Einzelbild herunterladen

1879.

Freitag, den 29. November

r. 379

Meßmer 'Anzeiger

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Gießen

(5660

Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS.

eml«'1'"

kbcnd:

is. Solper.

t Mvn mit

W. mW ten W^arenge- >. K 7286 tut

Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohir» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

(rfW*

«*» 5

* It

Redaetionsbirreaur 1R

xxpeditlonsburean- I ®$utftr"c B' ,R'

er «chW ihnachten in 'ein, antike ißtn in (ein rbeiten.

w vhauer.

nrdlnsürlA

,afte Mit wird

aust .z

MeEM.

und-, ich dem IW" nkleide» »»*

vor W

,tung«wfl

grMf£*

98,509,686 Mk. 2-Markstück-, 149,660,420 Mk. 1-Markstück-, 71,486,388 Mk. 50-Pse>migstücke, 35,717,718 Mk. 20 Pfg. 20-Pfenntgstücke. Die G-samml- ausprägung an Goldmünzen betrug: 1,661,413,245 Mk.; an Silbermünzen: 427,026,627 Mk. 20 Psg.

Frankfurt, 26. November. Wie dieParole", die amtliche Zeitung des deutschen Kriegerbundes, meldet, wird der mehrfach angekündigte Abgevro- netentag sämmtlicher deutscher Kriegervereine behuss Gründung eines allgemeinen deutschen Kriegerverbandes wahrscheinlich am 15. December in Frankfurt a. M. unter Vorsitz des Generals v. Glümer stattfinden. Die Bayern haben sich, wie immer, ausgeschlossen. Dennoch hat man sichere Nachrichten, daß der Kaiser das erbetene Protectorat über die große Vereinigung annehmen wird. Am denkwürdigen 18. Januar hofft man die Thatsache der Vereinigung und der Uebernahme des Protectorates durch Se. Maj-.stät proclamiren zu können. Der Ordnung wird damit eine Armee von mindestens 250,000 gedienter Krie­ger im Bürgerrock gewonnen sein.

Hesterreich.

Wien, 25. November. Meldungen derPolit. Corrcsp." Aus Kon­stantinopel, 24. d. Die Verhandlungen zwischen der Pforte und Zichy betreffs der Beietzung des Dtstrtcts Nvvtbazar dauern fort; die Pforte beschloß, die­selbe unter der Bedingung zu acceptiren, daß Oesterreich-Ungarn aus Verlangen der Psorte drei bestimmte strategische Punkte im District räume und von tür­kischen Truppen besetzen laste. Die Pforte gab Griechenland von ihrer Be­reitwilligkeit Kenntniß, bet der Gebietsabtretung in Thessalien über den Salambria-Fluß hinauszugretfcn. Griechenland beharrt auf der Grenzregulirung nach Vorschrift des Berliner Vertrages. Zur Erleichterung der Regelung der Frage wegen der Uebergabe von Podgvritza beschloß die Pforte die Abbe­rufung des General-Gouverneurs in Skutari Hussein Pascha. Aus Bukarest vom Heutigen. Nach dem Stande der Verhandlungen mit Rußland erfolgt der Einmarsch der Rumänen in die Dobrudscha voraussichtlich am 26. d. Für den Fall unerwarteter Schwierigkeiten würde die Regierung eine Note an die Signatar- Mächte richten und in der Thronrede am Mittwoch die russischen Ansprüche bekanntgeben.

Wien, 26. November. DiePolit. Corresp." meldet aus Konstanti­nopel vom 26. d.: Der griechische Gesandte hat von Savfet Pascha die Zu­sicherung erhalten, daß die türkischen Delcgirten für die türkisch-griechische Grenzregulirungs-Commtssion noch im Lause der Woche ernannt werden sollen. _ In den von russischer Sette besetzten türkischen Ortschaften werden die tür­kischen Beamten zurückgewiesen. Midhat Pascha, welchem die Pforte bedeu- tete, auf den beabsichtigten kurzen Aufenthalt in Konstantinopel zu verzichten, ist in Beyruth eingetroffen. An die Stelle des abbcrufenen Huflein Pascha, des Vertheidigers von Saturn, werde Ferik Arif Pascha zum Civil- und Militär- Gouverneur von Albanien ernannt. Derselben Correspondenz wird aus Bukarest von heute gemeldet: Der Fürst von Rumänien ist in Begleitung des Ministerpräsidenten Bratiano heute Morgen in Braila eingetroffen und enthu­siastisch empfangen worden. Der Ucbergang der rumänischen Truppen über die

«»b

ihren,

:nNn8,

Deutschland.

Darmstadt, 27. November, Vorm. 10 Uhr. Se. König!. Hoheit der Großhrrzog sind jetzt so wett in der Genesung vorgeschritten, daß von heute an die regelmäßige Ausgabe der Bulletins aufhören wird.

Der Krästezustand des Hohen Patienten läßt noch viel zu wünschen übrig. Es ist deshalb gegenwärtig nur eine langsame Wiederherstellung des vollstän­digen Gesundheitszustandes zu erwarten.

Auch das Befinden Se. König!. Hoheit des Erbgroßherzogs und Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Irene hat sich so gebessert, jdaß von heute an keine weiteren Bulletins erscheinen werden.

Dr. Eigenbro'.dt. Dr. Jäger.

Daiwstadt, 26. November. Nach einer Verordnung von 1825 sollen Kinder aus gemischten Ehen der Religion des Vaters folgen, wenn bezüglich der religiösen Erziehung in den Eheverträgen nicht eine andere Vereinbarung getroffen. Letztere Bestimmung hat sich in der Praxis vielfach als ungerecht- iertigte Einschränkung der väterlichen Rechte erwiesen, weshalb die Regierung dem vorigen Landtage ein Gesetz über die Ausübung des Erziehungsrechtes in Bezug auf die Religion der Kinder vorlegte, dessen Annahme am Widerspruch der ersten Kammer scheiterte. Dem neuen Landtage ist nunmehr ein geänderter Gesetzentwurf vorgelegt worden, wonach das Bestimmungsrecht über die reli­giöse Erziehung der Kinder bis zum zurückgelegten 14. Jahre bei ehelichen und lkgitimirten Kindern den Eltern wobei im Falle von Meinungsverschieden- bkiten der Vater entscheidet bei unehelichen Kindern der Mutter zusteht. Der betr. Elterntheil kann auch eine Aenderung seiner Bestimmung vornehmen, dasselbe Recht hat eine Mutter, wenn auf sie das Recht der Erziehung Hergegangen, mit Genehmigung der Obervormundschafts-Behörde. Aehnliche Grundsätze gelten bei Waisen. Alle gegentheiligen Verabredungen sind rechtlich unwirksam.

Darmstadt, 26. November. Das ausgesprengte Gerücht, welches auch von vielen auswärtigen Zeitungen reproducirt wurde, Kriegsrath Wiegand sei begnadigt, bestätigt sich nicht. (Neue Hess. Volksbl.)

Berlin, 26. November. Die Studirenden der Universität und die der Lau-, Berg-, Gewerbe- und Kunst-Akademie beabsichtigen am Tage der Wieder- lunft unseres Kaisers einen gemeinschaftlichen Commers Sr. Majestät zu Ehren abzuhalten. Da aber kein Local zu finden ist, welches sämmtliche Theilnehmer, klwa 5000, bergen könne, so sind die Hochschulen übereingekommen, den Com­mers getrennt zu feiern. Die vier Akademien haben die Räumlichkeiten des Tivoli-Etablissements in Aussicht genommen und haben die anderen elf techni- \ Ihen Hochschulen Deutschlands eingeladen. Der Oberpräsident von Ost­preußen hat die Beschwerde der Königsberger Stadtverordneten wegen der i Entfernung der Büste Jacoby's aus ihrem Sitzungssaals als ungerechtfertigt

Donau wird 3 Tage dauern.

Pesth, 26. November. Die österreichische Delegation beschloß, den Be­richt des Budget-Ausschusses, betr. die Vorlage wegen der Nachtrags-Credite sür die Occupation pro 1878, auf Ersuchen des Ministers des Aeußern von der Tagesordnung abzusetzen, da der vom Budget-Ausschusse beantragte Be­schluß bei seiner hohen Wichtigkeit die Berathung der Räthe der Krone noth- wendtg mache. Der Bericht wird demgemäß aus die Tagesordnung der sür Donnerstag eventuell Freitag anberaumten Sitzung gestellt.

Dänemark.

Kopenhagen, 26. November. Der Landsthtng beschloß einstimmig nach zweiter Lesung die Annahme der Vorlage, welche St. Croix des Beitrags zu den Staatsausgaben interimistisch enthebt. Die vormaligen Minister Gras Frys und Krieger sprachen sich unter allgemeiner Beistimmung der Versamm­lung sür Billigung der Haltung aus, welche die Regierung Westindien gegen­über beobachtete und warnten vor einer parlamentarischen Kraftprobe in einer solchen durch unvorhergesehene- Unglück hervorgerufenen Angelegenheit.

jurückgewiesen.

Der Vorstoß gegen Afghanistan Seitens der Engländer scheint mit «Her Energie vor sich zu gehen. Bereits sind drei Forts : das von Ali-Musjid, tag Fort Rapion und das Fort Amadshand, den Afghanen entriflen. Da Letz­i-re sich indeß in allen drei Fällen ohne Kampf zurückzogen, so ist bis jetzt ein Naßstab sür ihre Widerstandskraft nicht gegeben. Wie es heißt, liegt es im Plane der Engländer, sür diesen Herbst noch die Forts von Khurum und Kan- Ichor w nehmen, um für die im nächsten Frühjahre gegen Kabul beginnenden Operationen eine sichere Basis zu haben. Diese beiden Punkte in Verbindung Mit dem bereits genommenen Ali-Musjid sperren nämlich di- drei Hauptern- sillSstraßen nach Afghanistan, welche sich sämmtlich bei Kabul vereinigen. Die nördlichste Straße führt von Peshawer am Indus über Ali-Musjid und durch sie Khyber-Päflc an Dschellalabad vorbei nach Kabul, di- mittlere Straße geht ; tom Indus das Thal des Khurum-Fluffes aufwärts über die gleichnamigen Söffe ebenfalls nach Kabul; die dritte Straß- endlich hat ihren AuSgangs- tzivkt in Quettah, wo sie durch den Koluk-Paß nach Kandahar und dann nach

Berlin. In den deutschen Münzstätten sind bis zum 16. November 1878 geprägt worden, an Goldmünzen: 1,243,308.820 Mk. Doppelkronen, ; 390,134,580Mk. Kronen, 27,969,845 Mk. halbe Kronen; hiervon auf Prwatrech- nuug: 341,962,720 Mk.; an Silbermünzen: 71,652,415 Mk. 5-Markstücke,

Großherzogliches Ministerium des Innern hat genehmigt, daß im Frühjahr und Herbst 1879 je ein Fohlen- und Pferdemarkt in Darmstadt abge­halten wird und mit diesen beiden Märkten Verloosungen von Fohlen und Pferden, dann von Pferdegeschirren, landwirthschaftlichen Gerathschasten, sow'e

Dem vorgelegten Verloosungsplane gemäß sind bei jeder der zwei Verloosungen höchstens 20000 Loose das Loos zu 2 auszugeben und Wenigstens 65% der Brutto - Einnahmen zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden und ist der Vertrieb der fraglichen Loose für den Umfang vts Großherzogthums gestattet worden.

Gießen, den 27. November 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Boekmann.

en.

b Ahnden-

Mandluno

io ..Zubehör, ist fe- JW LLohne. .'ogisistzuvkr- Fet, Mnbngnstr. ru vermieten. etJMa M möbltrteS JB. 1656/t0.__

eigen, nlt rothm W. «10 Musen, ben

81t D, 217.