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von

Afrika.

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An demselben Tage Nachmittags, wurde von dem Gerichtshof gegen Friedrich Langm- hahn von Eisenberg im Herzogthum Sachsen-Altenburg wegen gleichen Verbrechens eine Zucht, Hausstrafe von 2i 2 Jahren, sowie der Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren und die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen.

--Auf dem Vorplatz zur Wohnung eines hiesigen Professors wurden von einem Gauner ein Ueberzieher und ein Paar Handschuhe gestohlen. Später auf der Herberge fand man den Betreffenden mit einem neuen Stiefel an dem einen Fuße und einen in der Hand. Der verfolgende Schutzmann ließ dem Burschen nicht Zeit seine Garderobe zu vervollständigen sondern brachte ihn dahin wo er vor ganz Kurzem entlassen worden: in das Arresthaus.

--Gestern Abenv nach 8 Uhr wurde tn der Sonnenstraße ein Soldat (Oeconomie- handwerkcr) von cimm früheren Dienstmann hinterrücks in die Schulter gestochen und dadurch schwer verletzt. Grund zu dieser That scheint Folgendes gewesen zu sein: Ein in der Sonnen» straße dienendes Mädchen hatte bis vor Kurzem Verhältniß mit dem Kutscher eines kiesigen Fuhrwerksbesitzers gehabt und demselben den Laufpaß gegeben. Die der Liebe bedürftige Küchen­fee kgtc sich einen Krieger an und von Rache erfaßt, verbündete sich der Kutscher mit dem Ex^Drenstmann, ging dem Pärchen vom Wallthor an bis in die Sonnenstraße nack und während der Kutscher das Mäda^en von des Geliebten Seite riß, wurde der Soldat mit dem Meffer, welches später von einem anderen Soldaten aufgefunden und auf der Polizeiwache abgellefert wurde, verwundet. Beide Burschen wurden geschloffen in Nummer Sicher verbracht.

5. Die Schulbedürfnisse betreffend.

6. Die Räumung des Stadtringgrabens.

7. Holzfuhren für die städtischen Anstalten.

8. Den Marktwackedienst und das Abnehmen der Standzeichen.

9. Kostendecreturen.

10. OctroirZablung von Brodlieferungen für das hiesige Militär.

H. Die Octroi'Erheberstätte am Scltersthor.

12. Niederschlagung uneinbringlicher Posten.

13. Die Wahl des Controleurs für das Jahr 1879.

Madrid, 6. Januar. Das JournalEpoca" äußert: Eine Heirath des Königs Äl,ons mit der Prtnzefstn von Belgieu würde die Zustimmung der Nation fi den.

Kalkutta, 6. Januar. Der Stamm der MahsuavazirlZ fiel in das brutsche G biet ein und plünderte den Ort Tank, welcher darauf nieder- gebrannt wurde; sodann zogen sich die Mahsuavaziris auf einen Berg zurück. Cavallerie verfolgte dieselben und schnitt einen Theil von ihnen ab. Nach Dera Ismail Khan und Bannu sind Verstärkungen abzegangen, um eine Wiederholung des Einfalls zu verhindern, da Mollahs aus Kabul die Be­völkerung aufreizkn.

Die Löber'sche Stiftung.

Gesuch der Acticnbrauerei Gießen um Erlaubniß zur Erbauung eines EisschoberS. Die im Jahr 1879 statlfindende Generalversammlung des Verbandes Rheinischer Gartenbauvereine.

Die Fortbildungsschule betreffend.

tische Verwaltung und Ueberwachung der CanalisirungS - Bauten genehmigt worden.

Tunis, 5. Januar. Der französische General-Consul erhielt telegra­phisch Jlturuclwnen, von der tunesischen Regierung bie erforderliche Genug- rhuung bezüglich des Sancy'ichen Zwischenfalles zu verlangen.

Telegraphische Depeschen.

Wagners teLegr. Eorrespondenz- Bureau.

Darmstadt, 6. Januar. Die Gemahlin des Prinzen Heinrich von Hessen, Fre>frau zu Nidda, ist heule zu Trier gestorben, nachdem sie vor- gestern von einem K aben entbunden worden war.

London, 6. Januar.Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel: Der Sultan g startete Savfet Pascha auf dessen wiederholtes Ersuchen seine Abreise nach Paris zu verschieben und tn Konstantinopel zu verbleiben. Mau hält es für nicht ganz unwahrscheinlich, daß em anderer Botschafter für Pans ernannt werde. Es verlautet hier, die Montenegriner würden, ohne die An­kunft der türkischen Commisiäre in Skutari abzuwarten, Podgortha gewaltsam in Besitz nehmen; die Pforte sei entschloss n, ihre Truppen und Behörden aus Podgor tza zurückzuziehen, falls die Vermittlung ihrer Commtssäre erfolglos bleiben sollte.

Konstantinopel, 9. Januar. Suleiman Pascha wurde zu lebens­länglicher Verbannu g u. d zur Degradation verurtheilt. Die türkischen Com­misiäre sind nach Montenegro abgegangen. Gerüchtweise verlautet, Rußland wolle die Räumung Rumeliens bis zur Regelung der Angelegenheit betreffs Podgoritzas verzögern.

Gießen, 7. Januar. Der Schwurgerichtshof vcrurtheilte gestern den Johannes Kutsch --- Ebsdorf wegen Diebstahls, in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren und erkannte gleichzeitig die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht gegen denselben.

Petersburg, 6 Januar. Die Londoner Nachricht, daß der Emir von Asgh nltstan Den Schutz Rußlands nachgesucht habe, findet hier an unter­richteter Stelle keinen Glauben. Ebensowenig liegen Nachrichten vor, welche darauf ftil-eheu lassen, diß der Emir sich auf russisches Gebiet begeben wolle.

Bradford, 6. Januar. Das Parlamentsmitglied Forster hielt eine Rede vor seinen Wählern, um die Ansichten der Liberalen bezüglich der auo- wärtigm Politik zu vertheidigen. Seine Partei kümmere sich lieber um die Angelegenheiten Englands anstatt der Türkei. Es sei unrichtig, daß das Ver­trauen auf Schaltung des Friedens erst möglich sei, wenn England und Ruß­land mit einander Krieg geführt hätten. D ' ' ~

geführt hätten. Die Haltung Rußlands möge mitunter zu Tadel Anlaß geben; aber Rußlands Besitz von Konstantinopel gefährde England nicht; diches brauche für die Inter, ffen Europas keinen Krieg zu führen. Die Regierungspolitik sei eine Eroberungspolitik, welche den Weltfrieden bedrohe. Er sei überzeugt, seine Wähler würden den Imperialist mus der Regierung verdammen.

(5in wegen Strafverbüßung zu Verhaftender mußte, weil er Heb der Jnbaftiruna energisch widersetzte, geschloffen in das Arrcsthaus gebracht werden.

Mehrere Bettler, darunter einer, welcher so beduselt war, daß er sich kaum aufrecht erhalten konnte, und eine lüderliche Frauensperson wurden beigesteckt.

- ~ ~ Die Thätigkeit unserer Schutzmannichafl war auch tm verflossenen Monat

Decembc 1878 eine sehr rege. Es wurden arrettrt: Bettler 59, Obdachlose 18, wegen Rube- storung o, Trunkenheit 10, Prostituirte 4, Diebstahl 11, sonstiger Vergehen 2, auf Requisition Wurden 3 Personen arretirt und Schulkinder x. Anzeigen erfolgten in s anitätspoliz ei- »S" Beziehung wegen schädlicher Ausdünstung 16, Lebensmittelfälschung 7, bösartiger Spiere9, sicherheitspolizeilicher Beziehung gegen Bettler 59, Trunkenheit 3. Ruhestörung 72 Drebstah^ 26, Betrug 1, Meldewesen 15, sonsÜqe Sicherheitspolizei 10 Ferner toegen Tierquälerei 5, Störung der Sonntogsfeier 7, Übertretung dcr Feicrabendstunden 12 wegen falscher Maaße und Gewichte 48, Droschkenordnung 10, sonstiger Gewerbepolizei 2 Straßenvolirei 118. N-r-i-Kpn di- m o-iVcn-i;.': k a

^ks Reichskanzlers enthaltene Princip, alle Artikel mit einer Eingangs-Abgabe zu belegen, entschiedene Bedenken haben. Als in der Montagssitzung des Bundesraths das Schreiben des Reichskanzlers der Zolltarif-Commission zur Elwägung überwiesen wurde, erklärten vier Regieiungen, darunter drei der Mittelstaaten, daß ihr Votum nicht so gedeutet werden könne, als ob sie mir der Überweisung auch zugleich ihre Zustimmung zu dem materiellen Inhalt des Schreibens des Reichskanzlers an den Tag legten; diese Erklärung wurde auf Wunsch der Vertreter der betreffenden Regierungen zu Protokoll ge­nommen.

Berlin, 4. Januar. Der aus 20 Personen bestehende Ausschuß der Kriegervereine, welcher aus Anlaß der Einzugsfeier vom 5. December gewählt war, hatte gestern Mittag um 1 Uhr Empfang bei dem Kaiser. Die Depu­tation der reich mit Orden und Ehrenzeichen decorirten ehemaligen Kroger hielt ihre feierliche Auffahrt in einer Reihe von Equipagen. Nachdem sie sich im Halbrund im Waffensaale des kaiserlichen Schlosies ausgestellt hatten, er­schien der Kaiser tn kleiner Generals-Uniform. Auch die rechte Hand trägt er jetzt frei, und sein Aussehen ist das allervortheilhasteste. Der Kaiser sprach seine Freude aus, die Vertreter der Kriegervereine begrüßen zu können. Hier­auf nahm Fabrikbesitzer Diersch das Wort, um der innigen Freude der Krie­gervereine über die völlige Genesung des Kaisers Ausdruck zu geben. Der Kaiser knüpfte hieran ernste Worte der Erwiderung. Die Krieaervereine möchten an ihrem Theile dazu beitragen, daß Tage wie die von 1848 nicht wiederkehrten. Das geschehe am sichersten durch Erziehung der Jugend zur Religiosität. Nach der Vorstellung sprach der Kaiser mit den Einzelnen in zwangloser Weise. Er erkundigte sich nach ihrer Dienstzeit, wo sie ihre Ehren­zeichen erworben, welche bürgerliche Stellung sie einnehmen und dergl. mehr. Beim Abschiede gab der Kaiser noch seiner Hoffnung aus eine baldige Vereini­gung sämmtlicher deutscher Krirgwvereine besonderen Ausdruck.

Die Sitzung der Commission für die Reform des Zolltarifs wurde gestern Morgen um 11 Uhr im Reichskanzler-Amte durch eine Ansprache des Ministers Hofmann eröffnet und der Vorsitzende der Commission, Herr v. Varn- büler, hielt eine Begrüßungsrede. Weiter wiffen die heutigen Morgenblätter über diese Sitzung nichts zu berichten. Das wichtigste Ereign'ß der Sitzung ist ihnen unbekannt geblieben. Es wurde nämlich ein neues Schreiben des Reichskanzlers verlesen, das in mehr als einer Hinsicht merkwürdig ist. Zu nächst dadurch, oaß Fürst Bismarck trotz des Ergebniffes der Trbaks-Unter- silchungs-Commission noch keineswegs zu anderen Ansichten bekehrt worden ist, sondern ihm das Tabaksmonopol noch immer als Ideal vorschwebt; sodann betont er in dem Schreiben die Nothwendigkeit, durch die Zollreform den Finanzen des Reiches zu Hülfe zu kommen, so daß, wie es scheint, die volks- wirthschafklichen Gesichtspunkte den finanziellen Bedü^fniffm untergeordnet wer­den sollen. Ss leidet wohl keine Frage, daß bie Mehrzahl der 15 Mitglieder der Commission tm Wesentlichen unter dem Einflüsse der Ansichten des Reichs­kanzlers stehen wird. Jndeffen gehen die Ansichten der Regierungen noch weit auseinander und das schließliche Ergebniß der Commission wird wohl tn manchen Punkten noch abwetcken von den Vorschlägen Bismarcks. U 6er die Haltung des Reichstages läßt sich noch nichts Gewtffes voraussetzen. (Köln.Ztg.)

Aus des Kaisers Umgebung kommt die Nachricht, daß der Monarch seit langer Zeit sich nicht so wohl und kräftig gefühlt habe wie jetzt. Es find vielfache Bemühungen gemacht worden, um den Kaiser zu bestimmen, die Fest­lichkeit der Saison thells abzukürzen, theils so einzurtchten, daß das Ende der Feste nicht in die späten Nachtstunden falle. Inzwischen hat vorgestern der Kaiser angevrdnet, daß in der Reihenfolge wie in dem Umfang der Feste in keiner Beziehung irgendwelche Aenderungen gegen die Vorjahre eintreten sollen. (£3 wird erzählt, Se. Majestät habe kürzlich sein Bedauern darüber geäußert, daß ihn die Schonung des rechten Armes nöthige, der Theilnahme an den Hofjagden zu entsagen.

i( Berli«, 5. Januar. Von fachmännischer Seite wird derKöln. Z^g-" geschrieben:Die Berlin-Hamburger Etsenbihn-Direction in Berlin hat kürzlich 2500 Ton. Beffemerstahlschienen (10,000 Stück ä 6591 Mm. lang U"d 250 Kg- schwer) bei den Dowlays Steel u. Jron Morls in England bestellt. Die Ablieferung dieser Schienen beginnt Mitte Januar und muß Ende Februar d. I. beendet sein. Die Direction dieser Bahn hat diesen sehr ansehnlichen Schienenposten ganz still dem englischen Werke zugewandt, ohne auch nur ein einziges Deutsches Werk zur Concurrenz ausgesordert zu haben. Es scheint diesen Herren bange gewesen zu sein, daß bei der trostlosen Lage der heimischen Industrie, wo manches Hüttenwerk wenig oder gar nichts zu thun hat, diese Lieferung von den deutschen Hüttenwerken unter allen Um­ständen acceptirt worden wäre. Es ist unbegreiflich, daß deutsche Bahnen in btefer so sehr schlechten Zeit ihre Aufträge in solcher Weise dem Auslande zuweisen; englische oder französische Bahnen würden dieses sicher nickt f ne Widerlegung der obigen Nachricht wäre, wenn möglich, gewiß

erwünscht. ö ö p

, Würzburg , 2. Januar. Heute Vormittag fand In der Aula der Untverftiat tue üdttlbe Jahresfeier und Preisverlheilung statt. Der Rector Proseffor Dr. Fick, schickie dem Jahresbercht eine wisteuschaflliche Beirachiung über die Bedeutung des Darwinismus vom physiologischen Ttandxu-k-e nor- kn aud,l ®te ?r »Fr- Kur." berichtet, des beklagenswer-

then w.salls dem der cand. weck. Sicken zum Opfer gefallen. Noch fei ganz Deutschland in gespannter Erwartung des richterlichen U-theilspruches, ob «ine schwere Verschuldung des Patrouillenführers oder eine strenge SBe ob flunfl des Gesetzes vorliege. Möglicherweise werde der Fall Anlaß zu einer Aenderung der Instructionen. Für die akademische Jugend muffe es ab-r als eine ernste Mahnung betrachtet werden, der der Recior Ausdruck zu geben vom akudemischeu Senate beaustragt se«; denn der Fall lege der studirenden Jugend die patriotische Pflicht auf, doß sich keines ibrer Mitglieder zur Pro vocation anderer B-völkerungsklaffen hinreißen lasse, sondern, umsomehr in der A-tztzeit, wo eine allgemeine LLbmung Tausende in Roth versetze, wo als schwere Gewitterwolke über dem jungen deutschen Reiche ein wüster Geist der Auflehnung schwebe, mit dem Beispiel der Ui.terordnuna unter die bestebeuden Ges'tz/ vorangehe und Alles vermeide, was dem Verlangen eines Vorrech s gleichkomme, das den ohnehin vorhandenen Klaffenhaß nur noch mehr llei- gern mußte. ' M* 1

Lokales.

Gießen, 7. Januar. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag den 9. Januar 1879, Nachmittags 4 Uhr r

Kairo, 3. Januar. Einem heute veröffentlichten Decrete zufolge llnd , ------- --------.........vH «,ewer°n>°,u.. 2

die Vorschläge auf Errichtung eines besonderen Departements für die systema- j anaVigm«?' 118' ®"8'^en 8'8f" Feuerpolizei 12, Feld-P°llzei 2. Summa sämmtlicher