Ausgabe 
9.3.1879 Zweites Blatt
 
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Mr hatten Gelegenheit, eine Skizze der Ansicht des AusstellungSgebaudes zu sehen und müssen gestehen, daß, wenn dieselbe so zur Ausführung gelangt, schon der äußere Anblick der Ausstellung ein brillanter werben und Offenbach anderen derartigen Unternehmungen nicht nach­stehen wird. Daß auch die im Innern des Gebäudes zur Ausstellung gelangenden Gegenstände einen Anziehungspunkt für daS Publikum bieten werden dafür dürften die Namen der Aus­steller hinreichende Garantie gewahren. Außer diesem wird aber dem Besucher der Ausstellung noch manch anderer Genuß geboten sein. Eine Musikkapelle, soviel wir vernehmen, die des 4. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 118 in Mainz wird darin concertiren, -ine feine Restauration, ein kaltes Büffet, eine Conditorei und em feiner Bierausschank im Aus­stellungsraum selbst, sowie verschiedene Ausschanke derjenigen Bierbrauer, welche sich an der Ausstellung betheiligen, in den Parkanlagen werben für die leiblichen Bedürfnisse und Genüsse der Besucher in ausgedehntester Weise Sorge tragen; elektri,che Beleuchtung soll beim Stnbrechen der Dunkelheit das Ausstellungs - Gebäude und seine ganze Umgebung m Tagesbeüe verwandeln, sogar ein Skating Rink soll in Aussicht genommen sein und, tote hieraus geschlossen werden darf, gewiß Alles aufgeboten werden, um den Ausstellungsplatz zum An­ziehungspunkt für Alt und Jung zu machen.

Wenn wir am Schluffe noch etwas lobend erwähnen dürfen, so ist es der Entschluß der hiesigen Bierbrauer, sich durch eine Collectivausstellung an der Ausstellung zu betheiligen. Wie uns mitgetheilt wurde, werden dieselben eine hübsche mit den Emblemen ihres Gewerbes geschmückte gemeinschaftliche Halle errichten und darin die Erzeugnisse ihres Fleißes in eleganten Fässern ausstellen, dabei aber auch in besonderen Schanklocalen dem Besucher die Gelegenhelt bieten, ihr Gebräu einer Prüfung zu unterziehen.

Gibt es hier oder anderwärts nicht auch noch andere Geschäftsbranchen, die sich unsere Bierbrauer zum Vorbild nehmen könnten? Wünschenswerth wäre es und jeder einzelne der sich daran Bethetligenden würde dadurch das Ausstellungsunternehmen, ohne große Kosten für seine Person, unterstützen.

Sehiflfabericlit. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen.

Southampton, 4 März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postbampfer Donau, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. Februar von Newyork abgegangen war, ist heute 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Lanbung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Labung 4 Uhr Nachmittags die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Donau überbringt 47 Passagiere und volle Ladung.

Neworleans, 3. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Han­nover, Capt. C. Wiegand, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2 Februar von Bremen und am 5. Februar von Havre abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen.

Aeugnist über Dampf-Dresch-Maschinen.

Herrn Ph. Mayfarth & Co. in Frankfurt a. M.

Die von Ihnen bezogene complette Dampf-Dresch-Maschine aus der Fabrik von Nobey & Co. in Lincoln (Englanv) hat sich vortrefflich bewährt. Die Dreschmaschine mit Eisenrabmen und 48zölliger Trommel ist sehr gut construtvt, macht das Getreide vollkommen rein und vermag mit Hilfe der sechspferdtgen Locomobile fünf Fuder per Stunde zu dreschen. Die Locomobile hat einen ruhigen Gang und bedarf für die Stunde 80 Pfund Kohlen.

Unfirer Maschine werden von den hiesigen Einwohnern unter allen anderen der Vor­zug gegeben.

Nehmen Sie zum Schluß die Versicherung, daß diese Maschine unsere Wünsche voll­kommen befriedigt und wir Ihnen für die reelle Bedienung bestens danken.

Achtungsvoll zeichnen

gez. PH. Kreiling VI. und Ludw. Karl Steinmüller. Heuchelheim bei Gießen, den 2. December 1878.

Allgemeiner Anzeiger.

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