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1878

Donnerstag, den 17. October

Kr. 212

Anzeige- und AmtsdM sie den Kreis Kietzen

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Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.

Schulstraße B. 18.

Im Topfe.

Auch die Gewerkveretnler erblicken in den Productiv - Associationen das Endziel und die einzige wahre Lösung der socialen Frage, nur mit dem kleinen Unterschiede, daß sie nicht erst auf den zukünftigen Volksftaat und desien mate­rielle Hülfe warten, sondern schon unter dem heutigen Staate und unter Ab- Weisung jeder staatlichen Beihülse mit der Errichtung von Productiv-Genosien- slhasten vorgehen. Und die große Anzahl der auf dem Wege der Selbsthülfe errichteten und gedeihenden Genossenschaften lehrt wohl klar genug, daß die gegebenen Verhältnisse vollkommen ausreichen.

Echüler gerne bereit sind.

Alsfeld, im September 1878.

Das Curatorium der Ackerbauschule zu Alsfeld:

Hoffmann, Kreisrath. Ramspeck, Bürgermeister. Bücking, Beigeordneter.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps.

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i Die Productiv-Affociationen.

Wohl in keinem anderen Punkte unterscheidet sich der Gewerkvereinler

Selbst aber den Fall angenommen, ein Staat würde sich bereit erklären, dem absurden Verlangen der Socialdemokraten nachzukommen, so behaupten wir, daß diese Genosienschaften wahrlich nicht zur Blüthe gelangen können, einfach weil ihnen alle Vorbedingungen fehlen, welche zur Gründung einer Productiv- Genoffenschast durchaus unentbehrlich find.

Schulze-Delitzsch bezeichnet es in seinemArbeiter-Katechismus als einen großen Fehlgriff, zur Bildung von Productiv-Genoffenschaften unvorbereitet und ohne eine genossenschaftliche Vorschule zu schreiten, in welcher man einmal für die Anfänge der unerläßlichen Kapitalbildung und sodann für Ausbildung der geschäftlichen Routine und des genosienschastlichen Geistes unter den Mitgliedern sorgt. Man wird dies Urthetl ei»es sachkundigen und scharfsinnigen Mannes anerkennen muffen, nachdem die Erfahrung seitdem hundertfach bewiesen, daß man eine Productiv-Genoffenschaft nicht leiten kann, ohne vorher in anderen Genossenschaften die Schule durchgemacht zu haben. Die Socialdemokraten sehen verächtlich herab auf die Consum-, Vorschuß- und Bildungsvereine und sie verlieren hierdurch die Fähigkeit, Productiv-Genoffenschaften mit irgend welcher Aussicht auf Erfolg zu gründen._______________________

Deutschland.

Berlin, 14. October. Hier trifft man großartige Anstalten, um den deutschen Kaiser bei seiner Rückkehr in seiner engeren Heimath festlich zu em­pfangen. Die Frommen im Lande schlagen ein stilles kirchliches Buß- und Dankfest vor, Andere wünschen die Begrüßung durch den Gesmig von 70,000 Schulkindern, allem Anscheine nach will aber der patriotische Ber- lliner einen vollen und wirklichen Festtag, und wenn man auch auf eine Art

das Genossenschaftswesen. Der moralische Fond, welcher in dem Gewerkver- Mer steckt, der große Gemeinsinn und besonders der Trieb, für unvorherge- ßhene Fälle einen Nothgroschen zurückzulegen, alles Eigenschaften , die dem Eocialdemokraten durchaus abgehen veranlaßt ihn, haushälterisch mit dem sauer verdienten Gelde umzugehen, um womöglich ein kleines Kapital ansam­mln zu können. Nichts von alledem bei dem Soctaldemokraten; wer ihm sagt, daß er sparen solle und könne, ist sein ärgster Feind. Ebenso wenig wie bie Socialdemokraten sparen, glauben sie auch sich selbst helfen zu können; ihr heil erwarten sie von Producttv-Afsoctationen mit Staatshülfe. Dabei sind sie sreilich so vernünftig, zuzugestehen, daß ihnen die geforderten Mllwnen nicht icn dem heutigen Staate, sondern erst von demzukünftigen Volksstaate gewährt werden. Führen sie aber erst einmal das Ruder in dem neuen Staate, dann, sagen sie, hat alle Noth ein Ende und jeder Bauer sein Huhn

Egen Eintritt, n r Aussen, oahnbMraße.

>s leicht und üW wozu feine kaui- "öthig sind, irttbn Provision gesch J. Vv. btfur.

lottes.

Hftin wird gesucht ilie- Zu erfragra

-ohnung voll

wtwn sich wo- mer zu einer

/ Gießen, am 14. October 1878.

Betreffend: Die Taubstummen-Statisttk im Großherzogthum Hessen.

DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Schulvorstande des Kreises.

Wir erinnern diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände sind, an die Erledigung unserer Verfügung vom 7. September l. I., im Anzetge- blatt Nr. 212.

Dr. Boekmann.

--------------------------------- Gießen, den 14. October 1878.

Betreffend: Die Ableistung des Verfassungseides.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Gemeinden des Stadt- und Landgerichtsbezirks Gießen.

Die Ableistung des Verfassungseides der seit Mai I. I. aufgenornmenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, seit der bemerkten Zeit »erheirathet haben, soll

Montag den 11. November l. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Regierungsgebäude zu Gieren

Mtfinden^^ fcie treffenden Personen zu diesem Termin vorladen und daß dies geschehen, unter Namhaftmachung der Vorgeladenen, uns vor dem Termin anzeigen oder berichten, daß Niemand vorzuladen sei.

Halten sich dergleichen Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeben.

Dr. Boekmann.

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Bekanntmachung.

den ü November d. I., Vormittags 9 Uhr, beginnt der Unterricht in der Winter-Ackerbauschule zu Alsfeld.

Derselbe hat sich zu erstrecken auf Elementargegenstände, Fortbildungssächer, verschiedene Zweige der Naturkunde und ^^^^.^^^slehre. Abends

Der Unterricht wird durch Besichtigung benachbarter Güter unter Leitung eines Lehrers, sowie durch zahlreiche Lehrmittel unterstützt. Des Abende von 79 Uhr finden Arbeitsstunden unter der Aufsicht eines Lehrers statt. Das Verhalten der Schuler in und außerhalb der Schule wird strenge s)htfti>ihnipfÄfAtn finb Knaben vom 14. Lebensjahre an. Das Schulgeld beträgt 25 Unvermögende werden unentgeldltch ausgenommen.

Anmeldung-/zur Aufnahme nimmt das Curatorium entgegen, deffen unterzeichnete Mitglieder auch zur Vermittelung der Wohnungen für auswärtige

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Bekanntmachung.

Das Großherzogliche II. Infanterie-Regiment Nr. 116 beabsichtigt Donnerstag den 17. l. M-, Nachmittags, auf

Freitag den 1 8. I. M-, Nachmittags, auf dem Schießplatz Belehrungsschießen auf größere Entfernungen abzuhalten. Es wird mit Rücksicht hierauf das Publikum gewarnt, das Terrain hinter den betreffenden Schteßständen zu den angegebenen Zeiten zu betreten.

Gießen, den 16. October 1878. Großherzogltche Polizetverwaltung Gießen.

Fresenius. __________

Die Droschkenbesitzer Johannes Pitzer und Johannes Böckner haben unter dem Heutigen die Erlaubniß erhalten, je eine Droschke, Gstcrer mit der Nummer 4, Letzterer mit der Nummer 5, nach Maßgabe des Droschkenreglements für die Provinzialhauptstadt Gießen vom 3. August 18 8, [fett gesucht. Betrieb zu setzen. , ,

kxped. d. Bl Gießen, am 15. October 1878. Großherzogltche Polizetverwaltung Gießen.

rmvsi'w sich üff Jsresenius._____________________________________________________________________________

n Aufsetzen m

Neine Wohnung

C. 147.

ilhelm Loth.

i aus guter Familie; qu gesucht- Näheres,

rt zu mietben gesucht immer nebst Tabinci-; ibition d> Bl. *

Wjtn, fiarieii, kraut

verlege

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152, l01l dem Soctaldemokraten princtpiell so sehr, als gerade tn Beziehung auf

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