onntag, den 16. Juni
1878
» SW
,ie ®^»"9 eine«
’M^lc
6 s »k
•en.
Bramm.
Irle,
3ufchneiden und At«chmerimin>
t b»W abjugeben. ©onnenfhage.
deWminH, i"« am 23.X ’)iad)< 'S «StBenJ eingtlabtn. scht und etUMuM, als
Sirection.
u. Äcn
d, 2-5 Uhi.
ein wollene, halte ich
<3655
erllr. A. 164.
imUten-Wohnung zu oer- Neurnwez 134.
eite Ltock meines Hauses, Mer, WW u. s.w., i oermiechm.
I. CH. Retter.
ftr Mügtv. - dniilich-? tu dm HE n! »ihm pzr mitt« mim? fiel di- EP-d.
2,
»ndeknechte gesucht von
Qkconoin Waan er^
ng"L5^.
:^rw
he» 16. Jun" Ludwigsbrunnen.
ia=*5Ä jfeB wurde
'S *■
SÄli#- W M...
$
, Au!sicht statt' ^^Äevttloosullg hob'"
von (9i
2 46- 243 9». 1
ui I2/ 4 * i S'. ’S 12
--^DeilaS^
Anzeige- uns Amisbinti für de» Kreis Gieft«.
Wirimuiiwiiii irmnnniBfm ■ ■■itiiii—— ?^bödleWtoma‘4r Sa»te»straße B. 166. r Schulstraße B. 18.
Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.
PreiA »itt^^ährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlkchn.
Durch bä Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher Hheil.
Gefundene Gegen st an de:
3 Portemonnaies, 1 goldene Broche, 1 kleines Taschenmesser, 1 Kreuzchen aus Elfenbein, 1 Rockhalter, 1 Theil einer Electrisirmaschine, 1 alter Filzhut, 40 «X (auf dem letzten Jahrmarkt gefunden), 1 Stock und 1 Taschentuch (in einem Garten gefunden), 3 Freimarken (in einem Brieskasten gesunden), 1 Sommerüberzieher (in einer Wirtschaft hängen geblieben).
Gießen, am 15. Juni 1878. Großherzogliche Polizetverwaltung Gießen.
Fresenius.
Aolilischer Hheik.
London, 14. Juni. Während der Abwesenheit Salisbury's leitet der Staatssecretär des Innern, Croß, das Auswärtige Amt.
Kaiserslautern, 14. Juni. Eine gestern stattgehabte Versammlung der bedeutendsten Firmen des Fabrik-, Handels- und Gewerbestandes beschloß einstimmig, von ihren Arbeitern alle diejenigen zu entlassen, welche stch offen zur socialdemokrattschen Partei bekennen, oder die Bestrebungen dieser Partei durch Theilnahme an Versammlungen, Halten von Blättern, bezw. Beiträge deren Kaffen, unterstützen.
Bonn, 13. Juni. - Die altkatholische Synode hat mit 75 gegen 22 Stimmen beschlossen: Das der Eingehung einer Ehe durch einen Geistlichen vom Subdiacon aufwärts entgegenstehende Verbot des canonischen Rechts bildet in der altkatholischen Gemeinschaft weder ein Hinderniß für die Ehe von Seiten der Geistlichen, noch für die Verwaltung der Seelsorge durch einen verheirathc- ten Geistlichen.
Berlin, 14. Juni. Obwohl, wie bereits gemeldet, Seitens irgend einer Congreßmacht ein bezüglicher Antrag nicht gestellt ist, suchen doch die betheilig- ten Staaten zweiten und dritten Ranges dahin zu wirken, daß ihre Vertreter auf dem Congresse selbst ihre Anschauungen darlegen können, wobei Griechenlund seine von Rumänien, Serbien und Montenegro abweichende europäische Stellung betont. Für die Sache der Gleichstellung der Juden in Rumänien werden sich verschiedene Vertreter auf dem Congresse erheben und soll auch Fürst Bismarck den Wünschen der „Alliance Jsroölite" geneigt sein, wennschon es unrichtig ist, daß er deren Vertreter in besonderer Audienz empfangen habe.
— Am Schlüsse eines von der „Nordd. Allg. Ztg." gebrachten bemer- kenswerthen Wiener Brieses heißt es: Wenn zur selben Zeit, wo Andrassy in Berlin Gelegenheit haben wird, seine friedlichen Tendenzen zum Ausdruck tu bringen, zu Hause militärische Maßnahmen angeordnet werden, so liegt darin durchaus kein Wtd'erspruch. Oesterreich erwartet zuversichtlich eine friedliche Lösung durch den Congreß und sieht sich vor, um dieser Lösung Geltung zu verschaffen, auch dort, wo etwa Störungen zu befürchten wären. Das Wort Andrassy's ist noch immer maßgebend, daß Oesterreich die europäischen Interessen im Orient mit Europa seine engeren Interessen für sich allein schützen werde.
Petersburg, 14. Juni. Der „Regierungsbote" veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas, wodurch Nabokoff an Stelle Pahlen's zum Justizminister ernannt wirb. — Das neueste'Bulletin über das Befinden der Kaiserin lautet: Nacht ruhig; geringer Appetit; Fieberzustand unbedeutend, jedoch andauernd. Die localen Symptome bessern sich allmählig, das Athmen wird tiefer und langsamer; ziemlich bedeutende Schwäche ist noch vorhanden.
Berlin, 15. Juni. Se. Maj. der Kaiser haben vergangene Nacht mit kurzer Unterbrechung gut geschlafen.
London, 14. Juni, lieber die zwischen England und Rußland erzielte .Verständigung publicirt „Globe" 2 Schriftstücke, für deren Inhalt diesem Journal um so mehr die Verantwortlichkeit zu überlassen ist, als die von demselben am 30. Mai veröffentlichten entsprechenden Mittheilungen sich nicht als ganz correct erwiesen haben. Beide Schriftstücke sind vom 30. Mai dadirt und als Memorandum bezeichnet. Das erste enthält den angeblichen Wortlaut der zwischen England und Rußland erfolgten, am 30. Mai von Salisbury und Schuwaloff im auswärtigen Amte unterzeichneten Verständigung und stimmt wesentlich mit den vom „Globe" am 30. Mai veröffentlichten bezüglichen Mittheilungen überein. — Das zweite Memorandum ist folgenden Inhalts: Unabhängig von den in dem vorhergehenden Memorandum getroffenen Bestimmungen behält sich England vor, auf dem'Congresse folgende Punkte zur Geltung zu bringen: a) die britische Negierung behält sich vor, auf dem Congresse die Theilnahme Europas an der administrativen Organisation beider bulgarischen Provinzen zu beantragen; b) die britische Regierung wird auf dem Congresse die Dauer und Natur der Besetzung Bulgariens durch Rußland und den Durchmarsch der russischen Truppen durch Rumänien ■ diseutiren; c) ein weiterer Vorbehalt betrifft den der südlichen bulgarischen । Provinz zu gebenden Namen; d) die britische Regierung behält sich vor, ohne i die Territorialfrage zu berühren, die Discussion der Frage bett, die Donau- schifffahrt, ebenso e) die Frage bezüglich der Meerengen. Der russische Botschafter in London nimmt aber Act von der Verbalerklärung, die gemacht - worden ist und die darin besteht, daß das kaiserl. Cabinet sich in dieser - Beziehung hält an die Declaration, welche Derby am 6. Mai 1877 machte, und der russische Congreßbevollmächtigte wird auf dem Congreß auf dem
Deutschland.
Berlin, 13. Juni. Der von dem Kronprinzen bei dem heutigen Galadiner aüsgebrachte Toast hatte folgenden Wortlaut: Der in Berlin zusammengetretene Congreß hat seine Arbeiten mit dem Wunsche für die Wiederherstellung Sr. Majestät des Kaisers, meines Vaters, eingeleitet. Ich danke den Vertretern der europäischen Cabinette für diese Sympathiebezeugung und glaube auf dieselbe am besten zu antworten, indem ich meinerseits und im Namen meines erhabenen Vaters den Wunsch ausdrücke, Ihre Bemühungen durch eine Vereinbarung gekrönt zu sehen, welche das beste Pfand für. den Weltfrieden sein würde. Ich trinke im Namen Sr. Majestät auf das Wohl der Souveräne und Regierungen, deren Vertreter diesen Congreß bilden.
Berlin, 13. Juni. Seitens der Regierung ist behufs Bekämpfung der Socialdimokratie zunächst eine strengere Handhabung des Paßwesens in Aussicht genommen. Sodann ist allen Behörden ebensolche Handhabung des Preß- und des Vereinsgesetzes empfohlen worden. — Die siebente Criminaldeputation des Stadtgerichts verurtheilte heute wegen Majestätsbeleidigung eine Frau zu 4 Jahr, einen Mann zu 2 Jahr und einen anderen zu 1V2 Jahr Gefängniß.
Kaiserslautern, 13. Juni. Der der liberalen Partei angehörende Abgeordnete zum bayrischen Landtag Philipp Schmidt (Kaiserslautern) hat aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat niedrrgelegt.
Hestrrreich.
Wien, 12. Juni. Die Mobiltsirung der dalmatischen und siebenbür- gtschen Corps (d. h. sechs ganzer Divisionen), sowie die Besetzung von strategischen Punkten in den Südkarpathen wurde gestern angeordnet. Der Befehl zur Besetzung Antivaris ist noch nicht gegeben, doch kreuzen österreichische Schiffe vor Antivari. Dieselben sind im Stande, stündlich die Besetzung vorzunehmen, sobald dieselbe befohlen würde.
England.
London, 13. Juni. „Reuters Bureau" meldet aus Quebec: Strikende Arbeiter plünderten ein Mehlmagaztn und nahmen 200 Barrels Mehl fort. Den Polizeimannschaften gelang es nur mit vieler Mühe, die Ruhestörer zu zerstreuen und das Legislaturgebäude zu besetzen. Sie wurden bei ihrem ©in schreiten gezwungen, die Waffen zu gibrauchen, wobei ein Arbeiter erschossen wurde. Außerdem wurden mehrere Ruhestörer, sowie mehrere Polizetmann- schasten und betheiligte Anwesende durch Gewehrschüsse, Säbelhiebe und Stetn- würse verwundet.
London, 13. Juni. Die „Times" meldet aus Pera vom 12. d.: Tie Pforte bereitet eine Beschwerdenote vor, welche nachzuweisen beabsichtigt, daß die Bulgaren bestrebt seien, die Muselmänner systematisch auszurotten oder zu vertreiben. — Auf Requisition des Gouverneurs von Thessalien sind mehrere Bataillone und Panzerschiffe dahin abgegangen.
Rußland.
Petersburg, 13. Juni. Nach dem Bulletin vom'12. d., Morgens, hat die Kaiserin die Nacht ruhig zugebracht; Fieber unbedeutend, Schwäche vermindert, örtliche Symptome in der Befferung begriffen. — Während der Abwesenheit Gortschakoffts vertritt denselben der Wirkliche Staatsrath Giers.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Correspondenz - Bureau.
Berlin, 14. Juni. Dem Vernehmen nach wird sich der Congreß am Montag mit der bulgarischen Frage beschäftigen. Der griechische Minister des Aeußern, Delyannis, trifft heute Mittag hier ein.
- Bulletin von 10«/, Uhr Sonn. Im Verlaufe des gestrige» Tages war das Befinden des Kaisers Im Ganzen ein recht befriedigendes, »llerhöchst- derselbe war noch länger als vorgestern außer Beit; auch der Appetit war etwas bester. Durch sehr guten Schlaf in der vergangenen Nacht suhlen sich S- Mas. gut ausgeruht. Di- Heilung der noch nicht vernarbten Wunden macht Fortschritte. Mnterz.) v. Lauer. v. Langenbeck. Wilms.
'Dre&iwtt 14 ^uni. Nach dem „Dresd. Journ." wird in dem Wahlkreise Dresden links der Elbe, welchen bisher Bebel vertrat, der frühere Ministerpräsident v. Friesen als Reichstags-Caiididat auftreten.


