinz Wil> Helm verweilten bis nach 12 Uhr.

_ Königsberg, 8. Septbr. Beim heutigen Feldmanöver sti-a der Kaiser Morgens 9 Uhr bei Prell zu Pferde. Se. Maj. verfolgte das Manöver von einer Anhöhe nächst Prell und hielt Kritik bei Poleppem Di- Rückkehr

Königsberg erfolgt- um halb 2 Uhr. Die Kaiserin besuchte di- Wohl- thätigkettsanstalten. An die Damen der Deputationen des Vaterländischen Frauenvereins hielt d,e Kaiserin folgende Anrede: Di- Räume, in denen Ich Sie empfange, sind geeignet, viele ernste Gefühle anzuregen. Ich gedenk- der Zeit, wo die Monarchie in der Thatkraft und Treue dieses Landes seine Wie- dergeburt feierte nach schweren Prüfungen. Ich gedenke der Zell, wo Ihr König und Ich am Altäre Gottes den Eid der Pflichttreue leisteten. Ich gedenke der Zett, die seitdem alle Kräfte des Vaterlandes in Anspruch genommen h,t. In tiefer Zeit hat sich die Provinz Preußen wieder allseitig bewährt und die Frauen haben bewiesen, daß st- ihrer Väter, Männer und Söhne wurdig, opferwillig zusammenhielten. Was jede von ihnen während des Noib- standes wie im Kriege geleistet hat, möge Gott lohnen! Ich leg- Ihnen aber ninÄfetä fcAE Drg«"isati°n der Vereine, die jetzt ganz Deutschland umfaßt, als die unentbehrliche, unerschütterliche Grundlage Unserer gemeinsamen Aus! gäbe anzuerkennen, damit Unser gemeinsames Werk unter allen Verhältnissen fortbestehe und in der Gegenwart wie in der Zukunft Gott zur Ehre und »um Besten des Vaterlandes diene. Ich dank- Ihnen Allen von ganzem Herzen

Lokales.

Gießeni, 9. September. Tagesordnung für die Stadtverordneten. Einung an. Donnerstag den 11. September 1879, Nachmittags 4 Uhr: B 9

1. Die Organisation der höheren Mädchen-Schule.

2. Die Oefen für die neue höhere Mädchen-Schule.

3. Festsetzung der Grundzinsen.

4. Gesuch des Bierbrauers Johannes Föttsch nm Erlaubnis zur Errichtung eine« Nebengebäudes zum Wohngebäude. H

ml? kl äU. ?etlLL.m, 'äuf-tch- Uebertassung städtischen Geländes.

6. ®e ud) des Balthasar »chmidt II. um käufl,che Ueberlaflung städtischen Gelände« 7. Be chwerde des Braumeisters Adolf Moller wegen Anlegung eine« Abflußrohrs ' 8. Ge uch des David Katz um Erlaubniß zur Anlegung eines eisernen Hoftbors

9- ®e^@^t^cn^rgUmentcnmacber8 3 Schelleaberg um Erlaubniß zur Errichtung

10. Gesuch des Schlosiermeisters Karl Wiegand um Straßen-Auffülluna

11. Straßen-Anlagen im Gartfeld. ö*

12. Die Pflasterung des rechtsseitigen Trottoirs der Grünberger Straße.

13. Den Credtt für den Waldwegbau pro 187y betr

14. Herstellung eines Zufuhrwegs im Stadtwald.

15. Kosten-Decreturen.

16. Straßen-Benennungen.

Gießen , 9. September. Zu dem Verzeichniß der preisgekrönten Aussteller unserer Pflanzen-Ausftellung in gestriger Nr. ist zu bemerken, daß die Cnltur der unter Gg. H. Schirmer prämiirten Fuchsien und Geranien, sowie der Pflanzen deS Beetes (Wappen der Stadt Gießen) durch den Gartner Joh Balser im Hause des Herrn Gg. H. Schirmer besorgt wurde- gleichfalls erregte desien Gemüse-Sortiment die Aufmerksamkeit der Besucher

Der Besuch der Ausstellung an den drei ersten Tage ist al« ein wahrbaft großartiger zu bezeichnen Aus der Stadt, sowie der näheren und ferneren Umgebung strömten Tausende von Besuckern heran, um sich an dem gebotenen Genuß zu laben. Daß e« ein solcher war und daß das Publikum befriedigt war, konnte fast an Jedem bemerkt werden, der in den Saal oder die Hallen eintrat. Unwillkürlich entschlüpfte den Lippen ein bedeutsames: Ah, wie schön! wie reizend! Um das Maß des Gelingens voll zu machen, hatten wir ein Wetter, welches sich nicht bester wünschen ließ. Schwere Gewitter zogen gestern über die Ausstellung hin und drohten mit Verwässerung der ganzen Geschichte, doch nach Verlauf einer Vierrelstunde war der Himmel wieder heiter und eine frische reine Luft ließ es um so angenehmer in der Ausstellung sein. Wir können unsere Ausstellung getrost als eine recht gute bezeichnen, die sich würdig an jede derartige des Verbandes der mittelrhetntschen Gartenbau - Vereine anreihen kann. Gießen hat wieder einmal gezeigt, daß es sich auch auf dem Gebiete der Flora sehen lasten kann

Gießen, 9. September. Der Feuerwehrverband de« Regierungsbezirks Wiesbaden hält nächsten Sonntag seine Jahresversammlung in Homburg v. d. H. ab. Die freiw. Feuer­wehr Homburg führt oabei eine große Uebung vor. Montag ist Ausflug. ' °

Unter anderen benachbarten Hessischen Feuerwehren ist auch die hiesige eingeladen. Nähere« bei dem Vorstand der F. St. F. _________

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n ®Pt6r* Sämmtltche Journale verlangen die schleunige

strenge Ahndung des Vorgangs in Kabul. DieTimes" führt aus, was ge­schehen solle und meint, es sei keineswegs eine neue Situation. Dieselbe liefere kern einziges neues Argument für die Annexion Afghanistans. England habe festhaltem *' ^fall der öffentlichen Meinung gefunden

London, 8. Septbr. Der Glasgower Dampfer Breit" mit 4 30 Auswanderern aus der Fahrt von H-tvr- noch Liverpool ",P am Samstag Abenb unweit Falmouth g-sch-it-rt; Mannschaften und Paffag ere sind gerettet bis auf 7, welch« v-rmißt werde». " H ° 9"enel

. 8; Septbr. Das Zuchtpolizeigericht erklärte die Mitglie-

anzugehöttn ' in Imola für schuldig, einer strafbaren Verbindung

London, 8. Septbr. Meldung desReuter'schen Bureaus" aus Simla foQ1Cn6ftä6uienBerlnfi)tCV ber aufständischen afghanischen Truppen

k st.r 1 J^n ^6en J ihre Bestimmung ist unbekannt. Die Haltung der Stämme an der afghanischen Grenze ist bis jetzt den Engländern nicht ungünstig In Regierungskreisen nimmt man an, daß Ajub Khan und ande­ren H^ptlingen Anreizung und Mitschuld zur Last falle.

Romgsbcrg, 8. Septbr. Nach der Rückkehr von dem Pferderennen

Reinhold Kuhn zu Berlin gedruckte Entwürfe von Formularen zur Handhabung der R-ichsjustizg-s-tze hergestellt worden. Diese Entwürfe wurden hierauf zu­folge einer Vereinbarung g-m-mschafilich durch Commiffare des Reichsjustiz, amtes und des königl. Justizministeriums geprüft und nach erfolgter Fest- stellung von d-r -rstg-dachten R-ichsbehörde sämmtlichen Bundesregierungen mit dem Anheim geben übersendet, ob sich dies- veranlaßt s-hen möchten, die Anwendung derselben auch in ihren Gebieten herbeizusühren. Das Großh. Ministerium des Innern und d-r Justiz hat sich, wie man uns Mittheilt, für Einführung jener Formulare im Großherzoglhum entschieden und werden die- selben im Lause dieses Monats an sämmttiche gerichtliche und staatsanwalt- schaftliche Behörden zur Versendung gelangen.

Berlin, 6. Septbr. DerBerl. Böts.-Cour." vernimmtvon ver­läßlicher Seite", daß der Plan einer Weltausstellung in Berlin im Jahre 1885 im Prtncip in den letzten Tagen die Genehmigung des Kaisers gefunden hat, nachdem bereits vorher der Kronprinz sich lebhaft für die Jbee interessirt batte. Em bekannter Berliner Baumeister hat Pläne entworfen, welche sich auf den Bau eines Ausstellungspalastes beziehen und welche dem Kaiser bereits vorgelegen haben, der sich persönlich mit diesem Projecte einverstanden erklärte. Ehe das Project einer Berliner Weltausstellung im Jahre 1885 in officiell-r Form zum Vorschein kommt, wird noch einige Zeit vergehen, da zunächst der Bundesrath seine Zustimmung ertheilen müßte und alsdann der Reichstag sein Votum abzugeben hätte. Demnach würde die Angelegenheit als Reichssache behandelt werden.

Ueber die Kaiserbegegnung in Alexandrow» bewahrt man tiefes Still­schweigen, welches, wenn nicht Alles täuscht, auch nicht gebrochen werben wird. Man wünscht, daß In dem bedeutsamen Acte nur der private Ausdruck freund- schaftlicher Gesinnung zwischen d-n beiden Monarchen gesehen werde. Jnzwi- schm ist es zweifellos geworden, daß Fürst Bismarck von dem Vorgänge Kennt- n>ß hatte. Es heißt wie weit mit Grund, lassen wir dahingestellt der Reichskanzler habe den Rath ertheilt, es möge die Begrüßung der Sou- v-iäne einen Charakter tragen, welcher die Voraussetzung eminent politischer Consequenz-n von vornherein ausschließen müßte. Unbeschadet dieser Auffassung beharrt d,e politische Welt dabei, der Kaiser-Zusammenkunft in dem polnischen GrenMdtchen eine wesentlich politische Grundlage beizumessen.

Septbr. Di- größte Cigarrenfabrik im Amtsbezirk Wiesloch wurde jüngst von ihrem Besitzer geschloffen, weil dieser sich einer Er­höhung der Steuereinschätzung nicht unterziehen wollte. Hierdurch verlieren etwa 150 Arbeiter ihren bisherigen Verdienst, was sie und ihre Angehörigen vermaßen in Aufregung brachte, daß sie sämmtliche Fensterscheiben d-r Fabrik einwarfen.

Hesterreich.

. ä Wien, 6. Septbr., Abends. Zu dem heutigen Gala-Diner zu Ehren des Fürsten von Montenegro waren sämmtliche Minister zugezogen: der Fürst kehrt morgen nach Cettinje zurück. Der rumänische Minister Boerescu hatte gestern eine zweistündige Conferenz mit Andraffy und ist heute nach Rom abgereist, von wo er sich nach Bukarest zurückbegibi.

u t ~ Die amtlicheWiener Ztg." meldet: König Alphons von Spanien hat während seiner Anwesenheit tn Arcachon um di- Hand der Erzherzogin Marte Christine geworben; mit Zustimmung Sr. Maj. des Kaisers als ober- st-n Chef des Kaiserhauses wurde die Bewerbung von der Erzherzogin mit freudigster Zustimmung angenommen. Die bevorstehende Verbindung wird gewiß nicht nur die beiden R-gentenhäuser, sondern auch die Bevölkerung der beiden Reiche mit lebhaftester Freude und Befriedigung erfüllen.

Wien, 7. Septbr. DieMontagS-Revue" schreibt: Der Reichs- rath wird Ende des Monats mit einer Thronrede eröffnet. Die Regierung sei gewillt, die Consequenzen d-r Adreßdebatte vorbehaltlos zu acceptiren Damit muffe aber di-politische Campagne jetzt zu Ende sein. Das Budget rImJxrMU "^igen, auch über die Steuergesetze und dag Wehrgesetz rasch Beschluß zu faffeii. Wenn di- Verfaffungspartei sehen werde, daß das Ministerium kein Attentat auf die Errungenschaften der letzten 20 Jahre plane ttetbe d-r Moment gekommen sein zur Vollendung des Coalitionswerkes.

Türkei.

k »nttnopel, 7. Septbr. In der gestrigen Conferenz bezüglich

der griechischen Grenzfrage überreichten die griechischen Commiffäre di- schriftt liche Antwort auf,dir jüngst- Erklärung der Commiffäre der Pforte, wonach rne8 Ungenügend bezeichnet und kategorisch Aufklärung gefordert wird, ob die Pforte bereit sei, das 13. Congreß-Protokoll als Basis der Verhand- millä» cin*Stc man sich dahin, die türkischen Com-

Äftlich^^beantworten. W* griechische Forderung