von der Durchfahrt ausgeschlossen. Für Handelsschiffe werde absolute Freiheit.
Vermischtes.
Connecticut zu«
Literarisches.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Eorrespondenj-Bureaü.
nicht allzuweit hinausgretfen. Für den Frieden bleibe entscheidend, daß nur d e r auf innere Berechtigung und unbedingte Billigung aller Mächte Anspruch habe, welcher die Bedingungen praktischer Stabilität und die Schöpfung einer cousolidirenden conservattven Ordnung der orientalischen Verhältnisse verbürge.
Mit diesem Problem, welches Oesterreich auf der Conferenz vertreten werde, werde es sich nicht isolirt befinden. Nur das Interesse eines wirklichen Friedens stehe bei allen Mächten im Vordergründe, nicht Palliative, welche nur die augenblickliche Gefahr beseitigen, um ernste, tiefgreifende Gefahren eines unvermeidlichen Krieges heraufzubeschwören.
Bukarest, 23. Februar. Das von den Türken geräumte Rustschuk wurde heute von den Russen besetzt. Zur Wiederaufnahme der Donau-Damps- schifffabrt sind Einleitungen getroffen worden.
Pesth, 23. Februar. Das Unterhaus nahm den Art. 22 des Zoll und Handels-Bündnisses in der von der Regierung vorgeschlagenen Fassung unter Ablehnung des Amendements Bitto's, die Ausnahme einer Klausel auf fünfjährige Kündigung betreffend, aü.
London, 24. Februar. , Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel: Großfürst Nikolaus und Savfet Pascha werden voraussichtlich am 24. d. in San Stefano zusammentreffen.
Versailles, 23. Februar. Die Kammer vertagte die Prüfung der Wahl Cassagnac's bis nach Erstattung des Berichtes der Enquette-Commission. — Der Finanzmtnister brachte den Entwurf zu einem Gesetze ein, welches ihn ermächtigt, ein weiteres Zwölftel des Budgets zu erheben, da er erkannt, daß der Senat das Budget nicht vollständig bis Ende Februar votirt haben kann.
Rom, 23. Februar. Der „Agenzia Stefani" zufolge findet die Krönung des Papstes voraussichtlich am nächsten Donnerstag in der valicanischen Basilika statt.
Paris, 24. Februar. Die „Agence Havas" meldet: Ein Telegramm des Großfürsten Nikolaus aus San Stefano vom 24. d. meldet, daß er nebst einem Truppen-Detachement mit Zustimmung der Pforte daselbst angekommen sei und daß Reouf Pascha und Mehemed Alt Pascha gekommen seien, ihn willkommen zu heißen.
Lokal-Rotir«
Gießen, 25. Februar, lieber bas höchste Gebirge unserer Erde, den Himalaya, wird auf Einladung des hiesigen Kaufmännischen Vereins der berühmte Forschungsreisende Herr Pro- fesior Robert von Schlagintweit am Samstag den 2 Marz im Saale des Hotels ,,Prinz Carl" einen Vortrag halten und dabei die betreffenden Gegenden und ihre Bewohner schildern. Da derselbe auf eigener Anschauung beruht und durch eine größere Karte und landschaftlickc Bilder erläutert wird, dürfte er nicht nur für Erwachsene, sondern auch für die wißbegierige Jugend von hohem Interesse sein. Man darf daher wohl einen recht zahlreichen Besuch dieses wissenschaftlichen Vortrags erwarten.__
Wasser liegenden Verunglückten. Die sich in dunkler Nacht abspielende Scene spottet feber Beschreibung Einem Wunder wird cs zuueschrieben, daß die Trümmer nicht tn Brand oerielben, daß der Ve-lust an Menschenleben et" veibältniß rößig geringer ift Auf der Stelle fand man 14 Tobte und 50 zum größten Tbdle Schwerverwundete, von denen Vielen der Tob als E löi'ung zu wün schen »st. — Wie verlautet, hatte man schon vorher went>, Vertrauen in die Festigkrit der Brücke
Italienische Zustände. Ein Minifterprogramm von Francesco CriSpi Diese im Verlage des Literarischen Centralbu'-e »us in Berlin soei erschienene lema tionlle Broschüre enthält das aesammte polnische GlaubenSbekerntnitz dcs beraymte» italienischen Staatsmannes Erttzpt gibt n-ckt i ur eine vorzügliche Darstellung politischen Parteilreibens In Italien, sondern entwickelt auch das Programm der Urformen, ohne welche der italienische Staat nicht bestehen kanm Besonders Interest . ist der auch für hfe deutschen parallelen Verbal,niste wichtige Hinweis auf den Wender „Einheit" und der „Freiheit" des Vafrlandcs. Die i» der Sprache und ,m dankenreich'bum an die berühmten Zuniusbriefe erinnernden AiifsatzeCrispis f Interesses aller Politiker sicher. Außei einem guten Portra t Crispi s enthalt die Bro --- ■ -.........- Professor von Schanz, sowie em interessante? Vv
Petersburg, 23. Februar. Die „Agence Ruffe" sagt.: Die Frie- ihren Zusicherungen Rechnung tragend, die Freiheit des Conclave zu sichern und densverhandlungen schreiten vor. Zur Beschleunigung derselben verlegt Großfürst hierin allen an der ungestörten Vollziehung dieses hochwichtigen Actes interessir- Nikolaus mit Rücksicht aus die entfernte Lage von Adrianopel im Eiuverstand- ten Staaten einen so hervorragenden Dienst zu leisten gewußt hat.
niß mit der Pforte sein Hauptquartier nach San Stefano. — Die „Morgen-Revue" meldet: Der heute unter dem Vorsitz des
Petersburg, 23 Februar. Der „Golos" betont in einem sehr scharfen Kaisers stattfindende Ministerrath, an welchem alle drei Ministerien ihetlnehmen, Artikel gegen die Verzögerungen in den russisch-türkischen Verhandlungen, daß soll über einen vom Grafen Andraffy von oen Delegationen zu forberireu c6 an bcr oe(t [ei, fcen sich in die Länge ziehenden Verhandlungen ein Ende Credit von 60 Mill. Gulden beruhen, deffen Verwendung unter der Verant- zu machen. Entweder solle sich das britische Geschwader in die Besika-Bay wortlichkeit der Gesammt-Regierung zu militärischen Dispositionen dann erfol zurückziehen oder die Pforte solle eine» handgreiflichen Beweis erhalten, daß sie gen wird, wenn die österreichischen Interessen auf der Conferenz nicht respeciiit vergeblich auf die Anwesenheit der britischen Monitors im Marmara-Meere werden sollten.
rechne. Man solle der Türkei ankündigen, daß, im Falle der Frieden an — In dem heute unter dem Vorsitze des Kaisers abgehalteneu gemein- einem möglichst baldigen Tage nicht unterzeichnet werde, die Feindseligkeiten schastlichen Ministerrathe wurde die gestern bei dem Grafen Andrastv begonnene wieder angenommen würden. Berathung über die Frage der Einberufung der Delegationen behufs Erweite-
PeterSburg, 23. Februar. Officiell wird aus Tiflis von gestern ge- rung der Jdemnität für eine weitere Zeit in Hinblick auf die bevorstehende meldet: Je ein Bataillon des Eriwan'schen Regiments und deS Grusi'schen Conferenz fortgesetzt. Gutem Vernehmen nach wurden hierbei auch eventuelle Grenadier-Regiments besetzten am 21. Febr. die Hauptforts der Befestigungen Kundgebungen der Versaffungs-Körperschasten Angesichts der bevorstehenden Con- von Erzerum, Medschidje und Achisie. Die Stadt ist ruhig. Ismail Pascha ferenzverhandlungen in Betracht gezogen.
ist über Hidscha nach Erstnghian abgereist. London, 24. Febr. Reuters Bureau meldet aus Konstantinopel vom
. 22. d. (via Syra) Näheres über die Friedensbedingungen. Darnach sollen die
TurKet. Grenzen des künftigen Fürstenthums Bulgarien über den Balkan hinausreichen;
Konstantinopel, 21. Februar. Eine auf der Reise nach Konstante der Fürst von Bulgarien soll durch eine Versammlung von Notabeln erwählt
nopel die russischen Linien bei Tschataldja passirende tscherkessische Karawane und durch die Pforte und die Mächte bestätigt werden. Der Tribut, welchen
weigerte sich, die Waffen abzugeben. Dieselbe wurde nach einem Kampfe mit Bulgarien der Pforte bezahlen soll, würde dem Netto-Einkommen dieses Landes den russischen Truppen entwaffnet. zu entsprechen haben. Eine russische Commission würde Jahre hindurch die
Konstantinopel, 22. Februar. Wie verlautet, verlangte der russische Regierung tes Landes überwachen, welches gleichzeitig von russischen Truppen
Unterhändler Onon, daß die Friedenspräliminarien noch vor dem 2. März besetzt sem würde. Podgorizza und Antioari erhielte Montenegro, welchem noch
zum Abschluffe gebracht würden. andere Landestheile im Norden und Westen zugetheilt werden. Die Dobrudscha
. . s wird von Rußland im Austausch von Bessarabien an Rumänien cedirt. Serbien
Hnechenlano. erhielte nach der bosnischen Seite hin eine beträchtliche Vergrößerung. Bezüglich
Athen, 22. Februar. Beträchtliche türkische Streitkräfte machten einen ber Dardanellen würden alle Kriegsschiffe, abgesehen von einzelnen Ausnahmen,
Ausfall aus Volo und schlugen die Insurgenten bei Platanos. oon der Durchfahrt ausgeschloffen. Für Handelsschiffe werde absolute Freiheit,
,ß selbst in KriegSzeiten, statuirt. Die an Rußland zu zahlenden Kriegskosten be-
AMeNtta. tragen 1400 Millionen Rubel. Zu?Deckung derselben werde die Pforte Datum,
Rew-Uork, 22. Februar. Nachrichten aus Panama vom 13. Febr. Kars, Bajazid und Ardahan mit Territorien dazu abtreten. Die Pforte hätte bestätigen die durch Wafferhosen angerichteten Verheerungen in Callao und außerdem eine bedeutende Summe in Obligationen zu zahlen, deren Zinsen und melden, daß Erdbeben in Jquique und Arica am 23. Januar unbedeutenden Amortisirung durch den Tribut Bulgariens, Egyptens, die Einkünfte Anatoliens Schaden angertchtet haben. Von einem Erdbeben in Lima ist nichts erwähnt, und durch die Minen von Heraclea garantirt werden sollen. 10 Millionen . । --------- Rubel sind sofort zu zahlen. Die Sulina-Mündungen werden wieder hergestellt.
Der Friede würde in San Stefano unterzeichnet, wohin die Russen mit Zustimmung der Pforte gegangen sind.
Musikalisches.
Die „Franks. Ztg." schreibt über das Auftreten der Frau Dr. Schumann am Freitaz den 22. d. M. Folgendes: , o , t n ...
Cinen hauptsächlichen Anziehungspunkt des zehnten MuseumSconcerteS boten die Leptungk' der Frau Clara Schumann. Die hochverehrte Künstlerin, die wir hier im vorvergangene, Winter wiegt gehört haben, erfreute uns diesmal mit dem Vortrage des Beethoven ichen O-äur Concerts, der k'-äur-Rovellette aus op. 21 und dem „Aufschwung aus den Phantasiestuckc. op. 12 ihres Gatten, sowie des Chopin'schen Vs-iur-Walzers op. 42. Daß »bre Leiltun. eine hochvollendete und wahrhaft ungetrübten Genuß gewätzrenve war, versteht sich gleich,am vo selbst, und wer wollte auch an dem Spiel einer Clara Schumann etwas zu mäkeln versuche» das uns in seiner klassischen Gediegenheit so lebhaft anzieht und innerlich befricbigt und de, modernen Schiffern auf dem Meere der Virtuosität nicht nur als ein freundlich blinkender den stern, sondern auch als ein hochstrahlender Leuchtthurm dienen kann, welcher sie vor den v erd er t licken Riffen der Ertravaganz, wie vor den schmeichelnden Verlockungen der Sirene Technik d? wahren wird, wenn sie nur auf ihn unverwandt Hinblicken wollen. Wenn wir aus Frau Sch»- mann's herrlicher Leistung etwas noch ganz besonders hervorheben möchten, so ist dies die u» säglich milde Wiedergabe de« Andante, die so recht des Tondichters Intention zum «usdru gelangen ließ: den 'rauhen Unisonogängen deS Orchesters treten die sanften Akkorde des Klavie,- gegenüber, jene allmälig besänftigend und schließlich in die eigene Stimmung beruberzikden. Stürmischer Empfang und rauschende Beifallsspenden gaben der Freude des Publikums an de,. Erscheinen und den Leistungen der Künstlerin beredten Ausdruck.
Petersburg, 24. Februar. Der „Agence ruffe" zufolge hätte sich die Nachricht des „Standard" über den Marsch russischer Truppen aus Konstantinopel als Folge der Weigerung der Pforte, die Friedensbedingungen anzunehmen, auf eine bereits vergangene Phase bezogen. Die letzten directen j Nachrichten constatirten einen Fortschritt in den Friedensverhandlungen. Die । Nachricht aus Konstantinopel, daß Großfürst Nikolaus auf die Abtretung von 6 türkischen Panzerschiffen verzichtet habe, gegen die Verpflichtung des Sultans, die Schiffe keiner anderen Macht zu überlassen, sei wahrscheinlich, obgleich nicht officiell bestätigt. Die Meldungen über die Conferenz, wonach deren Beschlüffe nicht obligatorisch sein sollten, da derselben eine Zusammenkunft der Souveräne folgen würde, bezeichnet die „Agence ruffe" als durchaus unbegründet mit dem Aus der Baar. Letzter Tage schoß ein Jagt Pächter, Oekonom Link von Tros- jDiniufüaeii, Rußland acceptire die Conferenz mit oder ohne Anwesenheit der singen, 3 Rehe auf einen Schuß Dieselben waren derart getroffen, baß einer der edel- Minister des Acren. Wenn der Zusammentritt der Conferenz in B-rlm die
Anwesenheit der Letzteren erleichtern könne, werde man Berlin als Conferenzort _ @ln xmsitzltches Eisenbahnunglück bat fick am 16 p. M bei Connecticut zu- acceptiren. Ueber eine in Rurnelien angeblich an Polen vollzogene Execution ^tragen. Die auch tn Europa bekannten Meihodistenwandervrebiger Moody und durch die russischen Behörden sei in Petersburg an officiellen Stellen nichts Sankey hatten in Hartford, Connecticut, eine großeReltgtonSübung veranstaltet, ; . 11 v öh ber die Bevölkerung der weiten Umgebung massenhaft bingel-homt war. Abend« um
bctann™ _ cmi 9 Ubr führte ein Hua etwa 500 Theilnedmer wieder nach Hause Die über den Far-
Wien, 24. Februar. Die „Montags-Revue meint, auch das Wiener ^ingtonfluß führende Holzbtücke erwies sich aoer als zu schwach für das Gewicht Der Cabinet billige die Ansicht, daß die einfache Retablirung des Status quo nach vorgespannten zwei Locomoliven und brach ein. Beide Lokomotiven und vier Wa.en so namhasten Opfern Rußlands unmöglich sei. »ber bei einem Kriege, der mit j- 7« Passagieren siürzt.n medr als swarjlf, 3uS' vorwiegend moralischer Interessen willen geführt worden, dürfe man über diese ^F^s^s"stw-n^°us^!n iwischen Trümmern eingeklemmten und halb tut
Wien, 24. Februar. Die Beendigung des Conclaves und die neue ^Qrt (|n 8ebtnät,(Ib b(ffdb,n „gn Professor von Schon,. Ioan- e™ tnrtrenani™ Papstwahl gaben dem Wiener Cabinet Veranlaffung, die italienische .Regierung roort über die geistigen Beziehungen Deutschlands zu Italien oon ebtlr^vb -ziiu - telegraphisch zu der Weisheit und der Festigkeit zu beglückwünschen, womit siel Preis der Broschüre ist auf 75 H festgesetzt.


